Sonntag, 30. November 2014

eat & STYLE in der Station am Gleisdreieck in Kreuzberg

Auch wenn es jetzt schon ein paar Tage her ist, ich schwelge immer noch in den Erinnerung an all die Köstlichkeiten, die ich im Rahmen der eat & STYLE riechen, schmecken und probieren konnte. Und meine Bewertung kommt erst jetzt, weil ich immer darauf gewartet habe, das sich klärt, was eigentlich meine Entdeckung auf der Messe war, aber da ich im Laufe der Zeit eher unschlüssiger als sicherer werde, warte ich mal lieber nicht noch länger!



Tatort waren die Hallen der Station am Gleisdreieck, eine tolle Location, deren altindustrieller Charme, weite Räume und rauhe Wände schon mal alleine eine ganz wunderbare Atmosphäre schaffen. Die Stände und Bühnen waren auf zwei Hallen verteilt. Bereits draußen wurde man von zwei Street Food Wagen begrüßt und in der vorderen Halle standen zahlreiche Aussteller mit ihren Produkten, von diversen Alkoholica  über Südamerikanische Spezialitäten, Rosenmarmelade über einen großen Yelp-Stand bis hin zur alternativen Kola, hier gab es etwas für jeden und dank der sehr auskunftsfreudigen Menschen dazu konnte man in nullkommanix vom unwissenden Kunden zum faszinierten Genießer werden. Und Dank zwei Veranstaltungsbühnen gab es auch noch die nötige Theorie dazu, so z.B. bei der Perfect Meat Academy. In der zweiten Halle befanden sich weitere Aussteller, dazu jede Menge Street Food Stände, Craft Beer und diverse weitere Bühnen und Sitzplätze, um in Ruhe das erstandene Essen genießen zu können.



Auch sehr spannend waren die zahlreichen angebotenen Seminare und Schulungen, von denen ich die Veranstaltungen zum Craft Beer und Perfect Meat besuchen durfte. Interessant und leckere gab es dabei Wissen zu den speziellen Themen, genussvoll und unterhaltsam aufbereitet von Fachleuten. Man hätte auch unter Anleitung backen können, lernen, wie man perfekte Cocktails mixt, sich Tipps von Köchen geben lassen können und vieles mehr, dank einer riesigen Themenvielfalt hat hier bestimmt jeder Besucher etwas zum Weiterbilden gefunden.

 
Meine ganz persönlichen Favoriten waren:
-          Die leckeren Sandwiches von J. Kinski aus Thüringen, die komplett aus Bio-Zutaten und mit selber gebackenem Brot und mit viel Liebe zubereitet wurden.
-          Die gar nicht seifige Rosenmarmelade von den ganz schrecklich netten Herren von Rosenfeines, die ich verkosten durfte und von der ich direkt etwas mit nach Hause nehmen musste.
-          Der feinperlige halbtrockene Cava und der herrlich erfrischende Weißwein vom Cava Contor.
-          Vodrock und Granit Gin, zwei noch relativ neue Alkoholica, die jeder für sich geschmacklich schon etwas sehr besonderes darstellen und deren Herstellern ich ganz fest die Daumen drücke, dass sie ihre Schätze an den Mann und an die Frau bringen können.



Was mir besonders gut gefallen hat war der Mix aus Ausstellern, Herstellern, Bühnen und Informationsmöglichkeiten. Ich liebe kleine Manufakturen, wo jeder das, was er tut, mit viel Herzblut macht und einem auch direkt noch die Geschichte zum Produkt erzählen kann. Da macht Einkaufen doch gleich viel mehr Spaß!

Und wenn die Macher der eat & Style nächstes Jahr vielleicht ein bisschen mehr Werbung machen, dann kommen zu der Messe noch ein paar mehr Leute, denn so war es eher eine Veranstaltung, auf der Foodlover und Foodies unter sich waren und ich denke, viele Aussteller hätten noch mehr „normale Endverbraucher“ gerne angenommen.


Für mich gilt auch weiterhin: Kleine Läden – große Liebe und ich freue mich schon Mal ein bisschen auf die eat & STYLE im nächsten Jahr!


Montag, 10. November 2014

La Kritzeria - Ein Paradies für Lakritzfreunde im Prenzlauer Berg

Meine absolute Lieblingssüßigkeit ist schwarz, grau oder braun und macht in der Verarbeitung zu Eis nicht unbedingt die sehenswerteste Figur, die Rede ist vom schwarzen Gold oder kurz auch Lakritz genannt. Wenn es dann die Möglichkeit gibt, zu einem Event mit dem Titel: Was ist eigentlich Lakritz? zu gehen, dann ist das für mich quasi so etwas wie eine Pflichtveranstaltung.

Tatort war die La Kritzeria im Prenzlauer Berg, ein kleiner aber feiner und unbedingt besuchenswerter Laden mit sage und schreibe über 300 verschiedenen Lakritzsorten im Angebot, wovon man sich sogar mehr als 150 Sorten selber vor Ort mischen und probieren kann. Stefanie versorgt hier seit 2011 Lakritzfreunde aus Berlin und von überall her. 



Wir fanden uns an einem kühlen Novemberabend in den heiligen Lakritzhallen ein und lernten im Laufe des Abends nicht nur, was Lakritz ausmacht, wie alles hergestellt wird und wo die Süßholzwurzel wächst. Sondern vor allem durften wir herausfinden, wo die größten geschmacklichen Unterschiede bei den gängigen und auch den ganz besonderes Lakritzsorten liegen. Stefanie hatte einen Tisch der Köstlichkeiten vorbereitet und bevor groß geredet wurde hieß es erstmal, essen und schmecken, eine tolle Idee, weil man so hinterher tausend mal besser verstehen konnte, was sie uns erklärt und berichtet hat. Und die Verkostungsauswahl barg sogar noch für echte Lakritzjunkies wie mich die eine oder andere Überraschung und Neuentdeckung, wie z.B. die Mandel im Lakritzmantel oder scharfes Lakritz mit dem Namen Black Metal und in Form von Hardrockguitarren.


Nachdem wir uns durchprobiert und ganz viel rund um Lakritz gelernt hatten, durften wir auch alles andere im Laden näher unter die Lupe und im Fall der unzähligen Lakritzsorten zum Selber mischen auch auf die Zunge nehmen. So konnte man auch mal Dinge probieren, an die man sich sonst vielleicht nie herantrauen würde, wie z.B. mit Schokolade ummantelte Lakritze, die ich wesentlicherer leckerer fand, als ich erwarte hatte.



Die Lakritz im Laden kommen wirklich aus der ganzen Welt und so unterschiedlich wie die Herkunft sind auch die Geschmacksvariante. Im Laden besteht dazu eine eigene Ordnung, so gibt es einen Tisch mit eher mildem süßen Lakritz, weiter über leicht salziges bis hin zu richtig salzigem und ganz separat auch noch fruchtiges Lakritz. Und wenn jemand gar nicht mit der schwarzen Süßigkeit anfangen kann, dann gibt es auch noch eine spezielle Lakritz-Hasser-Mischung, der wohl bisher  noch niemand widerstehen konnte. Und auch für Liebhaber eher flüssiger Formen ist dank verschiedener Lakritzliköre und –schnäpse gesorgt.


Ein wirklich toller Abend inmitten lieber Mitlakritzesser, voll mit geschmacklichen Überraschungen und wunderbar betreut durch die Inhaberin der La Kritzeria, die uns hat an ihrem Fachwissen teilhaben lassen! Man merkt ihr an, sie lebt Lakritz und für sie ist mit diesem Laden ein Traum in Erfüllung gegangen.

Dankeschön an Steffi und Anne, es war ein grandioser Abend!

FAKTEN
La Kritzeria
Stubbenkammerstraße 3
10437 Berlin

http://www.la-kritzeria.de/

Montag, 3. November 2014

Zum Frühstück im Kaffeehaus Mila

Direkt neben dem NH Kurfürstendamm versteckt sich das Kaffeehaus Mila, ein sehr klassisches in rot gehaltenes Kaffeehaus, in dem man von Frühstück über Mittag- bis hin zu Abendessen alles bekommt, was das hungrige Herz begehrt.


Französisches Frühstück

Der Gastraum ist recht groß und bei schönem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, auf dem Bürgersteig vor dem Café zu sitzen. Wir nahmen Platz an einem Tisch im Fensterbereich, meine Begleitung saß in bequemer Tischhöhe auf der Bank und ich deutlich zu niedrig auf einem lehnensesselartigen Sitzmöbel, das nicht ganz optimal für den Tisch, dafür aber umso bequemer war.

Flott und freundlich wurden wir vom Service bedient, kurze Zeit nach der Bestellung kamen unsere Getränke und auch das georderte Frühstück ließ nicht lange auf sich warten. Die Croissants waren knusprig locker und das Omelette mit Schinken schmeckte ebenso gut und wurde mit kleinem Brötchenkorb serviert. Der Kaffee, cremig und aromatisch, machte munter und uns glücklich, zumal er mit einem kleinen Glas Leitungswasser serviert wurde.

Die Atmosphäre war mir etwas zu kühl, aber wer klassische große Kaffeehäuser mag, der wird sich hier wohl fühlen.  Mit uns waren nur wenige andere Gäste im Raum, dadurch konnte man sich sehr entspannt unterhalten und der Geräuschpegel war angenehm.

Das Preis-Leistungsverhältnis war absolut in Ordnung.

Ein zentral gelegenes nettes Café für zwischendurch mit freundlichem Service, leckerem Essen und gutem Kaffee.


Besuchenswert sind sicherlich auch die zahlreichen Veranstaltungen, von Schachspielen über Spanischlektionen bis hin zu Musikabenden, auf die ein am Platz ausliegender Veranstaltungskalender aufmerksam macht.

FAKTEN
Kaffeehaus Mila
Grolmanstr. 40
10623 Berlin
030/3133753
http://www.kaffeehaus-mila.de/