Freitag, 23. Mai 2014

Zu Gast im Serrano in Wilmersdorf

An einem Samstagnachmittag, inmitten West Berlins, traf sich eine Gruppe foodbegeisterter Menschen für eine kurze lange Reise. Es ging nach Peru, zwar nicht direkt in das Reiseland, aber immerhin ins Serrano, in Berlins peruanisches Restaurant unweit von Ludwig-Kirch-Platz und Uhlandstraße.


 Draußen vor dem Restaurant standen ein paar schlichte Sitzmöbel und Tische, wenn man aber durch die Tür trat erwartete einen eine gelungene Mischung aus Moderne und einem gehörigen Spritzer peruanischer Folklore, perfekt kombiniert ohne zu volkstümlich zu wirken.
Im hinteren Bereich befindet sich der lange Tresen mit der offenen Küche und genau dort wurden wir freundlich in Empfang genommen und kurze Zeit später ging es los.

Nach einer kurzen Einführung durch den Betreiber Enrique Servan bei einem köstlichen Pisco Sour starteten wir auf unsere kulinarische Reise, die immer wieder durch spannende Erklärungen und anschauliche Videos unterbrochen wurde.

Als ersten Gang wurde uns Papas a la Huancaína serviert, eine lila kartofel mit einer unglaublich leckeren gelben Soße, die definitiv Lust auf mehr machte. Darauf folgte Causa Bicolor, gelbes und lilafarbenes Kartoffelpüree, formschön im Quadrat auf Geflügelsalat in einem Glas angerichtet.
Für den dritten Gang durften wir alle dem Koch bei der Zubereitung auf die Finger schauen, während er das peruanische Nationalgericht Ceviche de Rodaballo zubereitete. Wer hätte gedacht, dass roher Weißfisch mit Chili, Limetten und Zwiebeln so unglaublich köstlich schmecken kann!


Eine sehr würzige gräuliche Suppe aus lustig anzufassenden Gefrierkartoffeln mit Namen Crema de chuno con trozo de carne  bildete den vierten Gang.
Unglaublich lecker war der fünfte Gang, Aji de Gallina, der einmal als Wan Tan-artige Teigtasche mit köstlicher rötlicher Soße und zum anderen als Geflügelsalat mit Reis serviert wurde.
Gang sechs bestand aus Quinoa, als feinwürziger Salat und knuspriger Krokette und trug den Namen Duo de Quinua.
Schon ein bisschen gesättigt ließen wir uns den siebten Gang schmecken, Chicharon con carpulcra, ein Minisandwhich mit in Schmalz gebratenem Schweineschmalz, das durch geschmorte und luftgetrocknete Kartoffeln einen besonderes Etwas bekommt.
Und zum Abschluss der herzhaften Gänge gab es ein phantastisches Lomo Saltado clasico, dessen Rumpsteakstreifen an Maniokpommes und mit jeder Menge Koriander und leckerer Sauce serviert wurde.
Zum Dessert gab es zwei köstliche Kleinigkeiten, einmal ein Schälchen mit verboten gutem Mangoschaum und einen sehr gehaltvollen Schokokuchen mit zwei verschiedenen ergänzenden Cremes.
Zum Essen wurde uns ein wunderbar leichter sommerlicher peruanischer Weißwein gereicht und wir wurden von einem tollen Service liebevoll umsorgt.

Das Essen war phantastisch und es ist erstaunlich, wie man mit unterschiedlichen Kartoffeln und den verschiedenen Chilis wahre Geschmacksexplosionen verursachen kann.
Und wenn man dann noch erklärt bekommt, wie die Leckereien zubereitet werden, dann ist das wirklich ein Erlebnis für alle Sinne.


Ich habe mich sehr gefreut, bei dieser kulinarischen Reise nach Peru dabei sein zu dürfen und kann ein Besuch des Serranos wirklich sehr empfehlen. Ich bedanke mich bei Marc, dass er die Idee dazu hatte, bei Anne für die wie immer wunderbare Organisation und beim Serrano und seinem ganzen Team für die köstlichen Gerichte und das Ausrichten dieser Veranstaltung.


Es war sicherlich nicht mein letzter Besuch und ich freue mich schon darauf, beim nächsten Besuch noch mehr über Peru und die landestypischen Spezialitäten zu erfahren!

FAKTEN
Serrano
http://www.restaurante-serrano.de/
Pfalzburger Str. 83
10719 Berlin
030/88929244

Keine Kommentare: