Montag, 28. April 2014

Berlin Dungeon – Gepflegtes Gruppengruseln mit Erschreckgarantie

Vor kurzem gab es eine Einladung zum Besuch des Berlin Dungeons, ich war gespannt! Der London Dungeon hat mich absolut begeistert und auch der Hamburger Ableger war gruselig unterhaltsam, was also würde den gänsehautgewillten Besucher in der Hauptstadt erwarten?

Der Berlin Dungeon befindet sich in Berlin Mitte, unweit von Alexanderplatz und Hackeschem Markt, fast gegenüber des Sea Life Centers.



Wir waren ein bisschen spät dran und haben daher leider die Einführung verpasst, wurden aber liebenswerter Weise von den Veranstaltern in den ersten Raum „dazugeschleust“, bereits im Eingangsbereich machen eine dunkle Atmosphäre und ein unter Glas in den Boden eingelassenes Skelett deutlich, was hier geboten wird.

Was ich an der Tour besonders toll fand, war, dass man einiges über die dunklen Geschichten Berlins erfährt, denn alle dargestellten Szenen beziehen sich auf wirklich passierte Tatsachen. Egal, ob es um Pater Roderich und das Graue Kloster geht, man in der Folterkammer des Grünen Hutes allerlei über mittelalterliche Strafen lernt, man sich durch die Pest in Berlin bewegt, vor dem geheimen Hexengericht steht oder sich vor der Weißen Frau oder Carl Grossmann erschreckt. Alles ist hier passiert und wird vom Team des Dungeons auf gruselige und zum Teil auch lustige Weise umgesetzt und erzählt. Dabei stecken die Überraschungen oft im Detail und selbst, wenn man ahnt, dass gleich etwas kommt, so ist es in der Regel nicht das Naheliegende, sondern etwas ganz anderes, was für einen Schauer sorgt. Hier findet das meiste des wirklichen Gruselns im Kopf statt. Klar, es gibt den einen oder anderen Schreckmoment, aber wirklich gut gemacht sind gerade die Szenen, wo die eigene Phantasie einem ganz schön zusetzt und man z.B. darauf hofft, dass endlich wieder das Licht angeht.

Sehr überzeugend sind alle Schauspieler, die wirklich mit Leib und Seele in ihren Rolle stecken und diesen einen ganz individuellen Touch geben. Jeder, der hier auf seiner kleinen Bühne steht, ist ausgebildeter Schauspieler und darf die Rolle mit seiner ganz eigenen Interpretation geben, weshalb auch zwei oder mehr Besuche immer noch für Überraschungen gut sind, da es verschiedene Darsteller gibt, die die Leitfiguren zum Leben erwecken. Und was wirklich bemerkenswert ist, es wird mit den Besuchern interagiert, mit jeder Gruppe ganz individuell, wovor ich wirklich großen Respekt habe!

Wir waren gut 1,5 Stunden im Dungeon unterwegs, die Zeit fühlte sich aber deutlich kürzer an, da man gespannt von einem Ort des Schreckens zum nächsten geht. Faszinierend ist zum Teil auch die Dekoration, die sehr gut gemacht ist und eine herrlich schaurig schummrige Atmosphäre erzeugt.

Wir hatten Glück und am Ende der Rund erwarteten uns die Veranstalter und ein Schauspieler und standen uns tapfer Frage und Antwort zu allem rund um den Berlin Dungeon und zeigten an einer Teilnehmerin, wie aus einer jungen gesunden Berlinerin mit Hilfe von Make-Up und Schminken im Handumdrehen eine an Pest erkrankte bleiche Frau werden kann.

Herzlichen Dank an Anne von Yelp, die uns die Tour und den Blick hinter die Kulissen ermöglicht hat sowie an das Team vom Berliner Dungeon, dass sie uns diese schön gruselige Erfahrung ermöglicht haben!

Ich fand es herrlich, mich so gepflegt in der Gruppe beim Berliner Geschichte lernen gruseln und erschrecken zu dürfen und kann jedem, der sowas mag, einen Besuch empfehlen.

FAKTEN:
Berlin Dungeon
http://www.thedungeons.com/berlin/de/
Spandauer Straße 2

10178 Berlin

Samstag, 19. April 2014

Zu Gast im Zapata in Berlin Schöneberg

Früher, da war das Café Kleisther eine echte Institution, doch im Laufe der Zeit verblasste es irgendwie. Nun befindet sich seit einiger Zeit mit dem Zapata ein Restaurant mit südamerikanischer Küche in den ehemaligen Räumlichkeiten unweit der U-Bahnstation Kleistpark in Berlin Schöneberg. Es gehört wohl mit zur benachbarten Zoulou Bar und dem Promo in Alt-Moabit, wie der mitgenommenen Visitenkarte zu entnehmen ist.



Der Gastraum wurde sichtbar renoviert und erinnert jetzt an Tex-Mex inklusive der branchenüblichen Leuchtreklamen für Bier aus Mexiko und bunter Deko. Aber es wurde nicht übertrieben und so sitzt man auf Bänken und Stühlen in angenehmem Ambiente im warmen leicht gedämmten Licht im Innen- und Außenbereich. Wie früher auch, so ist der Mittelpunkt die Bar mit dem großen Tresen, auch die restliche räumliche Aufteilung wurde beibehalten.

Wir betraten das Restaurant am frühen Abend und konnten uns noch einen der Plätze am Fenster sichern. Fast sofort bekamen wir die Speisekarte und konnten direkt unsere Getränke bestellen, welche ebenfalls nur kurze Zeit später unseren Tisch erreichten. Ein großes Bier ist hier allerdings kein 0,5 l Bier, was zuerst zu etwas Irritation führte, dann aber vom freundlichen Servicepersonal umgehend aufgeklärt wurde. Der bestellte Caipiroska war zwar leider ein Caipirinha, da aber gut gemacht und lecker, haben wir es nicht bemängelt und waren nur beim ersten Schluck etwas erstaunt.

Vorspeisenplatte
Zum Essen bestellten wir uns eine gemischte Vorspeisenplatte für zwei Personen und als Hauptgang die Fajitas mixtas mit Hähnchen und Rind.
Die Vorspeisenplatte war reichlich, hier wäre vielleicht ein Hinweis nicht verkehrt, dass man danach eigentlich schon zu satt für ein Hauptgericht ist. Die Qualität und der Rest waren prima und wir haben jede der kleinen Leckereien genossen.
Als wir fertig waren kamen nach genau der richtigen Wartezeit die Fajitas mixtas, dampfend heiß und noch brutzelnd auf einer Eisenpfanne, einen köstlichen Geruch verströmend, das nenne ich gut gemacht! Die Fajitas selber ließen sich prima belegen und die mitgereichten Dips (Guacamole, Sour Cream und dieses schärfere rote Zeug) waren ebenfalls sehr lecker, das Gericht würde ich sofort wieder bestellen.

Fajitas mixtas
Mit der Rechnung gab es einen kleinen Shot Erdbeerdaiquiri, der sehr fruchtig war und Lust auf mehr beim nächsten Mal gemacht hat. Preislich war es für die gebotene Qualität absolut in Ordnung.

Der Service war sehr nett und bediente flott und umsichtig. Das einzige, was man meiner Meinung nach verbessern könnte, wäre z.B. eine kurze Erklärung zu den Gerichten der Vorspeisenplatte, so isst man sich ein bisschen im Blindflug durch die Dinge. Ansonsten fühlt man sich aber wohl und willkommen.

Das Zapata ist ein wirklich nettes Tex-Mex Restaurant, das keinen billiger Ersatz für das Cafe Kleisther darstellt, sondern eine gelungene Wiederbelebung der Location geschafft hat. Service, Essen und Getränke sind gut und alles gibt für einen fairen Preis. Eine gute Alternative zu den anderen Läden in der Gegend.

Samstags ist übrigens Rippchentag und sonntags wird von 10 – 15 Uhr zum Brunch geladen.


FAKTEN
Zapata
Hauptstraße 5
10827 Berlin

030/92364156