Sonntag, 23. März 2014

Spanischer Brunch im Tauro in Berlin Prenzlauer Berg

So gaaaaaanz langsam kann ich mich wieder bewegen, nach dem Brunch heute im Tauro musste mein Verdauungssystem die letzten Stunden Höchstleistungen verbringen, es wurde mit so viel leckerem Essen gefüttert. Vor Ewigkeiten war ich hier schon mal zum Tapas essen und es war lecker, so im Allgemeinen gefiel mir aber die Atmosphäre auf Grund der Größe der Räumlichkeiten nicht so richtig und das Restaurant geriet in Vergessenheit. Nun wurden wir aber gefragt, ob wir dort nicht mit Brunchen wollen und neugierig, wie wir sind, sagten wir zu.

Das Restaurant liegt nur wenige Schritte von der U2-Haltestelle Senefelder Platz, ist also sehr bequem mit der BVG zu erreichen.

Die Tapasbar
Für den Brunch sollte man auf jeden Fall reservieren, gerade, wenn man gerne etwas ruhiger sitzen möchte oder mit mehr als zwei Personen kommt. Es herrschte gerade im Eingangsbereich ein ganz schöner Personendurchsatz. Auch die Reservierungen scheinen nicht so einfach umsetzbar zu sein, was aber alleine durch die Größe des Ladens sicherlich auch nicht immer so leicht ist, nach etwas Wartezeit war aber klar, wo unser Tisch war und wir wurden hingeführt. Leider wird einem aber ohne nachfragen nicht erzählt, wie das mit dem Brunch genau funktioniert, was schade ist, da die Essensstationen im ganzen Haus verteilt sind. Unser Tisch war nur für fünf Personen und nicht wie bestellt sechs Personen eingedeckt und der Service entschwand ohne diesen Mangel zu beheben, zum Glück konnte man sich aber flott vom Nachbartisch bedienen. Hier merkt man eines der Probleme des Tauro, das Personal ist absolut überfordert durch Größe und Gästemenge. Wir haben auf unsere bestellten Getränke fast 40 Minuten gewartet und auf die Möglichkeit zur Bestellung vorher schon fast 15 Minuten. Auch die Karte gibt es nur auf Nachfrage. Schade, mit ein paar Mitarbeitern mehr ist hier absolut mehr drin, auch an Umsatz für den Betreiber.
  
Das Ambiente ist gewollt spanisch, mit diversen Wandgemälden, Kacheln, rustikalen Accessoires und jeder Menge Terrakotta. Durch Säulen wird versucht, den riesigen Räumlichkeiten den Kantinencharakter zu nehmen, die Lautstärke bleibt aber bei vollem Laden dominant und man hat Mühe, seine Tischnachbarn zu verstehen. Wir saßen im Erdgeschoss, im 1. Stock kommt zum Gesprächslärm auch noch zwar schöne, dafür aber auch laute Livemusik dazu.

Tapasauswahl nach eigenem Geschmack
Jetzt aber genug gemeckert, denn alles außer Ambiente und Service ist wirklich top! Der Brunch ist auf vier Stationen im Restaurant verteilt. Im Erdgeschoss findet man die Tapas Bar sowie einen Bereich mit Eierspeisen, Paella und den ganzen fiesen leckeren fettigen Dingen wie diversen Kroketten, Datteln im Speckmantel oder Aioli. Im ersten Stock erwarten einen ein großer Bereich mit weiteren warmen Speisen sowie das riesige Dessertbuffet. Trotz der riesigen Auswahl ist die Qualität der Speisen wirklich toll und wir wurden sehr positiv überrascht. Dazu kommt, es wird wirklich ständig nachgelegt und das ganze so unauffällig, das man fast das Gefühl hat, es wird mit Geisterhand gemacht. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich am leckersten fand, den leicht scharfen Chorizo Salat vom Tapas Buffet? Die Piementos oder die Schinkenkrokette? Den Crêpe mit Himbeerpürree? Es ist so viel Auswahl, dass ich es gar nicht mehr zu den warmen Gerichten im ersten Stock geschafft habe, meine Mitesser waren aber auch mit diesen absolut zufrieden!
Als der Latte Macchiato nach fast 40 Minuten den Weg an unseren Tisch fand, war auch gut, schön cremig und aromatisch, allerdings war es schon komisch, wie erstaunt auf meine Bitte nach einem Glas Leitungswasser dazu reagiert wurde, so gab es eine Flasche Wasser, die man zu zweit auch locker zu dem eher sehr herzhaften Brunch leer bekommt.


Die Toiletten sind von der Sauberkeit absolut in Ordnung, trotz Hochbetrieb gibt es Klopapier und alles ist adrett und ordentlich.

Das Publikum war mir nicht ganz so sympathisch, zu gewollt cool und dafür zu alt, aber das ist ja Geschmacksache und vom Service wird jeder freundlich behandelt. Es sind viele größere Gesellschaften zu Gast gewesen, das ist dann gerade beim Anstehen für einen Crêpe etwas ungünstig, wenn man denkt, juhu, nur noch einer vor mir in der Schlange und der gibt dann eine Massenbestellung auf, aber ansonsten wurde man durch die großen Gruppen nicht gestört.


Wir sind heute absolut positiv vom Brunch im Tauro überrascht worden. Mit 24,50 Euro ist es sicherlich eine der teureren Brunchmöglichkeiten in Berlin, auf Grund der Auswahl und Qualität der angebotenen Speisen fanden wir das aber absolut ok. Ich muss hier nicht jeden Sonntag hin, aber wir kommen bestimmt mal wieder und können es jedem empfehlen, der gerne Spanische Spezialitäten ist und über Dinge, die durch die Größe des Ladens bedingt werden, hinwegsehen kann.

FAKTEN:
Tauro
Schönhauser Allee 176 (Höhe U-Bahnhof Senefelder Platz)
10119 Berlin
030/40056048
Der Brunch findet jeden Sonntag statt.

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