Samstag, 4. Januar 2014

Norwegisch Essen im Munch's Hus in Berlin Schöneberg

Hardanger Teller
Schon oft bin ich am Munch’s Hus vorbeigefahren und jedes Mal dachte ich mir, ach ja, da wollte ich doch auch endlich mal hin! Jetzt war es endlich soweit, durch die Einladung eines Freundes kamen wir in den Genuss der Norwegischen Küche.

Das Restaurant liegt zwischen den U-Bahnstationen Bülowstraße und Yorckstraße, der M10 hält fast direkt vor der Tür. Auf Grund der nicht ganz einfachen Parkplatzsituation dort würde ich immer eine Anreise mit den Öffis empfehlen.

Der schlicht-konservative Gastraum ist L-förmig, zentral der Tresen und dann helle Stühle und Bänke, die für meinen Geschmack ein bisschen spießig daher kommen, dafür aber bequem zum Sitzen waren.

Schweinemedaillons mit Elchschinken
Unser Gastgeber hatte reserviert und wir bekamen zu dritt einen Vierertisch direkt an der Tür links, meines Erachtens schönere Tische waren unreserviert, aber vielleicht möchte man immer das, was man nicht bekommt.

Tilslörte Bondepiker - kein Apfelpüree zu sehen
Die Karte bietet eine gute Auswahl an Vorspeisen, Salaten, Fleisch- und Fischgerichten sowie Desserts. Wir entschieden uns, vorab einen Käseteller zu teilen, welcher uns mit frischem knusprigem Brot serviert wurde. Der Service gab uns eine kurze informative Erklärung, welcher Käse was war und schon ging es los. Besonders lecker, der karamellisierte Käse, aber auch der „alte“ Käse mundete, ebenso wie die anderen Sorten. Als Hauptgericht gab es für uns drei die Schweinemedaillons mit Elchschinken, der uns durch seine Zartheit und den milden Geschmack überraschte, der perfekt zu den gebratenen Pilzen und dem Schwein passte. Auch der Spinat war gut, lediglich die Kartoffeln fand ich dazu irgendwie geschmacklos und langweilig. Beim Dessert entschieden sich die beiden Herren für Pfannkuchen, der mit Glasblaubeeren und Vanilleeis daher kam und stark an einen Crepe erinnerte. Ich bestellt mir das verschleierte Norwegische Bauernmädchen, was leider nicht so ganz mit der Karte übereinstimmte, statt Apfelpürree gab es die gleichen Obststücke wie zum Käse, die mehr nach Nelke als nach Zimt geschmeckt haben und statt Apfel auch genauso gut Birne hätten sein können. Auf der Sahne befanden sich wenige kleine karamelisierte Streusel, insgesamt war ich von beiden Desserts etwas enttäuscht und auch der Käseteller wirkte irgendwie etwas verkümmert. Ein Blick auf alte Bilder zeigte, früher sah dieser etwas üppiger aus, gleiches galt für das Dessert. Aber lecker war es und wir waren am Ende satt und glücklich.
Pannekaker

Vor dem Essen tranken wir das Elchblut, eine Mischung aus Beeren und Wodka, herrlich herb und fast blutig dickflüssig. Zum Essen gab es Nordisches Bier, einmal Finnisches und einmal Schwedisches, wir waren ein bisschen enttäuscht, dass es kein Norwegisches gab, aber die beiden bestellten waren auch lecker, ebenso wie die Espressi und die heiße Schokolade nach dem Essen.

Der Service war effizient und freundlich und erklärte uns das Essen an den richtigen Stellen.

Die Toilette findet man Richtung Küche und der Eindruck war, dass sie definitiv schon bessere Zeiten gesehen hatte, was irgendwie nicht so ganz zum Rest des Restaurants passte. Die Sauberkeit war aber ok.

Das Publikum war eher älter, sehr gepflegt und Gespräche waren dank der ruhigen Kulisse sehr gut möglich.


Munch’s Hus, ein gepflegtes Restaurant mit leckerem norwegischem Essen, freundlichem Service und durchaus gutem Preis-Leistungsverhältnis. Auch, wenn mich das Dessert jetzt nicht vom Hocker gehauen hat, hier geht es wieder hin und dann wird es Fisch geben!

FAKTEN
Munch’s Hus
http://www.munchshus.de/
Bülowstr. 66
10783 Berlin
030/21014086


Kommentare:

Summi hat gesagt…

Trotz der genannten Mängelchen war es ein schöner Abend. Und ja, das Restaurant wird mich auch wiedersehen - dann mit viel Mut zum Elchbraten oder mit viel Lust zu einem Fischmenü!

Виктор Калугин hat gesagt…

Danke. Sehr informativer Artikel)
Gefunden eine gute Norwegisch Online-Übersetzer http://deutsch.opentran.net/norwegisch-deutsch . Vielleicht hat jemand anderes wird sich als nützlich.