Donnerstag, 30. Januar 2014

Nostalgie trifft Westberlin - der Savignyplatz in Charlottenburg

Der Savignyplatz, das ist ganz viel altes Westberlin mit einem großzügigen Spritzer wiedervereinigter Stadt, aber nicht zu viel gerade so, dass man nicht vergisst wo man ist, nämlich im Westen im Osten.

Ganz nüchtern betrachtet ist der Platz einfach nur eine auf beiden Seiten der Kantstraße großzügige Ausbuchtung der Straße mit ein bisschen Grünfläche und drumherum Parkplätzen gefolgt von diversen Restaurants und anderen gastronomischen Einrichtungen. Aber trotzdem hat der Savignyplatz etwas, einen ganz eigenen Zauber aus Altem und Neuem, Bewegung und Ruhe. Interessanter Weise habe ich ein paar Besuche gebraucht, bis ich mich an diesen Platz gewöhnt habe und ihn weil er genauso ist, wie er ist, in mein Herz geschlossen habe. Es ist kein Ort, dessen besondere Schönheit sich einem sofort offenbart, eher so eine Liebe auf den 4. oder 5. Blick.

Umgeben von S-Bahngeratter vom gleichnamigen S-Bahnhof und jeder Menge Straßenlärm, denn auch die Kantstraße schläft ja irgendwie nie, kann man bei gutem Wetter auf einer der Bänke entlang der Rasenflächen das Stadtleben an sich vorbei ziehen lassen. Wer mag, der trinkt beim Sehen und Gesehen werden einen Kaffee bei Einstein und liest sich parallel durch die neuesten Klatschzeitungen. Danach bummelt es sich wunderbar entspannt durch den Schuhtick und die kleinen Läden hin zum Bahnhof oder gen Bahnhof Zoo durch diverse Einrichtungsläden wie dopo domani, Rahaus und das extrem inspirierende Stilwerk. Sollte einem dabei der kleine oder große Hunger befallen, kein Problem, was darf es sein? Leckere Tapas im Mar y Sol, vielfältig Asiatisch bei Mr. Hai? Oder lieber Fusion im Schwarzen Cafe nur ein Stückchen die Straße hoch, steht der Appetit nach Italienisch, dann z.B. ab zu Petrocelli oder für Pizza ins 12 Apostel oder…oder…oder. Egal was, nicht nur das Essen ist ein Genuss sondern auch das Leute gucken, das Publikum wird spannender, je später der Abend, denn dann wandelt sich der Savignyplatz von einem trägen Westberliner Relikt zu einem munteren Plätzchen voller Leben und Vielfalt. Man trifft hier alles und jeden, das einzige, was hier abends nicht anzutreffen ist, das sind freie Parkplätze. Besonders im Sommer, wenn man großflächig vor den Restaurants in der lauen Sommernacht sitzt, vergisst man fast die eisigen Winter, die man nur wenige Monate vorher ertragen musste.


Wer nach dem Motto Geiz ist geil lebt, der sollte den Savignyplatz vielleicht besser großflächig meiden, denn billig ist hier nicht unbedingt eine Stärke, weder bei den Boutiquen noch in der Gastronomie. Wer aber nicht die teuerste Flasche Wein bestellt, der kann hier trotzdem bezahlbar genießen.

Und wer nach Platz umrunden, Augen offenhalten und einem genüsslichen Essen noch ein bisschen verweilen möchte, dem sein ein Besuch im Gainsbourg empfohlen, um nochmal so richtig in das spezielle Flair einzutauchen, das für mich die Gegend rund um den Savignyplatz ausmacht.

Ein bisschen zurückgelassene Boheme, etwas unverwüstliches Westberlin und ein wenig verzweifelte Individualität - würde ich einen Nouvelle Vague Film in Schwarz-Weiß drehen, er würde in diesem einzigartig nostalgisch angehauchten Milieu dieser Gegend spielen.

Montag, 27. Januar 2014

Kino mit Genuss im Zoo Palast Berlin

Früher bin ich immer gerne ins Kino gegangen, damals in Hamburg, das uralte Kino mit den roten abgewetzten Plüschsesseln, was jetzt leider einem Neubaugebiet weichen musste. Ähnlich verhielt es sich auch mit meiner ins-Kino-geh-Motivation, dank gewisser servicefreier und ungemütlicher Multiplexketten. Jetzt habe ich mich aber ein bisschen verliebt, nämlich in den renovierten und wiedereröffneten Zoo-Palast, der meiner Vorstellung von ins-Kino-gehen recht nahe kommt.

Das Traditionskino wurde deutlich aufgehübscht und erstrahlt jetzt in neuem Design und mit deutlich mehr Service, als das Durchschnittskino. Und das beste mit daran, in den großen Kinos entscheidet man selber, wie viel Chichi man möchte, ob die Premiumvariante mit Logenplatz, Service im Kino, verstellbaren Plüschsesseln, Begrüßungsdrink und Garderobe oder eben einfach nur Kino und fertig.

Bereits der Eingang wirkt hell und offen und neben den Kassen gibt es hier auch Kartenautomaten, wodurch die Schlangen übersichtlich bleiben. Wer mag, der kann sein Tickt samt Platzwahl auch schon Online erwerben und geht dann direkt in das große Foyer, wo man neben der Garderobe auch den Tresen für den Snack- und Getränkeerwerb findet. Das von uns gekaufte Popcorn war wunderbar knusprig und frisch und dafür auch nicht zu teuer. Die kleine Portion fand ich perfekt, dargeboten in netten Verpackungen mit Vintagemustern. Allerdings hatte die Dame an der Kasse dort nicht ihren besten Tag, aber das kann ja durchaus mal vorkommen.

Unser Film lieb im Clubkino A, einem kleinen Kinosaal mit Bücherregalen an den Wänden und einer übersichtlichen Anzahl an Sitzreihen. Wir hatten Glück und hatten das Sofa in der letzten Reihe ergattert und saßen wirklich bequem und mit gutem Blick auf die Leinwand. Wer mag, der kann direkt beim sehr freundlichen Service im Kino bestellen, egal ob Popcorn oder Getränke, es wird einem dann an den Platz gebracht und kostet keinen Aufpreis.
Die Filmqualität war wunderbar, nur der Ton hätte gerne ein kleines bisschen lauter sein können oder die Akustik in der letzten Reihe ist vielleicht nicht optimal.

Da wir vor dem Film ein bisschen knapp dran waren nahmen wir unseren Begrüßungsdrink in der Kino Bar einfach nach dem Film ein, was kein Problem darstellte und uns netter Weise vom Kartenkontrolleur vorgeschlagen wurde. Der angebotene Aperol-Spritzartige Drink war allerdings leider eher nicht so lecker und ich würde hier mal sagen, der gute Wille zählt. Leider ist die Bar auch nicht groß, so dass man gegen 20 Uhr im Herumstehmodus trinkt, aber gut, es kann nicht alles optimal sein.


Aber so oder so, ich bin begeistert vom „neuen“ Zoo Palast, der nach der Astor Film Lounge endlich auch wieder ein bisschen das Besondere dem Kinobesuch zurückgibt. Das Design ist toll, der Servicegedanke passt und auch das Preis-Leistungsverhältnis passt. Schön, dass dieses Traditionshaus wieder Filme zeigt und die Berliner Kinolandschaft zum Guten wendet!

FAKTEN
Zoo Palast
http://www.zoopalast-berlin.de/
Hardenbergstraße 29a
10623 Berlin


Freitag, 24. Januar 2014

Nachts im Naturkundemuseum in Berlin

Nachts, wenn es dunkel ist, ins Museum? Ja, super, sofort! Umso größer war die Vorfreude auf das das gestrige Event Sir Yelposaurus Rex gibt sich die Ehre.

Treffpunkt war bei eisigen Außentemperaturen die angenehm temperierte Haupthalle im für alle anderen Besucher bereits geschlossenen Naturkundemuseum, mitten unter riesigen Saurierskeletten. Der ideale Ort, um den stressigen Tag zu vergessen und inmitten der anderen Gäste in Vorfreude auf die Führung und die Uhrzeittiere zu verfallen.

Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und schon ging es los. Absolut begeistert hat mich die Führung der für die Saurier zuständigen Kuratorin durch den sogenannten Knochenkeller, in dem sich unzählige Skelettteile in meterlangen Regalen befinden, katalogisiert, repariert und aufgereiht. Spannend waren hier die besonders die Erklärungen zu den frühen Expeditionen in Tansania, toll ergänzt durch kleine unterhaltsame Anekdoten aus der Museumsarbeit. Dazu gab es die Erkenntnis, Präparator ist definitiv ein Job mit Zukunft, zumindest in dem Museum, da noch ganz viel Material darauf wartet, aus dem Dornröschenschlaf freipräpariert und entdeckt zu werden. Allerdings sollte man schon ein sehr geduldiger Mensch sein, da es zum Teil bis zu einem halben Jahr dauern kann, Knochen aus Gestein freizulegen.

Danach ging es für meine Gruppe weiter, zunächst in den Saal mit den in Alkohol befindlichen Tierpräparaten und danach durch die Ausstellungsräume wieder in die große Halle. Auch unser dortiger Führer gab uns viel Wissen mit auf den Weg und vergaß nicht, uns auf ganz besondere Präparate aufmerksam zu machen. Auch er hatte die eine oder andere Anekdote auf Lager, wodurch es eine unterhaltsame und alles andere als langweilige Führung wurde.

Natürlich konnte uns nur ein kleiner Teil des Museum gezeigt werden, aber es war interessant und reichte, um wirklich neugierig zu werden und dem Naturkundemuseum mal einen ruhigen Besuch mit ganz viel Zeit abstatten zu wollen!

Zum Abschluss gab es noch einen Umtrunk unter den großen Saurierskeletten und inmitten der sehr netten Gäste und mit vielen alten aber auch genauso vielen neuen Gesichtern.

Großes Dankeschön für die Organisation des tollen Events geht an Anne und vor allem aber auch an die Mitarbeiter des Museums, ohne deren Spaß an ihrem Metier und ihre Zeit, die sie uns geschenkt haben, das alles nicht hätte durchgeführt werden können.

Toll, dass ich Sir Yelposaurus Rex und seine Artverwandten treffen durfte. Dieses Museum ist ein wirklich magischer Ort im Dunkeln, wenn die anderen Besucher gegangen sind!

FAKTEN
Museum für Naturkunde Berlin
http://www.naturkundemuseum-berlin.de/
Invalidenstraße 43
10115 Berlin
030/20938591

Samstag, 18. Januar 2014

Zu Gast im Steigenberger Grandhotel Handelshof in Leipzig

Was für ein wirklich wunderbares Hotel! Das Wunderbare fängt mit der Lage an, nicht ganz einfach mit dem Auto zu erreichen, dafür aber wirklich mitten in der Leipziger Innenstadt, nur ein paar Schritte vom Rathaus, dem Bahnhof, vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und diversen gastronomischen Einrichtungen entfernt. 

Ist man aber erstmal mit dem Auto vorgefahren, dann beginnt der freundliche und tolle Service mit dem Valetparking, dem Gepäckträgerservice und dem schnellen, netten und professionellem Check-In, nach dem man sich Bescheid wissend zu seinem Zimmer begibt. Das Ambiente beim Eintreten ist überraschend modern, geschmackvoll und überall im Ganzen Haus trifft man auf eine perfekt angeordnete Prise Kultur durch Zitate, Musikinstrumente und Kunst.

Unser sauberes und gepflegtes Superior Doppelzimmer überzeugte mit gefälligem modernem Design, sehr bequemen Betten, einem riesigen Bad mit Regendusche und stylischer Wanne, einer Nespresso Kaffee Maschine und einer absolut ruhigen Geräuschkulissen inmitten der Stadt. Ankommen, in die bereit liegenden Hausschuhe schlüpfen und dann im Ohrensessel sitzend einen Espresso trinken, so lass ich mir das gerne gefallen! Die Farben sind zwar alle recht dunkel, aber dank geschickter Beleuchtung erzeugt es mehr Gemütlichkeit als Kälte.
Superior Doppelzimmer
WLAN gibt es als Gast im ganzen Hotel kostenlos und es funktioniert sogar recht gut.

Abends waren wir so geschafft, dass wir uns für eine Kleinigkeit in die Lobbybar gesetzt haben. Diese befindet sich unter einer Glaskuppel im großen Innenhof und bietet Sitzmöglichkeiten für jeden Geschmack, sei es auf einem Sofa, im Sessel, auf Bänken rund um eine Feuerstelle, am Tresen oder artig auf Stühlen am Tisch, alles umgibt die sich in der Mitte befindliche Bar. Die bestellten Cocktails, ein herber Wodkatini und ein herrlich scharfer Moscow Mule,  waren vorzüglich, ebenso die unterschiedlichen Cäsars Salads, die auf den ersten Blick eher klein schienen und nur so geschickt angerichtet waren, dass die wahre Größe erst beim Essen deutlich wird.

Ebenfalls sehr gut war das Frühstücksbuffet im Restaurant im ersten Stock, wo man in sehr gepflegtem Ambiente aus dem reichhaltigen und Qualitativ sehr hochwertigen Buffet auswählen kann, was das Frühstücksherz begehrt. Dazu wird man von einem sehr aufmerksamen und freundlichen Service umsorgt. Herrlich das frische Obst ebenso wie die luftig leichten Croissants und leckere Marmeladenauswahl. So kann der Morgen gut los gehen!
Frühstücksrestaurant
Wer mag, der kann auch in der Lobbybar a la carte frühstücken, aber ich persönlich wähle lieber selber am Buffet.

Leider hatten wir keine Zeit für den Spa, aber sollte ich mal wieder in dem Hotel übernachten, dann gehe ich wenigstens ins Dampfbad, der Eingang im Untergeschoss sah auf jeden Fall schon mal ganz toll aus.

Wunderbar sind auch die verschiedenen im Haus verteilten Toiletten, immer picobello sauber und wirklich stylisch und sehenswert.

Schnell und unkompliziert verlief der Check-Out und Dank des Park- und Gepäckservice wurde nicht nur unser Auto vorgefahren, sondern auch direkt noch das Gepäck verladen. Im Auto stand eine Flasche Wasser für die Rückfahrt bereit.

Das Steigenberger Grandhotel Handelshof ist ein wunderbares Hotel. Es liegt zentral, bietet freundlichen und professionellen Service, ein angenehm modernes Design, bequeme Betten, leckeres Essen und vor allem die Möglichkeit, Leipzig von der Mitte aus zu entdecken. Für mich gilt: Immer wieder gerne!

FAKTEN
Steigenberger Grandhotel Handelshof
http://de.steigenberger.com/Leipzig/Steigenberger-Grandhotel-Handelshof
Salzgäßchen 6
04109 Leipzig
0341/3505810


Dienstag, 14. Januar 2014

Schwäbisch im Post-Cantz in Ludwigsburg

Im Rahmen eines Arbeitsessens verschlug es mich in das Restaurant Post-Cantz unweit des Ludwigsburger Marktes und in Fußweite vom Bahnhof.

Da wir eine große Gruppe waren, wurde nach Menü gegessen, was im Vorfeld mit dem Haus abgesprochen worden war. Unsere Plätze befanden sich im gesamten Restaurant an unterschiedlich großen Tischen. Das Ambiente ist für meinen Geschmack etwas zu folkloristisch rustikal und düster, aber ich vermute, dass es vielen anderen Leuten genau so gefällt.

Schade war, dass es keine Einführung in das Essen und die dazu gereichten Weine gab, sondern es ca. 30 min nach dem wir Platz genommen hatten mit Brot und einem Kräuteraufstrich los ging. Nach ca. 60 min folgte die Vorspeise, einem an sich schön gemachtem Feldsalat mit Nüssen und Obst, dessen Sauce mir leider etwas zu sehr nach Liebstöckel geschmeckt hat.
Das Hauptgericht folgte kurze Zeit später und es gab etwas Vegetarisches und etwas mit Fleisch. Ich hatte einen perfekt rosa Rinderbraten, extrem zart und mit einer angenehm würzigen Senfkruste. Dazu wurden Spätzle, Pommes und Gemüse gereicht und leider überwog für meine Zunge auch bei dieser Sauce das Liebstöckelaroma, ansonsten war es aber sehr gut.
Das Dessert war ein Traum, herrlich sahniges Zimtparfait mit warmen Zwetschgen, schön dekoriert und wirklich extrem lecker.
Zimtparfait

Die dazu gereichten Weine passten, besonders der angenehm trockene und dabei nicht saure Weißwein war gut ausgewählt.

Der Service war mit der Menge der Gäste meiner Meinung nach etwas überfordert, da die letzten ihr Essen bekamen währen die ersten schon fertig waren. Dabei waren die Damen und Herren aber freundlich und gaben ihr Bestes, scheint wohl eher eine organisatorische Frage gewesen zu sein.


Alles in allem aber ein gutes Abendessen mit frischem und knackigem Salat, zartem rosa Rinderbraten und einem sehr leckeren Nachtisch. Sollte ich nochmal hierher kommen, dann werde ich auf jeden Fall die Maultaschen probieren, von denen diverse Varianten auf der Speisekarte zu finden sind.

FAKTEN
Post-Cantz
http://www.post-cantz.de/
Eberhardstraße 6
71634 Ludwigsburg
07141/923563

Montag, 13. Januar 2014

Zu Gast bei Rembrandt Burger in Berlin Friedrichshain

Holländische Burger, sowas gibt es in Berlin? Ja, und zwar bei Rembrandt Burger im Friedrichshain unweit des Besarinplatzes und daher bequem mit der Tram zu erreichen. Parkplatzmäßig sieht es hier extrem knapp aus, daher besser gleich mit den Öffis anreisen, anstatt ewig um die Häuser zu kurven.

Der Laden ist nicht allzu groß, weshalb es besser ist, sich ein Plätzchen zu reservieren, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Einrichtung ist rustikal-modern, und dank etwas schummriger Beleuchtung recht gemütlich.

Die Karte bietet neben diversen Burgern die dazu obligatorischen Fritten in der holländischen Variante oder als Süßkartoffelpommes, dazu verschiedene Saucen, Salate und holländische Snacks wie Frikandel oder Kroket.

Ich entschied mich für einen Burger namens „Old-Amsterdam“ und war mehr als zufrieden, da es sich dank Cheddar und Old-Amsterdam Käse endlich um einen Cheeseburger handelt, der wirklich auch nach Käse schmeckt. Dazu ein großes Brötchen, medium gebratenes Hackfleisch und karamelisierte Zwiebeln, die zusammen mit dem Ketchup eine wirklich köstliche Mischung ergeben. Meine Begleitung verspeiste einen Smokey Dutchmann und hatte etwas mit der Sauce und dem aufplatzenden Brötchen zu kämpfen, Burger essen eben.
Dazu gab es einen Frittenmix mit Specialsauce, eine ideale Ergänzung, wenn Fett sowieso egal ist. Schön knusprig, heiß und mit der leicht süßlichen Sauce zusammen sehr lecker.

An Getränken gibt es ein breit gefächertes Angebot, von holländischem Bier über Cider und diverse Softdrinks, da sollte für jeden etwas dabei sein.

Der Service ist toll, super freundlich, schnell und persönlich, auch beim ersten Besuch fühlt man sich fast schon als Stammgast.

Das Unisexklo ist dafür, dass alle auf eine Toiletten gehen, erstaunlich sauber.

Das Publikum war eher jünger, Touris und Einheimische, alle in Gespräche vertieft und trotzdem ist es nicht zu laut und man kann problemlos unterhalten.


Rembrandt Burger war eine Empfehlung, und zwar eine wirklich leckere! Toller Burgerladen, nettes Konzept und freundlicher Service, hier wird der Burgerfreund glücklich und satt!

FAKTEN
Rembrandt Burger
http://www.rembrandt-burger.com/
Richard-Sorge-Str. 21
10249 Berlin
030/89997296

Sonntag, 12. Januar 2014

Das kommt mir Russisch vor - Brunch im Matreshka in Berlin Friedrichshain

Gespannt, was sich hinter dem Russischen Frühstück verbergen könnte, ging es heute ins Matreshka im Friedrichshain.

Das Restaurant liegt bequem vom Ostkreuz aus zu erreichen in der Boxhagener Straße und öffnete extra für uns. Inmitten des klaren und schlichten aber dank diverser Devotionalien und Accessoires dennoch gemütlich eingerichteten Restaurants war für uns ein Tisch vorbereitet und mit zahlreichen Köstlichkeiten eingedeckt, die im Verlauf des Essens durch weitere Leckereien ergänzt wurden. Es gab unter anderem saftige Blinis, leckere Pelminis, köstliche Georgische Auberginen mit Knoblauch, eine „Fischtorte“ mit Rote Beete, Kartoffeln und Hering, Speck, Brot, Rührei, Lachs, Schinken, Fleischwurst, einen Salat mit unter anderem Huhn und Gemüse, geschmacklich sehr interessanten hausgemachten eingelegten Kohl, hausgemachte extrem fruchtige Erdbeermarmelade und als Nachtisch russische Honigtorte mit Milchmädchen. Vermutlich habe ich noch etwas vergessen, aber so oder so, es war alles super lecker!

Blinis

Bevor es losging, bekamen wir eine Einweisung und Erklärung zum Russischen Frühstück bzw. den Brunch und den einzelnen Gerichten. Auch während des Essens beantwortete der super freundliche und nette Service immer wieder unsere Fragen und kümmerte sich um unser leibliches Wohl.

An Getränken gab es einen milden und eisgekühlten Wodka sowie neben Kaffee auch interessante Getränke wie Birkensaft und Stalins Lieblingswein, der von zwei Mitgästen mutig probiert und für gut befunden wurde.
Russischer Honigkuchen

Unsere fröhliche Runde schwelgte im leckeren russischen Essen und schaffte dennoch nicht alles, so reichlich wurde aufgetragen.

Am Ende waren wir uns alle einig, dass es ein sehr gelungener Russischer Brunch war, den einer der Mitesser uns Dank des persönlichen Kontaktes mit dem Restaurant ermöglicht hat, großes Dankeschön daher nochmal an Ihn und das ganze Team vom Matreshka, toll war es!




FAKTEN
Matreshka
Boxhagener Straße 60
10245 Berlin
0163/9870767

Samstag, 11. Januar 2014

Heimwerker im Glück - das neue Bauhaus am Kurfürstendamm

Ganz schon flott wurde es gebaut, der neue BAUHAUSBaumarkt an der Autobahnausfahrt Kurfürstendamm, ehe man sich versag, standen da schon zwei Hallen und ein riesiger Parkplatz dazwischen.

Am Eingang gibt es den gewohnten Bäcker, in diesem Fall einen Steinecke, mit wenigen Plätzen und extrem gut gelaunten und freundlichen Verkäuferinnen, die das eher übersichtliche Angebot an den Mann und die Frau bringen.

Das vordere Gebäude umfasst zwei Stockwerke und bietet alles, was man von einem Baumarkt erwartet, dabei sind alle Abteilungen durch die obligatorischen Schilder an der Decke zu erkennen, sehr vielfältig in ihrem Angebot und gut sortiert. Leider nicht ganz so vielfältig fand ich die Anzahl der Mitarbeiter, wie auch im Bauhaus in Tempelhof muss man ein bisschen suchen oder warten, bis man einen Bauhausmenschen zur Beratung oder Fragenbeantwortung findet.

In den einzelnen Abteilungen findet man ein breites Sortiment, was übersichtlich dargeboten wird und alle gängigen Marken umfasst. So zeigen z.B. die Bereiche für Fliesen und Bodenbeläge auf diversen Displays anschaulich, was es zu kaufen gibt und erleichtern dadurch die Kaufentscheidung, in dem man alles angucken und darüber hinaus auch anfassen und befühlen kann.

Im oberen Stockwerk auf Straßenniveau befindet sich die wirklich tolle Gartenabteilung, die jetzt im Winter ein umfangreiches Zimmerpflanzenangebot hat und wirklich schöne Orchideen und unzählige andere Pflanzen bietet. Dazu gibt es eine kleine Ausstellung an Gartenmöbeln, Grills und anderem Gartenbedarf. Auf der Außenfläche gibt es alles andere, was der grüne Daumen benötigt.

In der zweiten Halle befindet sich die sogenannte Drive-In Area, in der wir diesmal noch nicht waren, wo es aber wohl alles für „Profis“ gibt und darüber hinaus Dinge wie Gartenhäuser etc. ausgestellt werden.

Samstags ist es recht voll und in den Gängen wimmelt es nur so von Kunden, aber durch die Größe von Parkplatz und Verkaufshalle verläuft sich alles und man kann sich trotzdem noch frei bewegen.

Der neue Bauhaus am Kurfürstendamm ist schön geworden und beeindruckt durch weitläufige Gänge, ein riesiges Sortiment und eine klare Aufteilung. Wenn jetzt gerade an einem Samstag noch ein kleines bisschen mehr Berater zur Verfügung stehen, dann wäre es eigentlich perfekt.


Aber so oder so, hier schlägt das Heimwerkerherz definitiv höher!

FAKTEN
Bauhaus
Kurfürstendamm 129a
10711 Berlin
030/89046800

Sonntag, 5. Januar 2014

Zu Gast bei Burgers Berlin in Schöneberg

Am Ende der Goltzstraße Richtung Winterfeldtplatz gibt es diverse kulinarische Möglichkeiten und eine davon ist das Burgers Berlin.

Ich weiß gar nicht mehr, was in dem Laden vorhin drin war, aber es wurde lange renoviert und jetzt gibt es dort Burger in allen Varianten und Formen, mit Fleisch, vegetarisch oder sogar vegan.

Ganz im Berliner Trend befindet sich alles in einem Raum, also die Sitzplätze und der Tresen mitsamt Grill und Küche überblickt man sofort nach dem Eintreten. Alles ist dunkel gehalten, dazu industriell wirkende Lampen und klare Formen, nichts für Leute, die auf Plüsch stehen. Ein bischen passende moderne Kunst an den Wänden und ein ziemlich guter Abzug über dem Grill, ich finde es gut gemacht.

Es herrscht self service und bestellt wird direkt am Tresen aus der an einer Säule angeschlagenen Karte. Es gibt verschiedene Burger, wir entschieden uns für einen Cheesy Cheese und einen mit Bacon & Cheese, jeweils mit hausgemachtem Patty. Dazu gab es Süßkartoffelpommes und Aioli. Die Getränke nimmt man sich selber aus den Kühlschränken, das Angebot ist vielfältig, trend-kieztypisch und passt perfekt zum Angebot. Nach dem Bezahlen bekommt man einen Bon mit einer Nummer, die aufgerufen wird, wenn das Bestellte fertig ist.

Bei uns war die Wartezeit trotz recht gut gefülltem Haus ok. Die Burger und Pommes werden stilecht in Plastikkörbchen serviert. Die Süßkartoffelpommes waren super knusprig, leicht gesalzen und lecker im Geschmack, gerade mit der Aioli eine nahezu perfekte Kombination. Die Burger waren ebenfalls lecker, sie sind zwar nichts wirklich besonderes, aber handwerklich gut gemacht. Das Fleisch schön medium gebraten, mit frischen Salat, ordentlich Sauce, die, wie es sich gehört, beim Essen für lustige Tropfmomente sorgt. Ein bisschen Schade war, dass der Käse nicht wirklich zu schmecken war, aber vielleicht würde das auch wieder nicht jeder mögen. Die Portion ist groß, wir haben beide zwar die Burger, aber nicht alle Pommes geschafft. 
Cheesy Cheese mit Süßkartoffelpommes
Preislich fand ich es absolut in Ordnung, Burger, Pommes, Sauce und Getränk zusammen kosteten 9,50 Euro und das passt für die gebotene Qualität.

Das Publikum war recht bunt gemischt, eher jünger und setzte sich aus Touris und Einheimischen gleichermaßen zusammen.

Der Service war zu zweit und die ganze Zeit gut beschäftigt und beim Bestellen wurde man freundlich bedient. Das einzige, was ich Verbesserungswürdig fand war die Sauberkeit der Tische, hier scheint man mit dem Abräumen und Abwischen nicht so ganz hinterher zu kommen und auch nicht alle Serviertenhalter konnten mit Inhalt glänzen.

Das Burgers Berlin ist definitiv eine Bereicherung für die Goltzstraße. Die Burger sind lecker, die Pommes knusprig und alles gibt es für einen fairen Preis. Nächstes Mal werde ich mal einen Vegetarischen probieren, mal gucken, wie sich der Halloumi so macht!

FAKTEN
Burgers Berlin
Goltzstr. 33
10781 Berlin

Samstag, 4. Januar 2014

Norwegisch Essen im Munch's Hus in Berlin Schöneberg

Hardanger Teller
Schon oft bin ich am Munch’s Hus vorbeigefahren und jedes Mal dachte ich mir, ach ja, da wollte ich doch auch endlich mal hin! Jetzt war es endlich soweit, durch die Einladung eines Freundes kamen wir in den Genuss der Norwegischen Küche.

Das Restaurant liegt zwischen den U-Bahnstationen Bülowstraße und Yorckstraße, der M10 hält fast direkt vor der Tür. Auf Grund der nicht ganz einfachen Parkplatzsituation dort würde ich immer eine Anreise mit den Öffis empfehlen.

Der schlicht-konservative Gastraum ist L-förmig, zentral der Tresen und dann helle Stühle und Bänke, die für meinen Geschmack ein bisschen spießig daher kommen, dafür aber bequem zum Sitzen waren.

Schweinemedaillons mit Elchschinken
Unser Gastgeber hatte reserviert und wir bekamen zu dritt einen Vierertisch direkt an der Tür links, meines Erachtens schönere Tische waren unreserviert, aber vielleicht möchte man immer das, was man nicht bekommt.

Tilslörte Bondepiker - kein Apfelpüree zu sehen
Die Karte bietet eine gute Auswahl an Vorspeisen, Salaten, Fleisch- und Fischgerichten sowie Desserts. Wir entschieden uns, vorab einen Käseteller zu teilen, welcher uns mit frischem knusprigem Brot serviert wurde. Der Service gab uns eine kurze informative Erklärung, welcher Käse was war und schon ging es los. Besonders lecker, der karamellisierte Käse, aber auch der „alte“ Käse mundete, ebenso wie die anderen Sorten. Als Hauptgericht gab es für uns drei die Schweinemedaillons mit Elchschinken, der uns durch seine Zartheit und den milden Geschmack überraschte, der perfekt zu den gebratenen Pilzen und dem Schwein passte. Auch der Spinat war gut, lediglich die Kartoffeln fand ich dazu irgendwie geschmacklos und langweilig. Beim Dessert entschieden sich die beiden Herren für Pfannkuchen, der mit Glasblaubeeren und Vanilleeis daher kam und stark an einen Crepe erinnerte. Ich bestellt mir das verschleierte Norwegische Bauernmädchen, was leider nicht so ganz mit der Karte übereinstimmte, statt Apfelpürree gab es die gleichen Obststücke wie zum Käse, die mehr nach Nelke als nach Zimt geschmeckt haben und statt Apfel auch genauso gut Birne hätten sein können. Auf der Sahne befanden sich wenige kleine karamelisierte Streusel, insgesamt war ich von beiden Desserts etwas enttäuscht und auch der Käseteller wirkte irgendwie etwas verkümmert. Ein Blick auf alte Bilder zeigte, früher sah dieser etwas üppiger aus, gleiches galt für das Dessert. Aber lecker war es und wir waren am Ende satt und glücklich.
Pannekaker

Vor dem Essen tranken wir das Elchblut, eine Mischung aus Beeren und Wodka, herrlich herb und fast blutig dickflüssig. Zum Essen gab es Nordisches Bier, einmal Finnisches und einmal Schwedisches, wir waren ein bisschen enttäuscht, dass es kein Norwegisches gab, aber die beiden bestellten waren auch lecker, ebenso wie die Espressi und die heiße Schokolade nach dem Essen.

Der Service war effizient und freundlich und erklärte uns das Essen an den richtigen Stellen.

Die Toilette findet man Richtung Küche und der Eindruck war, dass sie definitiv schon bessere Zeiten gesehen hatte, was irgendwie nicht so ganz zum Rest des Restaurants passte. Die Sauberkeit war aber ok.

Das Publikum war eher älter, sehr gepflegt und Gespräche waren dank der ruhigen Kulisse sehr gut möglich.


Munch’s Hus, ein gepflegtes Restaurant mit leckerem norwegischem Essen, freundlichem Service und durchaus gutem Preis-Leistungsverhältnis. Auch, wenn mich das Dessert jetzt nicht vom Hocker gehauen hat, hier geht es wieder hin und dann wird es Fisch geben!

FAKTEN
Munch’s Hus
http://www.munchshus.de/
Bülowstr. 66
10783 Berlin
030/21014086