Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein Abend unter Fischen - zu Gast im Sea Life Berlin

Ein ganzer Abend unter Fischen? Geht, gar kein Problem, zumindest nicht, wenn man in Berlin lebt. Dabei ist nicht die Rede von Fisch mit oder ohne Gräten mehr oder weniger knusprig auf dem Teller, sondern von Fisch, lebend und schwimmen in einer kunterbunten Vielfalt, mit einer großen Portion Edutainment und mehr als nur einem Spritzer Nachhaltigkeit.



Wo es das alles gibt? Im Aqua Dom & Sea Life Berlin unweit des Alexanderplatzes.

Ich hatte das Glück, beides im Rahmen eines Blogger-Events kennen zu lernen und war positiv überrascht, wie viel mehr als nur Fische im Becken angucken sich dahinter verbirgt. Natürlich gibt es unzählige Arten von Fischen und Wasserlebewesen, aber eben auch noch vieles mehr.

Seit 2003 kann man hier in über 35 Aquarien die Unterwasserwelt kennen lernen und über 5.000 Tiere bestaunen, die in insgesamt knapp 1 Million Litern Wasser schwimmen. (Quelle: Sea Life Berlin)



Hinter dem Eingang in der Spandauer Straße verbirgt sich ein mit viel Informationen gespickter Rundgang durch die Räumlichkeiten, der einen von den heimischen Gewässern über das Mittelmeer und den Atlantik bis hin zum Korallenriff und am Ende in den Aqua Dom führt. In den einzelnen Becken lernt man die Fischarten und Pflanzen des jeweiligen Lebensraumes kennen und erfährt auch weitere Besonderheiten. Ganz generell lebt hier nur zusammen, wer auch in der freien Wildbahn zusammen zu finden ist.



Besonders spannend sind die Bereiche, in denen interaktiv mit den Tieren in Kontakt getreten werden kann.
So durften wir, genauso wie die „normalen Besucher“ in der Bucht er Seesterne einen Seestern streicheln und befühlen, wer dies getan hat, der möchte nie wieder einen getrockneten Seestern als Souvenir kaufen, Dabei lernten wir ganz nebenbei, wo diese Meerestiere ihre Augen und Nasen haben und warum man sie nur an den Armen vorsichtig anfassen sollte.



Ein weiteres Highlight war das Füttern der Rochen mit Makrelen  in der Rochenbucht inklusive einer Erklärung über die Futter- und Fressgewohnheiten der Tiere, deren Kraft beim „Zubeißen“ uns alle überraschte. Wie anmutig sich Rochen durch das Wasser bewegen sieht man, wenn man das mit 280.000 Litern Wasser gefüllte Atlantikbecken durch den Tunnel durchquert, und die Fische nahezu schwebend über einen hinweg gleiten. Sie teilen sich ihr Becken unter anderem mit schnellen Haien, recht imposanten Wrackbarschen und unzähligen Makrelen, die windschnittig durch das Wasser gleiten.
Wie beruhigend es sein kann, Fischen beim Schwimmen zuzusehen merkt man schnell, wenn man sich im Schwarmring befindet. Das blaue Licht, die leise Musik und die gleichmäßigen Bewegungen der Fische, ehe man sich versieht ist man entspannt und hat den Stress des Tages draußen gelassen.


 Am Ende des Rundgangs gibt es im Augenblick noch eine Sonderausstellung über Kraken, hier wird in 2015 eine neue Sonderausstellung eröffnen, mehr wurde dazu leider noch nicht verraten, aber es soll wieder spannend werden.

Danach  überquert man den Innenhof und gelangt in das Foyer des imposanten Aqua Doms, der sich im Innenhof des Radisson Hotels befindet. In dem 25 m hohen riesigen Aquarium leben rund 1.500 Fische aus 100 verschiedene Arten (Quelle: Sea Life Berlin). Mittel eines 2-stöckigen Fahrstuhls fährt man in langsamen Tempo erst hoch und dann wieder herunter und hat dabei einen phantastischen Blick auf die verschiedenen Ebenen des Korallenriffs des Aqua Doms, in denen die unterschiedlichen Fischarten leben. Um die Sauberkeit kümmern sich mehrmals die Woche Taucher, die sich auch täglich um 14 Uhr außer Mittwoch und Sonntag um die Fütterung kümmern.
Dieses riesige Aquarium ist nicht nur von außen imposante, auch die Fahrt mit dem Fahrstuhl ist wirklich beeindruckend, da man unzählige wunderschöne Fische an sich vorbeischwimmen sieht.



Besonders gut gefallen hat mir der nachhaltige Ansatz von Sea Life, auf Missstände im Meer  hinzuweisen und zu versuchen, den Besuchern zu vermitteln, was sie dagegen tun können. Aktuell gibt es einen Raum, der dem Thema „Plastik im Meer“ gewidmet ist und wo sehr anschaulich erklärt wird, warum Plastik für die Meere und ihre Bewohner so eine große Gefahr darstellt.
Darüber hinaus wird auch aktiver Tierschutz betrieben, z.B. mit Haiaufzuchtsprojekten in Zusammenarbeit mit Schulen oder im Rahmen von jährlich wechselnden Naturschutzpojekten.



Neben der Möglichkeit, das Sea Life als normaler Besucher zu begehen gibt es auch Führungen und wechselnde Sonderveranstaltungen, über die man sich auf der Homepage informieren kann. Dort gibt es auch eine Übersicht über die aktuellen Fütterungszeiten.

Ich glaube, im Sea Life hat sich im Laufe der Zeit viel getan, mittlerweile wird großen Wert auf den edukativen Effekt gelegt, mit dem vermittelt wird, warum Meere und Seen ein schützenswerter Lebensraum sind. Und dank der Aufmachung ist das keine langweilige Lehrveranstaltung, sondern ein bunter und informativer Rundgang. Die Mitarbeiter, die ich gestern kennen lernen durfte, waren engagiert bei der Sache und man merkte ihnen ab, wie viel Spaß es ihnen gemacht hat, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.



Eine Besuch im Sea Life Berlin ist eine durchaus spannende Unternehmung, für Berliner und Berlinbesucher gleichermaßen und ich bedanke mich sehr für den schönen und sehr interessanten Abend, den ich dort verbringen durfte!

FAKTEN
Sea Life Berlin
Spandauer Straße 3
10178 Berlin
030/300148676



Sonntag, 30. November 2014

eat & STYLE in der Station am Gleisdreieck in Kreuzberg

Auch wenn es jetzt schon ein paar Tage her ist, ich schwelge immer noch in den Erinnerung an all die Köstlichkeiten, die ich im Rahmen der eat & STYLE riechen, schmecken und probieren konnte. Und meine Bewertung kommt erst jetzt, weil ich immer darauf gewartet habe, das sich klärt, was eigentlich meine Entdeckung auf der Messe war, aber da ich im Laufe der Zeit eher unschlüssiger als sicherer werde, warte ich mal lieber nicht noch länger!



Tatort waren die Hallen der Station am Gleisdreieck, eine tolle Location, deren altindustrieller Charme, weite Räume und rauhe Wände schon mal alleine eine ganz wunderbare Atmosphäre schaffen. Die Stände und Bühnen waren auf zwei Hallen verteilt. Bereits draußen wurde man von zwei Street Food Wagen begrüßt und in der vorderen Halle standen zahlreiche Aussteller mit ihren Produkten, von diversen Alkoholica  über Südamerikanische Spezialitäten, Rosenmarmelade über einen großen Yelp-Stand bis hin zur alternativen Kola, hier gab es etwas für jeden und dank der sehr auskunftsfreudigen Menschen dazu konnte man in nullkommanix vom unwissenden Kunden zum faszinierten Genießer werden. Und Dank zwei Veranstaltungsbühnen gab es auch noch die nötige Theorie dazu, so z.B. bei der Perfect Meat Academy. In der zweiten Halle befanden sich weitere Aussteller, dazu jede Menge Street Food Stände, Craft Beer und diverse weitere Bühnen und Sitzplätze, um in Ruhe das erstandene Essen genießen zu können.



Auch sehr spannend waren die zahlreichen angebotenen Seminare und Schulungen, von denen ich die Veranstaltungen zum Craft Beer und Perfect Meat besuchen durfte. Interessant und leckere gab es dabei Wissen zu den speziellen Themen, genussvoll und unterhaltsam aufbereitet von Fachleuten. Man hätte auch unter Anleitung backen können, lernen, wie man perfekte Cocktails mixt, sich Tipps von Köchen geben lassen können und vieles mehr, dank einer riesigen Themenvielfalt hat hier bestimmt jeder Besucher etwas zum Weiterbilden gefunden.

 
Meine ganz persönlichen Favoriten waren:
-          Die leckeren Sandwiches von J. Kinski aus Thüringen, die komplett aus Bio-Zutaten und mit selber gebackenem Brot und mit viel Liebe zubereitet wurden.
-          Die gar nicht seifige Rosenmarmelade von den ganz schrecklich netten Herren von Rosenfeines, die ich verkosten durfte und von der ich direkt etwas mit nach Hause nehmen musste.
-          Der feinperlige halbtrockene Cava und der herrlich erfrischende Weißwein vom Cava Contor.
-          Vodrock und Granit Gin, zwei noch relativ neue Alkoholica, die jeder für sich geschmacklich schon etwas sehr besonderes darstellen und deren Herstellern ich ganz fest die Daumen drücke, dass sie ihre Schätze an den Mann und an die Frau bringen können.



Was mir besonders gut gefallen hat war der Mix aus Ausstellern, Herstellern, Bühnen und Informationsmöglichkeiten. Ich liebe kleine Manufakturen, wo jeder das, was er tut, mit viel Herzblut macht und einem auch direkt noch die Geschichte zum Produkt erzählen kann. Da macht Einkaufen doch gleich viel mehr Spaß!

Und wenn die Macher der eat & Style nächstes Jahr vielleicht ein bisschen mehr Werbung machen, dann kommen zu der Messe noch ein paar mehr Leute, denn so war es eher eine Veranstaltung, auf der Foodlover und Foodies unter sich waren und ich denke, viele Aussteller hätten noch mehr „normale Endverbraucher“ gerne angenommen.


Für mich gilt auch weiterhin: Kleine Läden – große Liebe und ich freue mich schon Mal ein bisschen auf die eat & STYLE im nächsten Jahr!


Montag, 10. November 2014

La Kritzeria - Ein Paradies für Lakritzfreunde im Prenzlauer Berg

Meine absolute Lieblingssüßigkeit ist schwarz, grau oder braun und macht in der Verarbeitung zu Eis nicht unbedingt die sehenswerteste Figur, die Rede ist vom schwarzen Gold oder kurz auch Lakritz genannt. Wenn es dann die Möglichkeit gibt, zu einem Event mit dem Titel: Was ist eigentlich Lakritz? zu gehen, dann ist das für mich quasi so etwas wie eine Pflichtveranstaltung.

Tatort war die La Kritzeria im Prenzlauer Berg, ein kleiner aber feiner und unbedingt besuchenswerter Laden mit sage und schreibe über 300 verschiedenen Lakritzsorten im Angebot, wovon man sich sogar mehr als 150 Sorten selber vor Ort mischen und probieren kann. Stefanie versorgt hier seit 2011 Lakritzfreunde aus Berlin und von überall her. 



Wir fanden uns an einem kühlen Novemberabend in den heiligen Lakritzhallen ein und lernten im Laufe des Abends nicht nur, was Lakritz ausmacht, wie alles hergestellt wird und wo die Süßholzwurzel wächst. Sondern vor allem durften wir herausfinden, wo die größten geschmacklichen Unterschiede bei den gängigen und auch den ganz besonderes Lakritzsorten liegen. Stefanie hatte einen Tisch der Köstlichkeiten vorbereitet und bevor groß geredet wurde hieß es erstmal, essen und schmecken, eine tolle Idee, weil man so hinterher tausend mal besser verstehen konnte, was sie uns erklärt und berichtet hat. Und die Verkostungsauswahl barg sogar noch für echte Lakritzjunkies wie mich die eine oder andere Überraschung und Neuentdeckung, wie z.B. die Mandel im Lakritzmantel oder scharfes Lakritz mit dem Namen Black Metal und in Form von Hardrockguitarren.


Nachdem wir uns durchprobiert und ganz viel rund um Lakritz gelernt hatten, durften wir auch alles andere im Laden näher unter die Lupe und im Fall der unzähligen Lakritzsorten zum Selber mischen auch auf die Zunge nehmen. So konnte man auch mal Dinge probieren, an die man sich sonst vielleicht nie herantrauen würde, wie z.B. mit Schokolade ummantelte Lakritze, die ich wesentlicherer leckerer fand, als ich erwarte hatte.



Die Lakritz im Laden kommen wirklich aus der ganzen Welt und so unterschiedlich wie die Herkunft sind auch die Geschmacksvariante. Im Laden besteht dazu eine eigene Ordnung, so gibt es einen Tisch mit eher mildem süßen Lakritz, weiter über leicht salziges bis hin zu richtig salzigem und ganz separat auch noch fruchtiges Lakritz. Und wenn jemand gar nicht mit der schwarzen Süßigkeit anfangen kann, dann gibt es auch noch eine spezielle Lakritz-Hasser-Mischung, der wohl bisher  noch niemand widerstehen konnte. Und auch für Liebhaber eher flüssiger Formen ist dank verschiedener Lakritzliköre und –schnäpse gesorgt.


Ein wirklich toller Abend inmitten lieber Mitlakritzesser, voll mit geschmacklichen Überraschungen und wunderbar betreut durch die Inhaberin der La Kritzeria, die uns hat an ihrem Fachwissen teilhaben lassen! Man merkt ihr an, sie lebt Lakritz und für sie ist mit diesem Laden ein Traum in Erfüllung gegangen.

Dankeschön an Steffi und Anne, es war ein grandioser Abend!

FAKTEN
La Kritzeria
Stubbenkammerstraße 3
10437 Berlin

http://www.la-kritzeria.de/

Montag, 3. November 2014

Zum Frühstück im Kaffeehaus Mila

Direkt neben dem NH Kurfürstendamm versteckt sich das Kaffeehaus Mila, ein sehr klassisches in rot gehaltenes Kaffeehaus, in dem man von Frühstück über Mittag- bis hin zu Abendessen alles bekommt, was das hungrige Herz begehrt.


Französisches Frühstück

Der Gastraum ist recht groß und bei schönem Wetter gibt es auch die Möglichkeit, auf dem Bürgersteig vor dem Café zu sitzen. Wir nahmen Platz an einem Tisch im Fensterbereich, meine Begleitung saß in bequemer Tischhöhe auf der Bank und ich deutlich zu niedrig auf einem lehnensesselartigen Sitzmöbel, das nicht ganz optimal für den Tisch, dafür aber umso bequemer war.

Flott und freundlich wurden wir vom Service bedient, kurze Zeit nach der Bestellung kamen unsere Getränke und auch das georderte Frühstück ließ nicht lange auf sich warten. Die Croissants waren knusprig locker und das Omelette mit Schinken schmeckte ebenso gut und wurde mit kleinem Brötchenkorb serviert. Der Kaffee, cremig und aromatisch, machte munter und uns glücklich, zumal er mit einem kleinen Glas Leitungswasser serviert wurde.

Die Atmosphäre war mir etwas zu kühl, aber wer klassische große Kaffeehäuser mag, der wird sich hier wohl fühlen.  Mit uns waren nur wenige andere Gäste im Raum, dadurch konnte man sich sehr entspannt unterhalten und der Geräuschpegel war angenehm.

Das Preis-Leistungsverhältnis war absolut in Ordnung.

Ein zentral gelegenes nettes Café für zwischendurch mit freundlichem Service, leckerem Essen und gutem Kaffee.


Besuchenswert sind sicherlich auch die zahlreichen Veranstaltungen, von Schachspielen über Spanischlektionen bis hin zu Musikabenden, auf die ein am Platz ausliegender Veranstaltungskalender aufmerksam macht.

FAKTEN
Kaffeehaus Mila
Grolmanstr. 40
10623 Berlin
030/3133753
http://www.kaffeehaus-mila.de/

Montag, 4. August 2014

TeaTales - Tee aus Berlin

Dass man sich beim Tee trinken ganz vorzüglich Geschichten erzählen kann ist ja an sich nichts Neues, sich aber zum Tee und vom Tee Geschichten erzählen zu lassen, das ist eine ganz wunderbare Idee. Die Umsetzung dazu findet man derzeit im Bikini Haus Berlin in der Box 1. Das Ganze heißt TeaTales und ist ein Ort für alle, die schon begeisterte Teetrinker sind oder zu einem werden wollen. 


 Klar, die Boxen im Bikini sind nicht riesig, aber hier wird das Beste daraus gemacht und neben einer Teebar direkt am Tresen gibt es Regale voller Tee und eine Fläche zum Riechen an den über 20 Sorten, die die TeaTales Macher selber zusammengestellt haben. Diese hören auf so illustre Namen wie „After Berghain“, „Diamonds & Jasmine Pearls“ oder „Detox Day in L.A.“. Eine komplette Übersicht inklusive Geschmacksverweise, Tipps für die Zubereitung und die Inhaltsstoffe findet man auf der Homepage unter Tees. Alle Sorten können im Onlineshop geordert werden.

Wer unschlüssig ist, der lässt sich am besten von den super freundlichen und fachlich kompetenten Teedamen am Tresen beraten, probiert dann erst mal in Ruhe vor Ort und kann dann den in drei Größen angebotenen Lieblingstee direkt mitnehmen, jeweils mit kleiner Geschichte auf der Verpackung inklusive. Die Zutaten haben überwiegend Bio-Qualität und die Preise dafür sind absolut fair.

Den frisch gebrühten Tee gibt es entweder heiß oder kalt, ganz, wie man es gerade möchte und selbstverständlich auch als to go Variante.
  
Was mich bei meinem Besuch fast umgehauen hat, das war die gute Laune von Nina, die zum Gründungsduo von TeaTeales gehört und mit einem Iced Matcha Latte in der Hand selber das beste Beispiel ist, warum man mehr Tee trinken sollte. Ihre Begeisterung für Tee steckt an und wenn ich nicht sowieso schon bekennende Teetrinkerin wäre, spätestens jetzt wäre ich eine geworden.

Für zu Hause mitgenommen habe ich mir einen Ooolong Tee namens "Oolong Divine", der hält, was er verspricht und sicherlich nicht mein letzter dort erstandener Tee bleiben wird.



TeaTales, eine tolle Idee mit liebevollem Design, großer Auswahl und hoffentlich bald einer festen Location in Berlin! Am Tresen kann man mit abstimmen, ob es dafür nach Mitte oder Kreuzberg geht und so alles klappt soll es dort dann direkt nach dem Ende in der Box im Bikini Haus weiter gehen. Ich bin gespannt und wünsche den beiden Machern weiterhin alles Gute und das sie noch viele Leute von Genuss guten Tees überzeugen können!


FAKTEN
TeaTales

bis September noch im Bikini Berlin, Box 1

Dienstag, 29. Juli 2014

Zu Gast im Hanage im Prenzlauer Berg

Wenn ein Event „WTF ist Okonomiyaki?“ heißt, dann gebe ich zu, bin ich wirklich neugierig, auf das, was es dort gibt.

Die Lösung zu der Frage erwartete mich und andere Besucher im Hanage, einem kleinen japanischen Restaurant im Prenzlauer Berg. Hanage, das ist ein bisschen der Running Gag des Inhaberpaares, wie uns verraten wurde, denn das bedeutet Nasenhaar und ist nun eines der wenigen japanischen Wörter, die ich beherrsche und welches ich vermutlich nie wieder vergessen werde.


Der Gastraum ist herrlich schlicht und ein schmaler Schlauch, in den die höchst effiziente kleine Küche als Show Küche integriert wurde. Außerdem gibt es ein paar Außensitzplätze, die bei dem warmen Sommerwetter natürlich alle besetzt waren.


 Wir durften alle innen an einer langen Tafel Platz nehmen und wurden nach zwei köstlichen kleinen Vorspeisen (Edamame und einem kalten Gurken.Algen-Salat) in die Kunst des Okonomiyaki eingeführt. Dahinter versteckt sich eine Art japanischer Superrösti, dessen Basis aus zwei verschiedenen Weißkohlarten besteht und mit Hilfe einer besonderen Teigmischung und ergänzenden Zutaten zu einem ganz wunderbar leckeren Erlebnis wird. Im Laufe des Abends durften wir verschiedene Geschmacksrichtungen mit unterschiedlichen Saucen probieren, am besten schmeckte mir die einfache Variante mit Käse, Mais, hauchdünnen Bonito Flakes und der original Okonomiyaki Sauce. Spannend war aber auch, als wir gegen Ende mit einem Okonomiyaki mit Hackfleisch ein bisschen selber experimentieren durften, hier war mein Favourite eindeutig eine Variante mit Curry Ketchup, etwas scharfer koreanischer Sauce, einem Spritzer Remoulade und dänischen Gurkenscheiben, die zwar schwierig mit Stäbchen zu essen waren, dafür das Geschmackserlebnis aber abrundeten. Zwischendrin gab es für uns Karaage, sehr leckeres frittiertes Hühnchen, unglaublich saftig und wirklich verboten gut.



Dazu gab es für uns diverse kalte Tees, die bei der Hitze, die sogar abends noch herrschte, eine wahre Wohltat darstellten und die man zu dem Essen wirklich empfehlen kann. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an weiteren Getränken, unter anderem auch lustige Brausegetränke aus Japan, die wirklich mal einen Versuch wert sind.

Den Abschluss bildete ein erfrischend kühles Dessert, nicht zu süß und genau das richtige nach der ganzen vorangegangenen Schlemmerei.



Während des ganzen Abends wurde uns alles rund um die Okonomiyakis vom Inhaber erklärt, hier merkt man, dass jemand wirklich das tut, was ihm Spaß macht. Unterstützt wurde er dabei von seiner reizenden japanischen Frau, die trotz großer Hitze stilecht in einem bewundernswerten Kimono angetreten war.

Was für ein toller, leckerer und vor allem auch informativer Abend. Dafür ein riesiges Dankeschön und ich plane schon den nächsten Besuch, denn die Okonomiyakis sind gar nicht so teuer, wie man jetzt vielleicht denkt und eine wirklich leckere „Fast-Food-Alternative“.


Dankeschön auch an all die lieben Menschen, in deren Runde ich gestern so viel Spaß haben durfte!

Fakten:
Hanage
Pappelallee 19
10437 Berlin
http://hanage.de/

Sonntag, 20. Juli 2014

Zu Gast im La Raclette in Kreuzberg

Vor kurzem führte uns ein Event nach Frankreich in Berlin, ins Restaurant La Raclette in Kreuzberg, passender Weise am Tag des Sturms auf die Bastille, wie uns gleich zu Beginn näher vom Chansonier des Abends en detail erklärt wurde.


Das Ambiente ist reizende, eine Mischung aus Holz, ansprechenden Details und rauhem Backsteinstil, eine gelungene Mischung in einem eher kleinen und sehr gemütlichen Restaurant mit ein paar wenigen Außenplätzen.

Schon von weitem war die Traube von Menschen sichtbar, die sich hier in Hoffnung auf einen schönen Sommerabend eingefunden hatten und durch Anne begrüßt und in den Abend eingeführt wurden.

Neben den wunderbaren französischen Liedern von Jean-Luc, kleinen Erklärungen von Peer und Weinempfehlungen vom Restaurantchef, war der Star des Abends aber eindeutig das 8-gängige Menü, an dem wir teilhaben durften. Ich kann gar nicht sagen, was uns am besten Geschmeckt hat, die würzige lauwarme Porreesuppe, das zart geschmorte Rindfleisch oder die wunderbare Crème brûlée? Oder vielleicht doch eines der anderen servierten Gerichte wie der Lachstartar mit Avocado? Uns wurde eine breitgefächerte Übersicht über die Karte des Restaurants gewährt, die Lust auf mehr macht und die Grundlage für einen erneuten Besuch geschaffen hat.


Dazu gab es an unserem Tisch sommerlich frische Weißweine, kühles französisches Bier, jede Menge gute Laune und kurzweilige Unterhaltung mit den Tischnachbarn.

Herzlichen Dank an Anne und Peer für den tollen Abend, den sie uns bereitet haben. Tolles Essen, nette Menschen und das ganz in einem schönen Ambiente bei gutem Essen, besser geht es kaum!

Samstag, 24. Mai 2014

Zu Gast im Kallas in Berlin Schöneberg

Es ist kaum zu glauben, in zwei Tagen hat die junge Betreibergeneration das ehemalige Nemesis komplett auf den Kopf gestellt und in das wunderschön eingerichtete griechische Restaurant Kallas verwandelt.



Das neue Schild am Eingang weist den Weg hinein, neue Möbel stehen draußen und im Innebereich, sehr bequeme Stühle an dunklen Holztischen und auch der Rest des Interiors wurde erneuert und deutlich verschönert. Warme Brauntöne, ein toller Kronleuchter und frisch sanierte Toiletten, ich fand es hier vorher schon Jahrelang prima, aber jetzt ist es…ja, was soll ich sagen…perfekt!

Die Karte ist nach wie vor nicht zu groß, bietet aber eine große Bandbreite griechischer Spezialitäten, von warmen und kalten Vorspeisen (Tipp für Probierfreudige: Den großen gemischten warmen und kalten Vorspeisenteller nehmen!), Fleischgerichten wie Bifteki, Souvlaki oder Gyros, Salaten (besonders lecker der mit Hähnchenbrust und gebackenem Schafskäse), vegetarischen und Fischgerichten sowie einige Desserts. Dazu sind jetzt neu die auf der Tafel am Tresen aufgeführten kleinen tapasartigen Gerichte, Meze genannt, kleine Leckereien wie Calamari oder griechische Hackbällchen mit Tzatziki.
Alles ist frisch zubereitet und hat wirklich eine sehr gute Qualität. Sehr nett sind  auch die besonderen Kleinigkeiten wie knuspriges Pide zum Essen und der Ouzo danach.

Getränkemäßig gibt es diverse kalte und warme Getränke, darunter auch griechische Spezialitäten wie Mythos Bier oder Retsina.

Der Service ist weiterhin gewohnt freundlich und familiär, gut gelaunt wird man umsorgt und bekommt flott Karte, Getränke und Essen.


Was soll ich sagen, das Kallas ist eine gelungene Wiedergeburt aus dem altbekannten Nemesis. Tolles Ambiente, freundlicher Service und köstliches griechisches Essen, einen Besuch kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen!!!


Freitag, 23. Mai 2014

Zu Gast im Serrano in Wilmersdorf

An einem Samstagnachmittag, inmitten West Berlins, traf sich eine Gruppe foodbegeisterter Menschen für eine kurze lange Reise. Es ging nach Peru, zwar nicht direkt in das Reiseland, aber immerhin ins Serrano, in Berlins peruanisches Restaurant unweit von Ludwig-Kirch-Platz und Uhlandstraße.


 Draußen vor dem Restaurant standen ein paar schlichte Sitzmöbel und Tische, wenn man aber durch die Tür trat erwartete einen eine gelungene Mischung aus Moderne und einem gehörigen Spritzer peruanischer Folklore, perfekt kombiniert ohne zu volkstümlich zu wirken.
Im hinteren Bereich befindet sich der lange Tresen mit der offenen Küche und genau dort wurden wir freundlich in Empfang genommen und kurze Zeit später ging es los.

Nach einer kurzen Einführung durch den Betreiber Enrique Servan bei einem köstlichen Pisco Sour starteten wir auf unsere kulinarische Reise, die immer wieder durch spannende Erklärungen und anschauliche Videos unterbrochen wurde.

Als ersten Gang wurde uns Papas a la Huancaína serviert, eine lila kartofel mit einer unglaublich leckeren gelben Soße, die definitiv Lust auf mehr machte. Darauf folgte Causa Bicolor, gelbes und lilafarbenes Kartoffelpüree, formschön im Quadrat auf Geflügelsalat in einem Glas angerichtet.
Für den dritten Gang durften wir alle dem Koch bei der Zubereitung auf die Finger schauen, während er das peruanische Nationalgericht Ceviche de Rodaballo zubereitete. Wer hätte gedacht, dass roher Weißfisch mit Chili, Limetten und Zwiebeln so unglaublich köstlich schmecken kann!


Eine sehr würzige gräuliche Suppe aus lustig anzufassenden Gefrierkartoffeln mit Namen Crema de chuno con trozo de carne  bildete den vierten Gang.
Unglaublich lecker war der fünfte Gang, Aji de Gallina, der einmal als Wan Tan-artige Teigtasche mit köstlicher rötlicher Soße und zum anderen als Geflügelsalat mit Reis serviert wurde.
Gang sechs bestand aus Quinoa, als feinwürziger Salat und knuspriger Krokette und trug den Namen Duo de Quinua.
Schon ein bisschen gesättigt ließen wir uns den siebten Gang schmecken, Chicharon con carpulcra, ein Minisandwhich mit in Schmalz gebratenem Schweineschmalz, das durch geschmorte und luftgetrocknete Kartoffeln einen besonderes Etwas bekommt.
Und zum Abschluss der herzhaften Gänge gab es ein phantastisches Lomo Saltado clasico, dessen Rumpsteakstreifen an Maniokpommes und mit jeder Menge Koriander und leckerer Sauce serviert wurde.
Zum Dessert gab es zwei köstliche Kleinigkeiten, einmal ein Schälchen mit verboten gutem Mangoschaum und einen sehr gehaltvollen Schokokuchen mit zwei verschiedenen ergänzenden Cremes.
Zum Essen wurde uns ein wunderbar leichter sommerlicher peruanischer Weißwein gereicht und wir wurden von einem tollen Service liebevoll umsorgt.

Das Essen war phantastisch und es ist erstaunlich, wie man mit unterschiedlichen Kartoffeln und den verschiedenen Chilis wahre Geschmacksexplosionen verursachen kann.
Und wenn man dann noch erklärt bekommt, wie die Leckereien zubereitet werden, dann ist das wirklich ein Erlebnis für alle Sinne.


Ich habe mich sehr gefreut, bei dieser kulinarischen Reise nach Peru dabei sein zu dürfen und kann ein Besuch des Serranos wirklich sehr empfehlen. Ich bedanke mich bei Marc, dass er die Idee dazu hatte, bei Anne für die wie immer wunderbare Organisation und beim Serrano und seinem ganzen Team für die köstlichen Gerichte und das Ausrichten dieser Veranstaltung.


Es war sicherlich nicht mein letzter Besuch und ich freue mich schon darauf, beim nächsten Besuch noch mehr über Peru und die landestypischen Spezialitäten zu erfahren!

FAKTEN
Serrano
http://www.restaurante-serrano.de/
Pfalzburger Str. 83
10719 Berlin
030/88929244

Donnerstag, 22. Mai 2014

Konsumgöttinnen Produkttest Vöslauer Balance - ganz schön erfrischend!

Dank der Website Konsumgöttinnen erreichte mich vor kurzem ein Paket mit sechs verschiedenen Sorten Vöslauer Balance zum Ausprobieren.


Die 0,75 l Flaschen haben eine sehr praktische Form und angenehme Größe. Durch die Rillen lässt sich der Verschluss sehr gut öffnen und die Flasche hat den nötigen Gripp, um einen auch bei nassen oder schwitzigen Händen nicht aus den Fingern zu gleiten.

Laut Beschreibung des Österreichischen Herstellers, der Vöslauer Mineralwasser AG aus Bad Vöslau, handelt es sich um ein natürlich erfrischendes und zum Teil kalorienarmes Getränk (13,5 bis 19 kcal pro 100 ml), dessen Mineralwasser aus einer der ältesten und tiefsten Quellen Europas stammt. Die Getränke werden alle ohne Konservierungsstoffe, Süßstoffe oder künstliche Aromen hergestellt. Daher kann es laut Aufdruck auch zu leichten Schwankungen in Farbe und Geschmack kommen.

Also ab mit den sechs Flaschen in den Kühlschrank und schon konnte das Testen beginnen.

Am besten abgeschnitten haben bei mir und meinen Mittestern die beiden Juicy Sorten mit 7% Fruchtsaft. Pink Grapefruit (trübe zartrosafarbene Flüssigkeit) und Zitrone (milchig hellgelbliche Flüssigkeit) sind beide extrem erfrischend fruchtig und mit genau dazu passendem Kohlensäuregehalt ausgestattet, ohne dabei zu sauer zu schmecken.

Aber auch die Balance Sorten waren alle trinkbar und haben uns begeistert. Am leckersten fanden wir Mango-Orangeblüten sowie Kiwi-Feige, beides mild fruchtig und besonders gekühlt ein erfrischender Genuss. Apfel-Cranberry wirkte zuerst einen Tick zu blumig im Geschmack, wurde aber ebenso wie die zuerst geschmacklich fast ein bisschen an Kloreiniger erinnernde Sorte Zitrone Ingwer von Schluck zu Schluck besser und am Ende mochten wir eigentlich alle.

Die leere Rasselbande

Als Fazit bleibt mir nichts anderes übrig als zu sagen, das hat Vöslauer wirklich gut gemacht! Tolle Sorten mit leckerem Geschmack und hohem Erfrischungsfaktor, einziges Manko, der Nachkauf gestaltet sich nicht so einfach, dass Edeka genau die Sorten, die wir am besten fanden, natürlich hier vor Ort nicht hat.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Zu Gast im Paz d'Alma in Berlin Mitte

Gestern Abend war es soweit, und wir und andere Gäste fanden uns für ein Portugal Event im Paz d’Alma ein, einem Conceptstore, der sich ganz dem Südeuropäischem Land verschrieben hat.


Der von außen fast schon unscheinbare Laden befindet sich mitten auf der Linienstraße und bereits im Schaufenster kann man einen ersten Blick auf die angebotenen handwerklichen Designartikel werfen.

Der Name des Laden, Paz d’Alma, bedeutet Seelenfrieden, und sobald man durch die Tür das hektische Mitte gegen die ruhige und klare Atmosphäre des Ladens getauscht hat, kommt man diesem schon ein ganzes Stück näher. Die Verbindung aus Handwerk, Design und Gastronomie tut sein übriges und spätestens, wenn man mit einem Kaffee und einer Pasteis de Nata Platz nimmt, dann ist alles wieder gut.



Die beiden Gastgeber hatten so einiges mit uns vor. Zuerst galt es, bei einem kühlen süffigen SuperBock Bier den Laden mit all seinen Kleinoden zu entdecken. Phantastisch, was es nicht alles an tollem Design und handwerklichen Dingen zu kaufen und bestaunen gibt und als Bonus kann Ana, die Besitzerin, wirklich zu jedem Stück eine Geschichte über Herkunft und Hersteller erzählen, Landesgeschichte einmal anders und zum Anfassen, von ihr mit leuchtenden Augen erzählt. Dazu gibt es im Laden jede Menge Wein zum Kaufen und Trinken, und wer mag, kann hier auch einfach auf einen Kaffee oder einen kleinen Snack vorbeikommen, gemütliche Sitzmöbel unterschiedlichster Art stehen im ganzen Laden bereit.
Das besondere Design des Ladens erstreckt sich bis auf die Toilette und den dazugehörigen Vorraum, die absolut sehenswert gestaltet sind.

Franzesinha und Super Bock
Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung über den Laden und das Konzept wurde es ernst. Zunächst ging es an die bereitgestellten Vorspeisen und wir lernten, wie man die leicht salzigen Lupinensamen ohne ihre Schale elegant isst, die in Portugal immer und überall geknabbert werden. Dazu gab es herrlich saftig gekräuterte Oliven und feines leicht zitroniges Olivenöl. Als Hauptspeise wurde uns Franzesinha nach Art des Hauses serviert, über dessen Tücken von uns keiner mehr beim nächsten Portugalbesuch stolpert. Danach gab es noch eine zauberhafte Fragen und Antwortenrunde, bei der deutlich wurde, wie sehr den beiden Betreibern der Laden und Portugal am Herzen liegen.
Für mich folgte der Höhepunkt des Abends danach: Es gab frisch aus dem Ofen servierte Pasteis de Belem samt der Entstehungsgeschichte. Diese Köstlichkeit ließ einem wirklich warm ums Herz werden.

Pasteis de Belem
Angefangen hat alles übrigens mit einem Webshop für Portugiesisches Design, aus dem dann der Conceptstore entstanden ist.
Regelmäßig finden im Paz d’Alma portugiesische Abende und andere kulturelle Veranstaltungen statt, wer mag, der kann sich per Mail bei den beiden für den Newsletter anmelden.

Portugiesischer Wein
Ich fand den Abend inmitten netter Menschen und an diesem tollen Ort wirklich wunderbar und bin ein bisschen wie bezaubert von Paz d’Alma und den beiden leidenschaftlichen Betreibern, deren Geschichten zu ihren angebotenen Produkten ich noch länger hätte lauschen können. Ein guter Grund, dort bald mal wieder auf einen Kaffee vorbeizuschauen!

Herzlichen Dank an Anne und die beiden Inhaber, dass sie uns diesen schönen Abend ermöglicht haben!
Und eine uneingeschränkte Besuchsempfehlung an alle, die sich für Design, Wein, guten Kaffee, Portugal oder einfach ganz besondere Orte in Berlin interessieren!

FAKTEN
Paz d'Alma
http://www.paz-dalma.de/
Linienstraße 121
10115 Berlin
030/64319900
Dienstag bis Freitag 11-19 Uhr
Samstag 10-18 Uhr



Dienstag, 13. Mai 2014

Das Kaffeemonster kehrt zurück

Manchmal entstehen lustige Dinge von ganz alleine. Heute gab es dazu etwas in der heimischen Küche, was ich einfach mal als die Rückkehr des Kaffeemonsters bezeichnen würde und photographieren musste:



Wahlweise könnte die Unterschrift auch "Des Kaffees letzter Schrei" lauten.


Sonntag, 4. Mai 2014

Auf einen Happen in die Kantine Kohlmann in Berlin Kreuzberg

Tatort Kreuzberg, Skalitzer Straße, unweit vom Schlesischen Tor. Früher waren in den Räumlichkeiten schon andere gastronomische Gegebenheiten, doch jetzt, seit einem halben Jahr, findet man die Kantine Kohlmann mit ihrem Restaurant und der Bar an der Ecke zur Wrangelstraße.



Von außen sieht das Restaurant eher unscheinbar aus, aber sobald man den Gastraum mit offener Küche betritt ist man fasziniert von den ganzen Details, die zusammen ein zeitgenössisches Design ergeben, das trotz seiner Moderne gemütlich und nicht kalt wirkt. Bemerkenswert sind die unzähligen verschiedenen Kacheln, die auf Boden und Wänden zum Einsatz gekommen sind, besonders im Treppenhaus zum Flur dank der Kombination mit der Lampe ein echtes Oho Erlebnis. Und die zentrale Lampe im Gastraum ist ebenso sehenswert wie die Toiletten, in denen das Waschbecken ein Hingucker ist.




Wir hatten vorsichtshalber einen Tisch reserviert, was per Mail ganz wunderbar funktioniert, und konnten aus zwei Möglichkeiten wählen und saßen an einem schön eingedeckten massiven Holztisch am Fenster.



Die Karte ist klein aber fein und dank einer abwechslungsreichen Auswahl sollte jeder etwas Passendes finden. Vorab gab es einen weich-perlenden Rose Cremant und beim Essen entschieden wir uns einmal für den Klassiker Wiener Schnitzel, das schön dünn und knusprig gebraten an leckerem Kartoffelsalat serviert wurde sowie für eine Portion von drei Happen. Hinter den Happen verstecken sich diverse kleine Gerichte, die einzeln oder auch in frei wählbaren Kombinationen zu dritt, sechst oder neunt bestellt werden können, ähnlich wie man es von den spanischen Tapas kennt. Ich bestellte Kalbscurrywurst, die in herrlich tomatig-scharfer Sauce serviert wurde, mariniertes Beef mit Spinat und Bärlauch, das herrlich zart und saftig mit einem tollen Aroma lauwarm auf den Tisch kam sowie Königsberger Klopse, deren leicht schaumige Sauce zusammen mit den luftigen Klopsen definitiv Lust auf mehr gemacht hat. Leider waren wir nach dem Essen zu satt für ein Dessert, aber nächstes Mal wird Platz dafür  gelassen, denn an den Nachbartischen konnte man sehen, was man verpasst.



Während man isst kann man dank der offenen Küche den Köchen bei der Arbeit zusehen und wird von Anfang bis Ende von einem sehr freundlichen Service ganz wunderbar bedient und beraten.



Das Publikum ist das eher gehoben bürgerliche bis hippe, da die Preise für die gebotene Qualität absolut in Ordnung sind, sich aber doch deutlich vom Preisgefüge des Burgerimbiß zwei Türen weiter unterscheiden. Dafür sitzt man nett unter in Gespräche vertieften  Menschen, die ebenso wie man selber ein gutes Essen in angenehmen Ambiente zu schätzen wissen.

Das Restaurant der Kantine Kohlmann hat uns wirklich begeistert. Essen, Ambiente und Service sind einfach toll und beim nächsten Mal gibt es ein Dessert sowie nach dem Essen noch einen Drink in der dazugehörigen Bar, vielleicht bei schönem Wetter ja auch draußen auf den Außenplätzen davor.
Wer deutsche Küche mit dem besonderen Etwas mag, der wird hier definitiv satt und glücklich werden und wir sind mit dem sicheren Wissen in den weiteren Abend gegangen, dass das zwar unser erster aber sicher nicht unser letzter Besuch hier war!

FAKTEN
Kantine Kohlmann
http://kantine-kohlmann.de/
Skalitzer Straße 64
10997 Berlin
030/8561133



Montag, 28. April 2014

Berlin Dungeon – Gepflegtes Gruppengruseln mit Erschreckgarantie

Vor kurzem gab es eine Einladung zum Besuch des Berlin Dungeons, ich war gespannt! Der London Dungeon hat mich absolut begeistert und auch der Hamburger Ableger war gruselig unterhaltsam, was also würde den gänsehautgewillten Besucher in der Hauptstadt erwarten?

Der Berlin Dungeon befindet sich in Berlin Mitte, unweit von Alexanderplatz und Hackeschem Markt, fast gegenüber des Sea Life Centers.



Wir waren ein bisschen spät dran und haben daher leider die Einführung verpasst, wurden aber liebenswerter Weise von den Veranstaltern in den ersten Raum „dazugeschleust“, bereits im Eingangsbereich machen eine dunkle Atmosphäre und ein unter Glas in den Boden eingelassenes Skelett deutlich, was hier geboten wird.

Was ich an der Tour besonders toll fand, war, dass man einiges über die dunklen Geschichten Berlins erfährt, denn alle dargestellten Szenen beziehen sich auf wirklich passierte Tatsachen. Egal, ob es um Pater Roderich und das Graue Kloster geht, man in der Folterkammer des Grünen Hutes allerlei über mittelalterliche Strafen lernt, man sich durch die Pest in Berlin bewegt, vor dem geheimen Hexengericht steht oder sich vor der Weißen Frau oder Carl Grossmann erschreckt. Alles ist hier passiert und wird vom Team des Dungeons auf gruselige und zum Teil auch lustige Weise umgesetzt und erzählt. Dabei stecken die Überraschungen oft im Detail und selbst, wenn man ahnt, dass gleich etwas kommt, so ist es in der Regel nicht das Naheliegende, sondern etwas ganz anderes, was für einen Schauer sorgt. Hier findet das meiste des wirklichen Gruselns im Kopf statt. Klar, es gibt den einen oder anderen Schreckmoment, aber wirklich gut gemacht sind gerade die Szenen, wo die eigene Phantasie einem ganz schön zusetzt und man z.B. darauf hofft, dass endlich wieder das Licht angeht.

Sehr überzeugend sind alle Schauspieler, die wirklich mit Leib und Seele in ihren Rolle stecken und diesen einen ganz individuellen Touch geben. Jeder, der hier auf seiner kleinen Bühne steht, ist ausgebildeter Schauspieler und darf die Rolle mit seiner ganz eigenen Interpretation geben, weshalb auch zwei oder mehr Besuche immer noch für Überraschungen gut sind, da es verschiedene Darsteller gibt, die die Leitfiguren zum Leben erwecken. Und was wirklich bemerkenswert ist, es wird mit den Besuchern interagiert, mit jeder Gruppe ganz individuell, wovor ich wirklich großen Respekt habe!

Wir waren gut 1,5 Stunden im Dungeon unterwegs, die Zeit fühlte sich aber deutlich kürzer an, da man gespannt von einem Ort des Schreckens zum nächsten geht. Faszinierend ist zum Teil auch die Dekoration, die sehr gut gemacht ist und eine herrlich schaurig schummrige Atmosphäre erzeugt.

Wir hatten Glück und am Ende der Rund erwarteten uns die Veranstalter und ein Schauspieler und standen uns tapfer Frage und Antwort zu allem rund um den Berlin Dungeon und zeigten an einer Teilnehmerin, wie aus einer jungen gesunden Berlinerin mit Hilfe von Make-Up und Schminken im Handumdrehen eine an Pest erkrankte bleiche Frau werden kann.

Herzlichen Dank an Anne von Yelp, die uns die Tour und den Blick hinter die Kulissen ermöglicht hat sowie an das Team vom Berliner Dungeon, dass sie uns diese schön gruselige Erfahrung ermöglicht haben!

Ich fand es herrlich, mich so gepflegt in der Gruppe beim Berliner Geschichte lernen gruseln und erschrecken zu dürfen und kann jedem, der sowas mag, einen Besuch empfehlen.

FAKTEN:
Berlin Dungeon
http://www.thedungeons.com/berlin/de/
Spandauer Straße 2

10178 Berlin

Samstag, 19. April 2014

Zu Gast im Zapata in Berlin Schöneberg

Früher, da war das Café Kleisther eine echte Institution, doch im Laufe der Zeit verblasste es irgendwie. Nun befindet sich seit einiger Zeit mit dem Zapata ein Restaurant mit südamerikanischer Küche in den ehemaligen Räumlichkeiten unweit der U-Bahnstation Kleistpark in Berlin Schöneberg. Es gehört wohl mit zur benachbarten Zoulou Bar und dem Promo in Alt-Moabit, wie der mitgenommenen Visitenkarte zu entnehmen ist.



Der Gastraum wurde sichtbar renoviert und erinnert jetzt an Tex-Mex inklusive der branchenüblichen Leuchtreklamen für Bier aus Mexiko und bunter Deko. Aber es wurde nicht übertrieben und so sitzt man auf Bänken und Stühlen in angenehmem Ambiente im warmen leicht gedämmten Licht im Innen- und Außenbereich. Wie früher auch, so ist der Mittelpunkt die Bar mit dem großen Tresen, auch die restliche räumliche Aufteilung wurde beibehalten.

Wir betraten das Restaurant am frühen Abend und konnten uns noch einen der Plätze am Fenster sichern. Fast sofort bekamen wir die Speisekarte und konnten direkt unsere Getränke bestellen, welche ebenfalls nur kurze Zeit später unseren Tisch erreichten. Ein großes Bier ist hier allerdings kein 0,5 l Bier, was zuerst zu etwas Irritation führte, dann aber vom freundlichen Servicepersonal umgehend aufgeklärt wurde. Der bestellte Caipiroska war zwar leider ein Caipirinha, da aber gut gemacht und lecker, haben wir es nicht bemängelt und waren nur beim ersten Schluck etwas erstaunt.

Vorspeisenplatte
Zum Essen bestellten wir uns eine gemischte Vorspeisenplatte für zwei Personen und als Hauptgang die Fajitas mixtas mit Hähnchen und Rind.
Die Vorspeisenplatte war reichlich, hier wäre vielleicht ein Hinweis nicht verkehrt, dass man danach eigentlich schon zu satt für ein Hauptgericht ist. Die Qualität und der Rest waren prima und wir haben jede der kleinen Leckereien genossen.
Als wir fertig waren kamen nach genau der richtigen Wartezeit die Fajitas mixtas, dampfend heiß und noch brutzelnd auf einer Eisenpfanne, einen köstlichen Geruch verströmend, das nenne ich gut gemacht! Die Fajitas selber ließen sich prima belegen und die mitgereichten Dips (Guacamole, Sour Cream und dieses schärfere rote Zeug) waren ebenfalls sehr lecker, das Gericht würde ich sofort wieder bestellen.

Fajitas mixtas
Mit der Rechnung gab es einen kleinen Shot Erdbeerdaiquiri, der sehr fruchtig war und Lust auf mehr beim nächsten Mal gemacht hat. Preislich war es für die gebotene Qualität absolut in Ordnung.

Der Service war sehr nett und bediente flott und umsichtig. Das einzige, was man meiner Meinung nach verbessern könnte, wäre z.B. eine kurze Erklärung zu den Gerichten der Vorspeisenplatte, so isst man sich ein bisschen im Blindflug durch die Dinge. Ansonsten fühlt man sich aber wohl und willkommen.

Das Zapata ist ein wirklich nettes Tex-Mex Restaurant, das keinen billiger Ersatz für das Cafe Kleisther darstellt, sondern eine gelungene Wiederbelebung der Location geschafft hat. Service, Essen und Getränke sind gut und alles gibt für einen fairen Preis. Eine gute Alternative zu den anderen Läden in der Gegend.

Samstags ist übrigens Rippchentag und sonntags wird von 10 – 15 Uhr zum Brunch geladen.


FAKTEN
Zapata
Hauptstraße 5
10827 Berlin

030/92364156

Mittwoch, 26. März 2014

Zu Gast in der Makrönchen Manufaktur in Berlin Schöneberg

Die Makrönchen Manufaktur in Schöneberg – ich glaube, ich habe mich ein kleines bisschen verliebt! In das Lädchen, in die Deko, in die kleinen köstlichen Makrönchen und auch in den herrlich aromatisch cremigen Latte Macchiato.

Man findet den Laden nur wenige Minuten Fußweg von der Akazienstraße entfernt, bei gutem Wetter ist er durch kleine süße Tischchen und Kisschen vor dem großen Fenster leicht zu erkennen. Der Innenraum ist herrlich mädchenmäßig eingerichtet, verspielt und mit vielen kleinen entzückenden Details, zum Glück aber ohne dabei kitschig zu sein. Tolle Idee sind die Regale aus weiß angestrichenen Holzkästen, in denen allerlei käuflich zu erwerbendes Gut wie Sirup und andere nette kleine Dinge stehen. Dazu ein paar kleine Sitzgelegenheiten, pastellfarbene Kissen und jede Menge Makrönchen zum Essen, Kaufen und Angucken.




Wir entschieden uns beim Besuch für das Tagesangebot, das aus einer Kaffeespezialität und zwei Makrönchen bestand. Für uns gab es je einen Latte Macchiato, der mit seinem Aroma perfekt den Gegenpart zu den süßen Dingen bildete. Dazu gab es je ein Makrönchen in den Geschmacksrichtungen Vanille (herrlich richtig dolle vanillig-cremig), Joghurt-Johannisbeer (eine köstliche Kombination von süß und sauer). Meine Begleitung hatte Veilchen, was sie ganz wunderbar fand und Rose, was ihr nicht ganz so gut geschmeckt hat, aber was wohl trotzdem ganz lecker war. Darüber hinaus gab es noch viele weitere Sorten, darunter auch herzhafte Varianten. Es ist echt schwer, sich spontan zu entscheiden, denn eigentlich sehen alle gut aus!

Das Veilchen im Detail
Das Publikum ist sehr angenehm, von älter bis jung und durch die schöne Atmosphäre im Laden sind alle irgendwie sehr entspannt am Genießen und verlieren sich in ruhigen Gesprächen. Dazwischen betritt immer wieder Laufkundschaft den Laden und es macht fast schon Spaß zuzusehen, wie schwer jedem einzelnen die Entscheidung fällt, welche kleinen Köstlichkeiten den Weg mit nach Hause antreten.

Bedient wird man absolut höflich und freundlich, die Makrönchen bekommt man in einer kleinen Schüssel mit und der Kaffee wird, wenn er fertig ist, direkt an den Platz gebracht.


Ich bin wirklich begeistert, vom Laden und dem Angebot, alles wirkt irgendwie liebevoll eingerichtet und zubereitet, so dass die Manufaktur ein absoluter Wohlfühlort ist, wenn man Kaffee trinken, reden und dazu das ein oder andere Makrönchen genießen möchte.

FAKTEN:
Makrönchen Manufaktur
http://www.makroenchen-manufaktur.de/
Apostel-Paulus-Str. 4
10823 Berlin
030/78896749

Sonntag, 23. März 2014

Spanischer Brunch im Tauro in Berlin Prenzlauer Berg

So gaaaaaanz langsam kann ich mich wieder bewegen, nach dem Brunch heute im Tauro musste mein Verdauungssystem die letzten Stunden Höchstleistungen verbringen, es wurde mit so viel leckerem Essen gefüttert. Vor Ewigkeiten war ich hier schon mal zum Tapas essen und es war lecker, so im Allgemeinen gefiel mir aber die Atmosphäre auf Grund der Größe der Räumlichkeiten nicht so richtig und das Restaurant geriet in Vergessenheit. Nun wurden wir aber gefragt, ob wir dort nicht mit Brunchen wollen und neugierig, wie wir sind, sagten wir zu.

Das Restaurant liegt nur wenige Schritte von der U2-Haltestelle Senefelder Platz, ist also sehr bequem mit der BVG zu erreichen.

Die Tapasbar
Für den Brunch sollte man auf jeden Fall reservieren, gerade, wenn man gerne etwas ruhiger sitzen möchte oder mit mehr als zwei Personen kommt. Es herrschte gerade im Eingangsbereich ein ganz schöner Personendurchsatz. Auch die Reservierungen scheinen nicht so einfach umsetzbar zu sein, was aber alleine durch die Größe des Ladens sicherlich auch nicht immer so leicht ist, nach etwas Wartezeit war aber klar, wo unser Tisch war und wir wurden hingeführt. Leider wird einem aber ohne nachfragen nicht erzählt, wie das mit dem Brunch genau funktioniert, was schade ist, da die Essensstationen im ganzen Haus verteilt sind. Unser Tisch war nur für fünf Personen und nicht wie bestellt sechs Personen eingedeckt und der Service entschwand ohne diesen Mangel zu beheben, zum Glück konnte man sich aber flott vom Nachbartisch bedienen. Hier merkt man eines der Probleme des Tauro, das Personal ist absolut überfordert durch Größe und Gästemenge. Wir haben auf unsere bestellten Getränke fast 40 Minuten gewartet und auf die Möglichkeit zur Bestellung vorher schon fast 15 Minuten. Auch die Karte gibt es nur auf Nachfrage. Schade, mit ein paar Mitarbeitern mehr ist hier absolut mehr drin, auch an Umsatz für den Betreiber.
  
Das Ambiente ist gewollt spanisch, mit diversen Wandgemälden, Kacheln, rustikalen Accessoires und jeder Menge Terrakotta. Durch Säulen wird versucht, den riesigen Räumlichkeiten den Kantinencharakter zu nehmen, die Lautstärke bleibt aber bei vollem Laden dominant und man hat Mühe, seine Tischnachbarn zu verstehen. Wir saßen im Erdgeschoss, im 1. Stock kommt zum Gesprächslärm auch noch zwar schöne, dafür aber auch laute Livemusik dazu.

Tapasauswahl nach eigenem Geschmack
Jetzt aber genug gemeckert, denn alles außer Ambiente und Service ist wirklich top! Der Brunch ist auf vier Stationen im Restaurant verteilt. Im Erdgeschoss findet man die Tapas Bar sowie einen Bereich mit Eierspeisen, Paella und den ganzen fiesen leckeren fettigen Dingen wie diversen Kroketten, Datteln im Speckmantel oder Aioli. Im ersten Stock erwarten einen ein großer Bereich mit weiteren warmen Speisen sowie das riesige Dessertbuffet. Trotz der riesigen Auswahl ist die Qualität der Speisen wirklich toll und wir wurden sehr positiv überrascht. Dazu kommt, es wird wirklich ständig nachgelegt und das ganze so unauffällig, das man fast das Gefühl hat, es wird mit Geisterhand gemacht. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich am leckersten fand, den leicht scharfen Chorizo Salat vom Tapas Buffet? Die Piementos oder die Schinkenkrokette? Den Crêpe mit Himbeerpürree? Es ist so viel Auswahl, dass ich es gar nicht mehr zu den warmen Gerichten im ersten Stock geschafft habe, meine Mitesser waren aber auch mit diesen absolut zufrieden!
Als der Latte Macchiato nach fast 40 Minuten den Weg an unseren Tisch fand, war auch gut, schön cremig und aromatisch, allerdings war es schon komisch, wie erstaunt auf meine Bitte nach einem Glas Leitungswasser dazu reagiert wurde, so gab es eine Flasche Wasser, die man zu zweit auch locker zu dem eher sehr herzhaften Brunch leer bekommt.


Die Toiletten sind von der Sauberkeit absolut in Ordnung, trotz Hochbetrieb gibt es Klopapier und alles ist adrett und ordentlich.

Das Publikum war mir nicht ganz so sympathisch, zu gewollt cool und dafür zu alt, aber das ist ja Geschmacksache und vom Service wird jeder freundlich behandelt. Es sind viele größere Gesellschaften zu Gast gewesen, das ist dann gerade beim Anstehen für einen Crêpe etwas ungünstig, wenn man denkt, juhu, nur noch einer vor mir in der Schlange und der gibt dann eine Massenbestellung auf, aber ansonsten wurde man durch die großen Gruppen nicht gestört.


Wir sind heute absolut positiv vom Brunch im Tauro überrascht worden. Mit 24,50 Euro ist es sicherlich eine der teureren Brunchmöglichkeiten in Berlin, auf Grund der Auswahl und Qualität der angebotenen Speisen fanden wir das aber absolut ok. Ich muss hier nicht jeden Sonntag hin, aber wir kommen bestimmt mal wieder und können es jedem empfehlen, der gerne Spanische Spezialitäten ist und über Dinge, die durch die Größe des Ladens bedingt werden, hinwegsehen kann.

FAKTEN:
Tauro
Schönhauser Allee 176 (Höhe U-Bahnhof Senefelder Platz)
10119 Berlin
030/40056048
Der Brunch findet jeden Sonntag statt.