Montag, 21. Oktober 2013

Asiatisch im COA am Potsdamer Platz in Berlin

Es ist schon ein bisschen her, da war ich mit einer Freundin bei COA am Potsdamer Platz. Damals hatte es mich nicht so wirklich überzeugt, dank fettigen geschmacklosen Essens, was nur entfernt an asiatische Küche erinnerte. Heute überkam mich der kleine Hunger am Potsdamer Platz und da ich gerade um die Ecke vom COA war, wollte ich dem Ganzen noch eine weitere Chance geben.

Es war kurz nach Mittag und der vordere Bereich des länglichen Restaurants, das sich direkt neben dem Vapiano befindet, war noch gut gefüllt, hinten waren die Tische leer, aber fast überall stand noch benutztes Geschirr drauf, der Service war aber frisch am Werk, Herr über das Chaos zu werden und ich fanden einen Tisch kurz hinter dem zweiten Eingang, in der Nähe der Bar.

Ich suchte mir auf dem Tisch die Karte und hatte binnen kurzer Zeit gewählt und beim freundlichen Service bestellt. Nach kurzer Zeit kam mein weißer Tee, stilecht in einem kleinen Kännchen auf einem Tablett. Den Filter nimmt man dann nach der gewünschten Ziehzeit selber raus, gute Idee!

Während ich auf mein Essen wartet schaute ich mir ein bisschen den Laden an. Das Design wirkt frisch, klar und ist asiatisch angehaucht ohne überladen zu wirken. Die Musik war ganz schön laut und dröhnte irgendwo über mir aus einem Lautsprecher, leider auch nicht in guter Soundqualität. In Kombination mit den Gesprächen der anderen Gäste wirkte das ein bisschen wie Mensa oder Urlaubsclub im Süden, hart an der Schmerzgrenze. Scheinbar empfand nicht nur ich das so, denn während ich am Essen war wurde die Musik leiser.

Die Essenskarte ist nicht riesig, aber dank einer pfiffigen Idee der Betreiber sollte für jeden etwas dabei sein. Viele Gerichte werden in einer Basisvariante angeboten, zu der je nach Geschmack Dinge wie Tofu, Huhn, Rind oder Garnelen gegen Aufpreis kombiniert werden können. Dazu gibt es Vorspeisen, Teigtaschen, Salate, Suppen und Desserts.


Ich entschied mich für das Phad Thai mit Huhn, was laut Angabe in der Speisekarte mit einer von drei Chilischoten gekennzeichnet wurde. Das essen kam schön heiss, mit den Nudeln in der Mitte und umrandet von Hähnchen, Röstzwiebeln, Sprossen und gerösteten Erdnüssen, quasi zum selber Mixen. Die Nudeln waren leider etwas zu weich, aber ansonsten deutlich besser als beim ersten Besuch, feinwürzig, nicht fettig und mit sehr zartem Hähnchen eine leckere Kombination.

Zum Essen stehen Stäbchen oder Besteck bereit und auf den Tischen stehen Soßen zum Nachwürzen.

Bereits während ich aß wurde sich höflich erkundigt, ob alles okay sei und kurz nachdem ich fertig war wurde gefragt, ob ich noch etwas möchte. Gutes Timing!

Das Publikum setzte sich aus Touristen und Leuten zusammen, die überwiegend beruflich am Potsdamer Platz zu tun haben. Viele von letzteren nutzen auch das scheinbar recht bequeme Take Away Angebot des COAs.

Heute war das Essen dort wirklich lecker, eindeutig eine gute Möglichkeit um am Potsdamer Platz nicht zu teuer zu essen. Auf Grund der mensaartigen Atmosphäre aber eher was für den Lunch im Kollegenkreis als das gemütliche Abendessen zu zweit.

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