Montag, 3. Juni 2013

Rad Happy End mit Abstrichen - Stadler in Charlottenburg


Nach dem eher nicht-Service orientierten Erlebnis im Radhaus wollte ich immer noch ein neues Fahrrad, den zweiten Versuch dafür startete ich bei Stadler in der Nähe vom ICC.

Das Geschäft liegt in einem Hinterhof, direkt neben einem Kaisers und mit einem großen Parkplatz. Auch hier herrscht wenig gemütliches Hallenflair, dafür gibt es wirklich eine riesige Auswahl an Rädern für jeden Bedarf bis hin zu Zubehör und Dinge für Motorradfahrer.

Die günstigen Stadt- und Hollandräder waren leicht direkt am Anfang zu finden. Wenn man ein Rad möchte, nimmt man es sich einfach und dreht seine Runden im Geschäft oder auf der hauseigenen Teststrecke am Ende der Halle. Jemanden zu finden ist auch hier nicht leicht, aber nicht so aussichtslos wie im Radhaus. Allerdings ist nicht gesagt, das man auch wirklich gut beraten wird (ein netter Herr konnte mir meine Fragen zu den Besonderheiten zweiter Räder nicht wirklich beantworten und meinte nur, nehmen sie, was ihnen besser gefällt – ah, ja, danke, soweit war ich auch schon), daher am besten einfach ausprobieren, testfahren und dann gründlich überlegen, was man will. Sehr positiv fand ich, dass auch gerade im eher günstigen Segment eine große Auswahl an Rädern bereit stand.

Am Ende konnte ich mich für ein Rad entscheiden. Damit ging es dann an den Service Counter und meine „Bestellung“ wurde aufgenommen. Da es sehr voll war wurde prophezeit, dass es mindestens eine Stunde dauern würde, bis das Rad fertig sei. Also erst mal in die hauseigene Cafeteria und die Wartezeit mit Kaffee überbrücken, danach schon mal ein Schloss mitnehmen, eine Fahrradpumpe dazu und dann schon mal fragen, ob es fertig ist. Nein, aber in 10 Minuten. Gut, aus den 10 Minuten wurden dann 40 in der Warteschlange, da leider nur zwei Männer die Neuradausgabe regelten. Wie sagte mein Mann so schön: Na, warum jetzt noch Geld in Service investieren, die Leute haben ja schon gekauft! – Leider scheint das hier wirklich die Herangehensweise zu sein. Dann zweiter Versuch und Rad fertig. Erst auf meine Frage wurde die Rahmennummer eingetragen und erklärt wurde mir leider auch nichts, sondern nur das Rad in die Hand gedrückt, an dem der Vorderkorb schief montiert war, der Rest schien aber okay. Also nochmal flott auf die Teststrecke, alles selber eingestellt und ab nach Hause.

Mir ist ja völlig klar, dass man in einem Fahrradsupermarkt mit den günstigen Preisen nicht den perfekten Service erwarten kann, aber ein bisschen mehr kundenorientiertes Arbeiten wäre auch bei Stadler nicht das schlechteste. Viele Leute, die mit mir in der Schlange standen, konnten genauso wenig wie ich verstehen, warum zwar unzählige Servicemitarbeiter ständig rein und raus gelaufen sind, aber am Ende nur zwei den Ansturm der Radausgabe bewältigen mussten. Auch ein bisschen mehr Beratung wäre toll gewesen, dafür gab es eben eine riesige Auswahl und für jeden etwas. Man muss vermutlich einfach überlegen, was man will und ich denke, nächstes Mal zahle ich lieber wieder etwas mehr und gehe in einen kleinen Laden mit mehr individueller Beratung, aber es war mal eine Erfahrung, im Fahrradsupermarkt, wie ich den Stadler einfach mal betiteln würde.

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