Sonntag, 30. Juni 2013

Zu Gast im NEM in Berlin Schöneberg

Wenn es etwas gibt, was ich wirklich gerne mag, dann ist es Vietnamesische Küche, von daher bin ich immer auf der Suche nach Orten, wo man diese gut essen kann.
Eine Neuentdeckung für mich ist das NEM, unweit des Winterfeldplatzes und der Goltzstraße, dass eine Freundin von mir und ich letztens endlich ausprobieren konnten.

Wir hatten an dem Abend nicht reserviert und Glück, dass es noch einen freien Tisch für uns gab. Freundlich wurden wir platziert und bekamen sofort die Karte und konnten unsere Getränke bestellen. Man sitzt im nett eingerichteten Gastraum auf bequemen Holzstühlen oder schlichten Bänken, es ist irgendwie ein wenig minimalistisch-asiatisch ohne dabei kalt zu wirken, ein Ort zum Wohl fühlen. Dank Glasfenstern kann man den Köchinnen und Köchen bei der Arbeit zusehen, aber Dank scheinbar guter Abzugstechnik stinkt es im Gastraum nicht asiaimbisstypisch.

Wir bestellten bei der netten Bedienung und bereits nach kurzer Zeit bekamen wir unsere köstlichen Sommerrollen serviert, gefüllt mit Huhn, Garnele und knackigem Salat, dazu zwei verschiedene leckere Saucen, perfekt! Nachdem wir aufgegessen hatten kamen unsere Hauptgerichte. Mein Bun Bo war eine riesige Schüssel voll mit Reisnudeln, Salat und zarten mariniertem Rindfleisch, dazu feinwürzige Limettensauce, ein paar Erdnüsse und nicht zu viele geröstete Zwiebeln, so liebe ich es! Auch das andere Essen schmeckte meiner Begleitung sehr gut, leider weiß ich nicht mehr so genau, was sie hatte, aber auch sie war sehr zufrieden.

 
Und lobenswerter Weise fügen sich hier auch die sehr sauberen Toiletten in das sehr gute Gesamtbild ein.

Preislich ist es fair und man isst zu einem sehr guten Preisleistungsverhältnis.

Außer uns war das Publikum kieztypisch, von Einzelessern, über Familien bis hin zu kleinen Gruppen, nicht zu bunt aber auch nicht zu langweilig.


Mir hat das NEM Berlin sehr gut gefallen. Schönes Ambiente, leckeres Essen und freundlicher Service, ein wirklich tolles Vietnamesisches Restaurant!

Samstag, 29. Juni 2013

Stöbern im Kochen und Würzen in Berlin Schöneberg

In diesem Laden ist tatsächlich der Name Programm, „Kochen und Würzen“. Er befindet sich unweit der U Eisenacher Straße am Beginn der Goltzstraße und bietet von außen eine recht unscheinbare Ladenfront. Durch das Fenster sieht man aber schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was man im Laden bis an die Decke in Regalen und Vitrinen findet – alles rund ums Kochen und Backen.

Rund um den Tresen findet man diverse Gewürze und Würzmischungen, bunte Perlen und Silikonformen für vermutlich fast jede Art von Törtchen, das man machen kann. Im Rest des Ladens gibt es alles, von A wie Abtropfsiebt bis Z wie Zuckerstreuer. Falls man selber das Gesuchte nicht findet, einfach die Servicedamen fragen, die kennen sich ziemlich gut aus und finden immer das gewünschte. Immer wieder bin ich erstaunt, was für eine große Auswahl man in dem Laden findet. Im hinteren Bereich gibt es einen Raum, in dem Kochkurse veröffentlich werden, leider hatte ich dafür bisher noch keine Zeit, die Teilnahme steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste.

Neben dem Koch- und Backzubehör gibt es auch Spezialitäten, wie besondere Marmeladen, Saucen und jede Menge Kochbücher, bei beidem sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Preislich kann man hier günstig wegkommen oder auch sehr viel Geld lassen, ganz nach Lust und Laune.

Ich besuche den Laden gerne, wenn ich Küchenzubehör brauche oder auch wenn ich für jemanden, der gerne kocht oder backt, ein schönes Geschenk suche, die nette Geschenkverpackung wird von den netten Verkäuferinnen gleich mitgeliefert.


Ein toller Ort zum Stöbern!

Donnerstag, 27. Juni 2013

Zu Gast im Gottlob in Berlin Schöneberg

Gottlob gibt es das Gottlob, hört sich nach Plattitüde an, ist aber wirklich so, zumindest, wenn man in Schöneberg egal zu welcher Tageszeit nett essen und trinken möchte.
Was macht das besondere aus? Im Sommer die lauschige von Ranken umgebene Terrasse oder die Sitzmöglichkeiten auf das bunte Akazienstraßenleben? Die hohe Stuckdecke mit der tollen Lampe? Das leckere Essen inklusive günstigem Mittagsmenü und tollem sonntäglichen Brunch-Büffet? Der köstliche Kaffee oder der gute Wein? Wenn ich ehrlich bin, für mich stimmt hier alles.

Ich kenne das Gottlob nun schon seit mehr als 10 Jahren, in der Zeit ist es konstant gut geblieben und meiner Meinung nach kann man hier super mit einer Freundin frühstücken (besonderer Tipp, das umfangreiche Englische Frühstück), beruflich Mittag oder abends romantisch oder mit Freunden zu Abend essen (echte Wow-Momente dank super leckerer Salate, aber die Karte bietet auch viele andere leckere Dinge). Dazu ein kühles Glas Weißwein, einen trockenen Rotwein oder einen Aperol Spritz und danach einen aromatischen Espresso oder cremigen Cappuccino, so einfach kann man glücklich sein.

Im Winter sitzt man gemütlich in den beiden Räumen mit hoher Decke und Stuck auf bequemen Stühlen, im Sommer bieten sich die Draussenplätze an, wahlweise mit direktem Blick auf das Leben auf der Akazienstraße oder fast schon lauschig auf der umzäunten und umrankten Terrasse, wo man etwas mehr für sich sitzt als auf dem Bürgersteig.

Der Service hat hier stets gut zu tun und ich bin immer wieder erstaunt, mit wie wenig Leuten die es schaffen, freundlich und schnell alle zufrieden zu stellen.

Das Publikum ist kieztypisch und variiert ein wenig je nach Tageszeit, von den üblichen Apple-Usern und Zeitungslesern bis Mittag und später zu Pärchen und Grüppchen aller Altersklassen, hier kann wirklich jeder hin und sich wohl fühlen.

Besonderer Klasse: Das täglich wechselnde Mittagsmenü zu einem wirklich sehr fairen Preis!

Für mich ist das Gottlob eine echte Schöneberger Institution und ich hoffe wirklich sehr, dass es noch lange bleibt!


P.S.: Zu erreichen am besten zu Fuß oder per Rad, die U Eisenacher Straße ist nur wenige Schritte entfernt!

Bierpinsel in Berlin Steglitz



Der gute alte Bierpinsel in Berlin Steglitz - echt nicht schön und trotzdem was Besonderes!

Dienstag, 25. Juni 2013

Cocktailglück im Stagger Lee in Berlin Schöneberg

Was für eine nette Überraschung! Da läuft man regelmäßig an einer wirklich netten Bar vorbei und weiß es gar nicht! Nachdem ich nun aber schon aus verschiedenen Richtungen gehört hatte, dass das Stagger Lee in Schöneberg gut sein soll, wurde es jetzt kurzer Hand ausprobiert.

Die bar ist unweit von Nollendorf- und Winterfeldtplatz gelegen, also sehr bequem zu erreichen.

Die Tischreservierung klappte super und da wir sehr früh am Abend kamen waren wir auch erst mal die ersten Gäste. Durch die Eingangstür betritt man gemütliche Räumlichkeiten, die bereits auf den ersten Blick an einen Westernsaloon erinnern, ein paar Tische und Stühle stehen draußen, dann folgt der Barraum und hinten der Raucherbereich, den man stilecht durch eine Schwingtür betritt. Highlight auf der Damentoilette – der mit Tampons bestückte Munitionsgürtel, coole Idee!

Der Service ist sehr nett, berät professionell und bedient flott und freundlich. Der Westernstil wird liebevoll in der Bekleidung fortgesetzt, aber nicht kitschig sondern schon ein bisschen cool.

Die Cocktailkarte ist nicht riesig, sollte aber alkoholische und alkoholfreie Getränke für jeden Geschmack enthalten. Mein Hibiskus Margarita war perfekt und der alkoholfreie The Good, The Bad and The Ugly machte Lust auf weitere Abende, schön fruchtig und kühl, ein perfektes Sommergetränk. Preislich auch absolut in Ordnung und nicht überzogen für die gebotene Qualität.

Das Publikum war Schöneberg-typisch, eher jung und dabei bunt gemischt.


Wir haben im Stagger Lee einen schönen Abend bei guten Cocktails und in wirklich sehr nettem Ambiente bei tollem Service verbracht und es war sicherlich nicht unser letzter Besuch dort, wirklich empfehlenswert!

Montag, 10. Juni 2013

Lecker TexMex im Dirty South in Berlin Friedrichshain


Es war mal wieder an der Zeit etwas Neues auszuprobieren und so landeten wir mit Freunden im Dirty South in der Krossener Straße.
Im Internet stand was von TexMex Küche und, dass es den Machern vom Cupcake gehört, klingt schon mal spannend.

Eine Freundin hatte einen Tisch für uns reserviert, die Reservierung hatte die Servicedame aber leider total vergessen. Blöd, der Laden ist klein und drinnen war nix frei, draußen gab es noch einen Tisch, doch das Glück hielt nicht lange, da es furchtbar anfing, zu regnen. Just als wir uns woanders hin begeben wollten wurde aber drinnen was frei und wir konnten ins Trockene umziehen.

Der kleine Laden wirkt sehr gemütlich, vom Design her ein bisschen Western-Saloon-mäßig in braun, mit großem Tresen und wenigen Tischen. Die Karte auf Englisch bietet eine kleine aber feine Auswahl gut umgesetzter Tex-Mex Küche zu fairen Preisen und viele, viele Cocktails und Getränke.

Wir hatten drei verschiedene Quesadilas, die alle sehr lecker waren und im Plastikkörbchen mit Sour Creme und bei Bedarf auch mit Guacamole (unbedingt mit dazu nehmen, köstlich!!!) serviert werden. Das Rind war ein wenig zäh, aber vom Geschmack her gut. Auch das Chili Deluxe mit slow smoked pork war gut und sehr angenehm gewürzt, als Special ein guter Tipp! Die Wartezeit war absolut ok!

Der Service ist sehr nett, flott und man fühlt sich gut betreut.

Das Publikum war außer uns zu 99% englischsprachig und recht bunt gemischt, von Touris bis zu Friedrichshainern alles dabei. Da der Raum nicht so groß ist, ist die Lautstärke sehr entspannt, auch wenn alle Tische voll sind. Die Musik passte gut zum Ambiente.

Der Anfang war durch die untergegangene Reservierung nicht optimal, aber alles was danach kam macht Lust auf mehr, besonders die Cocktailkarte, die wir gestern irgendwie gar nicht so richtig getestet haben. Das Ambiente ist schön, der Service nett und das Essen sehr lecker, die perfekte Kombination, damit man wieder an den Ort des Genusses zurückkehrt!

Montag, 3. Juni 2013

Rad Happy End mit Abstrichen - Stadler in Charlottenburg


Nach dem eher nicht-Service orientierten Erlebnis im Radhaus wollte ich immer noch ein neues Fahrrad, den zweiten Versuch dafür startete ich bei Stadler in der Nähe vom ICC.

Das Geschäft liegt in einem Hinterhof, direkt neben einem Kaisers und mit einem großen Parkplatz. Auch hier herrscht wenig gemütliches Hallenflair, dafür gibt es wirklich eine riesige Auswahl an Rädern für jeden Bedarf bis hin zu Zubehör und Dinge für Motorradfahrer.

Die günstigen Stadt- und Hollandräder waren leicht direkt am Anfang zu finden. Wenn man ein Rad möchte, nimmt man es sich einfach und dreht seine Runden im Geschäft oder auf der hauseigenen Teststrecke am Ende der Halle. Jemanden zu finden ist auch hier nicht leicht, aber nicht so aussichtslos wie im Radhaus. Allerdings ist nicht gesagt, das man auch wirklich gut beraten wird (ein netter Herr konnte mir meine Fragen zu den Besonderheiten zweiter Räder nicht wirklich beantworten und meinte nur, nehmen sie, was ihnen besser gefällt – ah, ja, danke, soweit war ich auch schon), daher am besten einfach ausprobieren, testfahren und dann gründlich überlegen, was man will. Sehr positiv fand ich, dass auch gerade im eher günstigen Segment eine große Auswahl an Rädern bereit stand.

Am Ende konnte ich mich für ein Rad entscheiden. Damit ging es dann an den Service Counter und meine „Bestellung“ wurde aufgenommen. Da es sehr voll war wurde prophezeit, dass es mindestens eine Stunde dauern würde, bis das Rad fertig sei. Also erst mal in die hauseigene Cafeteria und die Wartezeit mit Kaffee überbrücken, danach schon mal ein Schloss mitnehmen, eine Fahrradpumpe dazu und dann schon mal fragen, ob es fertig ist. Nein, aber in 10 Minuten. Gut, aus den 10 Minuten wurden dann 40 in der Warteschlange, da leider nur zwei Männer die Neuradausgabe regelten. Wie sagte mein Mann so schön: Na, warum jetzt noch Geld in Service investieren, die Leute haben ja schon gekauft! – Leider scheint das hier wirklich die Herangehensweise zu sein. Dann zweiter Versuch und Rad fertig. Erst auf meine Frage wurde die Rahmennummer eingetragen und erklärt wurde mir leider auch nichts, sondern nur das Rad in die Hand gedrückt, an dem der Vorderkorb schief montiert war, der Rest schien aber okay. Also nochmal flott auf die Teststrecke, alles selber eingestellt und ab nach Hause.

Mir ist ja völlig klar, dass man in einem Fahrradsupermarkt mit den günstigen Preisen nicht den perfekten Service erwarten kann, aber ein bisschen mehr kundenorientiertes Arbeiten wäre auch bei Stadler nicht das schlechteste. Viele Leute, die mit mir in der Schlange standen, konnten genauso wenig wie ich verstehen, warum zwar unzählige Servicemitarbeiter ständig rein und raus gelaufen sind, aber am Ende nur zwei den Ansturm der Radausgabe bewältigen mussten. Auch ein bisschen mehr Beratung wäre toll gewesen, dafür gab es eben eine riesige Auswahl und für jeden etwas. Man muss vermutlich einfach überlegen, was man will und ich denke, nächstes Mal zahle ich lieber wieder etwas mehr und gehe in einen kleinen Laden mit mehr individueller Beratung, aber es war mal eine Erfahrung, im Fahrradsupermarkt, wie ich den Stadler einfach mal betiteln würde.

Samstag, 1. Juni 2013

Kein Rad für mich - Das Radhaus in Lichterfelde


Ein neues Fahrrad für die Stadt sollte es sein, eine kleine urbane unauffällige und nicht zu teure Rennsemmel, um von A nach B zu kommen. Vorher habe ich schon mal ein bisschen im Internet geschaut, wo es was für wie viele Euros gibt. Bei uns in der Nachbarschaft in Schöneberg waren mir die Räder zu teuer, warum also nicht mal an den Stadtrand und dort umschauen? Auf der Website vom Radhaus gab es scheinbar die passenden Räder, also auf ins Auto und raus nach Lichterfelde Ost.

Beim zweiten Versuch fanden wir die Einfahrt und auch gleich einen Parkplatz, ist direkt am Wendehammer vor dem Eingang zur S-Bahn, etwas versteckt. Von außen eine große Halle, davor ein paar Roller. Okay, ab durch die Tür und dann steht man mit großen Augen in einer weiteren Halle mit diversen Rädern. Wir gingen erst mal durch die Gänge, bemüht um einen Überblick, was wo steht, gar nicht so einfach, wenn man das erste Mal da ist. Räder, die einem gefallen, schnappt man sich und dreht damit eine kleine Runde. Die Holland- und Stadträder fanden wir erst ganz am Schluß, leider gab es bei der Suche aber auch keinen, den man hätte Fragen können. Leider fehlten dann auch genau die Räder, die mich interessiert hätten und auch dazu gab es keinen, den man hätte Fragen können. Die einzige Dame, die uns ansprach, war die Promo-Dame von der Berliner Morgenpost, nun nicht gerade das, was ich wollte, denn das war ja kein Zeitungsabo sondern ein Fahrrad! Nach 20 Minuten verließen wir das Radhaus unverrichteter Dinge, schade eigentlich.

Schön wäre, wenn man im Internet sehen kann, ob das gewünschte Model verfügbar ist und noch schöner wäre natürlich, wenn man im Laden einen Ansprechpartner findet. Zwar schienen andere Kunden bedient zu werden, aber den Service dazu haben wir trotzdem nicht zu Gesicht bekommen. Klar, die günstigen Preise kommen durch weniger Personal zustande, aber so kommt natürlich auch gar nicht erst ein Kauf zustande.

Fazit für uns, den Weg hätten wir uns sparen können, trotz scheinbar guter Auswahl (wenn man sich irgendwie von alleine zurechtgefunden hat) und ordentlichem Eindruck des Ladens.