Mittwoch, 6. März 2013

Zu Gast in der Albrechts Patisserie in Berlin Schöneberg






Ich bin bestimmt schon zig Mal hier vorbeigelaufen und dachte mir jedes Mal 100 Meter später, Mensch, da sieht so niedlich aus, da muss ich auch mal hin! Im Dezember haben wir dann endlich mal daran gedacht und es geschafft, nicht nur vorbei zu gehen, sondern auch mal einzutreten.

Das Café besteht aus zwei fast schon zuckersüß eingerichteten Räumen. Tritt man ein, steht man im ersten, an dessen Kopfende sich der Tresen und an dessen anderem Ende sich Sitzgelegenheiten befinden. Weitere Plätze befinden sich im zweiten Raum und im Sommer kann man auch draußen sitzen und hat freien Blick auf das Treiben rund um den Winterfeldplatz. Alles ist sehr auf niedlich gemacht, für meinen Geschmack fast schon ein bisschen zu pastellig, aber was mir fast Zahnweh macht trifft bei anderen Leuten vielleicht genau den Nerv.
 
Bestellt haben wir am Tresen direkt bei den beiden Damen, in unserem Fall Kaffee und was Süßes dazu, die Entscheidung bei der gebotenen Auswahl fällt wirklich nett, es schaut alles sehr, sehr lecker und liebevoll hergestellt aus.. Wir nahmen Platz im zweiten Raum, neben einem wirklich beeindruckenden Kronleuchter.
Kurze Zeit später bekamen wir unsere Getränke und den Kuchen. Niedlich die Adventskekse mit beim Kaffee, eine nette Idee. Kuchen sah auch in Nah gut aus, aber leider konnte er gar nicht halten, was er versprochen hat. Okay, wir waren am 26.12. da und es ist schön, wenn ein Café an so einem Tag überhaupt offen hat, was aber gar nicht geht, dass einem alter Kuchen, der definitiv nicht von dem Tag war, als frisch und mit vollem Preis verkauft wird. Die Rüblitorte war so trocken, dass sie mein Lebensgefährte nur in Krümeln zum Mund bringen konnte und man den Kaffee wirklich brauchte, um sie schluckbar zu machen. Auch meine Prinzessinnentorte war  trocken, so trocken, das auch das ummantelnde Marzipan sich nicht mit der Gabel weich zerteilen ließ, sondern zerbröckelte, ebenso wie die Buttercreme, die mehr in Stückchen daherkam, ebenso wie der auch schon eher mürbe und trockene Bisquitteig.  Und dabei hatte es beides so gut ausgesehen, wir waren wirklich sehr enttäuscht.
Ansonsten kann man aber nicht meckern. Die Damen beraten und bedienen flott und freundlich, das Publikum sitzt meist in ruhige Unterhaltungen vertieft und genießt und die Toiletten waren sauber. Wenn da nur nicht das Ding mit dem alten Kuchen gewesen wäre…und darum geht es für mich am Ende, wenn ich in eine Patisserie gehe, dann will ich himmlisch leckeren und frischen Kuchen und bin auch gerne bereit, dafür etwas tiefer in meine Tasche zu greifen.

Da bei uns aber jeder einen zweiten Versuch bekommt und ich dann auch gerne meine Meinung ändere, werden wir uns das Ganze im Sommer mit Plätzchen draußen noch Mal angucken, vielleicht gelingt es der Albrechts Patisserie uns dann ja davon zu überzeugen, so gut wie ihr Ruf zu sein und nicht nur eine kitschige Adresse, die mehr versucht zu sein, als man in der Lage ist, zu leisten.

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