Dienstag, 19. März 2013

Zu Gast im KOS-House in Berlin Friedrichshain


Wenn es um griechisches Essen geht, sind wir dank unseres Stammgriechen in Schöneberg wirklich sehr verwöhnt, da man aber ja nicht immer nur beim gleichen Anbieter essen gehen will, probieren wir auch gerne mal andere Griechen in Berlin aus. Fündig wurden wir in der Karl-Marx-Allee und statteten dem Kos House kurzerhand einen Besuch zum Abendessen ab.

Das Restaurant ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, befindet es sich doch zwischen zwei Stationen der U5 (Weberwiese und Frankfurter Tor), auch diverse Trams halten in der Nähe. Parkplätze gibt es auch einige, abends, wenn die Anwohner diese besetzen, könnte es aber mit Sicherheit knapp werden.
Es ist mit seiner breiten Front und dem großen Lichtschriftzug gut zu finden und eigentlich nicht zu übersehen.

Die Atmosphäre ist okay, wenn auch vielleicht dank zahlreicher Accessoires ein wenig griechisch-bäuerlich überladen, etwas weniger Folklore wäre mir angenehmer. Gesessen wird auf bequemen Bänken und Stühlen an Holztischen, eingedeckt mit rustikalen karierten Tischdecken.

Der Service arbeite flott und freundlich, man wird nett begrüßt, bekommt fast sofort die Karte samt Weinkarte und erfährt, was es zusätzlich für Tagesangebote gibt. Ehe man sich versieht stehen schon die Getränke auf dem Tisch, gefolgt von den Vorspeisen. Kaum hat man diese verzehrt, bekommt man die Hauptgerichte serviert. Regelmäßig wird nachgefragt, ob man noch etwas wünscht, aber ohne aufdringlich zu sein. Auf Kosten des Hauses gibt es vor und nach dem Essen einen Ouzo, eiskalt.

Das Essen, nun wird es schwierig, setzen wir doch recht hohe Maßstäbe, denen bisher wirklich wenige Griechen gerecht werden konnte. Und leider wurden wir auch in diesem Fall nicht ganz überzeugt. Das Knoblauchbrot mit Feta und Tomaten vorweg schmeckte, war schön knusprig, gut gewürzt und sehr lecker. Allerdings bereits der gemischte Salat war nicht wirklich gut, Salatblätter wurden unter Krautsalat begraben, abgedeckt mit einer undefinierbar schmeckenden Soße, leider alles andere als knackig und wirklich gemischt wurde es durch eine Olive, ein Stück Tomate und eine Scheibe Gurke auch nicht, schade.
Wir hofften auf das Hauptgericht. Einmal gab es Gyros, grundsolide gewürzt und zubereitet aber dermaßen unter Zwiebeln erstickt, das es sich nicht wirklich geschmacklich durchsetzen konnte. Außerdem war es nur lauwarm, recht fettig und hätte durchaus mehr Würzung vertragen. Die dazu gereichten Pommes waren dagegen schön heiß und knusprig und der Tzaziki war okay, aber schmeckte eher nach Großpackung als selbst gemacht. Das zweite Hauptgericht war ein Kefalos-Teller mit etwas Gyros, auch hier zwiebelbegraben und lauwarm-fettig, ein heißes und gut angebratenes Bifteki, nichts besonderes aber durchaus essbar und einem wirklich guten Schweinefiletspieß, der durch zartes, gut gewürztes Fleisch zu überzeugen wusste. Als Beilage waren hier Kroketten gewählt, die heiß und knusprig daherkamen und mit dem Tzaziki zusammen sehr lecker schmeckten.

Preislich empfanden wir es als etwas zu teuer für die gebotene Qualität, aber die Preise sind durchaus noch akzeptabel.

Alles in allem würde ich das Kos House als grundsolides durchschnittliches griechisches Restaurant bezeichnen, von denen man in Berlin so einige findet. Die Deko ist etwas zu viel Folklore, das Essen etwas zu fettig und qualitativ nicht ganz überzeugend. Beides wird aber durch das freundliche und schnelle Personal abgemildert. Allerdings wissen wir noch nicht, ob wir das Restaurant ein zweites Mal besuchen werden, wir werden sehen!

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