Sonntag, 24. Februar 2013

Zu Gast im Limonadier in Berlin Kreuzberg



Bars, die sich Rückbesinnen auf den guten Geschmack anstatt flatratetrinkende Touristen abzufüllen, liegen ja aktuell im Trend in Berlin. Eine von diesen „neuen-alten“ Bars hat Ende 2012 in Kreuzberg eröffnet.
                    
Das Limonadier befindet sich unweit von Mehringdamm und Bergmannstraße und wertet bartechnisch die Gegend deutlich auf. Von der U-Bahn aus läuft man keine 5 Minuten.
Von innen fällt im Dunkeln warmes gelbes Licht auf den Fußweg und durch große Glasfronten schaut man auf den einladenden Tresen. Die Tür wird einem geöffnet, scheinbar soll nicht jeder Zutritt haben.

Innen ist es klassisch gemütlich ohne kitschig zu sein. Bequeme Stühle lassen einen entspannt verweilen. Der Blick fällt auf den sanft beleuchteten Tresen oder die große beeindruckende Zeichnung an der Wand. Die Einrichtung ist auf jeden Fall sehr gelungen.
Eine freundliche Dame oder einer netter Herr bringen einem Karte und Getränke und beraten fachlich kompetent bei Bedarf. Alle drei, die an diesem Abend arbeiteten, waren stilvoll angezogen und passten perfekt ins Konzept der Bar.

Bei den Cocktails in der liebevoll gestalteten Karte findet man einige Klassiker wie den White Russian und den Mai Thai, aber auch eigene Kreationen oder neue Varianten. Besonders zu empfehlen ist die Limonadier Lemonade, frisch und fruchtig mit einer Deko aus Zitronengras. Aber auch die anderen von uns probierten Cocktails waren lecker, noch nicht exzellent, aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Gelungen finde ich besonders die Gin Auswahl und auch das Tonic kann aus mehreren gewählt werden. Schwerpunkt liegt auf besonderen Geschmäckern, mal mit Chilivodka, mal mit Rosmarinzucker, oft liegt bei den Getränken das besondere im Detail, genau so, wie es sein soll!
Selbstverständlich werden Wasser und kleine Knabbereien gereicht und auch regelmäßig nachgefüllt.

Die Toiletten befinden sich im Keller und sind sehr sauber und im Damenbereich auch mit dem gewissen Extra an Damenbedarf ausgestattet.

Das Publikum ist gehobenes Kreuzberg, typisch für die Gegend und durchaus angenehm, um dort einen entspannten Abend zu verbringen.

Preislich liegen die Getränke im oberen Bereich, durch die lange Happy-Hour kann man sich aber durchaus mehr als nur einen Cocktail leisten. Allerdings empfinde ich die Preise für die gebotene Qualität durchaus als angemessen.

Für mich ist das Limonadier eine tolle Neuentdeckung. Noch kann es nicht in die Fußstapfen vom Salut! oder der Victoriabar treten. Aber ich denke, mit ein bisschen Zeit wird es sich zu einer ernstzunehmenden Location der Berliner Barkultur entwickeln.
Ich freue mich, diese Entwicklung mitzuerleben und war dort sicherlich nicht das letzte Mal zu Gast!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Zu Gast bei Impala Coffee in Berlin Schöneberg




Ich kenne die Impala Filialen im Prenzlauer Berg und in Schöneberg, bin aber doch öfter in dem Café zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz und finde es da auch einen Tick gemütlicher und netter.

Die Schöneberger Dependance ist klein und angenehm kuschelig, mit einigen wenigen Sitzplätzen im Innen-und Außenbereich und einer tollen Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl. Wenn man den Laden betritt, riecht man sofort frischen Kaffee und fühlt sich alleine dadurch sofort wohl. Wenn man Glück hat, dann ergattert man einen der Plätze am Fenster und kann dem bunten Treiben auf der Straße zuschauen.

Bestellt wird am großen Tresen, auf dem sich auch eine kleine aber feine Auswahl an Süßem und Herzhaftem befindet. Ich muss zugeben, dass ich bisher irgendwie immer nur Kaffee getrunken habe und mir eigentlich jedes Mal denke, nächstes Mal, nächstes Mal probiere ich auch mal was von dem Essen aber irgendwie hat es bisher doch noch nicht gepasst.


Die Baristas sind alle ausgesprochen nett und teilen ihr umfassendes Wissen über den angebotenen Kaffee sehr gerne. Ich bestelle eigentlich immer einen Café Latte. Für den wird der House Espresso African Queen verwendet, der mit seinem etwas kräftigeren Aroma perfekt zur Milch samt Schaum passt und nicht unter geht, sondern voll und nicht zu herb schmeckt. Den Kaffee gibt es zum dort trinken oder zum Mitnehmen, aktuell mit einer nett mit Eisblumen bedruckten Winteredition.
 
Da Impala auch selber Kaffee röstet, gibt es diesen in einer ordentlich Auswahl zum Mitnehmen für zu Hause. Dank der individuellen Beratung findet man schnell die ideale Sorte.

Das Publikum ist typisch für die Gegend und viele der Gäste genießen bei einem Kaffee die Lektüre der aktuellen Zeitungen, weshalb es meist eher ruhig zu geht. Daher für mich ein idealer Ort, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken und die Seele baumeln zu lassen.

Preislich würde ich Impala im oberen Mittelsegment anordnen, es geht in Berlin billiger aber auch noch wesentlich teurer. Geschmacklich ist der Kaffee aber für mich mit ganz vorne dabei und wenn ich in der Nähe bin komme ich eigentlich nicht an einem Café Latte vorbei.

Montag, 18. Februar 2013

Zu Gast im What do you fancy love? in Berlin Charlottenburg Wilmersdorf



Hier wollte ich schon seit längerer Zeit mal hin und nun habe ich es endlich geschafft. Vorweg sei so viel gesagt, es war anders als erwartet, aber dafür umso besser! Alles klar, oder?

Das Café befindet sich zwischen Savignyplatz und Kurfürstendamm, also recht zentral und gut zu erreichen. Der Laden ist lang und schmal, daher wirkt die Front auch recht unscheinbar, man muss ein bisschen gucken, damit nicht einfach so daran vorbei läuft, gerade im Winter, wenn keiner draußen sitzt.


  Die beiden Räume wirken gemütlich  und schick zugleich und sind mit hölzernen Sitzgelegenheiten bestückt. Vorne gibt es einen Tresen, an dem man bestellt und die köstlichen Kuchen und Kleinigkeiten bestaunen kann. Am hinteren Tresen kann man sitzen und dabei zuschauen, wie die Kuchen wirklich frisch vor Ort gebacken werden, was sich auch geruchsmäßig sehr angenehm auswirkt. Auch die Bagel werden am zweiten Tresen frisch für jeden Gast nach Wunsch zubereitet.

Als wir da waren  arbeiteten vorne zwei sehr freundliche Herren, bei denen wir bestellten. Den Kuchen konnten wir sofort mitnehmen, der Kaffee und der Saft  (wow, große Auswahl an frisch zubereiteten Säften an der Tafel!) wurden uns gebracht. Klassischer Latte Macchiato, perfekt zu bereitet und mit tollem Aroma. Der frische Saft gesund und lecker, im Plastikbecher, so dass er auch to go möglich wäre. Dazu ein Stück saftiger Carrot Cake mit Walnüssen und nicht zu heftigem Frosting und ein unschuldig aussehendes Stück Brownie, voll mit frischen Himbeeren und Schokostückchen, so frisch, dass er außen noch ganz knusprig war. Auch die anderen Kuchen sahen alle sehr gut aus, im Angebot waren z.B. Tartes mit Äpfeln oder ein New York Cheesecake, an den wir uns aber nicht getraut haben.

 
Das Publikum war ebenso angenehm wie der Rest, Freunde, Pärchen und Familien, eine bunte Mischung, die sich rege unterhält und das Café mit Leben füllt, ohne zu aufdringlich zu sein.

Die Toilette ist ganz hinten rechts, picobello sauber und mit einer kreativen Spiegelidee versehen. Ein kleines feines Detail, von denen es im What do you fancy love? eine ganze Menge zu entdecken gibt.

Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal hier zum Kaffee trinken und freuen uns schon auf den Sommer, wenn man schön vor dem Kaffee sitzen und Leute gucken kann!

Samstag, 16. Februar 2013

Zu Gast im NH Hotel Ludwigsburg


Das NH Hotel in Ludwigsburg, ein nettes 3 SterneHotel, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es befindet sich sehr verkehrsgünstig unweit des Bahnhofes und verfügt über ein eigenes Parkhaus. Man braucht etwa 50 Minuten um bequem mit der S-Bahn zum Stuttgarter Flughafen zu kommen.
In der unmittelbaren Umgebung gibt es einen Sam Kullmanns Diner und einige kleine Geschäfte wie z.B. Bäckereien und Coffee Shops. Direkt neben dem Hotel befindet sich eine große Veranstaltungshalle.

Die Rezeption arbeitet schnell und effizient. Der Check-In am Abend verlief professional und freundlich, alles Wichtige wurde nebenbei geklärt. Beim Check-Out gab es einen kleinen Stau durch viele gleichzeitig abreisende Gäste, der aber ebenfalls flott und nett abgearbeitet wurde.




Im Erdgeschoß befinden sich außerdem noch die kleine mit aktuellen Zeitungen und bequemen Sitzelementen bestückte Lobby und die noch kleiner Bar, die wir aber nicht besucht haben. Dahinter wird jeden Morgen das Frühstücksbuffet serviert. Dieses war überraschend gut und reichhaltig für ein 3 Sterne Hotel und jeder sollte etwas finden, um satt zu werden und gut in den Tag zu starten. Es gab eine mittelgroße Auswahl an Brot, Brötchen, Aufschnitt inklusive Lachs, Cerealien, Joghurt, Quark, verschieden zubereiteten Eiern, Würstchen, Bretzeln, Kuchen, Kaiserschmarrn, Kartoffelpuffern, Kaffee, Tee, Obst und Gemüse. Alles sehr ordentlich angerichtet und immer ausreichend vorhanden. An den Tischen sorgten zwei schnelle und höfliche Damen für Ordnung und Zufriedenheit.

Mein Zimmer befand sich im 2. Stock in Richtung einer Kreuzung, deren Verkehr ich aber dank tauglicher Lärmschutzfenster nicht gehört habe. Man öffnet die Tür mit der obligatorischen Scheckkarte und steht dann in einem kleinen Flur mit großem Spiegel und Garderobehaken. Bei mir war links das eher kleine Bad mit großer schöner Dusche, Toilette und Waschbecken. Gerade aus gelangt man dann ins Zimmer. Bei meinem Standard-Doppelzimmer gab es ein aus zwei einzelnen Betten bestehendes bequemes Doppelbett, einen Schreibtisch, an dem sich auch der kostenlose Internetzugang befindet, zwei Stühle und einen offenen Kleiderschrank rechts neben dem Bett. Für mich war das alles perfekt, da ich nur eine Nacht dort untergebracht war. Bei längerem Aufenthalt könnte der Schrankraum recht knapp bemessen sein. Außerdem gibt es überall im Hotel kostenloses WLAN, man muss sich nur die Zugangsdaten geben lassen und kann dies dann auch mit mehreren Geräten benutzen. In meinem Stockwerk funktionierte es sehr stabil.


Alles hat ein sehr angenehmes, frisches  und funktionelles Design und wirkt offen und freundlich, die Farben Weiß und Hellgrün herrschen vor. Mir fiel auf den ersten Blick ein "Typisch NH!".
Die Sauberkeit war gut, hätte nur im Bad etwas besser sein können.
Was ich allerdings bemängeln muss ist der Zustand einiger Dinge. Mein Fernseher war völlig deprogrammiert, an sich  ja nicht schlimm, wenn die Fernbedienung richtig funktioniert, was sie aber nicht tat. Die Hälfte der Programme war nicht belegt und da man nicht wirklich hoch oder runter schalten konnte, war das eher suboptimal. Da hat das wohl schon länger keiner mehr kontrolliert. Auch nicht ganz okay war der Zustand meines Duschkopfes. Duschen ging, aber etwas weniger Kalk und einfach mal ein Neuer wären nicht verkehrt. Und dazu dann noch rund um das Waschbecken richtig sauber machen und ggf. hinter dem Waschbecken mal neu die Fuge ziehen und schon wäre alles ein bisschen netter. Und wenn man gerade dabei ist, die stinkende Klobürste könnte auch in den Müll.

Bewohnt wird das Hotel überwiegend von Geschäftsleuten, daher herrscht in der Lobby ebenso wie am Frühstücksbuffet eine sehr ruhige und freundliche Atmosphäre. Auch von anderen Gästen hörte ich nichts, die Gänge sind hell und mit Teppich ausgelegt und die Türen schließen leise.

Preislich war ich erstaunt,  die Übernachtung ist mit 99 Euro inklusive Frühstück zur Corporate Rate nicht gerade das, was ich als günstig bezeichnen würde.

Ich fand das Hotel nett, von der Rezeption über das Zimmer bis hin zum Frühstück. Man ist zufrieden ohne in Begeisterungsstürme zu verfallen, was ich für ein Geschäftsreisehotel aber in Ordnung finde, da ich ja nur zum Schlafen dort hinkomme.

Dienstag, 12. Februar 2013

Zu Gast im Sale e Tabacchi in Berlin Kreuzberg



Ein arbeitsbedingter Zufall führte mich im Rahmen eines Gruppenbesuches hierher. Namentlich zwar bekannt, aber bisher auch nicht viel mehr, außer der vagen Erinnerung, dass es da wohl ganz gut sein soll.



Das Restaurant befindet sich unweit des Checkpoint Charlies, der U6 Station und der TAZ. Auf Grund der zentralen Lage kann man eine Anreise per Auto eigentlich keinem mit gutem Gewissen empfehlen, es sei denn, jemand verbringt gerne viel Zeit mit Parkplatzsuche oder möchte viel Geld in die lokale Parkhausinfrastruktur investieren.



Für uns war etwas  im hinteren Teil reserviert, freundlich wurden wir an unseren Tisch gebracht, in einen großen hohen Raum mit angenehmem Interior und schlichtem Design. Unser Tisch befand sich am Rand unterhalb des Spiegels, was bei vollem Haus ein Glücksfall war, da man nicht mitten im Lärm der anderen Gäste sitzt. Im Sommer gibt es wohl auch Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse im Hinterhof.



Nach dem wir Platz genommen hatten passierte erstmal längere Zeit nichts, da es keine Karten mehr für uns gab. Auch gut, kann man sich in Ruhe umschauen und Leute gucken, das geht hier nämlich ausgesprochen gut. Noch vor der ersten Karte fand ein Brotkorb den Weg zu uns, das Nachordern gestaltet sich zunächst aber schwierig, da nicht klar war, ob es noch Brot gab, etwas befremdlich gegen 13 Uhr. Der Service war zwar super nett und düste immer zwischen den Tischen hin und her, war aber auch irgendwie ein wenig mit dem Mittagsgeschäft überfordert. Irgendwann gab es dann die Karte und wir konnten bestellen. Da es wirklich voll war, mussten wir recht lange auf unsere Getränke und Vorspeisen warten. Als uns diese gebracht wurden fragte der Kellner, ob er in der Küche wegen der Hauptgerichte Bescheid geben solle, dann wären diese in 10 min da. Wir nickten, allerdings wurden aus den 10 Minuten doch eher 30, aber da wir diese mit unseren wirklich sehr leckeren Vorspeisen verbringen konnten, waren sie schnell vorbei.





Wir hatten uns alle für verschiedene Menüs entschieden. Gut, dass man bei diesen auch untereinander Vorspeisen tauschen kann. Die Gerichte selber waren alle sehe gut, egal ob gemischte Vorspeisen (besonders lecker das Vitello Tonnato), Salate oder Suppen vorweg und auch die Hauptgänge konnten uns begeistern und sättigen. Egal ob Nudeln (perfekt al Dente) oder Putenbraten, alles war sehr nett angerichtet und schmeckte ebenso gut, wie es aussah.




Das Restaurant wird sicherlich nicht zu einem meiner Lieblingsitaliener in Berlin, aber das Gebotene ist leckere italienische Küche in ansprechenden Räumlichkeiten mit freundlichem Service und einem fairen Preis-Leistungsverhältnis (besonders bei den angebotenen Menüs).