Samstag, 18. August 2012

Zu Gast im Il nuovo Primo in Kreuzberg


Ein lauer Sommerabend mitten in Kreuzberg, es ist noch nicht ganz spät aber schon später und plötzlich ist er da, der kleine Hunger. Südstern, Grieche oder Italiener? Der Italiener gewinnt wegen der schönere Außenterrasse und weil dort mehr Leute sitzen als beim Griechen.

Das Lokale heißt „Il nuovo Primo“ und auf Nachfrage, ob die Küche noch offen hat heißt es ja, klar und schwupps gibt es die Karten und der Tisch wird abgewischt. Dann bringt uns der Kellner einen Pott vertrocknete Margeriten mit den Worten „Für Romantik“, auf den wir gut hätten verzichten können. Einer aus unserer Runde erkundigt sich nach Tagesgerichten und einer Empfehlung und wird auf die Karte und die beschriebenen Tafeln hingewiesen. Mh, nicht die erwartete Antwort.
Karte ist ok und bietet alles, was der Italienisch Liebhaber möchte.
Wir geben die Bestellung auf, eine Saucenvariation für das eine Fleischgericht ist nicht möglich, sonst klappt aber alles. Kurze Zeit bringt uns der freundliche Kellner die kühlen Getränke und nach angemessener Wartezeit kommt das Essen. Die Pizza und der Salat mit den Calamari sind gut. Die nicht abänderbare Sauce läßt den Weißweingeschmack vermissen und das Rumpsteak ist zwar Medium aber von unklarer Herkunft. Schwein? Rind? Kalb? Man weiß es nicht, aber es ist sehr zart und wirklich auf den Punkt gebraten und lecker. Auf den Tafeln ist ein Kalbsentrecote angeschrieben, würde am ehesten passen.
Während wir essen lehrt sich das Restaurant und die Kellner beginnen lautstark mit dem Aufräumen, schade, die Terrasse war so schön lauschig!
Beim Abräumen die obligatorische Frage nach der Zufriedenheit, die Dame mit der nicht veränderbaren Sauce fragt, ob da wirklich Weißwein drin war und der fröhliche Kellner antwortet etwas wie Ja, klar, aber der verfliegt ja beim Kochen, so gut sei der Wein den schmeckt man nicht.
Verwirrte Gesichter unsererseits.
Die Rechnung war ok für vier Personen.

Mh, ein zwiespältiges spätes italienisches Essen. Es ist okay, man wird satt und es schmeckt, aber es gibt definitiv viele deutlich bessere Italiener in der Stadt.

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