Mittwoch, 29. August 2012

Zu Gast im "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" im Wedding

Berlin, Wedding - nicht unbedingt die erste Wahl, wenn ich an nett im Café sitzen denke, aber ich würde diesen Bericht nicht verfassen, wenn es da nicht doch etwas gäbe, einen kleinen sehr besuchenswerten Ort, nämlich das "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück", unweit des Leopoldplatzes, ein klarer Kontrastpunkt zum Gewimmel der Seestraße. Quasi ein Rückzugsort zum Innehalten und glücklich sein.

Von außen sieht man ein paar kleine Tische und Bänke und das grüne Schild, tritt man durch die Tür so trifft man auf weitere Sitz- und im hinteren Teil auch Sofaplätze und das Zentrum, den Tresen, auf dem sich auch ein kleiner Kühlschrank voller leckerer Kuchen befindet.

Bedient wurde ich bisher immer schnell, nett und mit dem persönlichen Etwas, das ein wirklich gemütliches Cafe für mich ausmacht. Mittags gibt es Hausgemachtes, auch sehr gut und dabei sogar noch günstig!

Bedient wird am Platz oder man nimmt sich selber kalte Getränke aus dem großen Kühlschrank und sagt bescheid, was man hatte, was schnell ein fast familiäres Gefühl aufkommen läßt.

Der Kaffee ist lecker und als nette Geste gibt es dazu immer ein Stück hausgemachten Brownie auf einem Löffel dazu.

Das Publikum ist aus dem Kiez oder kommt eben immer dahin, man fühlt sich aber auch als gelegentlicher Gast sofort wohl und willkommen.

Die saubere Damentoilette bietet alles, was man so bei einem Toilettengang gebrauchen könnte (Creme, Deo, Haarzeugs und Co) und dazu viele Karten mit Sprüchen zum Thema Glück.

Preise sind absolut fair.

Wie man unschwer lesen kann, ich mag dieses wirklich nette Café im Wedding und hoffe, das Besitzerin und Café Berlin noch lange erhalten bleiben!

Sonntag, 26. August 2012

Zu Gast im LiloBop in Tiergarten/Schöneberg

Neue Cafés gibt es in Berlin wie Sand am Meer, aber nur wenige mit Stil und einer etwas anderen Idee. Zu letzteren zähle ich eindeutig das LiloBop.

Es liegt in einer etwas unerwarteten Ecke der Grenze Schöneberg/Tiergarten, direkt an der U Bahn Kurfürstenstraße und wertet die Gegend dort massiv auf!
Der Besitzer ist ein reizender Franzose, der den Laden mit viel Liebe zum Detail umgebaut und eingerichtet hat. Alles ist modern und bunt, aber nicht augenwehbunt sondern hinguckerbunt. Gesessen werden kann draußen und drinnen, mit Blick auf das bunte Treiben vor der Tür und da es ein paar Meter von der Potsdamer Straße entfernt ist, kann man sich auch auf dem Bürgersteig noch gut unterhalten.

 

Mittelpunkt ist der lange Tresen, an dem neben Kaffee, Frozen Joghurt und Bubble Tea vor allem die Spezialitäten des Hauses verkauft werden – unzählige Sorten bunter Macarons! Diese bezieht er direkt aus Frankreich und hat sich vorher durchprobiert um die Macarons zu finden, die seiner Meinung die besten sind! Verfügbar sind zwanzig Sorten, wie z.B. Pistazie, Erdbeere, Rose, Vanille und dazu gibt es wechselnd Saisonmacarons und sogar eine salzige Sorte. Wer die kleinen süßen Kostbarkeiten mitnimmt, dem packt Albert diese sorgfältig in kleine weiße niedliche Bentoboxen mit Metallhenkel, damit man sie auch sicher nach Hause bekommt. Dazu gibt es eine Erläuterung, wie man die Macarons am besten lagern sollte (Kühlschrank) und wie lange man das machen kann (bis zu einer Woche). Hier liebt jemand wirklich das, was er anbietet und strahlt beim Beraten eine Freude aus, dass man automatisch mitlächeln muss.

Bei den Toppings zum Frozen Joghurt gilt beim Obst, weniger ist mehr und dafür wirklich täglich frisch fertig gemacht. Das Obst dazu bezieht er aus seiner Umgebung, alles da, wo er das Beste und Leckerste bekommt.

Vom Preis her ist alles sehr fair gestaltet und absolut in Ordnung!

Für mich stellt in dieser Gegend das LiloBop eine absolute Bereicherung dar und ich hoffe, dass es dort lange bleibt und seinem Besitzer genauso viel Freude macht, wie er beim Erzählen und Erklären hat!

Samstag, 18. August 2012

Zu Gast im Il nuovo Primo in Kreuzberg


Ein lauer Sommerabend mitten in Kreuzberg, es ist noch nicht ganz spät aber schon später und plötzlich ist er da, der kleine Hunger. Südstern, Grieche oder Italiener? Der Italiener gewinnt wegen der schönere Außenterrasse und weil dort mehr Leute sitzen als beim Griechen.

Das Lokale heißt „Il nuovo Primo“ und auf Nachfrage, ob die Küche noch offen hat heißt es ja, klar und schwupps gibt es die Karten und der Tisch wird abgewischt. Dann bringt uns der Kellner einen Pott vertrocknete Margeriten mit den Worten „Für Romantik“, auf den wir gut hätten verzichten können. Einer aus unserer Runde erkundigt sich nach Tagesgerichten und einer Empfehlung und wird auf die Karte und die beschriebenen Tafeln hingewiesen. Mh, nicht die erwartete Antwort.
Karte ist ok und bietet alles, was der Italienisch Liebhaber möchte.
Wir geben die Bestellung auf, eine Saucenvariation für das eine Fleischgericht ist nicht möglich, sonst klappt aber alles. Kurze Zeit bringt uns der freundliche Kellner die kühlen Getränke und nach angemessener Wartezeit kommt das Essen. Die Pizza und der Salat mit den Calamari sind gut. Die nicht abänderbare Sauce läßt den Weißweingeschmack vermissen und das Rumpsteak ist zwar Medium aber von unklarer Herkunft. Schwein? Rind? Kalb? Man weiß es nicht, aber es ist sehr zart und wirklich auf den Punkt gebraten und lecker. Auf den Tafeln ist ein Kalbsentrecote angeschrieben, würde am ehesten passen.
Während wir essen lehrt sich das Restaurant und die Kellner beginnen lautstark mit dem Aufräumen, schade, die Terrasse war so schön lauschig!
Beim Abräumen die obligatorische Frage nach der Zufriedenheit, die Dame mit der nicht veränderbaren Sauce fragt, ob da wirklich Weißwein drin war und der fröhliche Kellner antwortet etwas wie Ja, klar, aber der verfliegt ja beim Kochen, so gut sei der Wein den schmeckt man nicht.
Verwirrte Gesichter unsererseits.
Die Rechnung war ok für vier Personen.

Mh, ein zwiespältiges spätes italienisches Essen. Es ist okay, man wird satt und es schmeckt, aber es gibt definitiv viele deutlich bessere Italiener in der Stadt.