Mittwoch, 14. September 2011

Nicht vergessen!

Liebe Berliner,
ich weiß, Demokratie ist verdammt anstrengend...immer wieder muss man im Laufe des Lebens zur Wahlurne gehen, ein wirklich hartes Schicksal, vor allem, da man sich ja vorher ein wenig informieren muss, welche der zur Verfügung stehenden Parteien für einen selber als wählbar in Frage kommt.
Aber das Universum hat Euch ewig überforderte unentschlossene Desinteressierte erhört und schuf vor einiger Zeit den Wahlomat, wodurch das Argument "also ich wähle nicht, weil ich weiß ja gar nicht, wer was macht" entkräftet wurde.
Gern genommen als das Totschlagargument, warum man Sonntags den Hintern nicht ins Wahllokal bekommt ist auch "och nöööööööööööö.....die sind eh alle doof", dazu kann man nur sagen: 6, setzen, Prinzip Demokratie nicht verstanden. Und ich bin gemein, denn ich spreche jemandem mit dieser Einstellung die Erlaubnis ab, sich jemals hinterher über irgendeine politische Entscheidung, die getroffen wird, einen Beschwerdeton von sich zu geben. Okay ist, wer bewusst und in voller Absicht nicht wählt, aber bitte nicht aus...ja, aus was eigentlich nicht wählt, Faulheit oder Dummheit?
Und noch schlimmer, aus Frust Parteien wie die NPD wählen, und sich einreden, dass man es dait dem Establishment aber mal so richtig, aber so wirklich richtig gezeigt hätte. Dann bitte wirklich lieber den Popo sonntags bei Wahlen im Bett lassen, das macht weniger Schaden....

Also was ich eigentlich sagen wollte, liebe Berliner, nicht vergessen, Sonntag ist Wahl und wehe ihr geht nicht hin!

Montag, 12. September 2011

Heute mal was anderes - Hotel Vila Gale Lagos

Im August diesen Jahren weilten wir für eine Woche im Hotel Vila Gale Lagos. Die Kette ist uns von einem Aufenthalt in einem ihrer Hotels in Tavira gut bekannt, nur wollten wir diesmal die Algarve etwas weiter westlich entdecken.

HOTELEINRICHTUNGEN

Bei der Anreise fällt sofort positiv auf, dass ausreichend Parkplätze vorhanden sind, wer möchte kann sein Auto auch gegen Gebühr in der hoteleigenen Tiefgarage parken. Der Check-In verlief reibungslos und äußerst freundlich und kompetent auf Portugiesisch aber auch Englisch ist in diesem Hotel kein Problem. Ein Page brachte uns samt Gepäck dann auf unser Zimmer und ergänzte die von der Rezeption gelieferten Informationen um weitere Details und gab uns eine kurze Einweisung in unser Zimmer. Auch bei späteren Fragen wurde uns vom Serviceteam der Rezeption stets nett und freundlich weiter geholfen.

Das Hotel verfügt über vier Fahrstühle, von denen einer aber Mehrmals binnen der Woche Aufenthalt tageweise ausgefallen ist. Das Hotel ist portugiesischen Modeschöpfern gewidmet und in schlichtem schwarz-grau-rotem Design gehalten. Wir fanden dies sehr angenehm, wer es aber lieber rustikal oder plüschig mag wäre hier auf jeden Fall falsch. In der Lobby findet man zudem ausgestellte Kleider mit Infos zu den Designern. Im Restaurant und der Bar gibt es große Fotos an den Säulen, die Bilder von Modenschauen zeigen, eine nette Idee.

Für uns das Highlight des Hotels war der riesige Pool im innenhofartigen Bereich des Gartens, umgeben von Liegen und Sonnenschirmen. Der Bereich ist sehr gepflegt und die Liegen und Sonnenschirme sind in einem guten Zustand. Problem hier zu Anfang unsere Urlaubes: Zwar gab es Zettel, auf denen verboten wurde, Liegen zu reservieren, aber es setzte keiner dieses Verbot um. Wenn man nicht bis 10 Uhr am Pool war gab es keine Chance mehr, an diesem Tag dort noch ein nettes Plätzchen zu finden. Familien, die eigentlich am Strand waren, reservierten sich schon mal so 6-10 Liegen für den späten Nachmittag. Drei Tage vor Ende des Aufenthaltes erschien dann ein älterer Manager, der sich der Sache annahm und Handtücher von unbenutzten Liegen einsammeln lies und schwupps gab es zu jeder Tageszeit noch eine Liege.

Die Hotelbar ist recht groß, verfügt aber leider nur über wenige Außenplätze. Der Service hier war nett und die Cocktails ok. Jeden Abend wird ein anderes Programm geboten, als wir da waren sang ein Alleinunterhalter nicht schlecht, aber für Gespräche zu laut.

Die Poolbar ist stets gut besucht, wird nett bedient und bietet Snacks und Getränke zu vernünftigen Preisen.

Der Garten ist ebenfalls sehr gepflegt mit Rasen und wunderschönen knorrigen Olivenbäumen.

Das Hotel verfügt außerdem über einen Spa mit Hallenbad, den wir aber nicht genutzt haben.

ZIMMER

Wir hatten gegen Aufpreis ein Zimmer mit direktem Meerblick gebucht, eine Investition die ich jedem empfehlen würde. Wir bekamen das Zimmer 3001 im dritten Stock am linken Ende des u-förmig gebauten Hotels mit direktem Blick auf das Meer und die Meia Praia. Ein weiterer Vorteil, das Zimmer liegt sehr ruhig, weil es ein Sackgassenflur ist und man außerdem wenig vom Lärm im Pool- und Innenhofbereich mitbekommt.

Die Größe war absolut ausreichend und im Zimmer befand sich neben zwei zu einem doppelbett zusammengeschobenen Einzelbetten, ein Schreibtisch, der gleichzeitig als HiFi Möbel genutzt wurde, zwei Sofasessel mit kleinem Tisch und im flurartigen Eingangsbereich reichlich Schrankraum mit Minibar und Safe. Das Bad ging links im Flurbereich ab und bestand aus Badewanne, Bidet, Toilette und großem Waschtisch mit Waschbecken. Das Beste war der wirklich schön große Balkon mit herrlicher Aussicht und zwei Stühlen samt Tisch. Schön wäre hier vielleicht noch eine Möglichkeit zum Handtücher aufhängen gewesen. Der Balkon wäre sogar groß genug, dass man statt der Stühle Liegen hinstellen könnte, was wir toll gefunden hätten.

Das Design der Zimmer ist toll, modern, schlicht und in schwarz, grau und rot gehalten. Wer Kitsch mag, der wäre hier definitiv an der falschen Adresse.

An der Sauberkeit gibt es nicht zu meckern, auch das Bad war tip-top gereinigt, als wir es bezogen und die Sauberkeit hielt auch die Woche über an. Ab und an verirrte sich mal eine kleine Ameise über den Balkon ins Zimmer, aber ich denke, das lässt sich nicht wirklich vermeiden.

Das Hotel ist noch relativ neu und alles war in einem sehr ordentlichen Zustand, nur an der Gardine gab es ein paar kleine Gebrauchsspuren.

Einziges Manko des Zimmers war das kostenpflichtige WLAN im Zimmer, das nicht immer und wenn dann auch nur sehr langsam funktioniert hat. Dagegen ist das kostenlose WLAN in der Lobby deutlich schneller und besser.

Den Zimmerservice selber haben wir nicht genutzt, aber die Zimmermädchen haben einen guten Job geleistet und waren stets nett und freundlich.

ESSEN UND TRINKEN

Leider der Punkt, wo das Hotel einiges an Potential verschenkt. Wir hatten Halbpension gebucht und Frühstück wie auch Abendessen wurden in Buffetform angeboten.

Der Speisesaal ist recht groß und dadurch bedingt laut. Auf die Platzwahl hat man nur bedingt Einfluss, da man vom Personal platziert wird. Entweder man sitzt bequem zum Buffet und offensichtlich für die Bedienung oder man sitzt verwinkelt, ruhig, mit kompliziertem Laufweg zum Essen und so, dass man von den Kellnern auch mal übersehen wird.

Das Essen wird leider an recht enger stelle mitten im Raum aufgebaut. Gerade beim Frühstück stehen die Kaffeemaschinen so, dass es immer zum Stau kommt. Sonst kann man das Buffet aber gut ablaufen. Etwas lächerlich fanden wir die Bezeichnung Show-Cooking für einen Koch, der jeweils irgendetwas brät. Beim Frühstück Pfannkuchen und beim Abendessen eine Sorte Fleisch oder Gemüse. Links und rechts von diesem koch gibt es jeweils vier warmgehaltene Speisen.

Das Angebot war morgens und abends auf den ersten Blick groß, ist man aber ein paar Tage da fehlt eindeutig die Abwechslung. Auch nicht würdig für ein vier Sterne Hotel ist die Verwertung der Reste beim nächsten Buffet, darunter leidet eindeutig auch die Qualität der Speisen, die dadurch nur noch befriedigend ist. Oft fehlt auch die Beschriftung was für Menschen, die Allergien oder Abneigungen haben, sehr unpraktisch ist.

Wirklich unglaublich war aber, dass es in einer Woche nicht gelang, auch nur einmal heißes wasser für Tee zu bekommen, selbst wenn dieses frisch nachgefüllt wurde.

Ansonsten wird schnell nachgelegt und abgeräumt, vielleicht sogar zu schnell, kaum ist der Teller leer und noch bevor man das Besteck hingelegt hatte wurde einem dieser schon weggenommen.

Das Personal ist meistens nett und freundlich, es werden aber hier und im gesamten Hotel viele Praktikanten beschäftigt, worunter die Servicequalität ein wenig leidet.

Für das Essen gilt allgemein, man wird satt und ab und an ist ein Highlight dabei, aber hier gibt es noch einiges an Verbesserungspotential. Auch hier übte das Erscheinen des älteren Hotelmanagers einen sehr positiven Einfluss aus.

Das Getränkeangebot war gut, egal ob kühles Bier, guter Hauswein, erfrischende Sangria, Softdrink oder Wasser – alles von guter Qualität.

LAGE UND UMGEBUNG

Das Hotel befindet sich außerhalb von Lagos, in der Mitte der langen Meia Praia und ein Mietwagen ist definitiv zu empfehlen. In der direkten Umgebung befinden sich Wohnungen, andere Hotels und direkt am Strand der Beach Club Duna Beach, in dem abends auch Parties veranstaltet werden. Mehr Nachtleben gibt es in der Nähe aber nicht. Dafür ist die Lage ruhig, alle 30 Minuten fährt allerdings ein zug zwischen Hotel und Strand, der uns aber nicht weiter gestört hat.

Ein guter Supermarkt ist mit dem Auto binnen 5 Minuten zu erreichen, zu Fu0 sind es 20 heisse Minuten in der Sonne ohne viel Schatten.

Ein Bus hält direkt vor dem Ausgang Richtung Strand und eine Zughaltestelle befindet sich in Lagos oder etwas weiter östlich die Meia Praia entlang.

In die Innenstadt von Lagos läuft man eine gute halbe Stunde.

Der schöne sandige Strand ist lang, breit und in der Hauptsaison auch sehr gut besucht. Das Wasser wechselt seine Brandung, von tosend und hoch zu klein und sanft, alles in einer Woche dabei gewesen. Man erreicht den Strand binnen fünf Minuten nach Überquerung einer Straße und der Schienen, was wir aber nicht weiter hinderlich fanden.


Alles in allem hatten wir eine schöne Woche im Hotel Vila Gale Lagos und würden das Hotel durchaus wieder buchen. Gut wäre aber, wenn das Hotel die kleinen Mängel bis dahin in den Griff bekommt, damit es wirklich zu seinem schicken Stil passt, denn gerade beim Essen sehen wir noch deutliche Verbesserungsmöglichkeiten!

Sonntag, 11. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 6

Heute mal ganz ohne Plakat, dafür mit Gregor, Renate und der Kanzlerin!
Die Berlinwahl rückt näher, heute in einer Woche ist es schon so gut wie vorbei, da wird es zeit, die Stars der Parteien zu mobilisieren, damit diese die Massen in Bewegungen bringen, sozusagen.

Für die Grünen geht Frau Künast an den Start und glänzt auf Plakaten mit der Aufschrift: "Renate kämpft!" Und kommt daher auch an einige Orte, um Wähler zu gewinnen. Gut Renate, dann kämpf mal ordentlich, bist ja die Spitzenkandidatin.

Bei den Linken kommt nicht der Spitzenkandidat (wer war das noch gleich, der Wolf??), dafür gibt es Plakatankündigungen, dass "Gregor kommt". Die schicken also Ihren Rhetorik-Star in den Ring, die Gunst der Wähler zu erlangen, wir dürfen gespannt sein, ob sich der Schachzug lohnt.

Und die CDU mit ihrem recht unauffälligem Bürgermeisterkandidaten Henkel greift richtig in die Vollen, splittet sich allerdings vom Vornamentrend ab und kündigt nur an: "Die Kanzlerin kommt". Schön für Angela, aber hat die CDU Angst, das niemand sie nur mit dem Namen erkennen würde oder freuen sie sich, dass sie einen Titel benutzen könne, der sich jeglichem Plagiatsvorwurf entzieht?

So langsam wird es spannend und die Plakatlandschaft in der Stadt wandelt sich, alt gegen neu, aber leider auch nicht besser als vorher.

Eine interessante Nebenbeobachtung, bei uns im Kiez gibt es keine Plakate der NPD, nochmal Glück gehabt!

Montag, 5. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 5


Sozialismus und sexy das klingt ja fast so wie Häkelgruppe und spannend oder Leberwurst und hübsch. Hier hat jemand aber arg versucht, mal was neue auszuprobieren, aber welche politische Message steckt dahinter, liebe DKP? Wählt und und wir machen uns im Senat nackig? Oder wenn Berlin arm aber sexy ist, dann ist die nächste Schlussfolgerun, dass die DKP gut zur Stadt passt? Fragen über Fragen....
(nicht gewollt aber stilsicher: Das leicht fleddrig anmutende Design am Straßenrand....)

Donnerstag, 1. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 4


Mensch, liebe Graue Panter, das ist aber mal ne schmissige Wahlforderung, eine unabänderbare Tatsache liebevoll auf lebensbejahendem rotbraunem Grund, dass nenne ich mal echt nicht kreativ.
Schön auch das Gegenplakat dazu - auf dem steht: Nur wer wählt kann auch etwas ändern.
Das sind wirklich Mal Neuigkeiten die die Leute total motivieren, Euch zu wählen!
Bisher für mich ganz klar eines der langweiligsten Plakate des Berlin Wahl 2011!