Mittwoch, 14. September 2011

Nicht vergessen!

Liebe Berliner,
ich weiß, Demokratie ist verdammt anstrengend...immer wieder muss man im Laufe des Lebens zur Wahlurne gehen, ein wirklich hartes Schicksal, vor allem, da man sich ja vorher ein wenig informieren muss, welche der zur Verfügung stehenden Parteien für einen selber als wählbar in Frage kommt.
Aber das Universum hat Euch ewig überforderte unentschlossene Desinteressierte erhört und schuf vor einiger Zeit den Wahlomat, wodurch das Argument "also ich wähle nicht, weil ich weiß ja gar nicht, wer was macht" entkräftet wurde.
Gern genommen als das Totschlagargument, warum man Sonntags den Hintern nicht ins Wahllokal bekommt ist auch "och nöööööööööööö.....die sind eh alle doof", dazu kann man nur sagen: 6, setzen, Prinzip Demokratie nicht verstanden. Und ich bin gemein, denn ich spreche jemandem mit dieser Einstellung die Erlaubnis ab, sich jemals hinterher über irgendeine politische Entscheidung, die getroffen wird, einen Beschwerdeton von sich zu geben. Okay ist, wer bewusst und in voller Absicht nicht wählt, aber bitte nicht aus...ja, aus was eigentlich nicht wählt, Faulheit oder Dummheit?
Und noch schlimmer, aus Frust Parteien wie die NPD wählen, und sich einreden, dass man es dait dem Establishment aber mal so richtig, aber so wirklich richtig gezeigt hätte. Dann bitte wirklich lieber den Popo sonntags bei Wahlen im Bett lassen, das macht weniger Schaden....

Also was ich eigentlich sagen wollte, liebe Berliner, nicht vergessen, Sonntag ist Wahl und wehe ihr geht nicht hin!

Montag, 12. September 2011

Heute mal was anderes - Hotel Vila Gale Lagos

Im August diesen Jahren weilten wir für eine Woche im Hotel Vila Gale Lagos. Die Kette ist uns von einem Aufenthalt in einem ihrer Hotels in Tavira gut bekannt, nur wollten wir diesmal die Algarve etwas weiter westlich entdecken.

HOTELEINRICHTUNGEN

Bei der Anreise fällt sofort positiv auf, dass ausreichend Parkplätze vorhanden sind, wer möchte kann sein Auto auch gegen Gebühr in der hoteleigenen Tiefgarage parken. Der Check-In verlief reibungslos und äußerst freundlich und kompetent auf Portugiesisch aber auch Englisch ist in diesem Hotel kein Problem. Ein Page brachte uns samt Gepäck dann auf unser Zimmer und ergänzte die von der Rezeption gelieferten Informationen um weitere Details und gab uns eine kurze Einweisung in unser Zimmer. Auch bei späteren Fragen wurde uns vom Serviceteam der Rezeption stets nett und freundlich weiter geholfen.

Das Hotel verfügt über vier Fahrstühle, von denen einer aber Mehrmals binnen der Woche Aufenthalt tageweise ausgefallen ist. Das Hotel ist portugiesischen Modeschöpfern gewidmet und in schlichtem schwarz-grau-rotem Design gehalten. Wir fanden dies sehr angenehm, wer es aber lieber rustikal oder plüschig mag wäre hier auf jeden Fall falsch. In der Lobby findet man zudem ausgestellte Kleider mit Infos zu den Designern. Im Restaurant und der Bar gibt es große Fotos an den Säulen, die Bilder von Modenschauen zeigen, eine nette Idee.

Für uns das Highlight des Hotels war der riesige Pool im innenhofartigen Bereich des Gartens, umgeben von Liegen und Sonnenschirmen. Der Bereich ist sehr gepflegt und die Liegen und Sonnenschirme sind in einem guten Zustand. Problem hier zu Anfang unsere Urlaubes: Zwar gab es Zettel, auf denen verboten wurde, Liegen zu reservieren, aber es setzte keiner dieses Verbot um. Wenn man nicht bis 10 Uhr am Pool war gab es keine Chance mehr, an diesem Tag dort noch ein nettes Plätzchen zu finden. Familien, die eigentlich am Strand waren, reservierten sich schon mal so 6-10 Liegen für den späten Nachmittag. Drei Tage vor Ende des Aufenthaltes erschien dann ein älterer Manager, der sich der Sache annahm und Handtücher von unbenutzten Liegen einsammeln lies und schwupps gab es zu jeder Tageszeit noch eine Liege.

Die Hotelbar ist recht groß, verfügt aber leider nur über wenige Außenplätze. Der Service hier war nett und die Cocktails ok. Jeden Abend wird ein anderes Programm geboten, als wir da waren sang ein Alleinunterhalter nicht schlecht, aber für Gespräche zu laut.

Die Poolbar ist stets gut besucht, wird nett bedient und bietet Snacks und Getränke zu vernünftigen Preisen.

Der Garten ist ebenfalls sehr gepflegt mit Rasen und wunderschönen knorrigen Olivenbäumen.

Das Hotel verfügt außerdem über einen Spa mit Hallenbad, den wir aber nicht genutzt haben.

ZIMMER

Wir hatten gegen Aufpreis ein Zimmer mit direktem Meerblick gebucht, eine Investition die ich jedem empfehlen würde. Wir bekamen das Zimmer 3001 im dritten Stock am linken Ende des u-förmig gebauten Hotels mit direktem Blick auf das Meer und die Meia Praia. Ein weiterer Vorteil, das Zimmer liegt sehr ruhig, weil es ein Sackgassenflur ist und man außerdem wenig vom Lärm im Pool- und Innenhofbereich mitbekommt.

Die Größe war absolut ausreichend und im Zimmer befand sich neben zwei zu einem doppelbett zusammengeschobenen Einzelbetten, ein Schreibtisch, der gleichzeitig als HiFi Möbel genutzt wurde, zwei Sofasessel mit kleinem Tisch und im flurartigen Eingangsbereich reichlich Schrankraum mit Minibar und Safe. Das Bad ging links im Flurbereich ab und bestand aus Badewanne, Bidet, Toilette und großem Waschtisch mit Waschbecken. Das Beste war der wirklich schön große Balkon mit herrlicher Aussicht und zwei Stühlen samt Tisch. Schön wäre hier vielleicht noch eine Möglichkeit zum Handtücher aufhängen gewesen. Der Balkon wäre sogar groß genug, dass man statt der Stühle Liegen hinstellen könnte, was wir toll gefunden hätten.

Das Design der Zimmer ist toll, modern, schlicht und in schwarz, grau und rot gehalten. Wer Kitsch mag, der wäre hier definitiv an der falschen Adresse.

An der Sauberkeit gibt es nicht zu meckern, auch das Bad war tip-top gereinigt, als wir es bezogen und die Sauberkeit hielt auch die Woche über an. Ab und an verirrte sich mal eine kleine Ameise über den Balkon ins Zimmer, aber ich denke, das lässt sich nicht wirklich vermeiden.

Das Hotel ist noch relativ neu und alles war in einem sehr ordentlichen Zustand, nur an der Gardine gab es ein paar kleine Gebrauchsspuren.

Einziges Manko des Zimmers war das kostenpflichtige WLAN im Zimmer, das nicht immer und wenn dann auch nur sehr langsam funktioniert hat. Dagegen ist das kostenlose WLAN in der Lobby deutlich schneller und besser.

Den Zimmerservice selber haben wir nicht genutzt, aber die Zimmermädchen haben einen guten Job geleistet und waren stets nett und freundlich.

ESSEN UND TRINKEN

Leider der Punkt, wo das Hotel einiges an Potential verschenkt. Wir hatten Halbpension gebucht und Frühstück wie auch Abendessen wurden in Buffetform angeboten.

Der Speisesaal ist recht groß und dadurch bedingt laut. Auf die Platzwahl hat man nur bedingt Einfluss, da man vom Personal platziert wird. Entweder man sitzt bequem zum Buffet und offensichtlich für die Bedienung oder man sitzt verwinkelt, ruhig, mit kompliziertem Laufweg zum Essen und so, dass man von den Kellnern auch mal übersehen wird.

Das Essen wird leider an recht enger stelle mitten im Raum aufgebaut. Gerade beim Frühstück stehen die Kaffeemaschinen so, dass es immer zum Stau kommt. Sonst kann man das Buffet aber gut ablaufen. Etwas lächerlich fanden wir die Bezeichnung Show-Cooking für einen Koch, der jeweils irgendetwas brät. Beim Frühstück Pfannkuchen und beim Abendessen eine Sorte Fleisch oder Gemüse. Links und rechts von diesem koch gibt es jeweils vier warmgehaltene Speisen.

Das Angebot war morgens und abends auf den ersten Blick groß, ist man aber ein paar Tage da fehlt eindeutig die Abwechslung. Auch nicht würdig für ein vier Sterne Hotel ist die Verwertung der Reste beim nächsten Buffet, darunter leidet eindeutig auch die Qualität der Speisen, die dadurch nur noch befriedigend ist. Oft fehlt auch die Beschriftung was für Menschen, die Allergien oder Abneigungen haben, sehr unpraktisch ist.

Wirklich unglaublich war aber, dass es in einer Woche nicht gelang, auch nur einmal heißes wasser für Tee zu bekommen, selbst wenn dieses frisch nachgefüllt wurde.

Ansonsten wird schnell nachgelegt und abgeräumt, vielleicht sogar zu schnell, kaum ist der Teller leer und noch bevor man das Besteck hingelegt hatte wurde einem dieser schon weggenommen.

Das Personal ist meistens nett und freundlich, es werden aber hier und im gesamten Hotel viele Praktikanten beschäftigt, worunter die Servicequalität ein wenig leidet.

Für das Essen gilt allgemein, man wird satt und ab und an ist ein Highlight dabei, aber hier gibt es noch einiges an Verbesserungspotential. Auch hier übte das Erscheinen des älteren Hotelmanagers einen sehr positiven Einfluss aus.

Das Getränkeangebot war gut, egal ob kühles Bier, guter Hauswein, erfrischende Sangria, Softdrink oder Wasser – alles von guter Qualität.

LAGE UND UMGEBUNG

Das Hotel befindet sich außerhalb von Lagos, in der Mitte der langen Meia Praia und ein Mietwagen ist definitiv zu empfehlen. In der direkten Umgebung befinden sich Wohnungen, andere Hotels und direkt am Strand der Beach Club Duna Beach, in dem abends auch Parties veranstaltet werden. Mehr Nachtleben gibt es in der Nähe aber nicht. Dafür ist die Lage ruhig, alle 30 Minuten fährt allerdings ein zug zwischen Hotel und Strand, der uns aber nicht weiter gestört hat.

Ein guter Supermarkt ist mit dem Auto binnen 5 Minuten zu erreichen, zu Fu0 sind es 20 heisse Minuten in der Sonne ohne viel Schatten.

Ein Bus hält direkt vor dem Ausgang Richtung Strand und eine Zughaltestelle befindet sich in Lagos oder etwas weiter östlich die Meia Praia entlang.

In die Innenstadt von Lagos läuft man eine gute halbe Stunde.

Der schöne sandige Strand ist lang, breit und in der Hauptsaison auch sehr gut besucht. Das Wasser wechselt seine Brandung, von tosend und hoch zu klein und sanft, alles in einer Woche dabei gewesen. Man erreicht den Strand binnen fünf Minuten nach Überquerung einer Straße und der Schienen, was wir aber nicht weiter hinderlich fanden.


Alles in allem hatten wir eine schöne Woche im Hotel Vila Gale Lagos und würden das Hotel durchaus wieder buchen. Gut wäre aber, wenn das Hotel die kleinen Mängel bis dahin in den Griff bekommt, damit es wirklich zu seinem schicken Stil passt, denn gerade beim Essen sehen wir noch deutliche Verbesserungsmöglichkeiten!

Sonntag, 11. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 6

Heute mal ganz ohne Plakat, dafür mit Gregor, Renate und der Kanzlerin!
Die Berlinwahl rückt näher, heute in einer Woche ist es schon so gut wie vorbei, da wird es zeit, die Stars der Parteien zu mobilisieren, damit diese die Massen in Bewegungen bringen, sozusagen.

Für die Grünen geht Frau Künast an den Start und glänzt auf Plakaten mit der Aufschrift: "Renate kämpft!" Und kommt daher auch an einige Orte, um Wähler zu gewinnen. Gut Renate, dann kämpf mal ordentlich, bist ja die Spitzenkandidatin.

Bei den Linken kommt nicht der Spitzenkandidat (wer war das noch gleich, der Wolf??), dafür gibt es Plakatankündigungen, dass "Gregor kommt". Die schicken also Ihren Rhetorik-Star in den Ring, die Gunst der Wähler zu erlangen, wir dürfen gespannt sein, ob sich der Schachzug lohnt.

Und die CDU mit ihrem recht unauffälligem Bürgermeisterkandidaten Henkel greift richtig in die Vollen, splittet sich allerdings vom Vornamentrend ab und kündigt nur an: "Die Kanzlerin kommt". Schön für Angela, aber hat die CDU Angst, das niemand sie nur mit dem Namen erkennen würde oder freuen sie sich, dass sie einen Titel benutzen könne, der sich jeglichem Plagiatsvorwurf entzieht?

So langsam wird es spannend und die Plakatlandschaft in der Stadt wandelt sich, alt gegen neu, aber leider auch nicht besser als vorher.

Eine interessante Nebenbeobachtung, bei uns im Kiez gibt es keine Plakate der NPD, nochmal Glück gehabt!

Montag, 5. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 5


Sozialismus und sexy das klingt ja fast so wie Häkelgruppe und spannend oder Leberwurst und hübsch. Hier hat jemand aber arg versucht, mal was neue auszuprobieren, aber welche politische Message steckt dahinter, liebe DKP? Wählt und und wir machen uns im Senat nackig? Oder wenn Berlin arm aber sexy ist, dann ist die nächste Schlussfolgerun, dass die DKP gut zur Stadt passt? Fragen über Fragen....
(nicht gewollt aber stilsicher: Das leicht fleddrig anmutende Design am Straßenrand....)

Donnerstag, 1. September 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 4


Mensch, liebe Graue Panter, das ist aber mal ne schmissige Wahlforderung, eine unabänderbare Tatsache liebevoll auf lebensbejahendem rotbraunem Grund, dass nenne ich mal echt nicht kreativ.
Schön auch das Gegenplakat dazu - auf dem steht: Nur wer wählt kann auch etwas ändern.
Das sind wirklich Mal Neuigkeiten die die Leute total motivieren, Euch zu wählen!
Bisher für mich ganz klar eines der langweiligsten Plakate des Berlin Wahl 2011!

Mittwoch, 31. August 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 3



Mh, liebe Linke, nette Idee, mit dem Blaumann. Aber...schon Mal echte Schwerindustrie in Berlin gesehen? Und vor allem, Leute wie Lafontaine oder Gysi können gut reden, sind aber wohl weniger als Identifikationsfigur für Arbeiter geeignet, wenn man das so hart sagen darf.
Also - nette Plakatidee fürs Ruhrgebiet aber wohl weniger für hier. Haarscharf am Thema vorbei...

Mittwoch, 3. August 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 2


Wie, Mr. Big hat jetzt sogar schon eine eigene Partei in Deutschland?

Okay, Scherz beiseite, eine neue Partei möchte ab Herbst auch in Berlin mitspielen und alles unter dem schönen Slogan: "Wir sind Deutschland".
Na, wenn das jetzt nicht mal ein obersupermegakreativer Spruch zur Wahl 2011 ist und dazu niedliche Multi-Kulti-Kinder, da fliegen einem doch die Herzen der Prenzlauer Berg Muttis im Sturme zu!

Dienstag, 2. August 2011

Wahlplakate zum Schaudern - Teil 1


Beginnen tun wir heute mit einem Doppelschlag des nicht so guten Geschmacks:
Kommt der SPD Kandidat noch gut behütet aber irgendwie sehr langweilig daher, so bietet das Plakat der Piratenpartei neben einer mehr oder weniger effektheischerischen Forderung einen wirklich aus einem ungeschickten Winkel fotografierten Kandidaten.

Einziger Vorteil SPD: Auf irgendwelche sinnfreien Forderungen oder Wahlsprüche wird konsequent verzichtet, in diesem Fall und im Vergleich zur Piratenpartei ist die parteiinterne Sprachlosigkeit nicht von Nachteil...

Samstag, 30. Juli 2011

Typisch....

...seit einer Woche haben wir das Ladegerät samt Kabel für die Akkus der Digitalkamera gesucht...alle Kartons wurden auf dem Kopf gestellt, durchgesucht und immer und immer wieder angeschaut, es half nix, es war nichts zu finden und die Kamera wurde zum alten Eisen erklärt.
Traurig habe ich dannheute eine günstige Kamera bei Saturn erworben, tapfer inmitten von Touristenmassen zur Kasse und später nach Hause getragen. Noch trauriger habe ich festgestellt, das die Datenkarte nicht passte und mich geärgert...und dann, ja, dann schaue ich einfach mal hinter die Stifte ins Regal und was finde ich?
Ja, richtig, das Ladegerät samt Akku....das kann man nur sagen: TYPISCH!

(okay, das datenkabel ist immernoch im Nirwana des letzten Umzuges verschwunden, aber zum Glück gibt es ja Kartenlesegeräte :) )

Mittwoch, 13. Juli 2011

Das Samsung Galaxy ist für mich....

Und exklusiv für das trnd-Team, mein Satz zum Samsung Galaxy als Video, überarbeitet mit dem Fotoeditor des Handys:




Danke für die spannenden Testwochen!

Sonntag, 3. Juli 2011

Samsung Galaxy SII - Apps

Seit vier Wochen läuft nun der trnd-Test des Samsung Galaxy SII und ich bin immer noch schwer von dem Handy begeistert. Ein Grund dafür sind die unzähligen Apps, die man sich häufig sogar kostenlos über die Market Anwendung im Android Market oder über Samsung Apps auf das Handy downloaden kann. Einige Apps wie z.B. Google Mail oder YouTube sind auch bereits bei Auslieferung auf dem Handy vorhanden.

Das Downloaden geht dabei äußerst einfach. Über die Samsung App oder Marketplacefunktion gelangt man direkt zu den angebotenen Apps und kann dort entweder direkt die Suchfunktion bemühen oder gemütlich durch das Angebot bummeln. Natürlich gibt es auch Unterkategorien, die die Suche erleichtern, z.B. Apps und Spiele, jeweils mit weiteren Unterkategorien wie Bücher, Effizienz-Tools, Finanzen, Gesundheit, Kommunikation etc. Direkt hinter der jeweiligen App steht, ob sie kostenlos ist oder der jeweilige Preis.

Ich nutze regelmäßig zum einen die Google Apps zum Kalender sowie zur Mail, weil ich generell mit beiden Angeboten arbeite. Die Apps sind leicht zu bedienen und sehr praktisch und wer mit den Programmen im Netz zurechtkommt, der sollte auch mit den Apps keinerlei Bedienprobleme haben.

Sehr gut gemacht ist die App „Öffi Verbindungen“, mittels der man sich fast überall durch das Netzwerk an angebotenen Verkehrsmitteln bewegen kann. Wie bei jedem Reiseplaner gibt man hier die Starthaltestelle und die Endhaltestelle ein und bekommt mögliche Verbindungen. Wenn man nicht weiß, wo man ist, kann man auch das Handy den aktuellen Standort ermitteln lassen, kann eine Adresse aus den Kontakten auswählen, einen Haltestellen Favoriten anlegen oder einen Ort direkt aus dem Terminkalender importieren. Mit im Paket erhält man die Apps „Öffi Netzpläne“ mit diversen Karten sowie „Öffi Haltestellen“ die einem direkt die nächsten Reiseverbindungen zu in der Umgebung des aktuellen Standortes befindlichen Haltestellen aufzeigt.

Absolut praktisch und zu empfehlen!

Für alle, die Socal Media mögen empfehlen sich z.B. die Apps von Facebook, Qype und XING. Über den Social Hub des Handys hat man zwar eine einfache Zugriffsfunktion auf Posts und Feeds, mir ist aber trotzdem die Apps für Facebook noch lieber.

QYPE und Xing sind etwas abgespeckt gegenüber der Website, aber mit allen drei Apps hat man einen kinderleichten Zugang für unterwegs und bleibt auf dem Laufenden.

Um meinen Datenverbrauch im Auge zu behalten nutze ich generell den 3G Watchdog, der daher auch eine der ersten Apps war, die ich auf das Samsung downgeloaded habe. Hier gibt man ein, wie groß das zur Verfügung stehende Datenvolumen ist und an welchem Tag es sich erneuert. Das Programm zeigt einem dann auf einen Blick wie viel Volumen man im Monat, in der Woche Heute und gestern empfangen, gesendet und insgesamt verbraucht hat. Sehr übersichtlich und gut!

Gut für unterwegs der Barcodescanner, hier nutze ich die App Barcode Scanner v3.6, mittels der man Barcodes jeglicher Art schnell und einfach scannen kann.

Ebenfalls praktisch ist die kostenlose App „Schnäppchenjäger“, mittels der man seine Einkaufslisten verwalten kann. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich direkt Barcodes einzuscannen. Wer mag, kann sich auch direkt mit einer App für Rezepte verbinden und von diesen Einkaufslisten für Rezepte hochladen, um den Einkauf noch einfacher zu gestalten. Die Einkaufslisten können in geschriebener oder mündlicher Form aufgegeben und dann sogar per Mail oder SMS verschickt werden.

Natürlich gibt es tausende weiterer kostenloser und kostenpflichtiger Apps auf dem Markt, dies ist nur eine kleine Auswahl meiner am meisten benutzen Apps. Hier muss jeder selber schauen, was er gut findet und braucht, hilfreich bei der Auswahl sind oft die von anderen Usern bereits abgegebenen Bewertungen zu den Apps sowie Screenshots. Gute Tipps findet man auch immer auf www.heise.de. Und ansonsten gilt: Ausprobieren und testen!

Mittels der Links gelangt man direkt zu der jeweiligen App im Android Market mit weiteren Beschreibungen und Screenshots.

Sonntag, 26. Juni 2011

Samsung Galaxy SII – Homescreens

Im Gegensatz zu meinem HTC Tattoo, das vom Startbildschirm zwei beliebig bestückbare Homescreens nach rechts und drei vorgegebene Homescreens nach links (SMS, Mail und Wetter) hat bietet das Samsung Galaxy SII vom Startbildschirm aus nach rechts noch sieben weitere Homescreens.

Genauso wie beim Tattoo kann man dafür das Hintergrundbild frei bestimmen und schiebt sich von Homescreen zu Homescreen immer weiter durch das ausgewählte Bild.

Vom Werk her bot der Startbildschirm oben eine Uhr mit Datumsanzeige, eine Wetterübersicht zu einem frei wählbaren Standort sowie die Apps für Marketplace, Mail, Internt und die Uhr. Ergänzt habe ich hier die Apps für die Kamera und den Kalender. Darunter ist eine Anzeige mit kleinen weißen Punkten, mit deren Hilfe man beim durchschieben sehen kann, auf welchem Homescreen man sich befindet. Ganz unten findet man die Direktzugriffe für Telefon, kontakte, Nachrichten und Anwendungen, die auf jedem Homescreen bestehen bleiben, was ich sehr praktisch finde.

Homescreen 1

Der zweite Homescreen wurde von mir sofort umgeändert, da ich mit der Anwendung für Finanznachrichten und dem vorgegebenen News nichts anfangen konnte. Ersteres interessiert mich nicht und die Nachrichten sind amerikanische geprägt gewesen, sonst aber ganz nett und informativ, aber eben nicht für meine Interessenschwerpunkte. Dort befinden sich auf meinem Handy nun der Taskmanager, sowie die Apps für XING, den Barcode Scanner, eine Einkaufsliste, für Öffis, QYPE und ein nettes Fenster, in dem man sich durch die Statusmeldungen auf Facebook scrollen kann und sofort auf die Facebook Seite kommt.

Homescreen 2

Auf dem dritten Homescreen konnte man ein Foto in einen Bilderrahmen einfügen, der etwa den Halben Screen einnimmt, ist trotzdem nett und wird von mir genutzt. Darunter gab es die direkte Google Suche, was ich ebenfalls als nützlich empfinde und dort belassen habe.

Desweiteren befinden sich die vier Hubs auf dem dritten Homescreen und hier finde ich sie auch gut aufgehoben, da ich sie nicht wirklich so häufig benutze, da das meiste kostenpflichtige Dienste sind.

Homescreen 3

Den vierten Homescreen habe ich für Spiele reserviert, die ich mir bisher nur kostenlos im Android Marketplace heruntergeladen habe. Text Twirl ist super für alle, die gerne Buchstabenrätsel lösen, Happy Viking ist nur was für Jump and Runner mit ganz viel Feingefühl und die Free Version von Raraku hört passender Weise genau dann auf, wenn es anfängt Spaß zu machen.

Homescreen 4

Die weiteren Homescreens sind derzeit noch frei und warten auf viele weitere Apps.

weitere Homescreens

Das Bearbeiten der Homescreens ist genauso leicht wie bei meinem alten HTC Tattoo. Mittels des Direktzugriffes gelangt man in den Anwendungsbereich. Um nun das Icon einer Anwendung in einen beliebigen Homescreen zu verschieben legt man den Finger auf die entsprechende Anwendung und wartet, bis es hervorgehoben erscheint und das Handy einen kurzen Vibrationsalarm von sich gibt. Nun kann man das Icon bewegen und durch vorsichtiges Schwenken des Handy den gewünschten Homescreen auswählen. Hat man ihn erreicht zieht man das Icon an die Stelle, an der man es haben möchte und lässt los. Zack, das war es auch schon, nun befindet sich das Icon an der gewünschten Stelle im ausgewählten Homescreen.

Auswählen der App

Gefällt es einem doch nicht oder möchte man die Anwendung wieder verschieben geht man ähnlich vor. Auch hier legt man den Finger auf das Icon, bis es hervorgehoben erscheint und das Handy kurz vibriert. Entweder kann man es nun beliebig verschieben oder man zieht es in den unteren Bereich des Bildschirms, wo grau unterlegt Löschen steht.

Am Anfang ist das verschieben von Homescreen zu Homescreen etwas schwierig, weil man erst herausfinden muss, wie doll und wohin man am besten schwenkt, mit etwas Einfühlungsvermögen geht das aber immer schneller.

Für mich als Nutzer eines Android Handys war das Anlegen und Verwalten der Homescreens kein Problem, denke aber auch, dass es für Nutzer anderer Betriebssysteme sehr leicht zu erlernen und durchzuführen ist.

Samstag, 18. Juni 2011

Samsung Galaxy S II - LED Fotolicht

Heute habe ich mir mal das spezielle LED-Fotolicht des Samsungs Galaxy SII näher angeschaut. Bei ersten Versuchen schnitt es ebenso wie die Qualität der gemachten Fotos recht gut ab, aber wie sieht es mit Bildern auf Distanz aus?

Testort ist dafür der heimatliche Flur, einfach, weil er lang, fensterlos und eher dunkel ist.

Bild 1:


Das Bild zeigt den unbeleuchteten Flur nur ausgeleuchtet mit dem LED-Fotolicht, Einstellung war dabei Auto Fotolicht.
Der Flur ist lang und die Ausleuchtung besser als erwartet, allerdings wird das Grau am Ende etwas pixelig in großer Auflösung, aber ich denke im Großen und Ganzen ist die Qualität nicht schlecht.

Bild 2:


Schaltet man nun das Licht am Endes des Flures ein und belässt die Einstellung auf Auto-Fotolicht, so wird das Bild interessanter weise ohne LED-Fotolicht aufgenommen. das Grau am Rand wird bei Vergrößerung auf dem Monitor etwas pixelig, aber ansonsten ist die Aufnahme doch recht akzeptabel.

Bild 3:


Ein wirklich gutes Ergebnis erzielt man mit in der Ferne eingeschaltetem licht und eingeschaltetem LED-Fotolicht. Die Farben kommen gut hervor und die Qualität ist deutlich besser als bei beiden anderen Bildern.

FAZIT:
Bei nahen Objekten hat das LED-Fotolicht eine wirklich tolle Ausleuchtung. Sobald die Distanz aber länger wird, gibt es eine deutlich bessere Farbqualität, wenn man etwas Licht zusätzlich bieten kann.
Alles in allem aber ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis für das Samsung Galaxy SII, ohne Konkurrenz durch mein HTC Tattoo, da dieses weder Blitz- noch Fotolicht bieten kann.

Mittwoch, 15. Juni 2011

HTC Tattoo vs. Samsung Galaxy SII – Fotos und Videos

Seit fünf Tagen teste ich nun für trnd das neue Samsung Galaxy SII und bisher bin ich immer noch begeistert.

Am zweiten Tag hatte das Samsung Handy die Chance, sich als Kamera für Bilder und Filme beim Karneval der Kulturen zu bewähren.
Das HTC Tattoo ist geeignet für kurzweilige nicht besonders hochwertige Bilder und am besten nur bei Sonnenlicht unter freiem Himmel, hat eben nur eine 3,2 Megapixelkamera. Sobald es bewölkt ist, sich die fotografierten Objekte bewegen oder man bei Licht Bilder macht, werden diese schnell unscharf, verwackeln allgemein sehr leicht und sind einfach nicht gut. Ein Blitzlicht hat das HTC Tattoo gar nicht erst.
Das Galaxy bietet da schon mehr. Die Kamera hat 8 Megapixel und stellt man die Bilder auf hochauflösend, so sollen Fotos und Videos sogar Full-HD Qualität bieten, zur Hilfe kommt dabei ein spezielles LED Fotolicht.

Hat das HTC Handy nur eine Kamera auf der Rückseite, so bietet das Samsung neben der hochauflösenden Kamera auf der Rückseite auch noch eine 2 Megapixel Kamera auf der Vorderseite für Selbstporträts oder Videotelefonate. Allerdings finde ich diese nicht wirklich für Selbstporträts geeignet, da man, wenn man sich selber auf dem Display ansieht durch die oben angebrachte Kamera immer einen sehr merkwürdigen Blickwinkel zu haben scheint und das Bild lustig aussieht. Gleiches gilt natürlich auch für das Bild bei Videotelefonaten.

Besonders positiv fällt beim Galaxy auch beim Filmen und Fotografieren wieder die sehr schnelle Reaktionszeit beim Anwählen der jeweiligen Funktion auf, egal ob Bild oder Video. Ich habe mir dazu die Funktion Kamera direkt auf meinen Startbildschirm gelegt und bin somit mit einem Klick auf den Touchscreen sofort bei der Kamerafunktion. Hier kann man, wenn man das Handy quer hält am linken Rand einstellen, welche Kamer, also ob die der Vorder- oder die der Rückseite genommen werden soll. Darunter kann man den Blitz einstellen(Aus, ein oder Auto) und ganz unten links befindet sich das Menü mit den Einstellungsmöglichkeiten (z.B. Aufnahme/Szenemodus, Belichtungswert, Effekte, ISO etc.). Eine der Funktionen gefällt mir besonders gut, der sog. Bildstabilisator, wodurch man eigentlich kaum noch verwackelte Bilder macht. Am rechten Rand kann man wiederum auswählen, ob man Fotos oder Videos machen möchte. Darunter befindet sich der Auslöseknopf auf dem Touchscreen und ganz unten rechts sieht man eine Vorschau auf das letzte gemachte Bild. Klickt man dieses an, so kommt man in den Bildbetrachtungsmodus und kann per Wischbewegung alle gemachten Bilder durchgehen, einzelne Auswählen und dann weiter damit arbeiten wie z.B. das Bild per Mail schicken oder hochladen etc.
Über die lauter/leise Tasten aktiviert man den Zoom und durch berühren des Bildschirmes kann man Bereiche auswählen, auf die der Fokus beim Foto oder Film liegen soll.

Beide Handys haben nach Drücken des Auslöseknopfes anders als normale Digitalkameras eine Verzögerungszeit, bis wirklich ausgelöst wird, hier kommt das Galaxy etwas besser weg, weil diese kürzer als beim Tattoo ist. Trotzdem merkt man es, gerade bei sich sehr schnell bewegenden Objekten.

Die Bilder des Samsung Handy überzeugen sonst aber auf ganzer Länge, egal ob bei Tageslicht oder mit Fotolicht ausgeleuchtet. Sie sind scharf, auch bei Vergrößerung auf dem PC, farbecht und nicht verpixelt wie die Bilder des HTC Gerätes.

Die Videofunktion ist bei beiden Geräten gleich einfach zu handhaben, aber natürlich liegt auch hier in Sachen Auflösung und Qualität das Samsung vorne. Die Qualität der aufgenommenen Töne ist für mich überraschend gut, klar und deutlich.

Im Bereich Foto und Video begeistert das Samsung Handy auf ganzer Länge und ist gerade für Unterwegs die ideale Möglichkeit, Bilder oder Filme aufzunehmen. Diese können sofort mittels Internet hochgeladen oder versendet oder mittels All-Share und/oder Bluetooth auf andere Geräte übertragen werden.
Bisher klar: Daumen hoch!


Sich schnell bewegende Objekte bei Tageslicht



Die Katze im Dunkeln mit LED_Fotolicht



Der "Videobeweis"

Samstag, 11. Juni 2011

HTC Tattoo vs. Samsung Galaxy S II - Erste Schritte

Dank trnd darf ich für die nächsten 6 Wochen mein zufriedenstellendes HTC Tattoo gegen das Samsung Galaxy SII eintauschen und ausprobieren, lang lebe das virale Marketing!

Bereits beim Auspacken fällt auf, das Samsung ist rund ein Drittel größer und besteht im Gegensatz zum HTC so gut wie nur aus Display. Wo beim Tatoo noch insgesamt 5 Knöpfe bedient werden wollen plus Laut/Leise und An und Aus so ist es beim Samsung nur noch ein Knopf plus 2 Touchfunktionen links und rechts von diesem.

Das HTC Tattoo ist eine Art verläßliches Urgestein der Smartphones, liegt bequem in der Hand und kann mit eben dieser gut bedient werden. Es ist dabei knapp doppelt so dick wie das Galaxy SII und wiegt genauso viel. Letzteres liegt aber ebenso gut in der Hand und kann trotz der Größe gut mit einer Hand alleine bedient werden.

Beim Samsung sind das Einsetzen der Sim-Karte und des Akkus dank der leicht zu lösenden hinteren Abdeckung kinderleicht einzusetzen. Dies ist beim Tattoo leider nur bedingt der Fall, da sich das Hinterteil nicht immer gut abziehen läßt, je älter das Gerät umso schwerer wird dies.

Einschalten tut man beide Geräte mittels einer kleinen Taste, kann man danach beim Tattoo in Ruhe Kaffee trinken gehen, bis dieses sich hochgefahren hat, so überzeugt das Galaxy durch schnelle Präsenz.

Das Einrichten der Funktionen und Synchronisieren mit diversen Konten ist bei beiden Geräten kein Problem und ist auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung möglich, gleiches gilt für die Verbindung mit einem WLAN Netz.

Beide Handys funktionieren mit dem Android-Betriebssystem und es ist keine große Umstellung von einem auf das andere nötig, da man sie intuitiv bedienen kann.

Krasser fällt dabei schon die Ladezeit und Geschwindigkeit der Geräte auf. Das Tattoo ist nichts für Eilige, das Galaxy dagegen schon, Touchscreen und Handy reagieren präzise und schnell, ein Umstand den das Tattoo nicht immer erfüllen kann. Gerade beim Eingeben von Texten bekommt man hier oft einen Knoten in die Finger, trotz T9 Texterkennnung.

Die Auflösung des Displays ist beim Tattoo eher deutlich feinkörnig, das Galaxy glänzt dagegen mit einem hochauflösenden Anzeigefläche, die durchaus begeistern kann, besonders bei Fotos oder Videos regelrecht brillant wirkt.

Die vorhandenen Klingeltöne sind bei beiden Handys nicht besonders, ich frage mich immer, wer diese kreiert und für gut befindet. Ansonsten ist der Sound beim Tattoo ok aber natürlich beim Galaxy mit der neueren Technik deutlich besser.

Die Kamera des älteren HTC Handys ist mäßig, die Bilder verwackeln leicht, werden bei Sonnenlicht nur wirklich gut und überzeugen mich auch nach zwei Jahren Nutzung eher immer weniger. Das Samsung Handy bietet neben einer wirklich sehr hochauflösenden Kamera ein Fotolicht, das auch beim Videodreh eingesetzt werden kann. Die gemachten Bilder sehen auch bei Vergrößerung auf dem PC wesentlich akzeptabler aus als die des Tattoos.

Die Sprachqualität ist bei beiden Handys gut, allerdings kann man selber den Gesprächspartner auf dem Samsung Handy deutlich klarer und besser hören.

Das waren nun die ersten Eindrücke, mal gucken, wie sich das Samsung Galaxy SII im Alltagseinsatz bewährt. Ich bin gespannt, ob es mich überzeugen kann!

Sonntag, 22. Mai 2011

Eine Klosterruine mit Atmosphäre



Brandenburg hat viele schöne und entdeckenswerte Seiten, alte Städte, riesige Naturschutzgebiete und auch das eine oder andere sehenswerte alte oder junge Bauwerk.

Ein durchaus besuchenswertes altes Kloster findet man nördlich von Berlin, in der Nähe von Eberswalde, das Kloster Chorin, teils erhaltenes Bauwerk und teils liebevoll restaurierte Ruine.

Von Berlin aus erreicht man Chorin am einfachsten mit dem Auto auf der Autobahn Richtung Prenzlau über die Ausfahrt Chorin und folgt dann der Beschilderung. Gleich am Ortseingang gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz, von dem aus man das Kloster mit einem kleinen Spaziergang durch einen Park erreicht. Aber auch per Regionalbahn bis Chorin kommt man aus Berlin zum Kloster.

Den Park und die Außenanlagen kann man kostenlos besuchen, um in den ummauerten Klosterbereich zu kommen wurde für uns aber ein Eintrittspreis von 4 Euro pro Person fällig, der sich meiner Meinung nach aber lohnt. Wer möchte, der kann auch an Führungen teilnehmen, was wir aber nicht taten.

Wir besuchten das Gelände zu keiner besonderen Veranstaltung und unterhalb der Woche, dann ist es nicht so überlaufen und man kann die fast schon mystische Atmosphäre des Geländes spüren.

Den Eintritt entrichtet man in einem kleinen Raum, in dem es auch Spezialitäten der Region, Postkarten und Infomateriale gibt. Im gleichen befinden sich die Toiletten. Tritt man aus dem Kassenraum so fällt der Blick auf die Gesamte noch erhaltene Klosteranlage, die mich sehr beeindruckt hat, wie sie so leicht bergan in der Sonne lag.
Die meisten Räume sind frei zugänglich, wie z.B. der alte Heizkeller, die ehemalige Klosterküche und das zu einer Seite leider offene Kirchenschiff. Zum Teil sind die Räume beschriftet, zum Teil muss man sich selber zusammenreimen, was dort einmal passiert ist. Ich hätte es schön gefunden, wenn in dem Räumen noch mehr zum ehemaligen klösterlichen Leben geschrieben worden wäre, derzeit sind aber viele einfach nur leer und es braucht viel Phantasie um zu erahnen, was dort einmal stattgefunden hat.
In einigen Bereichen befinden sich Sonderausstellungen. Bei unserem Besuch erfuhren wir so Dinge über Kräuterkunde, die Geschichte der Krankenpflege im Kosterleben und eine große Ausstellung im Keller unter der Küche zur Herstellung von Baumaterialien wie Ziegeln und Verzierungen der alten Bauwerke.
Besonders beeindrucken fand ich das große alte Kirchenschiff, das zur Hofseite hin offen ist, wo auch eines der alten Klostergebäude komplett fehlt. Heute werden in dem Kirchenschiff in der warmen Jahreszeit Konzerte veranstaltet und es ist voll nummerierter Bänke und trotzdem oder gerade deswegen äußerst imposant. Verzierungen sind leider nur noch hier und da am Mauerwerk sichtbar, zu lange verfiel es vor sich hin.
Am schönsten ist der Blick nach allen Seiten, wenn man im ehemaligen Innenhof steht und alles in Ruhe auf sich wirken lassen kann oder aus einem der alten Bogengänge Richtung Wald den kleinen Hügel hinunter schaut. Das hat eine fast schon meditative Atmosphäre und man kann sich richtig vorstellen, wie früher das klösterliche Leben stattgefunden hat.

Wir durchstreiften in aller Ruhe die Räumlichkeiten und ließen alles auf uns wirken. Am Ende machten wir noch einen Spaziergang einmal um das alte Klostergelände herum. Dabei stößt man im Park auf eine weitere allerdings leider sehr heruntergekommene Steinruine, auf den malerischen alten Friedhof und bemerkt, wie groß die Kirche und das alte Kloster einmal waren.

Ich war überrascht, wie schön die Ruinen und das ganze Anwesen sind und kann jetzt umso besser verstehen, warum hier regelmäßig Mittelaltermärkte und besinnliche Konzerte in den frühen Abendstunden veranstaltet werden, denn dafür scheint dieser Ort wie geschaffen.

Am Ende besuchten wir die benachbarte Klosterschänke in einer renovierten Scheune, was einen schönen Abschluss des Nachmittags bildete.

Ich würde einen Besuch jedem empfehlen, der sich für alte Klöster und einfach schöne Orte interessiert oder für Berlinbesucher, die gerne ein paar Stunden raus aus der Stadt wollen.