Montag, 13. Dezember 2010

Mitten im Nichts

Gestern im ICE von Hamburg nach Berlin. Wir haben rund 30 Minuten Verspätung und sollen jeden Augenblick in Spandau einfahren. Leider scheint das nicht sofort so zu klappen und wir halten mitten im Dunklen Nichts. Die Leute an den Türen werden immer nervöser als plötzlich die Durchsage des Schaffners erklingt: "Liebe Reisenden...links kein Bahnsteig...rechts kein Bahnsteig....richtig *glucksende Geräusche über den Lautsprecher* wir sind noch nicht in Spandau....von daher hören sie bitte auf, wie wild an den Türen zu drücken...."

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Abwarten und Beten?

Heute früh am Straßenrand, von hinten steht fett auf einem Auto "HEBAMME". Ich staue gemütlich an dem Kombi vorbei, in dem eine sehr natürliche Blondine sitzt. Da fällt mein Blick auf die Tür des Autos, da wiederum klebt ein Magnetaufkleber mit dem Worte: "Jesus schenkt neues Leben". Ich gerate ins Grübeln. Was macht so eine Hebamme bei der Geburt? Sitzt sie einfach nur daneben betet, denn das Leben wird ja von Jesus geschenkt???? Puh, böse Vorstellung für die betroffenen Frauen....

Freitag, 26. November 2010

So geht Banking heute?

Gestern in der Targo Bank. Ich brauche Geld, also nichts wie rein und ab an den Geldautomaten. Blond und blöd wie ich nun manchmal bin, zuerst falsche Pin. OK, kein Problem, schnell mal nachgeschaut (Nein, nicht auf dem zettel im Portemonnaie und auch nicht auf der Rückseite der Karte....) und dann zweiter Versuch mit korrekter Pin. Der Automat klappert vor sich hin, ich kann auswählen wie viel, der Automat macht weiter, es kommt keine Fehlermeldung...und dann nach einiger Zeit aber auch kein Geld. ich stehe etwas entgeistert vor dem Automaten und warte noch einen Moment, schwupps kommt aber auch meine Karte raus und der Vorgang ist durch. Aber wo ist mein Geld?
Also ab an den Tresen, wo gerade nicht besonders nett eine vietnamesische Kundin abgebügelt wird. Jo, denke ich mir, das wird ja gleich ein Spaß, wenn der Typ da jetzt schon so zickig ist. Die Dame vor mir ist fertig und ich trete an den Tisch und erkläre kurz meine Misere. Ja, sagt der Mann in seiner gestreiften Weste, da könne er mir jetzt auch nicht helfen, denn die Kollegin sei derzeit nicht im Haus, die da was machen könne. Er würde sich aber meine Kontonummer und Telefonnummer aufschreiben und dann würde sich morgen jemand bei mir melden. Aha. Und was ist mit meinem Geld? Nein, da könne er mir nicht helfen. Gut. Er schreibt sich statt meiner Kontonummer fälschlicher Weise meine Kreditkartennummer auf und vergisst dann sogar noch fast, nach meiner Telefonnummer zu fragen. Ich drücke ihm kurzerhand meine Visitenkarte in die Hand, die solle er einfach mal an den Zettel knipsen. Er schaut irritiert, das war vermutlich zu viel Information auf einmal.Ich bin mittlerweile schwer genervt, reiße mich aber tapfer zusammen, nicht einfach loszuschreien. Abschließen hätte ich gerne dann den Namen des Herren, den er mir verweigert, er schmiert statt dessen kaum lesbar den Namen der angeblich zuständigen Kollegin auf eine Karte der Bank und versichert mir, das eben diese sich sofort morgen früh bei mir melden würde. Mittlerweile ist eben jenes morgen früh und wie auch nicht anders zu erwarten natürlich noch KEIN Anruf der Targo Bank. Wie heißt das so schön in deren TV Werbung - so geht Banking heute? Na, dann Prost Mahlzeit an alle Kunden, die dort ihr Geld haben, wenn das ein Bild auf den Service dieser Bank wirft dann sicherlich kein Gutes. Mal schauen, noch ist der Tag nicht vorbei, es kann ja noch werden und die Hoffnung, ja, die stirbt ja bekannter Maßen zuletzt...

Der Tag ist vorüber und natürlich kein Anruf der Targo Bank....was soll man von so einem Verhalten halten???

Mittwoch, 24. November 2010

Ein kleines Stück vom Paradies

Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es umso wichtiger, sich um das seelische Gleichgewicht im Innern zu kümmern. Ein wunderbarer Ort um dies zu tun ist das Berliner Liquidrom, nicht allzu weit vom Potsdamer Platz entfernt und nur wenige Schritte gleich um die Ecke des Anhalter Bahnhofes. Es befindet sich im Erdgeschoss des Tempodroms, das man eigentlich nicht übersehen kann. Der recht unscheinbare Eingang befindet sich an der linken Straßenseite des Gebäudes Richtung Landwehrkanal.

Durch eine große Glastür betritt man den schlichten aber wirkungsvollen Rezeptionsbereich wo eigentlich ausnahmslos freundliche Mitarbeiter einen in Empfang nehmen und gerade beim ersten Besuch alles sehr gut erklären. Man kann entweder eine 2 Stunden Karte (19,50 €), eine 4 Stunden Karte (24,50 €) oder eine Tageskarte (29,50 €) erwerben, hat man bezahlt, bekommt man einen Chip, den man braucht, um den Schrank abzuschließen und der als Zahlungsmittel innerhalb des Liquidroms an der Bar funktioniert. Beim Verlassen bezahlt man dann, was auf dem Chip gebucht wurde.

Links an der Rezeption vorbei gelangt man zu den Umkleiden. Zwar gibt es getrennte Eingänge für Männer und Frauen, die aber durch zwei offene Gänge an den Schränken miteinander verbunden sind. Der Umkleide- und ebenso der Duschbereich danach sind immer außergewöhnlich sauber und dank der schlichten Architektur der Einrichtung schleicht sich schon hier die erste Entspannung ein. Wer allerdings keinen Beton und klare Linien mag, der wird sich hier nicht wohl fühlen.

Von den Duschen aus gelangt man in einen Gang, der gerade aus zum großen Salzbecken führt und von dem aus man zu den Saunen, dem Dampfbad, der Bar, den Innenhof und den Liegen gelangt. Hier findet man auch Glasregale, in die man seinen Handtücher, bade- und Duschsachen legen kann.

Das Herzstück des Liquidroms ist die Kuppelhalle, deren Becken mit kuschelig warmem Salzwasser gefüllt ist. Es ist soviel Salz im Wasser, dass es einen bequem trägt und man gemütlich im Wasser liegend dahin schwimmen kann. Über und unter Wasser ist entspannende Musik hörbar (regelmäßig auch mit DJs und Livemusik, Termine sind auf der Homepage einsehbar) und die langsamen Lichteffekte die sich auf dem Wasser spiegeln und an der Decke sichtbar sind tragen dazu bei, dass man sich einfach so treiben lassen kann. Reden ist hier verboten, da die Kuppel eine unglaublich verstärkende Akustik hat und sonst keiner relaxen könnte. Wem das einfach so treiben lassen unheimlich erscheint, der kann sich mit zur Verfügung stehenden Poolnudeln ausstatten. Weitere warme Salzbecken gibt es im Innenhof und noch ein kleines, das fast schon gut versteckt im Inneren liegt.

Nach dem warmen Wasser begibt man sich am besten auf eine der Liegen, die rund um die Scheiben des Innenhofes herum aufgestellt sind. Bei besonderem Glück ergattert man eine der Korbliegen mit kuscheliger Wolldecke, der perfekte Ort für ein kleines Schläfchen. Wenn es am Nachmittag sehr voll wird, werden die Liegeplätze leider knapp, da viele Leute Liegen reservieren (was eigentlich laut Schildern verboten ist) und stundenlang nicht zurückkehren, ihre Handtücher aber in guter alter Manier deponiert haben. Es gibt aber noch Hocker an der Bar, auf denen man bei einem kleinen Snack ebenfalls gut entspannen kann. Die Preise an der Bar sind nicht günstig, aber gerade die kleinen Snacks wie Bagels, Obstsalat oder Backkartoffeln sind immer frisch zubereitet und ihr Geld wert. Und das Salzwasser macht durstig, aber auch da wird einem charmant und freundlich mit diversen Getränken ausgeholfen.

Wer sich aufwärmen möchte, der kann aus einem Dampfbad, der kleinen feinen Himalaya Salzsauna (nur zwei Saunabänke vor einem warmen orangenen Salzkristallwand bei kuschligen 60 Grad, meine Lieblingsssauna), einer klassischen Finnischen Sauna mit wechselnden Aufgüssen (meist voll und gut besucht, die Zeittabelle für die Aufgüsse findet man auf der Hompage) und einer Kelo Panorama Sauna (mit breiter Glasfront zum Innenhof, von den Liegen aus einsehbar und daher nichts für prüde Besucher) wählen. Danach erwartet einen entweder der Innenhof, das eiskalte Tauchbecken oder die Regendusche zur Abkühlung. Klasse finde ich es immer, wenn die Leute aus der finnischen Sauna dampfend im Innenhof stehen, da kann man die Abkühlung förmlich sehen. Die Raucherecke erreicht man vom Innenhof aus über eine kleine Treppe.

Wer noch mehr entspannen möchte, der kann sich massieren lassen, dafür sollte man aber am besten vorher telefonisch einen Termin vereinbaren.

Klar, das Liquidrom ist sicherlich nicht der preisgünstigste Weg in Berlin, um zu entspannen, wenn man aber nur gelegentlich dort hin geht überzeugen die Sauberkeit, die Qualität des Angebotes und die wunderbare Atmosphäre. Ich mag keine großen Thermen mit viel Lärm, daher bevorzuge ich das Liquidrom, wo sich dank der verwinkelten Architektur die Menschen gut verteilen und man eigentlich nie das Gefühl hat, dass es zu voll und vor allem auch nicht zu laut ist. Alle Besucher passen sich der ruhigen und angenehmen Atmosphäre an, sind höflich und freundlich, ebenso wie die stets sehr netten und hilfreichen Mitarbeiter.

Ich mag die eher kalte, klare und schlichte Architektur, die allerdings bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Der erste Gang in den Kuppelsaal, wenn man so langsam in das warme Salzwasser gleitet, man sich auf den Rücken legt, schwerelos der Musik lauscht und den Lichtspielen zuschaut, das ist für mich ein kleines Stück vom Paradies und ein ganz großes Stück Entspannung und ich kann es jeder gestressten Großstadtseele nur sehr ans Herz legen.

P.S.: Die üblichen Dinge wie Bademäntel, Handtücher etc. können an der Rezeption ausgeliehen werden.

Dienstag, 27. Juli 2010

Klare Ansage

Neben uns hält ein Auto. Es fährt ein älterer Herr, neben ihm sitzt ein noch älterer Herr mit leicht angesäuerter Miene. warum er so schaut wird klar, als der Blick Richtung Handschuhfach fällt, wohin er starr schaut.
Mit Tesafilm halbwegs fest angeklebt steht da:

Kippe aus, anschnallen, Klappe halten

Eine klare Ansage, da gibt es keine Missverständnisse....

Montag, 26. Juli 2010

Backkönig

...so heißt eine recht neue einfach gestaltete Bäckereikette in Berlin, die in Konkurrenz zum backwerk getreten ist.
Ob es klappt, weiß ich nicht, unschlagbar ist aber ihr Slogan:

Back König
Wir backen. Du König.


Alter, alles klar oder was?

Mittwoch, 21. Juli 2010

Freitag, 9. Juli 2010

Zweigeteilt...

...so erscheint Berlin derzeit. Die Bewohner werden entweder aggressiv, ungeduldig und pöbeln vor sich hin oder sie werden genau das Gegenteil. Gegenteil? Ja, tatsächlich...sie werden freundlich, nett und noch nie hatte ich innerhalb weniger Tage so viele freundliche Gespräche mit völlig fremden Menschen und das trotz exzessiver Nutzung des Schienenersatzverkehrs und der Hitze, die durch die Straßen wabert.
Gestern fand ich mich plötzlich beim Warten auf die Tram umgeben von lauter älteren Damen. Ich trat einen Schritt zur Seite, weil sie aus dem nichts plötzlich um mich herum standen und sich unterhielten, mit mir unfreiwillig in der Mitte im Schatten. Auf meine lapidare Äußerung á la "ich mache ihnen mal mehr Platz" wurde ich mit Bonbons überschüttet, nett angelächelt und freundlich ins Gespräch mit eingebunden, keine Chance auf Entkommen. Die Damen erinnert mich regelrecht ein wenig an die Golden Girls und als meine Tram kam wurde ich mit Winken und Auf Wiedersehen rufen verabschiedet. So wäre es also, wenn man plötzlich zu vier Omas käme :)

Samstag, 12. Juni 2010

Kleben geblieben

Gestern, Kinoabend im Cinemaxx am Potsdamer Platz, dem großen Berlinale Palast. Allerdings könnte man auch behaupten vom Ruf her hui, von innen her eher pfui, der Lack ist ab und das an allen Ecken und Kanten.
Wir begaben uns in den ersten Stock über eine recht schäbig wirkende mit dreckigem Teppich bezogene Treppe zu unserem Kino, oben dann die Erkenntnis, oh, das Klo wird renoviert, wer jetzt noch muss, der darf wieder runter, bis in den Keller. Wäre schön, wenn das vielleicht schon im Foyer ausgeschildert wäre...also verkniffen und ab in den Kinosaal. Beim platz nehmen klebt man fast am Teppich fest und die am Boden abgestellte Tasche klebt nach dem Film genauso, ist doch der Teppich nicht trocken-klebrig sondern nass und irgendwie ekelerregend. Das ganze Kino riecht auch nicht gerade gut.
Film war dann gut, danach runter in den Keller aufs Klo, dort empfängt einen ein äußerst unangenehmer Geruch und man mag alles wirklich nur mit Fingerspitzen anfassen. Nachdem man die Klotür schließt fällt der Blick auf die Reklame innen an der Tür: Werbung für ein Arzneiprodukt gegen Pilzinfektionen im Intimbereich. Bäh denke ich mir, das passt für das ganze Kino, die sollten dringend mal richtig sauber machen, denn wie ein Palast wirkt es derzeit nicht, eher wie ein kurz vor der Schließung befindliche heruntergekommene Institution. Und die Cocktails schmecken, als würde die Max Bar nur noch mit Fertigmischungen arbeiten, schade...das passt dann in den schlechten Gesamteindruck....

Mittwoch, 7. April 2010

Die Quadratur der Frisur

fahren mit den Öffentlichen ist zwar nicht immer ein Spaß, kann aber trotzdem Freude machen, so zum Beispiel heute. Anscheinend begleiteten mich bei meiner U-Bahnfahrt in die Stadt überwiegend Leute mit Unfrisuren.
Zum einen gab es die Herrenvariante, ich nenne sie mal Quadratschädel und frage mich immer noch, wie man, wenn man kein Marine ist, sich die Haare zu schneiden lassen kann, das man einen quadratischen Kopf bekommt. Alle Haare stehen ab und besonders viel Wert wird auf einen horizontalen Pony gelegt. Vermutlich greift der Träger morgens nach der Dusche kurz in die Steckdose und schwuppdiwupp, das Haar sitzt, da ist kein Haarspray mehr nötig.
Derzeit angesagt im weiblichen U-Bahnpublikum ist die Föhnfrisur, tot gesagt und doch noch immer hochattraktiv. Gerne in Kombination mit einem über die Rundbürste geföhnten Pony und einer langen Hinterhaarpartie, wahlweise mit hinauswachsender Blondierung oder Dauerwelle, wobei beides auch gerne zusammengenommen wird, was den Haaren ein verletztes Aussehen gibt oder ist es vielleicht die Scham über die Frisur, die die Haare sich mehrfach teilen lässt? Verstehen würde ich es.

Hach, wer braucht schon das sowieso häufig defekte BVG-Fernsehen, wenn er so schön während der Fahrt Leute gucken kann? Eigentlich zahlt man ja auch kein Fahrgeld sondern Eintritt, oder?

Samstag, 2. Januar 2010

Guten Appetit beim Weihnachtsbrunch im Hof Zwei





Letztes Jahr waren wir am 1. Weihnachtstag zum Brunch im Restaurant Hof Zwei, dem Hotelrestaurant des Mövenpick am Potsdamer Platz. Wir hatten uns etwa vier Wochen vorher für einen Weihnachtsbrunch entschieden und die telefonische Reservierung lief äußerst freundlich von statten und wir hatten Glück und konnten noch einen Tisch für vier Personen buchen.

Das Restaurant liegt direkt an der S-Bahnstation Anhalter Bahnhof, etwa 5 Minuten Fußweg vom Potsdamer Platz entfernt. Eine Bushaltestelle ist am S-Bahnhof und auch eine Haltestelle der U2 kann bequem zu Fuß erreicht werden. Parkplätze sind in unmittelbarer Umgebung vorhanden, am 1. Weihnachtstag fanden wir einen fast direkt vor dem Hotel, sonst muss man vielleicht ein wenig suchen, sollte aber doch meistens recht schnell fündig werden.
Das Haus verfügt ansonsten aber auch über eine kostenpflichtige Parkgarage.

Mit schweizer Pünktlichkeit öffneten sich die Pforten des Restaurants um 11.30 Uhr. Die Garderobe konnte selber an Kleiderstanden direkt am Eingang auf Bügeln aufgehangen werden. Direkt danach wartet die Oberkellnerin, die uns sehr freundlich begrüßte und uns unseren reservierten Tisch zuwiess. Alles war unaufdringlich aber festlich dekoriert und alle Tische waren ansprechend eingedeckt. In einer Ecke war eine kleine Bühne für die Live-Musiker, die durch ihre weihnachtlichen Lieder für die passende Feiertagsstimmung sorgten, aber nicht zu laut waren, sondern in einer gesprächsuntermalenden Lautstärke auftraten.
Vom Eingang aus befand sich das Brunchbuffet in einem seperaten Raum zur linken Seite und am Ende des Restaurants konnte man durch grosse Glasfenster in die offene Küche schauen.

Sobald wir Platz genommen hatten, kam sofort eine Kellnerin, um uns Sekt einzuschenken und Getränke wünsche anzunehmen. Kaffe stand ebreits in einer kleinen Thermoskanne auf dem Tisch und war ebenso wie der schwarze Tee durchaus gut und trinkbar. Der Sekt war halbtrocken und es wurde regelmäßig nachgeschenkt, wenn gewünscht. Säfte standen am Buffet zur freien Verfügung bereit.

Das Brunchbuffet bot alles, was das Schlemmerherz zu Weihnachten begehrt. Es gab zahlreiche warme und kalte Gerichte. Von Vorspeisen, Suppen, Salate über Hauptgerichte bis hin zu Desserts. Alles war von bemerkenswerter Frische und Qualität und dank des aufmerksamen Personals wurde ständig nachgefüllt, so dass es nie zu Engpässen kam.
Als Suppen wurden eine leicht zu milde Wildkraftbrühe und eine herrlich cremige Kürbiscremesuppe mit Sherry angeboten. Die Vorspeisen reichten von frischen Antipasti, über Müsli, Brötchen, zarten Lachs, Krabben bis hin zu diversen knackigen Salaten, Aufschnittplatten und knusprigen Croissants.
Als warme Hauptgerichten standen unter anderem live angerichteter Truthan mit warmen Backpflaumen und Serviertenknödel (leider auf dem Teller meines Freundes etwas kühl, bei uns anderen dreien wohltemperiert), Linguine mit Zicklein, köstliche Gans mit Maronen und Knödeln oder feinem Makronenrisotto bereit.
Kleine Meisterwerke waren die Dessert, an denen man die Mövenpick-Kochkunst bewundern konnte, besonders lecker war die Kokoscreme mit carameliserter Orangensauce, ein Traum angelehnt an die spanische Creme Catalan. Toll auch die Ecken mit Baumkuchen oder die Crepes mit Orangencreme und Florentinerdach.
Ein wirklich durch Frische und Angebot überzeugendes Brunchbuffet, an dem wirklich jeder auf seine Kosten gekommen ist.

Das Personal war gerade für Berlin ungewöhnlich freundlich, serviceorientiert und unaufdringlich. Teller wurden stets flott abgeräumt, ohne dabei die Unterhaltung zu stören, Wünsche wurden freundlich aufgenommen und schnell erfüllt, wir waren sehr angetan.

Das Publikum war bunt gemischt. Mit uns saßen Pärchen, Freunde, Familien, große und auch kleine Gruppen im Restaurant. Die Kleidung reichte von legerer Jeans bis hin zum Cocktailkleid und Anzug, hier saß jeder so, wie er sich dem Anlaß entsprechend am wohlsten gefühlt hat. Einige Gäste hatten gut erzogene Hunde mit dabei, die vom Personal freundlich mit Wassernäpfen versorgt wurden.

Der Brunch kostete pro Person inklusive Kaffee, Tee, Saft und Sekt 34 Euro pro Person, das Wasser, was auf jedem Tisch stand, wurde extra berechnet und kostet etwa 3,40 Euro für 0,5 Liter. Für uns war das Preis-Leistungsverhältnis auf Grund des tollen angebotenen Essens sehr gut und wir würden jederzeit wieder im Hof Zwei Brunchen gehen. Nicht unbedingt jeden Sonntag, aber gerne wieder zu einem besonderes Anlaß, wie es der erste Weihnachtstag für uns war.

Wer im Hotel Mövenpick am Potsdamer Platz wohnt oder toll Brunchen gehen möchten, dem sei ein Besuch des Restaurants Hof Zwei wärmstens empfohlen!