Montag, 9. November 2009

Kundendienstgespräch

Ich mußte heute beim Kundendienst eines bekannten Waschmaschinenherstellers anrufen, da bei unserer mitgemieteten Maschine der Griff vor dem Einzug abgebrochen war. Nach dem ersten Anruf wusste ich, dass ich eine Zahlungserklärung des Vermieters brauchen würde, wenn dieser wie geplant, die Rechnung bezahlen soll. Sein Büro erklärte mir, wäre okay, aber wie teuer wird es denn? Darauf folgte das wohl absurdeste Kundendienstgespräch, was ich je erlebt habe, nach dem Vorgeplänkel war es in etwa so:
Kundin: Wie teuer wird denn die Reparatur in etwa?
Dienst: Das kann ich ihnen nicht sagen!
Kundin: Warum nicht, sie müssen doch in etwa wissen, was so eine Reparatur nur mit Griff oder mit Bullauge kostet?
Dienst: Nein, wie sollte ich?
Kundin: Aber sie müssen doch mit so etwas Erfahrungen haben!
Dienst: Wir geben dazu am Telefon prinzipiell keine Auskünfte.
Kundin: Dann würde ich jetzt gerne mit jemandem sprechen, der mir dazu etwas sagen kann.
Dienst: Das geht nicht.
Kundin: Und nun? ich brauche aber einen etwaigen Bereich für meinen Vermieter.
Dienst: Schweigen.
Kundin: Was kostet denn z.B. die Anfahrt?
Dienst: 56 Euro
Kundin: Und die Arbeitsstunde?
Dienst: Bei uns gibt es keinen Stundenlohn.
Kundin: Aha, und wie wird abgerechnet?
Dienst: Das kann ich ihnen nicht sagen.
Kundin: Und wie machen sie Kostenvoranschläge? So etwas hätte ich gerne!
Dienst: Das machen wir nicht. Nur vor Ort durch den Techniker.
Kundin: Und, das ist umsonst?
Dienst: Nein, natürlich nicht.
Kundin: ?????????
Dienst: Die Anfahrt fällt auf jeden Fall an.
Kundin: Okay, also mehr zu den Kosten können sie mir nicht sagen?
Dienst: Nicht am Telefon.
Kundin: Und wie kalkulieren sie in der Firma, wie planen sie????
Dienst: ???? Ich weiß nicht was sie meinen????
Kundin: Dachte ich mir. Gut. Danke.
Dienst: Und was ist jetzt mit dem Termin bei Ihnen?
Kundin: Danke, ich melde mich, erstmal muss ich dem Vermieter jetzt erklären, das sie keine Kostenvoranschläge machen können.
Dienst: Das verstehe ich jetzt nicht.
Kundin: Ich weiß....Danke...Tschüß
Dienst: Tschüß

Ich rief dann beim Vermieter an, sie waren da ebenso sprachlos wie ich und nun sind wir so schlau wie davor. Danke Bauknecht für diesen brillianten Kundenservice...

Freitag, 6. November 2009

Nachmittags in Pankow...

Heute im Einkaufszentrum in Pankow. Es wird 10 Jahre alt und feiert sich jeden Tag unter einem anderem Motto. heute ist Seniorentag, wie schön, dass ich gerade heute dort einkaufen muss. Headliner ist...tamtamtam...Frank Zander! Gott, der lebt noch und vor allem, der tritt noch auf? Fasziniert überlege ich einen kurzen Moment, noch die 30 Minuten bis zu seinem Auftritt zu bleiben. Allerdings performen bis dahin Senioren für Senioren, im ernst, so stand es auf dem Plakat und sie steppen! Kurz bin ich irritiert, als mein Blick auf die Bühne fällt aber dann lächele ich vor Respekt, denn dort steppen fünf nicht mehr ganz junge Seniorinnen wunderbar beschwingt im Takt und retten meinen Tag, denn sowas macht Mut, Mut für jedes weitere Lebensjahr! wenn ich mit 80 noch so locker vor mich hinsteppen kann, ja, dann mache ich drei Kreuze und gehe die nächsten 10 Jahre an! Aber auf Frank Zander habe ich dann doch verzichtet, das durchschnittliche Lebensalter der Zuschauer war mir einfach zu hoch, aber, und daran kann kein Zweifel bestehen, viele ältere Menschen hatten heute in Pankow einen schönen Nachmittag!