Sonntag, 25. Oktober 2009

Flaniervergnügen

Bei unserem Brighton-Besuch im Herbst gingen wir viel zu Fuß in die Stadt und der wohl schönste Weg dorthin führte von Hove aus an der Seafront, also der Seefront entlang. Zwar ist es bis nach Hove ein ganz gutes Stück, aber unten am Wasser lief es sich wesentlich angenehmer und kurzweiliger als durch die Straßen mit dem ganzen Lärm und Verkehr.

Erreichbarkeit
Die Erreichbarkeit der Seafront ist eigentlich fast überall in Brighton und Hove ganz einfach. Man orientiert sich, wo das Meer ist und läuft einfach in die Richtung und nach einem kürzeren oder längeren Marsch erreicht man das Ziel.
Wer mit dem Auto anreist, der kann in der Regel auch fast überall entlang der Seafront parken, allerdings sind die Parkplätze in der Regel gut besucht und überall kostenpflichtig, wenn man keine Anwohner-/Gast-Parkplakette für die entsprechende Zone hat.
Vom Bahnhof aus läuft man etwa 5 Minuten die Straße bergab und entlang des ganzen Bereiches gibt es unzählige Bushaltestellen.

Flaniereignung
Zum Flanieren ist die Seafront auf ihrer gesamten Länge wirklich perfekt geeignet. Der Spazierweg ist sehr gut ausgebaut. An den Rändern gibt es nur einen einzigen weg, aber im Stadtzentrum kann man oberhalb an der Straße laufen oder unten, wo es bedeutend ruhiger ist und die Promenade sich entlang der alten Lagerräume und Speicher befindet, in denen sich jetzt Clubs, Cafés, Restaurants und ein Museum befinden.
Auf unserem Weg von Hove aus kamen wir immer dort an die Seafront, wo die kleinen bunten Holzhütten an der Seafront standen und liefen dann in etwa 30 Minuten in die Stadt. Auf dem Weg kommt man an tollen alten Häusern wie z.B. den Bauten der Brunswick Terrace vorbei, kann einen Blick auf den neuen und den alten Pier werfen, unterwegs etwas essen und/oder trinken, die Möwen bewundern oder sich ganz einfach eine frische Brise um die Nase wehen lassen.
Im Bereich der Innenstadt gibt es auch einen großen kostenloses Spielplatz, auf dem eigentlich immer was los war. Für Erwachsene gab es Bootsverleiher, die auch im herbst noch Kurse angeboten haben.
Besonders in der Mittagszeit tummeln sich unzählige Menschen entlang der Seafront, die hier ihren Lunch einnehmen und versuchen, etwas frische Luft und einen Sonnenstrahl zu erhaschen. Aber egal wie voll es ist, man bekommt eigentlich immer noch irgendwo ein Plätzchen, zur Not am steinigen Strand.
Toiletten sind regelmäßig vorhanden, zur Not auch in den gastronomischen Einrichtungen,

Budget-Freundlichkeit
Wenn man die Seafront nur zum Spazieren gehen nutzt, dann ist das gesamte Vergnügen kostenlos, Geld kommt nur ins Spiel, wenn man etwas essen und trinken möchte oder sich einen Liegestuhl ausleihen will.Sonst hat man hier ein absolut preisgünstiges Vergnügen an der frischen Luft vor sich.

Muss man?
Wenn man in Brighton oder Umgebung Urlaub macht oder die Stadt für einen Tag besucht, dann sollte man auf jeden Fall die Seafront besuchen. Der Ausblick auf das Meer und die dahinter liegende Stadt ist toll, es wird gut für das leibliche Wohl gesorgt und es ist wirklich herrlich, mittags ein Sandwich in der Sonne mit Aussicht und frischer Brise zu genießen. Außerdem läuft es sich auf der sehr gut ausgebauten Promenade wunderbar, sie gilt sogar als rollstuhlgerecht und ist ebenfalls bei Joggern und Skatern beliebt.
Wir haben jeden Spaziergang sehr genossen und waren froh, das wir diesen schönen Weg nehmen konnten.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Köstliches Englisches Frühstück mit Ambiente

Im Herbst dieses Jahres besuchten wir eine Freundin in Brighton. Für ein richtig leckeres Frühstück machten wir uns am Samstag auf in den Bill’s Produce Store, ein auf regionale Produkte spezialisierter Laden, der gleichzeitig auch als Restaurant fungiert und wohl immer ein guter Tipps zum Essen sein soll.


Erreichbarkeit
Bill’s befindet sich mitten in der Innenstadt von Brighton, das heißt, es ist super zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, auch vom Brightoner Bahnhof oder der Seefront aus kann man bequem laufen. Parkplätze sind aber zum einen Mangelwaren und zum anderen auch nur kostenpflichtig vorhanden.

Atmosphäre
Gesessen und gegessen wird mitten im Laden, umgeben von Regalen voller Köstlichkeiten, die schon beim Ansehen Appetit machen.
Im Sommer steht die Tür weit offen und in der Regel stellt man sich für Essplätze einfach in die Schlange und wird platziert, sobald ein Tisch für die angestrebte Personenzahl frei geworden ist. Auch im ersten Stock stehen kleine Tische zum Sitzen und hinten im Raum ist die Theke, von der aus serviert wird.
Alles wirkt super gemütlich, ist wunderschön dekoriert und angerichtet und man fühlt sich binnen kürzester Zeit unheimlich wohl.

Publikum
Um uns herum saß en bunter Haufen Menschen, von kleinem Kind bis zu älteren Menschen. Von Alternativ über Öko bis hin zu ganz normal oder auch etwas upperclass, alle warten artig auf einen Platz und sind hinterher glücklich, wenn ihnen das gute Essen serviert wird. Zwar reden alle durcheinander, aber dank des hohen Raumes hat man nie das Gefühl, dass es zu laut ist und man kann sich selber noch gut unterhalten. Kinder sind herzlich willkommen und es gab auch Kinderstühle.

Service
Der Service war super nett, sehr schnell und immer da, wenn man ihn brauchte. Die Leute, die im Bill’s arbeiten sind überwiegend jung und dynamisch, scheinbar chronisch gut gelaunt und dabei aber nie aufdringlich. Auf jeden Fall trägt hier auch der Service zum Wohlfühlen bei.

Küche
Gekocht wird hier mit regionalen Produkten, dies gilt auch für die leckeren frischen Milchshakes, Smoothies und Fruchtsäfte. Klar, Mango kommt nicht aus England, aber soweit es geht, kommt es alles aus der Nähe.
In der Karte gibt es kleine und große Gerichte, von Suppe über Salat bis hin zu Sandwiches und richtigen warmen Mahlzeiten. Wir entschieden uns nach kurzer Zeit alle drei für ein englisches Frühstück, Bill’s Breakfast mit leckeren kleinen Würstchen, fruchtigen Grilltomaten und Eiern mit gebratenen Champignons auf knusprigem Toast. Die Zubereitungsart der Eier kann man sich aussuchen, so können sie z.B. als Rühr-, Spiegelei oder pochiert bestellt werden. Wir hatten jeder eine dieser Arten und alle drei Frühstücke waren köstlich. Die Portion ist großzügig und man ist hinterher pappsatt, ich hätte keinen weiteren Happen essen können!

Getrunken haben wir aromatischen Milchkaffee sowie unterschiedliche Fruchtsaftvarianten, die direkt im Restaurant frisch zubereitet werden. Ebenfalls sehr zu empfehlen und richtig schön fruchtig!

Budget-Freundlichkeit
England ist nicht gerade das günstigste Reiseland und Bill’s ist kein Fast Food Restaurant, für die gebotene Qualität und Quantität sind die Preise aber absolut angemessen. Das von uns verzehrte Frühstück kostet 7,80 Pfund, was derzeit so rund 9 Euro sind und damit für mich absolut in Ordnung ist. Auch die anderen Gerichte und Getränke befinden sich im preislichen Rahmen.

Muss man?
Wenn man Urlaub in oder um Brighton macht, dann sollte man auf jeden Fall einmal im Bill’s essen gehen und gerade das Frühstück kann ich jedem wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Aber aus guten Quellen weiß ich auch, dass der Kuchen sehr empfehlenswert ist. Wer allerdings mit mehr als vier Personen kommen möchte, der sollte vorher besser einen Tisch reservieren, weil es sonst zu einer recht langen Wartezeit kommen könnte.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Unwort des Tages

Mein persönliches Unwort des Tages: Finanzmarktkapitalismus!
Gehört bei Maybrit Illner im ZDF, ausgesprochen von einem Herren der Linken. Ein Worttraum, wie gemacht für Galgenraten! Wer spielt mit?