Sonntag, 28. Juni 2009

Traumstadtstrand


Bei unseren Rio Besuchen waren wir auch regelmäßig am Strand. Allerdings eigentlich nie wirklich an der Copacabana, können wir doch binnen 5 Minuten zu Fuß an den Strand von Ipanema laufen, warum also noch woanders hin fahren?

Die Praia da Ipanema erstreckt sich auf voller Länge entlang von Ipanema. Nach der Copacabana kommt südlich ein kleiner Surferstrand, gefolgt von dem Arpoador, dem Walfängerfelsen und dem Parque Garota da Ipanema. Dann liegt vor einem der lange Strand von Ipanema, der südlich in den Strand von Leblon übergeht, bevor die Bucht an der Favela Chácara do Ceu endet.

Wenn man nicht so wie wir schon in Ipanema wohnt ist das Erreichen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, egal ob Bus (zahlreiche Busse halten entlang der Avenida Vieira Souto entlang des Strandes) oder Taxi kinderleicht. Von einer Anfahrt im Auto ist auf Grund der schlechten Parkplatzsituation abzuraten, sollte man doch mit einem Mietwagen kommen, besser auf einem bewachten Parkplatz parken, ist sicherer und versichert.
Eine weitere Möglichkeit wäre auch, sich ein Rad zu leihen und mit diesem gemütlich die gut ausgebaute Strandpromenade entlangzufahren, auf der man ebenfalls wunderbar spazieren gehen kann. Wichtig ist nur, nicht im Dunkeln an den Strand zu gehen, das ist zu gefährlich und aus dem romantischen Strandspaziergang kann dann schnell ein ernsthafter Raubüberfall werden, genauso wie an der Copacabana.

Die Preise am Strand sind für Europäer nicht teuer, trotzdem lohnt sich zu gucken, wo man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt. Das gilt für den Sonnenschirm- und Liegenverleih genauso wie für die Kioske entlang der Promenade, wo man wunderbar erfrischende Kokosnüsse trinken kann. Besonders der Kiosk am Arpoador ist dafür zu empfehlen ebenso wie der am Posten 9, aber auch die anderen sind durchaus ok. Die Kokosnuss wird dabei frisch für einen geöffnet und mit Hilfe eines Strohhalmes kann man dann das erfrischende isotonische Kokoswasser eiskalt genießen, herrlich bei der Hitze! Und wer mag, der gibt die Nuss zurück, damit sie aufgeschlagen wird und kann dann das zarte Fleisch naschen.
Aber auch andere Getränke sind preislich okay, am günstigsten ist in der Regel der Mate-Tee der Strandverkäufer, die unaufhaltsam einer nach dem anderen den Strand ablaufen und ihre Waren anbieten. Abraten würde ich von den Globo-Keksen, diese schmecken einfach nach nichts.

Der Strand ist etwa 250 bis 350 m breit und erstreckt sich, soweit das Auge reicht und besteht aus feinem goldenen Sand, der gegen Mittag gerade Richtung Strandpromenade ganz schön heiß werden kann. Daher besser immer strandtaugliche Schuhe mitbringen, denn sonst kann man sich durchaus mal die Fußsohlen verbrennen.
Die Sauberkeit des Strandes hatte dieses Jahr im Vergleich zu letztem Jahr deutlich zugenommen. Letztes Jahr lag noch alles Mögliche im Sand, von Verpackungen über Flaschen bis hin zu Deos oder Sonnencremetuben, doch seit kurzem gibt es ein verstärktes Bewusstsein für Umweltschutz und das konnte man dieses Jahr wirklich deutlich spüren! Es war alles wesentlich sauberer und beim Strandspaziergang sind wir nicht mehr über Müll in jeglicher Form gestolpert und überall an der Promenade stehen große gut gefüllte Mülleimer.
Das Platzangebot des Strandes ist auf Grund der Größe vor allem unter der Woche wirklich groß. Eigentlich findet man überall ein bequemes Plätzchen, Einsamkeit sollte man an diesem beliebten Stadtstrand allerdings nicht erwarten. Am Wochenende wird es dann aber voll, wenn wirklich alle an den Strand strömen. Trotzdem bekommt man immer noch eine Liege mit Schirm oder einfach ein kleines Stück Strand, an dem man sein Strandtuch ausbreiten kann. Als Europäer sollte man allerdings immer einen Sonnenschirm dabei haben, zu schnell verbrennt unsere empfindliche Haut oder wir bekommen einen Sonnenstich. Ich nutze dort immer Sonnenschirm mit Lichtschutzfaktor 60 (gibt es dort in jeder Drogerie) und werde wunderbar braun.

Das Wasser ist meistens sehr sauber, klar, und sehr erfrischend, wirkliches Baden geht aber auf Grund der meist recht starken Brandung nicht und ist zu gefährlich. Für eine kleine Abkühlung reicht es aber immer. Wer doch schwimmen möchte, dem sei die Ecke am Arpoador zu empfehlen, dort kann man meist trotz Wellengang richtig ins Wasser gehen und sogar ein wenig schwimmen.

Wer sich mit berühmten Brasilianern auskennt, der wird an diesem Strand den einen oder anderen entdecken, ansonsten sind hier alle Leute gleich, genießen die Wärme und die Sonne und versuchen, so schön wie nur möglich zu sein. Wir Touristen stechen meist hervor, sei es, weil wir viel zu blass sind oder auf Grund der züchtigen Bademode, die wir tragen, macht aber nichts und wird eigentlich nicht weiter von den Cariocas beachtet. Badeanzug tragen hier nur Damen über 80 und auch bei den Herren sitzen die Badehosen meist knackig, sie können es sich aber in der Regel dann auch erlauben.

Für mich ist der Strand von Ipanema der schönste Stadtstrand Rios. Der Sand ist fein und endlos lang, das Wasser klar und erfrischend, die Kioske und Strandverkäufer sorgen für das leibliche Wohl und außerdem gibt es immer was zu gucken. Und wer mag, der schaut den Beachvolleyballern zu, wie sie sich bei 40 Grad im Schatten abschinden und trotzdem noch phantastisch spielen!

Samstag, 27. Juni 2009

Flip-Flop Paradies

Ich liebe Flip Flops in jeglicher Form und Farbe und mein absolutes Paradies zum Shoppen dieser Schuhe fand ich dieses Jahr in Rio de Janeiro. Mitten in Ipanema befindet sich die Ousadia, ein kleiner Laden, der randvoll gestopft mit Havaianas in allen Varianten ist.

Am besten erreicht man den laden zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Taxi, selber mit dem Auto hierher zu fahren empfiehlt sich nur für Menschen, die mit dem Verkehr dieser Stadt und der Parkplatznot groß geworden sind. Vom Strand aus ist man in unter 5 Minuten am Laden, der von unzähligen anderen Boutiquen, Restaurants und Cafés umgeben ist.

Bereits vor der Tür stehen die Flip-Flop Displays, doch richtig das Herz aufgehen lässt einem das Innere, wo alle Wände voll mit Flip-Flops behangen sind. Hier gibt es die süßen kleinen Dinger für Babys ebenso wie schlichte oder bunte Havaianas für Männer und Frauen, einfarbig, mit Mustern, Absätzen, als normale Flip-Flops oder Sandalen. In allen Ruhe kann man sich durchprobieren, bis man den für den Fuß und Geschmack passenden. Dabei wird man sehr nett auf brasilianisch und auch auf etwas Englisch von den Verkäuferinnen beraten, die unermüdlich die gewünschten Modelle anreichen und die falschen wegräumen.
Die Auswahl ist wirklich riesig und eigentlich sollte hier jeder einen Flip-Flop nach seinem Geschmack finden!
Neben den Schuhen gibt es auch ein kleineres Angebot an Taschen, Handtüchern, Flip-Flop-Strümpfen, Strandtüchern und Havaianas-Accessoires wie z.B. Schlüsselanhängern.

Preislich ist der Laden nicht ganz so günstig wie viele kleine Läden am Straßenrand, die Havaianas anbieten, dafür gibt es aber die riesige Auswahl und den gewünschten Schuh in der passenden Größe. Die Schuhe sind allerdings deutlich günstiger als Europa, wo man im Schnitt 3-4x so viel dafür bezahlen muss, was bei allen Brasilianern, denen wir das erzählten, zu verwundertem Kopfschütteln geführt hat, trägt diesen Schuh doch wirklich jeder, egal ob arm oder reich.

Für mich ist der Kultfaktor dieses Ladens wirklich groß, von außen wirkt er unscheinbar und im Inneren erwartet einen ein echtes Havaianas Paradies. Wir haben dieses Jahr jeder zwei Paare mitgenommen, von den unzähligen schuhigen Mitbringseln für Freunde und Familie ganz zu schweigen.

Bei unserem nächsten Rio-Besuch gehört ein Besuch der Ousadia sicherlich wieder mit zum Urlaubsprogramm und ich würde sogar behaupten, dass hier Leute Flip-Flops für sich entdecken können, die vorher vielleicht nicht wirklich von dieser Sorte Schuh begeistert waren!

Erdbeer-Minz-Caipiroska á la Babelsberg

Mittwoch, 24. Juni 2009

Straßenstress

Meine liebe Zeit, was ist bitte gerade in der Stadt und auf ihren Straßen los? Einen tag schön 1,5 h im Dreieck Pankow im Stau gestanden, dann wird plötzlich meine Autobahnstrecke heim einspurig und als Highlight gerne besonders abends wegen Unfällen auch mal gesperrt. Plötzlich werden aus 30 Minuten Heimweg 1,5 Stunden Zickzack Kurs nach Hause, wo man dann völlig geschafft ankommt. Am nächsten Tag müssen erst Pferde auf der Fahrbahn besiegt werden, bevor eine Kreuzung wegen einem Unfall gesperrt ist und man dann wieder eine elende Umleitung fahren muss, da sich die Taxifahrer mit ihrem durchaus verständlichen Protestkorso genau meinen Heimweg zu meiner Heimwegzeit ausgesucht haben. Schade, das es zu meiner Arbeit keine direkte schnelle BVG Verbindung gibt, jetzt wäre ich für das 12 Monats-Abo bereit...aber statt dessen setze ich mich leider morgen wieder in mein Auto und warte gespannt, was dann wieder an Straßenstress und Abenteuern auf mich wartet....und ich hoffe immer wieder, das alles gut geht...ob das mit dem Verkehrschaos derzeit am Wetter liegt?

Freitag, 19. Juni 2009

Grillburger




Neulich im Bierhof Rüdersdorf. Abendsonne, Vogelzwitschern, freundliches Personal, kühles Bier vom Faß und ein köstlicher Grillburger mit feinem Rindfleisch, was will man an einem lauen Sommerabend mehr?

Montag, 15. Juni 2009

Auf Sand gebaut


Auch dieses Jahr findet unweit des Hauptbahnhofes die Sandsation statt. Hier schaffen Begeisterte Unglaubliches, sie erschaffen wirklich wunderschöne Skulpturen aus Sand, riesig groß, vielfältig und unbedingt sehenswert!
Zwar ist der eintritt mit 6 Euro nicht ganz billig, aber am Ende muss ja schließlich auch alles bezahlt werden. Die Preise für Speisen und Getränke auf dem Gelände sind in Ordnung und wer mag, kann sie so gut wie überall auf Stühlen und Liegen niederlassen und alles auf sich wirken lassen, auch den schönen Blick auf das Wasser oder den hektischen Hauptbahnhof. Für Kinder gibt es einen riesigen Sandhügel, auf dem sie bauen und graben können, was das Zeug hält oder solange, wie die Eltern es erlauben.
Uns haben die Skulpturen zum Thema "City of Future" sehr gefallen und bei gutem Wetter ist ein Besuch wirklich zu empfehlen!
Kleiner Tipp: Keine High Heels anziehen, wenn man sie nicht auch ausziehen will!

Sonntag, 14. Juni 2009

Besser nicht....

Heute waren Freunde von mir in Potsdam essen, in einem Restaurant (das mit E anfängt) in Bornstedt und es war statt des geplanten gemütlichen Sonntagessens ein äußerst unschönes Erlebnis, oder anders formuliert, so wie es der Freunde sagte: "Mieser Service, fettiges Essen, dreckige Gläser, ein Schnitzel das grauenhaft war und Spargel der süß ohne Ende war. Nach dem Essen hatten wir Bauchweh!"
Am schönsten wohl das Gespräch mit dem Wirt am Ende des Essens:
Der Wirt: "Soll ich abräumen?" Bekannter 1: "Besser ist es!" Bekannter 2: "Es war total fettig und das Fleisch ungenießbar" Der Wirt: "Du kannst doch etwas Fett vertragen, bist doch dünn" Bekannter 2: "Aber es hat nicht geschemeckt" Der Wirt: "Macht doch nix".
Und alles für Spargel und Schnitzel zu 14,95 Euro....

Ich für meinen Teil bin froh, das andere dieses unschöne Erlebnis machen durften und es mir erspart bleiben wird!

Samstag, 13. Juni 2009

Zufällig Zing



Eigentlich gerieten wir nur durch Zufall in das Zing Restaurant & Bar, aber am Ende des Abends war klar, es war ein glücklicher Zufall. Nach dem Pizza Essen im XII.Apostel am Savignyplatz wollten wir in eine Bar, irgendwo dort in der Nähe an irgendeiner Straßenecke und gelangten aber nur bis in die Grolmannstraße, wo wir, angezogen von dem, was man durch die Fenster stehen konnte, das Zing betraten. Alles ist irgendwie ein bisschen asiatisch eingerichtet und wird von Betreiber auch als China Lounge bezeichnet, was es wirklich gut trifft. Nach kurzer Wartezeit vor der Bar hatten wir Glück und bekamen einen Tisch mit Sofa, aber auch die Stühle waren sehr bequem, weshalb wir vermutlich den ganzen Abend dort sitzen blieben und die andere Bar einfach vergaßen. Das Essen dort ist asiatisch und sah an den Nachbartischen gut aus, geruchlich absolut appetitlich und für die Augen schön angerichtet, aber wir haben erstmal nur die Cocktailkarte getestet und können eigentlich alles empfehlen, egal ob mit oder ohne Alkohol. Der Service ist schnell und freundlich, ein verwechselter Shake wurde ohne zu murren wieder mitgenommen und gegen den eignetlich Bestellten ausgewechselt. Die Cocktails werden schnell serviert, was man ihnen im Geschmack und der Deko aber nicht anmerkt und auch mit Alkohol wird nicht gegeizt. Die Auswahl auf der Karte ist groß, aber nicht zu groß und alles ist ein bisschen asiamäßig getrimmt, wie z.B. der zugleich fruchtige und herbe Lychee Dream. Kräftig und nicht zu unterschätzen der säuerliche Kamikaze oder der erdbeersüße Knock Out. Aber auch der klassische Caipirinha schmeckt, egal ob mit oder ohne Alkohol. Erfrischend dagegen der Watermelon Man, der mit einem riesigen Stück Wassermelone serviert wurde. Am Ende des Abends gab es für jeden noch einen kleinen Absacker aufs Haus, auch Alkoholfrei, hier ist man hinter der bar flexibel! Umso erstaunlicher die Preise am Freitagabend, die Happy Hour, in der alle Cocktails 4,50 Euro kosten, ging bis Open End, was auch immer das heißen mag. Am frühen Abend war die Atmosphäre mit eher älteren Gruppen und Paaren eher gedämpft bis ruhig, gegen späterer Stunde kamen aber immer mehr junge Leute und die Musik wechselte von reiner Untermalung zu elektronischer Unterhaltung, störte aber nicht die Gespräche. Eine schöne Mischung aus asiatischer Atmosphäre und leckeren Cocktails für einen fairen Preis, damit hätten wir im Dunstkreis des Savignyplatzes nicht unbedingt gerechnet!

Montag, 1. Juni 2009

Obskures zur Europawahl

Unter dem Motto "Bayern loswerden" fielen mir gestern auf dem Weg zum Karneval der Kulturen Wahlplakate für die Europawahl auf. Fasziniert musste ich anhalten und war mir dann nicht sicher, ob es ernst gemeint oder ein Scherz sein soll, was auf den Plakaten steht: "Wollt Ihr nicht auch die Bayern loswerden? Dann wählt die Bayernpartei! Für ein Deutschland ohne Bayern."

Was sich liest wie ein morbider Scherz stellte sich dann heute bei Lektüre der Parteihomepage tatsächlich als Wahlstatement dieser obskuren Partei heraus. So gibt es nun also die Tierschutzpartei, die Bibelpartei, die Rentnerpartei, die Piratenpartei und anscheinend auch schon länger die Bayernpartei, abwegige Gedanken zu der rein zufälligen Reihenfolge darf sich jeder selber machen.

Und wer mir nicht glaubt, hier ist das Plakat, was man vor allem in Xberg wirklich an jedem 3. Laternenpfahl finden kann: