Freitag, 30. Januar 2009

Ende mit Schrecken

Getreu dem Motto des Blogs hatte ich heute ein Erlebnis der dritten Art. Hatte heute meinen letzten Arbeitstag in meinem alten Job, bin zwar krank geschrieben, musste aber zur Übergabe hin. Habe also meinen Schrank leer geräumt alles eingesammelt, die Schlüsselübergabe erledigt und mich dann von meiner Chefin, für die ich die letzten 8 Monate gearbeitet habe, verabschiedet. Auf die Frage, was denn mit einem Arbeitszeugnis sei, sagte diese dann zu mir: „Wie, sie wollen für den einen Monat, den sie da waren, ein Arbeitszeugnis?“ Ich meinte dann trocken „8 Monate“ woraufhin sie nur verdattert guckte und hektisch sagte „Wie die Zeit vergeht…hahaha!“ und ich mir nur dachte, dass das doch alles da nicht war sein kann….manchmal ist es wirklich getreu dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende….

Dienstag, 27. Januar 2009

Autoaufschriften

Eine neue Methode der Personifizierung scheint das Bekleben von Autos mit super individuellen Botschaften zu sein, die man als Außenstehender mal mehr und mal weniger als lustig empfindet. Manches, wie "Schluck, Du Luder" ist aber auch schon peinlich-lustig. Jeden Tag bin ich wieder auf ein Neues gespannt, was mir wieder für sinnige oder unsinnige Texte auf irgendwelchen Heckklappen oder Heckfenstern entgegenprangen werden.
Heute gab es mal ein unterhaltsames Beispiel dazu, ein Golf eins Cabriolet mit geschlossenes Verdeck auf dem Hinten "heute geschlossen" stand, endlich mal eine feinsinnige Art und Weise, einen Spruch anzubringen. Ganz anders dazu stand auf einem Opel "Politiker sind Lumpenpack", dieses Auto wurde dabei eindeutig von jemandem gefahren, dessen Hintern samt dem Auto, in dem er saß, vermutlich von der Allgemeinheit bezahlt und unterhalten wird, weshalb ich mich fragte, warum er mit der Politik unzufrieden ist. Vielleicht trauert er immer noch dem ALG II hinterher? Ebenso schön die Aufschrift "Kinderschänder sind Verbrecher", okay, nicht unwahr, aber warum um Himmels Willen klebe ich mir diese allgemein gültige Aussage auf meinen Kofferraum? Weil ich BZ-Redakteur und gerade an eine heißen Story dran bin? Oder weil ich das schon immer mal sagen wollte, mir aber nie jemand zugehört hat? Dann würde das ja einen ganz neuen Markt eröffnen, verschaffe Dir endlich Gehör für alles, was Du schon immer mal sagen wolltest, demnächst gibt es bestimmt so Spruchklebesets aus einzelnen Buchstaben, damit man mit der Parole des Tages durch die Gegend fahren kann, cool! Glaube, ich würde dann als erstes einfach nur "..." kleben, damit sich jeder seine eigene Tagesmessage dazu denken könnte, als kleine Denkpause und bis es soweit ist, lese ich weiter fasziniert, was andere Straßenverkehrsteilnehmer meinen, uns anderen mitteilen zu müssen.
Der Aufkleber dagegen passt super, vor allem wenn die Mama mit ihren drei Töchtern unterwegs ist :) Danke an M. K. für das Bildsponsoring!

Freitag, 16. Januar 2009

Hörnchen retten

Heute fraß sich doch ein dickes sehr gepflegtes braunes Eichhorn durch unser Katzennetz, nur um sich kurz danach im Loch zu irren und zappelnd wie ein Fisch festzuhängen. Zum Glück war ich daheim und rettet dem kleinen Hörnchen das Leben, unter den gierigen Blicken der Katze. Da ich die ganze Zeit mit dem sich verzweifelt gegen meine Befreiungsversuche wehrenden Eichhorn sprach, werden mich die Nachbarn, die das Fenster offen hatten, vermutlich in nächster Zeit komisch angucken und sich fragen wer "Hörnchen, halt still" "Hörnchen, nicht in die Schere beißen" und "Hörnchen, nicht runterstürzen" ist. Am Ende war das kleine Eichhorn aber wieder frei und eilte behende die Eisenstreben der Balkone hinunter. Es kam übrigends nicht frei, weil es seine kleinen Backen so voll gehamstert hatte, das der Kopf nicht wieder zurück durch das Netz ging. Aber dank Schere und Bügel ist es nun wieder in der Natur und die Katze guckte dem davoneilenden Tierchen traurig hinterher. Hoffe, es hat gelernt, das es bei uns trotz spannendem Netz nichts zu holen gibt!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Gelbe Engel

Ja, mein Auto ist alt, für heutige Verhältnisse fast schon steinalt, trotzdem hat es mich bisher noch nie im Stich gelassen, bis gestern, mitten auf der Landsberger Allee. Früh gab es schon komische Geräusche und auf dem Heimweg von der Arbeit wollte ich direkt zur Werkstatt. Fast hätte ich es geschafft, doch gut einen Kilometer entfernt gab der Kleine unter stotternden Geräuschen einfach aus. Mist, Panik macht sich breit, was nun? Erstmal Warnblinker an, sofort hörte das hektische Gehupe hinter mir auf. Dann die beste Idee, bin ich nicht Mitglied im ADAC? Alles klar, also schaue ich doch mal, ob ich nicht irgendwo die Nummer dazu habe. Plötzlich geht der Motor noch einmal an, ich rase die Landsberger hinunter, keine Möglichkeit zum Parken, doch da, schnell rechts ab, die Geräusche werden immer komischer, geparkt, Motor aus und jetzt in Ruhe den ADAC angerufen. Netter Mann am anderen Ende der Leitung, er beschließt mir keinen Pannenhelfer, sondern direkt den Abschlepponkel zu schicken, Wartezeit 2 g, schön, bei minus 9 Grad, frische Aussichten. Zum Glück ergab es sich doch, kurz in die heimische Wohnung zum Aufwärmen zu kommen und nach genau 2 h treffen wir uns mit dem Fahrer, der schnell und unkompliziert geholfen und uns sogar noch in eine wirklich tolle Werkstatt gebracht hat. Trotzdem möchte ich NIE WIEDER auf einer der Hauptverkehrsstraßen Berlins hilflos liegen bleiben und bösen Blicken von genervten Fußgängern und agressiven Autofahrern ausgeliefert sein. Aber ein Hoch auf den ADAC, hätte nie gedacht, das ich mich mal so über einen gelben Abschlepplaster freuen würde!