Donnerstag, 10. Dezember 2009

Neulich bei A.T.U.

Auto springt morgens nicht an, Mist, war kalt, stand 2 Tage. Okay, denken wir an das nächstliegendste, die Batterie. Also nach der Arbeit ab zu ATU und prüfen lassen. Niedrig, zu niedrig, muss also eine Neue in den alten VW. Glück, die Werkstatt hat Zeit für mein kleines Auto, da Frau leider nicht selber die Batterie wechseln kann. Gleich noch den Ölwechsel mitmachen lassen und ein kaputtes Standlicht muss auch gewechselt werden.
Nach 1,5 Stunden kommt der Mechaniker mit meinen Unterlagen aus der Werkstatt und erklärt mir freudestrahlend:"Und das ist jetzt wieder eine wartungsfreie Batterie!". Ich: "???". Er guckt kurz irritiert und sagt dann begeistert:"Da brauchen sie nicht den Deckel aufmachen und destilliertes Wasser nachfüllen!" Ich muss grinsen und sage zu ihm:" Wenn ich selber das destillierte Wasser (spannend, sowas ist also in Autobatterien???) in meiner Batterie nachfüllen würde, meinen sie dann nicht auch, da sich dann die Batterie selber eingebaut bekommen hätte?" Er muss mitlachen und meint "Okay, da haben sie recht, aber is echt einfach, nächstes Mal zeige ich ihnen das und dann können sie das auch!"

Und da sage mir nochmal jemand, dass das Leben mit Anfang dreißig nicht noch spannende Herausforderungen für einen bereit halten kann.

Montag, 9. November 2009

Kundendienstgespräch

Ich mußte heute beim Kundendienst eines bekannten Waschmaschinenherstellers anrufen, da bei unserer mitgemieteten Maschine der Griff vor dem Einzug abgebrochen war. Nach dem ersten Anruf wusste ich, dass ich eine Zahlungserklärung des Vermieters brauchen würde, wenn dieser wie geplant, die Rechnung bezahlen soll. Sein Büro erklärte mir, wäre okay, aber wie teuer wird es denn? Darauf folgte das wohl absurdeste Kundendienstgespräch, was ich je erlebt habe, nach dem Vorgeplänkel war es in etwa so:
Kundin: Wie teuer wird denn die Reparatur in etwa?
Dienst: Das kann ich ihnen nicht sagen!
Kundin: Warum nicht, sie müssen doch in etwa wissen, was so eine Reparatur nur mit Griff oder mit Bullauge kostet?
Dienst: Nein, wie sollte ich?
Kundin: Aber sie müssen doch mit so etwas Erfahrungen haben!
Dienst: Wir geben dazu am Telefon prinzipiell keine Auskünfte.
Kundin: Dann würde ich jetzt gerne mit jemandem sprechen, der mir dazu etwas sagen kann.
Dienst: Das geht nicht.
Kundin: Und nun? ich brauche aber einen etwaigen Bereich für meinen Vermieter.
Dienst: Schweigen.
Kundin: Was kostet denn z.B. die Anfahrt?
Dienst: 56 Euro
Kundin: Und die Arbeitsstunde?
Dienst: Bei uns gibt es keinen Stundenlohn.
Kundin: Aha, und wie wird abgerechnet?
Dienst: Das kann ich ihnen nicht sagen.
Kundin: Und wie machen sie Kostenvoranschläge? So etwas hätte ich gerne!
Dienst: Das machen wir nicht. Nur vor Ort durch den Techniker.
Kundin: Und, das ist umsonst?
Dienst: Nein, natürlich nicht.
Kundin: ?????????
Dienst: Die Anfahrt fällt auf jeden Fall an.
Kundin: Okay, also mehr zu den Kosten können sie mir nicht sagen?
Dienst: Nicht am Telefon.
Kundin: Und wie kalkulieren sie in der Firma, wie planen sie????
Dienst: ???? Ich weiß nicht was sie meinen????
Kundin: Dachte ich mir. Gut. Danke.
Dienst: Und was ist jetzt mit dem Termin bei Ihnen?
Kundin: Danke, ich melde mich, erstmal muss ich dem Vermieter jetzt erklären, das sie keine Kostenvoranschläge machen können.
Dienst: Das verstehe ich jetzt nicht.
Kundin: Ich weiß....Danke...Tschüß
Dienst: Tschüß

Ich rief dann beim Vermieter an, sie waren da ebenso sprachlos wie ich und nun sind wir so schlau wie davor. Danke Bauknecht für diesen brillianten Kundenservice...

Freitag, 6. November 2009

Nachmittags in Pankow...

Heute im Einkaufszentrum in Pankow. Es wird 10 Jahre alt und feiert sich jeden Tag unter einem anderem Motto. heute ist Seniorentag, wie schön, dass ich gerade heute dort einkaufen muss. Headliner ist...tamtamtam...Frank Zander! Gott, der lebt noch und vor allem, der tritt noch auf? Fasziniert überlege ich einen kurzen Moment, noch die 30 Minuten bis zu seinem Auftritt zu bleiben. Allerdings performen bis dahin Senioren für Senioren, im ernst, so stand es auf dem Plakat und sie steppen! Kurz bin ich irritiert, als mein Blick auf die Bühne fällt aber dann lächele ich vor Respekt, denn dort steppen fünf nicht mehr ganz junge Seniorinnen wunderbar beschwingt im Takt und retten meinen Tag, denn sowas macht Mut, Mut für jedes weitere Lebensjahr! wenn ich mit 80 noch so locker vor mich hinsteppen kann, ja, dann mache ich drei Kreuze und gehe die nächsten 10 Jahre an! Aber auf Frank Zander habe ich dann doch verzichtet, das durchschnittliche Lebensalter der Zuschauer war mir einfach zu hoch, aber, und daran kann kein Zweifel bestehen, viele ältere Menschen hatten heute in Pankow einen schönen Nachmittag!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Flaniervergnügen

Bei unserem Brighton-Besuch im Herbst gingen wir viel zu Fuß in die Stadt und der wohl schönste Weg dorthin führte von Hove aus an der Seafront, also der Seefront entlang. Zwar ist es bis nach Hove ein ganz gutes Stück, aber unten am Wasser lief es sich wesentlich angenehmer und kurzweiliger als durch die Straßen mit dem ganzen Lärm und Verkehr.

Erreichbarkeit
Die Erreichbarkeit der Seafront ist eigentlich fast überall in Brighton und Hove ganz einfach. Man orientiert sich, wo das Meer ist und läuft einfach in die Richtung und nach einem kürzeren oder längeren Marsch erreicht man das Ziel.
Wer mit dem Auto anreist, der kann in der Regel auch fast überall entlang der Seafront parken, allerdings sind die Parkplätze in der Regel gut besucht und überall kostenpflichtig, wenn man keine Anwohner-/Gast-Parkplakette für die entsprechende Zone hat.
Vom Bahnhof aus läuft man etwa 5 Minuten die Straße bergab und entlang des ganzen Bereiches gibt es unzählige Bushaltestellen.

Flaniereignung
Zum Flanieren ist die Seafront auf ihrer gesamten Länge wirklich perfekt geeignet. Der Spazierweg ist sehr gut ausgebaut. An den Rändern gibt es nur einen einzigen weg, aber im Stadtzentrum kann man oberhalb an der Straße laufen oder unten, wo es bedeutend ruhiger ist und die Promenade sich entlang der alten Lagerräume und Speicher befindet, in denen sich jetzt Clubs, Cafés, Restaurants und ein Museum befinden.
Auf unserem Weg von Hove aus kamen wir immer dort an die Seafront, wo die kleinen bunten Holzhütten an der Seafront standen und liefen dann in etwa 30 Minuten in die Stadt. Auf dem Weg kommt man an tollen alten Häusern wie z.B. den Bauten der Brunswick Terrace vorbei, kann einen Blick auf den neuen und den alten Pier werfen, unterwegs etwas essen und/oder trinken, die Möwen bewundern oder sich ganz einfach eine frische Brise um die Nase wehen lassen.
Im Bereich der Innenstadt gibt es auch einen großen kostenloses Spielplatz, auf dem eigentlich immer was los war. Für Erwachsene gab es Bootsverleiher, die auch im herbst noch Kurse angeboten haben.
Besonders in der Mittagszeit tummeln sich unzählige Menschen entlang der Seafront, die hier ihren Lunch einnehmen und versuchen, etwas frische Luft und einen Sonnenstrahl zu erhaschen. Aber egal wie voll es ist, man bekommt eigentlich immer noch irgendwo ein Plätzchen, zur Not am steinigen Strand.
Toiletten sind regelmäßig vorhanden, zur Not auch in den gastronomischen Einrichtungen,

Budget-Freundlichkeit
Wenn man die Seafront nur zum Spazieren gehen nutzt, dann ist das gesamte Vergnügen kostenlos, Geld kommt nur ins Spiel, wenn man etwas essen und trinken möchte oder sich einen Liegestuhl ausleihen will.Sonst hat man hier ein absolut preisgünstiges Vergnügen an der frischen Luft vor sich.

Muss man?
Wenn man in Brighton oder Umgebung Urlaub macht oder die Stadt für einen Tag besucht, dann sollte man auf jeden Fall die Seafront besuchen. Der Ausblick auf das Meer und die dahinter liegende Stadt ist toll, es wird gut für das leibliche Wohl gesorgt und es ist wirklich herrlich, mittags ein Sandwich in der Sonne mit Aussicht und frischer Brise zu genießen. Außerdem läuft es sich auf der sehr gut ausgebauten Promenade wunderbar, sie gilt sogar als rollstuhlgerecht und ist ebenfalls bei Joggern und Skatern beliebt.
Wir haben jeden Spaziergang sehr genossen und waren froh, das wir diesen schönen Weg nehmen konnten.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Köstliches Englisches Frühstück mit Ambiente

Im Herbst dieses Jahres besuchten wir eine Freundin in Brighton. Für ein richtig leckeres Frühstück machten wir uns am Samstag auf in den Bill’s Produce Store, ein auf regionale Produkte spezialisierter Laden, der gleichzeitig auch als Restaurant fungiert und wohl immer ein guter Tipps zum Essen sein soll.


Erreichbarkeit
Bill’s befindet sich mitten in der Innenstadt von Brighton, das heißt, es ist super zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, auch vom Brightoner Bahnhof oder der Seefront aus kann man bequem laufen. Parkplätze sind aber zum einen Mangelwaren und zum anderen auch nur kostenpflichtig vorhanden.

Atmosphäre
Gesessen und gegessen wird mitten im Laden, umgeben von Regalen voller Köstlichkeiten, die schon beim Ansehen Appetit machen.
Im Sommer steht die Tür weit offen und in der Regel stellt man sich für Essplätze einfach in die Schlange und wird platziert, sobald ein Tisch für die angestrebte Personenzahl frei geworden ist. Auch im ersten Stock stehen kleine Tische zum Sitzen und hinten im Raum ist die Theke, von der aus serviert wird.
Alles wirkt super gemütlich, ist wunderschön dekoriert und angerichtet und man fühlt sich binnen kürzester Zeit unheimlich wohl.

Publikum
Um uns herum saß en bunter Haufen Menschen, von kleinem Kind bis zu älteren Menschen. Von Alternativ über Öko bis hin zu ganz normal oder auch etwas upperclass, alle warten artig auf einen Platz und sind hinterher glücklich, wenn ihnen das gute Essen serviert wird. Zwar reden alle durcheinander, aber dank des hohen Raumes hat man nie das Gefühl, dass es zu laut ist und man kann sich selber noch gut unterhalten. Kinder sind herzlich willkommen und es gab auch Kinderstühle.

Service
Der Service war super nett, sehr schnell und immer da, wenn man ihn brauchte. Die Leute, die im Bill’s arbeiten sind überwiegend jung und dynamisch, scheinbar chronisch gut gelaunt und dabei aber nie aufdringlich. Auf jeden Fall trägt hier auch der Service zum Wohlfühlen bei.

Küche
Gekocht wird hier mit regionalen Produkten, dies gilt auch für die leckeren frischen Milchshakes, Smoothies und Fruchtsäfte. Klar, Mango kommt nicht aus England, aber soweit es geht, kommt es alles aus der Nähe.
In der Karte gibt es kleine und große Gerichte, von Suppe über Salat bis hin zu Sandwiches und richtigen warmen Mahlzeiten. Wir entschieden uns nach kurzer Zeit alle drei für ein englisches Frühstück, Bill’s Breakfast mit leckeren kleinen Würstchen, fruchtigen Grilltomaten und Eiern mit gebratenen Champignons auf knusprigem Toast. Die Zubereitungsart der Eier kann man sich aussuchen, so können sie z.B. als Rühr-, Spiegelei oder pochiert bestellt werden. Wir hatten jeder eine dieser Arten und alle drei Frühstücke waren köstlich. Die Portion ist großzügig und man ist hinterher pappsatt, ich hätte keinen weiteren Happen essen können!

Getrunken haben wir aromatischen Milchkaffee sowie unterschiedliche Fruchtsaftvarianten, die direkt im Restaurant frisch zubereitet werden. Ebenfalls sehr zu empfehlen und richtig schön fruchtig!

Budget-Freundlichkeit
England ist nicht gerade das günstigste Reiseland und Bill’s ist kein Fast Food Restaurant, für die gebotene Qualität und Quantität sind die Preise aber absolut angemessen. Das von uns verzehrte Frühstück kostet 7,80 Pfund, was derzeit so rund 9 Euro sind und damit für mich absolut in Ordnung ist. Auch die anderen Gerichte und Getränke befinden sich im preislichen Rahmen.

Muss man?
Wenn man Urlaub in oder um Brighton macht, dann sollte man auf jeden Fall einmal im Bill’s essen gehen und gerade das Frühstück kann ich jedem wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Aber aus guten Quellen weiß ich auch, dass der Kuchen sehr empfehlenswert ist. Wer allerdings mit mehr als vier Personen kommen möchte, der sollte vorher besser einen Tisch reservieren, weil es sonst zu einer recht langen Wartezeit kommen könnte.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Unwort des Tages

Mein persönliches Unwort des Tages: Finanzmarktkapitalismus!
Gehört bei Maybrit Illner im ZDF, ausgesprochen von einem Herren der Linken. Ein Worttraum, wie gemacht für Galgenraten! Wer spielt mit?

Mittwoch, 30. September 2009

Bäumchen wechsel dich!

In Deutschland wird es bald kälter, jahreszeitlich wie auch politisch. Passend zu den grauen Wolken und kürzeren Tagen hat die Regierung gewechselt, Zufall?

Freitag, 4. September 2009

Wie ich lernte, die Hausverwaltung zu hassen

Als normaler durchschnittlicher Mensch ahnt man nichts böses, wenn man umzieht und die Wohnung von einer Hausverwaltung betreut wird. Auf schmerzhafte Art und Weise lernen wir derzeit, dass man diese Hausverwaltung auch nicht mögen, ja sogar hassen kann.

Wir zogen letztes Jahr in unsere Wohnung, damals vermittelt durch eine Maklerin und auf den ersten Blick eine super Wohnung, in der Lage, wo wir etwas gesucht haben. Wir hätten auch noch zwei andere Wohnungen beziehen können, doch leider ließen wir uns blenden und entscheiden uns für dieses Objekt.

Kurz nach dem Einzug sah man erste Mängel, die aber eigentlich alle halb so wild waren, die war aber artigen bei der ersten Hausverwaltung meldeten, alles Baumängel, da Wohnung frisch saniert. Unsere wurde nach kurzer Zeit ein Bautrupp vorbeigeschickt, der manches behob und anderes freundlich formuliert, verschlimmbesserte. Die Kommunikation mit der ursprünglichen Hausveraltung verlief aber stets freundlich und man fühlte sich gut betreut. Nach einer zeit wurde uns Mietern mitgeteilt, das jetzt eine andere Hausverwaltung übernommen hatte, die genauso hieß wie der Eigentümer des Hauses. Okay, dachten wir, wenn die nun am Ruder sind, dann werden jetzt bestimmt alle Mängel behoben! Falsch gedacht, wir erlitten eine massive Ameisenplage in Küche und Bad, bei der uns nach sage und schreibe 4 Wochen doch noch ein Parasitenbekämpfer geschickt wurde, der aber nur lapidar ein paar Dosen Bekämpfermittel daließ, die nicht wirkten. Mit eigenen Ameisendosen gelang es uns dann, die Plage zu beseitigen.

Im Winter fiel einige Male die Heizung aus, besonders gerne am Wochenende und wir durften dann für ein oder zwei tage in der Kälte sitzen. Stellung zu den bei uns noch vorhandenen Mängeln nahm die Hausverwaltung auch nicht. Über den Winter sammelte sich immer mehr Müll im Hinterhof an, darunter auch eine Couch, die eines schönen Morgens die Schlafstätte eines Penners darstellte. Kein Wunder, wenn man den Hof vermüllen lässt und sich keiner um die Reparatur der Schlösser kümmert.

Richtig schlimm wurde es dann im Frühjahr. Im April hatten wir plötzlich Ameisen in der ganzen Wohnung und konnten die Küche für fast 8 Wochen nicht benutzen, weil der Boden schwarz vor Ameisen war. Die Hausverwaltung war erst freundlich und wollte uns Hilfe schicken. Nach wartenden 4 Wochen, wo uns niemand kontaktierte oder half, setzten wir der Hausverwaltung enttäuscht eine Frist zur Behebung der Mängel und der Ameisenplage. Dies war zwar alles noch nicht schön, hielt sich aber noch in grenzen, denn danach sollte alles noch viel schlimmer werden. Auf unser Schreiben erfolgten weder ein Anruf noch ein Brief, es wurde schlicht und einfach ignoriert, so dass wir uns auf die Suche nach einem Anwalt machten. Mitmieter waren bereits wegen der Hausverwaltung bei einer Anwältin, an die auch wir dann unsere Probleme übertrugen. Kurze Zeit später kontaktierte uns, fast 8 Wochen nach Meldung des Ameisenbefalls, plötzlich eine Schädlingsbekämpfungsfirma und es stellte sich heraus, das sie am Tag davor ein Fax mit dem Auftrag bekommen hatten, auf dem die Hausverwaltung aber, um so zu tun als ob, vorher ein anderes Datum geschrieben und durchgestrichen hatte. Laut der Firma war es aber das erste Fax, was sie erreichte. Ab diesem Moment namen dann die Lügen von Seiten der Hausverwaltung ihren Lauf.

Der Schädlingsbekämpfer erschien und konnte mir binnen Sekunden alles zu der Ameise und ihren Angewohntheiten erzählen. Was uns die beiden Jahre heimgesucht hatte, war der Hochzeitsflug von Ameisen, die in den Holzträgern unseres Bodens leben würden und der würde immer von April bis Juni gehen, was ich nach unseren Erfahrungen bestätigen konnte. Und das würde immer so weiter gehen, sagte er, bis man per Endoskopie das Nest finden und beseitigen würde. Ich bat ihn, dies auch der Hausverwaltung mitzuteilen, was er als selbstverständlich bejahte. Euphorisch dacht eich, jetzt würde alles gut werden, aber mitnichten. Es erfolgte, wie auch nicht anders zu erwarten zunächst keine Reaktion der Hausverwaltung, aber 4 Wochen später wurde ich plötzlich in einem Schreiben an die Anwältin der Lüge bezichtigt, da alles angeblich nicht wahr wäre und die Firma es ihnen ganz anders erzählt hätte. Völlig irritiert rief ich bei der Schädlingsbekämpfungsfirma an, die mir zunächst keine Information erteilen wollten, ich dachte schon an Bestechung etc., doch kurze zeit später rief mich die nette Dame an um mir mitzuteilen, dass sie noch gar nichts an die Hausverwaltung geschickt hatten und dies erst jetzt getan haben und natürlich die Ameisen noch da wären, wir keine Schuld hätten, der Flug jedes Jahr erfolgen würde und sie auch auf jeden Fall eine Endoskopie empfehlen würden. Aha, ich war baff, da hatte doch die Hausverwaltung einfach gelogen in dem Schreiben und falsche Dinge behauptet. So was wäre für mich bis vor einem Halben Jahr noch völlig unvorstellbar gewesen, das uns jemand etwas derartiges unterstellt und auf solche Lügereien zurückgreift, aber ich fiel hart auf den Boden der Realität.

Wie es dann so ist, wenn etwas passiert und schlecht ist, kommen noch andere Dinge dazu. Fast gleichzeitig mit dem Ereignis trat plötzlich Wasser aus unserem Badezimmerboden nach dem Duschen und der Putz der Fliesen lockerte sich. Erschrocken rief ich die Hausverwaltung an, dachten wir doch an einen Wasserrohrbruch. Es kamen der Hausmeister und jemand von einer Gas-Wasser-Installateurfirma. Beiden gaben Entwarnung bezüglich des Rohrbuches mussten aber feststellen, das der ganze Badezimmerboden durchfeuchtet war. Um das zu beheben und zu reparieren müsste das Badezimmer raus und wir für etwa 4 Wochen woanders hin. Okay, soweit so gut. Im Gespräch mit Hausverwaltung trafen wir nur auf eine Wand aus Ignoranz, als Ersatz (wir wohnen in 85 ruhigen qm) wurde uns eine 40 qm große Wohnung in lauter Lage angeboten. Im Folgegespräch mit der Anwältin wurde beschlossen, der Hausverwaltung einen Umzug auf deren kosten vorzuschlagen, damit sie dann in Ruhe renovieren könnten und uns nicht das Hotel oder die Ersatzwohnung inklusive ein- und Rückzug bezahlen müssten. Dies wurde schnell von der Hausverwaltung als unverhältnismäßig eingestuft, sicherlich wäre das Badezimmer auch in kürzerer Zeit zu renovieren. Auch die Mietkürzung wegen des Bades wurde als unhaltbar bezeichnet, schließlich wären wir ja nicht eingeschränkt, sollten aber laut Firma am besten nicht mehr die Dusche benutzen. Diese Logik ist leider für mich nicht nachvollziehbar und auch unsere Anwältin hielt an der Mietminderung fest. Nach sage und schreibe 4 Wochen kam der als schnell angekündigte Versicherungsvertreter mit Handwerkern. Der Badezimmerschaden wurde geprüft und man kam zu dem gleichen Ergebnis wie die ersten beiden Handwerker. Im laufe der Diskussion wurde der Vertreter plötzlich ganz freundlich und meinte, ob wir denn schon bei unserer Hausratsversicherung angefragt hätten, ob die unsere Umsiedlung bezahlen würden? Ich dachte, ich höre nicht richtig, er wollte mich tatsächlich zum Versicherungsbetrug anstiften? Und wenn ich bei der gleichen Versicherung wäre könne er sich um alles kümmern…irritiert fragte ich ihn, ob er mich übervorteilen wolle, woraufhin er ganz ruhig wurde. Am ende des Besuches wurde mir versichert, das die Versicherung den Schaden übernehmen würde und man nur noch klären müsste, wann wir raus wären, damit die Baufirma übernehmen könnte. Super dachten wir, jetzt geht es bald los. Doch wieder falsch gedacht, statt dessen wechselten weiter unschöne und mit Unterstellungen und Lügen gespickte Schrieben von der Hausverwaltung zu unserer Anwältin, bei der mittlerweile noch zwei weitere Mitmieter sind.

Der Schaden im bad wurde immer schlimmer, denn der Forderung, die Dusche nicht zu benutzen kann man leider gerade im Sommer nicht gut nachkommen. Nach und nach sackte der Estrich samt Fliesen weiter ab und die ersten Fliesen brachen in scharfe Scherben auf. Weder Versicherung noch Hausverwaltung teilten uns mit, wann endlich jemand den Schaden eindämmen oder beheben würde. Stattdessen rief plötzlich der Hausmeister der Hausverwaltung an, er wolle bei uns mal die losen Kacheln entfernen. Wir erklärten ihm , was wirklich dahinter steckte und er war sprachlos. In der gleichen zeit erhielt unsere Anwältin aber auch ein Schreiben, in dem uns unterstellt wurde, wir würden anfallende Arbeiten verhindern, worauf hin sich uns die frage stelle, was für Arbeiten? Da sich außer dem Hausmeister niemand bei uns gemeldet hatte, um irgendetwas zu beheben. 3 Tage kam der Hausmeister, entfernte 4 der lösen Kacheln und brachte auf den feuchten Estrich eine feuchte Spachtelmasse auf, die bis heute fast 4 Wochen später, noch nicht getrocknet und stattdessen von schwarzem Schimmel durchzogen ist. Immer Kacheln lockern sich und brechen und immer mehr Wasser sickert in den Boden ein. Daher fragten wir heute nach, warum nicht endlich etwas unternommen wird. Die Antwort der Hausverwaltung, von der übrigens bis heute noch niemand vor Ort den Schaden inspiziert hat war unglaublich. Wir würden schließlich der Firma den Zutritt verweigern und bräuchten uns daher auch nicht wundern, wenn nichts passieren würde. Welche Firma? Was würden wir? Kurzerhand rief ich den Versicherungsvertreter an, der dies angeblich behaupten würde. Leider war ich nicht ganz sachlich, er erzählte mir aber trotzdem, dass angeblich jemand von der Firma, die den Schaden beheben soll, bei uns angerufen hätte und wir uns verweigert hätten. Aha, bis heute haben wir mit niemandem von irgendeiner Firma über eine Schadensbehebung gesprochen und ich wurde wütend, denn meiner Meinung nach wäre diese Lüge fast eine Verleumdung und das nach der Anstiftung zum Versicherungsbetrugs von seiner Seite langsam aber sicher genug Straftaten in spe für einen Versicherungsvertreter. Mit dem üblichen Blabla speiste er mich ab und wollte sich darum kümmern, schauen wir mal. Das schönste war aber ein Satz der Hausverwaltung in dem uns mitgeteilt wurde: Dass es der Hausverwaltung und vor allem auch dem Eigentümer völlig egal sei, was aus uns werde, egal ob wir umziehen, Mete mindern oder auf dem Schaden sitzen bleiben. Dieser Satz machte mich wahnsinnig wütend und ist aber eigentlich auch wieder so selbsterklärend, dass man ihn für sich sprechen lassen kann.

Ich habe im letzten halben Jahr viel gelernt, nämlich, dass ich ein naiver, gutherziger Mensch bin, der prinzipiell immer an das Gute glaubt, egal ob in Menschen oder Firmen und der jetzt vor Augen geführt bekommen hat, wie so etwas ausgenutzt und missbraucht werden kann. Der Gutglaube hat sich nun aber in blanken Hass entwickelt, der mich auffrisst, mir Magenschmerzen und schlaflose Nächte beschwert. Die Hausverwaltung versucht aus uns, den Geschädigten die Schuldigen zu machen und schreckt dabei zur Wahrung des eigenen Vorteils vor nichts zurück. Oft haben wir in letzter Zeit gedacht, hätten wir das nur gewusst, so bleibt uns aber nichts anderes übrig als uns ein dickes Fell zuzulegen und mittels Augen zu und durch eine Lösung zu finden, die, wie wir schmerzlich lernen durften, nur ein alsbaldiger Umzug aus der eigentlich schönen Wohnung bringen wird. Wir werden sehen, was die neue Woche bringen wird und die Hausverwaltung kann Stolz auf sich sein, hat sie mir doch beigebracht abgrundtief und aus tiefstem Herzen zu hassen. Fraglichen Herzlichen Glückwunsch!

Samstag, 1. August 2009

Heimweg

Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit fahre ich hinter einem Polo hinterher, in dem sich zwei Männer gut unterhalten und zwischen den beiden Männern baumelt etwas pinkes undefinierbares herab. Abwechselnd bleiben sie beim Erzählen und Gestikulieren fast darin hängen. Ich bin etwas genervt von dem Fahrer, da er bei der Erzählerei etwas vergisst, wo er sich befindet, nämlich im stau stadteinwärts, da muss man aufpassen und Gas geben, sonst steht man noch länger an einigen Ampeln. Irgendwann reicht es mir, schön, dass die so ein gutes Gespräch haben, aber ich möchte dann doch gerne nach hause und ihnen nicht länger dabei zusehen, wie die ihren tag Revue passieren lassen. Ich überhole. An der nächsten Ampel steht der Polo hinter mir und ich erkenne, was das Pinke da am Rückspiegel ist und fange an zu lachen. Da hat sich der Fahrer doch tatsächlich einen pinken Spitzentanga hin gehangen, au weia....
Was will er damit aussagen? Das trägt er privat? Das trägt seine Freundin (die Arme, wenn sie dann mal neben ihm im Auto sitzt und da baumelt der String...)? Er mag nur Frauen, die das tragen? Das trug seine letzte Eroberung? Ist das Ding benutzt oder frisch gewaschen? Oh, jeh...so viele ungelöste Fragen...an der nächsten Ampel beige ich ab und er fährt weiter Richtung Alex, der String wippt leicht im Fahrtwind....

Freitag, 3. Juli 2009

Aus unserem Briefkasten

Innovatives Niedersachsen - Das Magazin

Themenschwerpunkt Kommunikation

Musik statt vieler Worte
Dialog mit Pflanzen
Antworten aus dem All

Was will uns Niedersachsen damit sagen? Antworten gerne als Kommentar hinterlassen, wir haben uns eben schon köstlich amüsiert!

Sonntag, 28. Juni 2009

Traumstadtstrand


Bei unseren Rio Besuchen waren wir auch regelmäßig am Strand. Allerdings eigentlich nie wirklich an der Copacabana, können wir doch binnen 5 Minuten zu Fuß an den Strand von Ipanema laufen, warum also noch woanders hin fahren?

Die Praia da Ipanema erstreckt sich auf voller Länge entlang von Ipanema. Nach der Copacabana kommt südlich ein kleiner Surferstrand, gefolgt von dem Arpoador, dem Walfängerfelsen und dem Parque Garota da Ipanema. Dann liegt vor einem der lange Strand von Ipanema, der südlich in den Strand von Leblon übergeht, bevor die Bucht an der Favela Chácara do Ceu endet.

Wenn man nicht so wie wir schon in Ipanema wohnt ist das Erreichen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, egal ob Bus (zahlreiche Busse halten entlang der Avenida Vieira Souto entlang des Strandes) oder Taxi kinderleicht. Von einer Anfahrt im Auto ist auf Grund der schlechten Parkplatzsituation abzuraten, sollte man doch mit einem Mietwagen kommen, besser auf einem bewachten Parkplatz parken, ist sicherer und versichert.
Eine weitere Möglichkeit wäre auch, sich ein Rad zu leihen und mit diesem gemütlich die gut ausgebaute Strandpromenade entlangzufahren, auf der man ebenfalls wunderbar spazieren gehen kann. Wichtig ist nur, nicht im Dunkeln an den Strand zu gehen, das ist zu gefährlich und aus dem romantischen Strandspaziergang kann dann schnell ein ernsthafter Raubüberfall werden, genauso wie an der Copacabana.

Die Preise am Strand sind für Europäer nicht teuer, trotzdem lohnt sich zu gucken, wo man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt. Das gilt für den Sonnenschirm- und Liegenverleih genauso wie für die Kioske entlang der Promenade, wo man wunderbar erfrischende Kokosnüsse trinken kann. Besonders der Kiosk am Arpoador ist dafür zu empfehlen ebenso wie der am Posten 9, aber auch die anderen sind durchaus ok. Die Kokosnuss wird dabei frisch für einen geöffnet und mit Hilfe eines Strohhalmes kann man dann das erfrischende isotonische Kokoswasser eiskalt genießen, herrlich bei der Hitze! Und wer mag, der gibt die Nuss zurück, damit sie aufgeschlagen wird und kann dann das zarte Fleisch naschen.
Aber auch andere Getränke sind preislich okay, am günstigsten ist in der Regel der Mate-Tee der Strandverkäufer, die unaufhaltsam einer nach dem anderen den Strand ablaufen und ihre Waren anbieten. Abraten würde ich von den Globo-Keksen, diese schmecken einfach nach nichts.

Der Strand ist etwa 250 bis 350 m breit und erstreckt sich, soweit das Auge reicht und besteht aus feinem goldenen Sand, der gegen Mittag gerade Richtung Strandpromenade ganz schön heiß werden kann. Daher besser immer strandtaugliche Schuhe mitbringen, denn sonst kann man sich durchaus mal die Fußsohlen verbrennen.
Die Sauberkeit des Strandes hatte dieses Jahr im Vergleich zu letztem Jahr deutlich zugenommen. Letztes Jahr lag noch alles Mögliche im Sand, von Verpackungen über Flaschen bis hin zu Deos oder Sonnencremetuben, doch seit kurzem gibt es ein verstärktes Bewusstsein für Umweltschutz und das konnte man dieses Jahr wirklich deutlich spüren! Es war alles wesentlich sauberer und beim Strandspaziergang sind wir nicht mehr über Müll in jeglicher Form gestolpert und überall an der Promenade stehen große gut gefüllte Mülleimer.
Das Platzangebot des Strandes ist auf Grund der Größe vor allem unter der Woche wirklich groß. Eigentlich findet man überall ein bequemes Plätzchen, Einsamkeit sollte man an diesem beliebten Stadtstrand allerdings nicht erwarten. Am Wochenende wird es dann aber voll, wenn wirklich alle an den Strand strömen. Trotzdem bekommt man immer noch eine Liege mit Schirm oder einfach ein kleines Stück Strand, an dem man sein Strandtuch ausbreiten kann. Als Europäer sollte man allerdings immer einen Sonnenschirm dabei haben, zu schnell verbrennt unsere empfindliche Haut oder wir bekommen einen Sonnenstich. Ich nutze dort immer Sonnenschirm mit Lichtschutzfaktor 60 (gibt es dort in jeder Drogerie) und werde wunderbar braun.

Das Wasser ist meistens sehr sauber, klar, und sehr erfrischend, wirkliches Baden geht aber auf Grund der meist recht starken Brandung nicht und ist zu gefährlich. Für eine kleine Abkühlung reicht es aber immer. Wer doch schwimmen möchte, dem sei die Ecke am Arpoador zu empfehlen, dort kann man meist trotz Wellengang richtig ins Wasser gehen und sogar ein wenig schwimmen.

Wer sich mit berühmten Brasilianern auskennt, der wird an diesem Strand den einen oder anderen entdecken, ansonsten sind hier alle Leute gleich, genießen die Wärme und die Sonne und versuchen, so schön wie nur möglich zu sein. Wir Touristen stechen meist hervor, sei es, weil wir viel zu blass sind oder auf Grund der züchtigen Bademode, die wir tragen, macht aber nichts und wird eigentlich nicht weiter von den Cariocas beachtet. Badeanzug tragen hier nur Damen über 80 und auch bei den Herren sitzen die Badehosen meist knackig, sie können es sich aber in der Regel dann auch erlauben.

Für mich ist der Strand von Ipanema der schönste Stadtstrand Rios. Der Sand ist fein und endlos lang, das Wasser klar und erfrischend, die Kioske und Strandverkäufer sorgen für das leibliche Wohl und außerdem gibt es immer was zu gucken. Und wer mag, der schaut den Beachvolleyballern zu, wie sie sich bei 40 Grad im Schatten abschinden und trotzdem noch phantastisch spielen!

Samstag, 27. Juni 2009

Flip-Flop Paradies

Ich liebe Flip Flops in jeglicher Form und Farbe und mein absolutes Paradies zum Shoppen dieser Schuhe fand ich dieses Jahr in Rio de Janeiro. Mitten in Ipanema befindet sich die Ousadia, ein kleiner Laden, der randvoll gestopft mit Havaianas in allen Varianten ist.

Am besten erreicht man den laden zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Taxi, selber mit dem Auto hierher zu fahren empfiehlt sich nur für Menschen, die mit dem Verkehr dieser Stadt und der Parkplatznot groß geworden sind. Vom Strand aus ist man in unter 5 Minuten am Laden, der von unzähligen anderen Boutiquen, Restaurants und Cafés umgeben ist.

Bereits vor der Tür stehen die Flip-Flop Displays, doch richtig das Herz aufgehen lässt einem das Innere, wo alle Wände voll mit Flip-Flops behangen sind. Hier gibt es die süßen kleinen Dinger für Babys ebenso wie schlichte oder bunte Havaianas für Männer und Frauen, einfarbig, mit Mustern, Absätzen, als normale Flip-Flops oder Sandalen. In allen Ruhe kann man sich durchprobieren, bis man den für den Fuß und Geschmack passenden. Dabei wird man sehr nett auf brasilianisch und auch auf etwas Englisch von den Verkäuferinnen beraten, die unermüdlich die gewünschten Modelle anreichen und die falschen wegräumen.
Die Auswahl ist wirklich riesig und eigentlich sollte hier jeder einen Flip-Flop nach seinem Geschmack finden!
Neben den Schuhen gibt es auch ein kleineres Angebot an Taschen, Handtüchern, Flip-Flop-Strümpfen, Strandtüchern und Havaianas-Accessoires wie z.B. Schlüsselanhängern.

Preislich ist der Laden nicht ganz so günstig wie viele kleine Läden am Straßenrand, die Havaianas anbieten, dafür gibt es aber die riesige Auswahl und den gewünschten Schuh in der passenden Größe. Die Schuhe sind allerdings deutlich günstiger als Europa, wo man im Schnitt 3-4x so viel dafür bezahlen muss, was bei allen Brasilianern, denen wir das erzählten, zu verwundertem Kopfschütteln geführt hat, trägt diesen Schuh doch wirklich jeder, egal ob arm oder reich.

Für mich ist der Kultfaktor dieses Ladens wirklich groß, von außen wirkt er unscheinbar und im Inneren erwartet einen ein echtes Havaianas Paradies. Wir haben dieses Jahr jeder zwei Paare mitgenommen, von den unzähligen schuhigen Mitbringseln für Freunde und Familie ganz zu schweigen.

Bei unserem nächsten Rio-Besuch gehört ein Besuch der Ousadia sicherlich wieder mit zum Urlaubsprogramm und ich würde sogar behaupten, dass hier Leute Flip-Flops für sich entdecken können, die vorher vielleicht nicht wirklich von dieser Sorte Schuh begeistert waren!

Erdbeer-Minz-Caipiroska á la Babelsberg

Mittwoch, 24. Juni 2009

Straßenstress

Meine liebe Zeit, was ist bitte gerade in der Stadt und auf ihren Straßen los? Einen tag schön 1,5 h im Dreieck Pankow im Stau gestanden, dann wird plötzlich meine Autobahnstrecke heim einspurig und als Highlight gerne besonders abends wegen Unfällen auch mal gesperrt. Plötzlich werden aus 30 Minuten Heimweg 1,5 Stunden Zickzack Kurs nach Hause, wo man dann völlig geschafft ankommt. Am nächsten Tag müssen erst Pferde auf der Fahrbahn besiegt werden, bevor eine Kreuzung wegen einem Unfall gesperrt ist und man dann wieder eine elende Umleitung fahren muss, da sich die Taxifahrer mit ihrem durchaus verständlichen Protestkorso genau meinen Heimweg zu meiner Heimwegzeit ausgesucht haben. Schade, das es zu meiner Arbeit keine direkte schnelle BVG Verbindung gibt, jetzt wäre ich für das 12 Monats-Abo bereit...aber statt dessen setze ich mich leider morgen wieder in mein Auto und warte gespannt, was dann wieder an Straßenstress und Abenteuern auf mich wartet....und ich hoffe immer wieder, das alles gut geht...ob das mit dem Verkehrschaos derzeit am Wetter liegt?

Freitag, 19. Juni 2009

Grillburger




Neulich im Bierhof Rüdersdorf. Abendsonne, Vogelzwitschern, freundliches Personal, kühles Bier vom Faß und ein köstlicher Grillburger mit feinem Rindfleisch, was will man an einem lauen Sommerabend mehr?

Montag, 15. Juni 2009

Auf Sand gebaut


Auch dieses Jahr findet unweit des Hauptbahnhofes die Sandsation statt. Hier schaffen Begeisterte Unglaubliches, sie erschaffen wirklich wunderschöne Skulpturen aus Sand, riesig groß, vielfältig und unbedingt sehenswert!
Zwar ist der eintritt mit 6 Euro nicht ganz billig, aber am Ende muss ja schließlich auch alles bezahlt werden. Die Preise für Speisen und Getränke auf dem Gelände sind in Ordnung und wer mag, kann sie so gut wie überall auf Stühlen und Liegen niederlassen und alles auf sich wirken lassen, auch den schönen Blick auf das Wasser oder den hektischen Hauptbahnhof. Für Kinder gibt es einen riesigen Sandhügel, auf dem sie bauen und graben können, was das Zeug hält oder solange, wie die Eltern es erlauben.
Uns haben die Skulpturen zum Thema "City of Future" sehr gefallen und bei gutem Wetter ist ein Besuch wirklich zu empfehlen!
Kleiner Tipp: Keine High Heels anziehen, wenn man sie nicht auch ausziehen will!

Sonntag, 14. Juni 2009

Besser nicht....

Heute waren Freunde von mir in Potsdam essen, in einem Restaurant (das mit E anfängt) in Bornstedt und es war statt des geplanten gemütlichen Sonntagessens ein äußerst unschönes Erlebnis, oder anders formuliert, so wie es der Freunde sagte: "Mieser Service, fettiges Essen, dreckige Gläser, ein Schnitzel das grauenhaft war und Spargel der süß ohne Ende war. Nach dem Essen hatten wir Bauchweh!"
Am schönsten wohl das Gespräch mit dem Wirt am Ende des Essens:
Der Wirt: "Soll ich abräumen?" Bekannter 1: "Besser ist es!" Bekannter 2: "Es war total fettig und das Fleisch ungenießbar" Der Wirt: "Du kannst doch etwas Fett vertragen, bist doch dünn" Bekannter 2: "Aber es hat nicht geschemeckt" Der Wirt: "Macht doch nix".
Und alles für Spargel und Schnitzel zu 14,95 Euro....

Ich für meinen Teil bin froh, das andere dieses unschöne Erlebnis machen durften und es mir erspart bleiben wird!

Samstag, 13. Juni 2009

Zufällig Zing



Eigentlich gerieten wir nur durch Zufall in das Zing Restaurant & Bar, aber am Ende des Abends war klar, es war ein glücklicher Zufall. Nach dem Pizza Essen im XII.Apostel am Savignyplatz wollten wir in eine Bar, irgendwo dort in der Nähe an irgendeiner Straßenecke und gelangten aber nur bis in die Grolmannstraße, wo wir, angezogen von dem, was man durch die Fenster stehen konnte, das Zing betraten. Alles ist irgendwie ein bisschen asiatisch eingerichtet und wird von Betreiber auch als China Lounge bezeichnet, was es wirklich gut trifft. Nach kurzer Wartezeit vor der Bar hatten wir Glück und bekamen einen Tisch mit Sofa, aber auch die Stühle waren sehr bequem, weshalb wir vermutlich den ganzen Abend dort sitzen blieben und die andere Bar einfach vergaßen. Das Essen dort ist asiatisch und sah an den Nachbartischen gut aus, geruchlich absolut appetitlich und für die Augen schön angerichtet, aber wir haben erstmal nur die Cocktailkarte getestet und können eigentlich alles empfehlen, egal ob mit oder ohne Alkohol. Der Service ist schnell und freundlich, ein verwechselter Shake wurde ohne zu murren wieder mitgenommen und gegen den eignetlich Bestellten ausgewechselt. Die Cocktails werden schnell serviert, was man ihnen im Geschmack und der Deko aber nicht anmerkt und auch mit Alkohol wird nicht gegeizt. Die Auswahl auf der Karte ist groß, aber nicht zu groß und alles ist ein bisschen asiamäßig getrimmt, wie z.B. der zugleich fruchtige und herbe Lychee Dream. Kräftig und nicht zu unterschätzen der säuerliche Kamikaze oder der erdbeersüße Knock Out. Aber auch der klassische Caipirinha schmeckt, egal ob mit oder ohne Alkohol. Erfrischend dagegen der Watermelon Man, der mit einem riesigen Stück Wassermelone serviert wurde. Am Ende des Abends gab es für jeden noch einen kleinen Absacker aufs Haus, auch Alkoholfrei, hier ist man hinter der bar flexibel! Umso erstaunlicher die Preise am Freitagabend, die Happy Hour, in der alle Cocktails 4,50 Euro kosten, ging bis Open End, was auch immer das heißen mag. Am frühen Abend war die Atmosphäre mit eher älteren Gruppen und Paaren eher gedämpft bis ruhig, gegen späterer Stunde kamen aber immer mehr junge Leute und die Musik wechselte von reiner Untermalung zu elektronischer Unterhaltung, störte aber nicht die Gespräche. Eine schöne Mischung aus asiatischer Atmosphäre und leckeren Cocktails für einen fairen Preis, damit hätten wir im Dunstkreis des Savignyplatzes nicht unbedingt gerechnet!

Montag, 1. Juni 2009

Obskures zur Europawahl

Unter dem Motto "Bayern loswerden" fielen mir gestern auf dem Weg zum Karneval der Kulturen Wahlplakate für die Europawahl auf. Fasziniert musste ich anhalten und war mir dann nicht sicher, ob es ernst gemeint oder ein Scherz sein soll, was auf den Plakaten steht: "Wollt Ihr nicht auch die Bayern loswerden? Dann wählt die Bayernpartei! Für ein Deutschland ohne Bayern."

Was sich liest wie ein morbider Scherz stellte sich dann heute bei Lektüre der Parteihomepage tatsächlich als Wahlstatement dieser obskuren Partei heraus. So gibt es nun also die Tierschutzpartei, die Bibelpartei, die Rentnerpartei, die Piratenpartei und anscheinend auch schon länger die Bayernpartei, abwegige Gedanken zu der rein zufälligen Reihenfolge darf sich jeder selber machen.

Und wer mir nicht glaubt, hier ist das Plakat, was man vor allem in Xberg wirklich an jedem 3. Laternenpfahl finden kann:

Samstag, 30. Mai 2009

Ostseeseebrückenausblick



Im Rahmen einer Hochzeit hatten wir das Glück, die abendlichen Feierlichkeiten inklusive einem großen warmen und kalten Buffet im Kurhaus von Zingst zu besuchen und zu genießen.

Für die Feier war der gesamte erste Stock gemietet worden und in einzelne Bereiche unterteilt. Direkt nach Betreten des Gebäudes gelangte man über eine zweigeteilte Treppe hinauf und befand sich im Flur, in dem auch das Buffett schön dekoriert zusammen mit der Bar befand. Rechter Hand gelangte man in den Saal, in dem neben einer Tanzfläche immer Tische für acht Personen eingedeckt waren. Am Ende, am Panoramafenster zur Ostsee waren die Plätze für das Brautpaar. Der Ausblick war ein Traum, vor allem, als die Sonne unterging.
Zwischen Flur und Saal befand sich linker Hand eine Art Lounge, in der man sich in Ruhe auf bequemen Ledersesseln sitzend unterhalten und die Aussicht genießen konnte. Auch sehr saubere Toiletten befanden sich direkt in dem Stockwerk.

Das Essen war überwiegend ausgezeichnet und reichlich vorhanden. Es gab eine große Auswahl an exzellenten warmen und kalten Gerichten und auch der Nachtisch konnte überzeugen. Nur das angebotene Wild war nicht wirklich zart und irgendwie von einem komischen Geschmack, dafür war alles mit Fisch wirklich sehr lecker, egal ob kalt oder warm. Die Deko der Tische und des Buffets war gelungen und besonders hervorheben möchte ich die sehr freundlichen Köche, die einem alles erklärt und aufgefüllt haben. Man merkt, dass das Kurhaus ein engagierter Ausbildungsbetrieb ist.

Die umfangreiche Getränkeauswahl konnte man sich entweder selber an der Bar bestellen oder wurde von sehr flinken und freundlichen Kellner und Kellnerinnen bedient, die engagiert aber nicht aufdringlich ihrer Arbeit nachgingen, auch beim Abräumen der gebrauchten Teller.
Der Wein war dem Buffet entsprechend, hier war das Brautpaar gut beraten worden!

Die Atmosphäre in den gesamten Räumlichkeiten war toll, alles ist licht und hell gestaltet und konnte bei einbrechender Dunkelheit in Gemütliches Dämmerlicht umgewandelt werden. Alles ist ein wenig maritim gehalten, was perfekt zu der Lage des Kurhauses direkt an der Seebrücke von Zingst passt. Und das Beste ist sowieso der Blick auf die Ostsee, das spricht einfach für sich.

Das Kurhaus befindet sich direkt auf dem Deich vor der Seebrücke, 50 m vom Strand und dem Meer entfernt. Parkplätze sind zwar vorhanden, aber allesamt kostenpflichtig, daher vielleicht besser per Rad oder am besten zu Fuß anreisen oder so wie wir im Steigenberger Aparthotel direkt gegenüber wohnen.

Das Restaurant selber befindet sich im Erdgeschoss und wurde von Menschen aller Altersstufen an dem Abend besucht. Auch hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Ostsee, egal ob im Inneren oder auf der weitläufigen Terrasse. In dem gesamten Innenräumlichkeiten darf nicht geraucht werden und dank eines Fahrstuhls ist das gesamte Gebäude durchaus behindertenfreundlich.

Ich fand die Atmosphäre ebenso toll wie das essen und wenn wir mal wieder nach Zingst kommen, werden wir sicherlich noch mal den Ausblick und die Gastronomie des Kurhauses genießen!

Donnerstag, 21. Mai 2009

Rückkehr

Nach rund 10 Tagen kam sie endlich zurück, unser Heilsbringer, unser morgendlicher Retter...unsere Senseo Kaffeemaschine. Leider hatte vor einiger Zeit jemand beim Bau dieser Maschinen sich verbaut, so dass Philips diverse Senseos per Rückrufaktion zum Umbau nach Hause beordern musste, natürlich auch unser gutes Stück. Die Zeit war hart, aber jetzt ist alles wieder gut und der Padkaffee fließt wieder in Strömen.
Highlight auf dem Mailing, das der Kaffeemaschine gestern beilag war eindeutig die Zeile: "Weitere Informationen über das Senseo Erlebnis können sie...." Was für ein Erlebnis? Kann unsere Senseo noch viel mehr als nur Kaffee kochen? Falls Eure Senseo mehr kann oder ihr Ideen habt, was das Erlebnis ist, bitte umgehend melden!!!!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Schokoladige Geschenke - Chokri

Auf der Suche nach einem Muttertagsgeschenk, das a) kein Blumenstrauß und b) kein Douglasgutschein und c) nichts selbstgemachtes sein sollte, bin ich auf eine nette Website gestoßen. Bei Chokri kann man sich selber oder lieben Menschen Schokolade designen.
Eigentlich komisch, dass das so lange noch keiner angeboten hat, wo man doch eigentlich schon alles selber im Netz designen kann, egal ob T-Shirts, Parfums etc.

Das Zusammenstellen geht kinderleicht, Schokolade auswählen, Zutaten dazu und schon ist es passiert, nun heißt es nur noch warten, bis die eigene Schokolade den Weg schön verpackt zu einem selber oder zu dem zu Beschenkenden findet und fertig.

Netter Seiteaufbau und vorallem, leckere Schokolade!

Sonntag, 10. Mai 2009

Schlafen hinter dem Deich



Mitte April verbrachten wir ein sehr angenehmes Wochenende in diesem Hotel und bis auf Kleinigkeiten stimmte alles. Vor allem die Lage direkt hinter dem Deich ist tolle, aber auch die großen sauberen Appartements an sich und das vielfältige tolle Frühstück sind gute Gründe, um dieses Hotel auch ein weiteres Mal zu besuchen!

ZIMMER
Die Zimmer sind in diesem Apart-Hotel durchweg Appartements in verschiedenen Größen. Wir bekamen ein Appartement im ersten Stock des Haupthauses mit Blick zum Kurhaus und der Ostsee zugewiesen. Überrascht waren wir im ersten Moment von der Größe, hier hat man wirklich ganz viel Raum. Hinter der Tür betraten wir das mit Sitzecke und Schreibtisch ausgestattete Wohnzimmer, von dem auch der große Balkon abging. Linker Hand befand sich die Küche mit Essecke und durch eine weitere Tür gelangt man in einen kleinen Flur mit Kleiderschrank, von dem aus es ins Duschbad sowie ins kleine Schlafzimmer abging. Überzeugend waren die unzähligen Stauraummöglichkeiten, endlich mal genug Schrankraum! Vom Design her war alles maritim angehaucht, mit hellem Holz und blau-weiß gestreiften Wohnzimmerschränken, die an Leuchttürme erinnert. Auch die Bilder an der Wand unterstrichen diesen Eindruck und bis auf die Nüchternheit, die ja den meisten Kettenhotels zu Eigen ist, empfanden wir das Design als angenehm. Absolut überzeugend war die Sauberkeit der Räumlichkeiten, egal ob im Bad oder in den anderen Zimmer, es war alles tadellos gereinigt worden und auch gut in Schuss. Das Ehebett war etwas zu weich, trotzdem schliefen wir beide Nächte sehr gut. Einziges Manko war die vor allem nachts etwas zu laute Lüftungsanlage, dafür hat man aber im Sommer auch eine Klimaanlage zur Verfügung. Das Sofa im Wohnzimmer kann auch als Bett genutzt werden, so dass bis zu vier Leute in einem Appartement schlafen können.
Den Zimmerservice haben wir nicht wahrgenommen.

ALLGEMEINE HOTELEINRICHTUNGEN
Wir kamen freitagabends an und wurden von einer sehr netten und kompetenten Crew an der Rezeption eingecheckt und eingewiesen. Alles ging schnell von statten und unsere Fragen wurden alle höflich beantwortet.
Die Rezeption befindet sich in der Mitte des dreiteiligen Hotelgebäudes und ist dank Beleuchtung gut auszumachen. Das Gebäude imitiert auf modernem Wege die Bäderarchitektur und bei Tage erstahl es modern in weiß. Im Erdgeschoss befinden sich zum Teil auch Geschäfte wie z.B. ein Jack-Wolveskin-Store.
Alle öffentlich zugänglichen Bereiche waren sehr sauber und ordentlich, komisch war nur der Geruch in den Fluren, der ein wenig an Krankenhaus erinnerte. Ansonsten war es sehr hell und freundlich gestaltet.
Wenn man im Aparthotel zu gast ist, kann man viele Dinge des Strandhotels (Wellnessbereich, Außenpool etc.) mitnutzen, dafür fehlte uns aber die Zeit und wir konnten nichts wahrnehmen.
Außer unserer großen Gruppe waren trotz des noch kühlen Wetters viele weitere Gäste in dem Hotel, es wird wohl auch Pauschal über z.B. Big Extra angeboten. Alle waren bunt gemischt, von jung bis alt, mit und ohne Kinder jeden Alters, aber durchaus angenehm und freundlich.
Der Erholungswert war trotz des kurzen Aufenthaltes und der stressigen Feierlichkeiten, bei denen wir zu Gast waren, sehr hoch, womit wir nicht unbedingt gerechnet hätten.
Einziges Manko war, das man die Zimmer am Sonntag bis 10 Uhr geräumt haben musste und es keine Möglichkeit des Late-Check-Outs gab, welches wir sehr gerne wahrgenommen hätten. Dafür konnte man sein Gepäck an der Rezeption lagern. Die Putzdamen schmissen uns aber bereits um 8 Uhr durch Klingeln an unserer Tür aus dem bett, so was finde ich unnötig und ist mir bisher noch in keinem anderen Hotel passiert. Sie klingelten um zu sehen, ob wir schon ausgecheckt hätten, am Sonntag um 8 Uhr!!!!! Das Putzteam macht tolle Arbeit, aber so was fällt dann doch negativ auf, die Damen scheinen von einer externen Firma zu kommen und über keine Check-Out Listen zu verfügen.

ESSEN UND TRINKEN
Wir haben von dem gastronomischen Angebot des Hotels nur das Frühstücksbuffet wahrgenommen, was in unserem Übernachtungspreis inkludiert war. Dieses wird im Hotelrestaurant serviert. Das Ambiente ist wirklich nett und dank einer geschickten Raumaufteilung merkt man erst nach einiger zeit, wie groß der Sitzbereich ist, was ich als sehr angenehm empfand, da keine Kantinenstimmung aufkam. Eine tolle Idee ist auch das Esszimmer für Eltern, wo jede menge Spielzeug auf die Kinder wartet.
Das Frühstücksbuffet war sehr vielfältig und überzeugte besonders durch frische Qualität. Besonders erwähnenswert der köstliche knusprige Speck, daran könnten sich viele Hotels ein Beispiel nehmen. Ansonsten gab es diverse frische Brote, Brötchen, hausgebackenes süßes Gebäck wie Rosinenschnecken und Croissants etc., dazu diverse Aufschnitte, Obst, Marmeladen, Müsli, Tee, Säfte, diverse Kaffeesorten, Eier, Würstchen und vieles mehr.
Dazu wurde man von einem sich im Hintergrund haltenden aber sehr freundlichen und effizienten Service bedient.
Später befindet sich dann in den Räumlichkeiten das italienisch angehauchte Hotelrestaurant, das auch einen Take-Away Service anbietet. Die Hotelbar befinde sich im benachbarten Steigenberger Strandhotel.

LAGE
Das Hotel befindet sich direkt mitten im Zentrum von Zingst, unweit der Seebrücke und der Fußgängerzone, alles ist bequem zu Fuß zu erreichen. Nachteil ist dabei die Parkplatzsituation, diese wird vom Hotel mit seiner recht kleinen Tiefgarage gelöst, in dem man in der zweiten reihe parken darf und dann einfach seinen Autoschlüssel an der Rezeption abgibt. Etwas dreist empfanden wir es aber, dass auch dafür 11 Euro am tag berechnet werden. Trotz der zentralen Lage ist es nachts absolut ruhig.
In direkter Umgebung sind zahlreiche Geschäfte und gastronomische Betriebe, von Cafés über Bars bis hin zu Restaurants, alles kann man in kürzester zeit erreichen.
Bis zum Strand sind es 200 m und das Kurzentrum liegt direkt vor der Haustür, zentraler geht es in Zingst also eigentlich nicht.
Der breite Strand selber erscheint einem endlos, denn egal ob links oder rechts der Seebrücke, der feinsandige helle Sand reicht soweit das Auge sehen kann. Und das Ostseewasser ist ganz klar und sauber, wunderbar! In der Hochsaison gibt es auch die Möglichkeit, sich Strandkörbe zu mieten und direkt am Strand gibt es einen Imbiss sowie Toiletten.

Alles in allem ein tolles Aparthotel, das uns überzeugt hat und wenn wir können, werden wir sicherlich noch mal hierherkommen und dann für länger als nur ein Wochenende und vor allem im Sommer, wenn man auch Strand und Ostsee voll nutzen kann, denn dafür liegt das Hotel einfach ideal!

Insgesamt 5 von 5 Sternen und eine Weiterempfehlung an alle, die ein schönes Strandhotel an der Ostsee suchen und gerne etwas mehr Platz zum Wohnen haben! Zitat von Freunden: Wow, das Apartment ist größer als unsere Wohnung!

Sonntag, 3. Mai 2009

Cocktails hinterm Deich

Wer Urlaub in Zingst auf dem Darß macht, der findet Ruhe und Erholung, muss aber dank dieser Cocktailbar nicht auf Drinks und Steaks verzichten. Allerdings sollte man seine Erwartungen nicht all zu hoch setzen, dann kann man hier durchaus einen schönen Abend verbringen!

Das Kon-Tiki befindet sich etwa 8 Minuten Fußweg vom Kurzentrum Zingst entfernt in einem bequemen Fußmarsch am Deich entlang zu erreichen. Aufgrund der wenigen vorhandenen Parkplätze ist eine Anreise zu Fuß oder mit dem Rad empfehlenswert.

Vor der Bar befindet sich eine große bestuhlte Terrasse, auf der auch im Gegensatz zu den Innenräumen geraucht werden darf. Alles ist ein wenig karibisch angehaucht eingerichtet und mit gemütlichem Licht ausgeleuchtet. Neben dem Hauptraum mit Bar gibt es rechter Hand auch einen Art Wintergarten, in dem man etwas ruhiger sitzen kann. Die Toiletten gehen vom Hauptraum ab.

Die Speisekarte ist umfangreich und die Bar ist auf Steaks, auch aus exotischem Fleisch wie Känguru oder Alligator spezialisiert.
Wir hatten einen Salat mit Pute und Früchten, der grundsolide war, dessen Putenfleisch aber etwas qualitativ hochwertiger und heißer angebraten hätte sein können. Der Salat selber war frisch, knackig und mit einem leckeren Dressing angemacht. Das gegrillte Putenbrustfilet war gut gewürzt und ebenso in Ordnung wie der gemischte Salat.

Die Getränkekarte ist sehr umfassend und wird von unzähligen Cocktails dominiert, es gibt aber auch alle möglichen anderen warmen, kalten, alkoholfreien und alkoholhaltigen Getränke.
Das Glas Bier wurde frisch gezapft, die Wartezeit darauf war aber nicht angemessen. Die Caipirinha war trinkbar, allerdings zu sauer und wässrig. Andere Cocktails in unserer Runde waren aber überwiegend in Ordnung, aber allem fehlte ein bisschen der gewisse Kick, der eine richtig gute Cocktailbar aus macht. Knabbereien wurden gereicht, aber es gab z.B. kein Angebot zu einem Glas Wasser etc., Dinge, die es eben perfekt machen würden.

Der Service war zwar jung und freundlich, dafür aber trotz aller Dynamik ein wenig unkoordiniert. So stand das bestellte Bier erstmal 10 Minuten sichtbar am Tresen (anstatt es zu holen wurde der Besteller immer wieder vertröstet, trotz unseres Hinweises), bis es gebracht wurde und auch die Wartezeiten auf die Cocktails waren trotz des großen Andrangs ein wenig lang, zumal wir als große Gruppe vorher angekündigt waren.

An unserem Besuchsabend gab es live Musik, was an sich nicht schlecht gewesen wäre, wenn die Musik nicht so laut gewesen wäre, das man sich überhaupt nicht mehr unterhalten konnte. Die Musik selber war aber super!

Es ist nicht billig hier zu essen und zu trinken, das Preis-Leistungsverhältnis passt aber!

Alles in allem hatten wir dort einen netten Abend, zwar war es nicht perfekt, aber durchaus akzeptabel und wenn wir mal wieder in Zingst sind, hoffen wir auf einen kühlen Drink in der Abendsonne auf der schönen Terrasse!

Sonntag, 26. April 2009

The Kooks mit Zuckerwasser

Dank einer Freundin durfte ich gestern als VIP zu einer Veranstaltung in der Treptower Arena mit Eintritt frei, komische Kombination, aber der Vorteil für uns war, Getränke umsonst und so viel, wie man wollte. Auf Grund der ewig langen Schlange vor dem Damenklo wollte man aber lieber gar nicht so viel, Vorteil für den Veranstalter! Das Event selber war sponsored bei Coca-Cola und nun kann man sich in Windeseile selber überlegen, was es dort wohl zu trinken gab, pur oder mit Alkohol, wobei Cherry Coke mit Wodka zum Beispiel wirklich durch die Kombination gewinnt! Sinn der Großkonzertveranstaltung war, die besten Nachwuchsbands vom Publikum küren zu lassen und das Gebotene war gar nicht mal schlecht und erstaunlich professionell. Highlight des Abends war aber eindeutig der Auftritt von The Kooks, was so für umsonst schon eine gute Gelegenheit war, was sich auf die Hälfte der Berliner Teenagerbevölkerung gedacht hatte, Durchschnittsalter 16 und drunter und endlich erklärte sich uns die Frage, wer all die schrecklichen H & M Klamotten trägt, die einem grell ins Auge stechen, wenn man die Filialen betritt und denkt, jemand hätte die Farbeimer aus den Baumärkten verteilt. Und nein, Leggings sind 20 Jahre später immer noch nicht modischer als in der Mitte der 80er Jahre, auch nicht, wenn man dazu taillierte Shirts und Jacken trägt, aber lustig anzusehen, Leute gucken hatte gestern Abend definitiv einen hohen Spaßfaktor! Zurück zum Event, es war ein lustiger Abend mit guter Musik, zuckrigen Getränken und dem Gefühl, mit knapp über 30 doch schon ganz schön alt zu sein. Das Ganze verschönt hat uns eine Hostess am VIP Eingang die uns anschaute und fragte, wie alt wir denn seien. Wir brachen in schallendes Gelächter aus, warum, das wird sie vielleicht in gut 10 Jahren verstehen, wenn ihr jemand diese Frage stellen wird!
In diesem Sinne, Rock On und ja The Kooks waren gut!

Freitag, 24. April 2009

Gloria International

Derzeit drehen ja viele Bands ihre Videos in Berlin. Auch die Schweden Mando Diao sind dem Trend gefolgt und haben ein wunderbares Video zu ihrer neuen Single "Gloria" produziert. Zu sehen in voller Länge auf ihrer Homepage!
Schön, wie sie das Kino International in Szene gesetzt haben und verdammt cooles Styling, oder?

Donnerstag, 23. April 2009

Contra Reli, Pro Reli oder lieber gleich egal?

In Berlin wird gerade eine Plakat- und Diskussionsschlacht veranstaltet, die ihresgleichen sucht. Dabei geht es aber nicht um die nächste Bundestagswahl oder wer die Weltherschaft übernehmen wird, nein, es geht schlicht und einfach darum, ob man am Sonntag sein Kreuz für Pro oder für Contra Reli macht, wobei Contra nicht gegen Reli ist, sondern nur für das Model wie bisher, alsoso, dass Religionsunterricht auch weiterhin ein freiwilliges Schulfach bleibt. Dies erschließt sich einem aber nicht gleich. Wer an den Pro-Reli Plakaten vorbeikommt könnte denken, dass es derzeit im Unterricht der Berliner Schüler nur Ethikunterricht gibt. Dort wird so getan, als gäbe es keine Möglichkeit zum Religionsunterricht und das ärgert mich derzeit von Tag zu Tag und von Plakat zu Plakat mehr. Denn wer derzeit als Schüler in Berlin möchte, der kann Religion machen, ganz freiwillig und ohne Zwang, so wie es sich gehört, schließlich gehen wir doch auch freiwillig in die Kirche oder lassen es bleiben! Gewinnt am Sonntag die Pro-Reli Offensive so wird Religion ein Wahlpflichtfach, sprich, der geneigt Schüler muss sich entscheiden, zwischen Ethik oder Religion, also zwischen Vielfalt und Wertevermittlung und konservativem Gedankengut und Engstirnigkeit. Eigentlich stand ich der ganzen Sache zunächst nur leicht amüsiert gegenüber und dachte mir, ah, wieder mal ein Volksentscheid, wurde aber ja auch Zeit, doch seitdem der POTSDAMER Günter Jauch plötzlich Werbung Pro-Reli in BERLIN macht habe ich eine Meinung! Und die lautet klipp und klar für Ethik, also für Gemeinsamkeit, Vielfalt und Toleranz und gegen Pro-Reli und gegen eine konservative Wertevermittlung hübsch nach Religionen getrennt. Kein back to basics sondern lieber weiter im Text! Wo jeder am Sonntag sein Kreuzchen macht, bleibt jedem ganz alleine überlassen, aber es ist defintiv wichtig, seine Meinung durch eine Wahlbeteiligung zum Ausdruck zu bringen. Also Sonntag Hintern hoch!

Mittwoch, 22. April 2009

Rio zum Schwärmen



Noch Fragen oder klar, warum Rio einfach wunderbar ist?

Das Bild zeigt vom Arpoador aus den Strand von Ipanema, wo ich es viel schöner als an der Copacabana finde, da irgendwie charmanter, netter und mehr "carioca"!

Sonntag, 12. April 2009

Unterwegs

Unterwegs auf der Autobahn die plötzliche Einsicht bei der Ansicht des ganzen Grüns am Straßenrand: Es ist wirklich Frühling!
Die Strecke von Berlin nach Hamburg ist zwar eigentlich echt langweilig, macht aber bei dem schönen Sonnenwetter fast schon Spaß, immerhin! Und ganz klar, der Weg ist das Ziel!

Samstag, 11. April 2009

Im Kaufhaus

Panisch fiel mir ein, das ich noch kein Geschenk für meinen Freund habe, der bald Geburtstag hat, demnächst auch keine Zeit, also dahin, wo man vielleicht Samstag nachmittag noch was finden könnte, ab ins Kaufhaus. Dort landete ich schließlich in der Parfümerie und dachte mir, ich könnte ja etwas kaufen, was so ähnlich ist, wie das, was er mag, aber doch auch ein bisschen anders. Okay, das alte gesucht, geschnuppert und dann ab auf die Suche. Hin und her und hin und her. Irgendwie unpraktisch, also die gewohnte Flasche ab in die eine Hand und abwechselnd schnuppernd die Regale entlang. Kurze Zeit später folg mir der Kaufhaussichereitsmann auf dem Fuße. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, bin ich doch auf Geschenke-such-und-find-Mission. Irgendwann steht der Mensch plötzlich direkt vor mir und blockiert meinen Weg. Genervt schaue ich ihn an. Er grinst und fragt mich "Na, was wollen wir denn klauen?" ich gucke ihn noch genervter an und antworte: "Ich suche ein After Shave für meinen Freund" und halte ihm die erste Flasche hin mit den Worten "So riecht er sonst und jetzt suche ich so was ähnliches...können sie mir helfen?" Er guckt völlig verwirrt und murmelt nur etwas wie "äh...gerade...nicht...äh...oh...man..." und verschwindet in die andere Richtung. Ich habe dann weder was geklaut noch gekauft und bin immer noch auf der Suche. Also, was riecht nun ähnlich gut wie Hugo von Hugo Boss? Vorschläge und Tipps bitte unbedingt als Kommentar hinterlassen, dringend!

Freitag, 10. April 2009

In der U-Bahn

Ich steige in die U-Bahn, erstaunlicher Weise umfängt mich diesmal nicht der übliche Muff aus Rauch, kaltem Kaffee, Schweiß und anderen Ausdünstungen, sondern ein herber Hauch Frühling, sprich ein wirklich wohlriechender Duft eines Männerparfüms. Komisch denke ich mir und setze mich. Meine Augen wandern durch den Wagen, wer duftet hier bloß so gut? Als letztes schaue ich mir meinen direkten Banknachbarn an und siehe da, von dort kommt er der Frühling und auch sonst hat er einiges zu bieten. Zu schwarzen Doc Martens Stiefeln trägt er eine kurze Nadelstreifenhose, die schwarzen Strümpfe akkurat bis zu den knien empor gezwungen. Unter dem passenden Nadelstreifenblazer blitzt ein weißes Hemd hervor und dazu eine schmale salopp gelockerte Krawatte und an den Händen schwarze Handschuhe, die die Finger frei lassen. gekrönt wird alles von einem schwarzen Bowler, darunter ein Kopftuch und ergänzt mit einer schwarzen Designerbrille. Und als Must have ein schmaler eiserner Spazierstock. Wow, denke ich mir, das ist mutig und trotzdem irgendwie stilvoll, eigentlich direkt einem Modemagazin entsprungen und dank der Ausstrahlung des Trägers war alles irgendwie passend. Bis zu dem Moment, wo ich meinen Blick auf die Lektüre dieses vermutlich 30 jährigen Fashionvictims gleiten ließ. In seinen Händen fanden sich weder die Vogue, Elle, GQ oder ein ähnliches Heft, nein, er lass die BRAVO und ich schmunzelte in mich hinein und dachte mir, manche Dinge sind eben doch eigentlich ganz anders, als man erwartet und freute mich über die Spontanität des alltäglichen Lebens!

Samstag, 4. April 2009

Umziehen

Früher, als man gerade Abi gemacht hatte, da waren Umzüge noch etwas abenteuerumwittertes, bedeutetes es doch meistens, das man selber oder jemand anderes den ersten Schritt ins Unbekannte, also weg vom sicheren zu Hause bei Mama und Papa machte und das große weite Leben entdecken würde. Dabei schleppte man nur wenige Habseligkeiten des jeweiligen ins neue Domizil und im Nullkommanichts war man schon bei der Einweihungsparty. Dann verging die Zeit, und auch wenn man vor jedem Umzug ausmistet, so wurden es doch von Mal zu Mal mehr Kartons und Möbel, die von einem Ort zum anderen getragen werden wollten. Bis Mitte 20 war dabei alles nur ein Spiel, behende kletterte man in die obersten Stockwerke von Altbauten die natürlich keinen Fahrstuhl hatten, sowas war viel zu spiessig, schleppte und schleppte und ging trotzdem noch abends kräftig feiern, kein Kater und erst recht kein Muskelkater folgte. Ab 25 wurden die Umzüge dann größer und weiter, aber seitdem man 30 ist merkt man jeden Karton, den man schleppt und jedes Stockwerk, das man hinauf- und hinabsteigt und hofft inbrünstig, das man selber beim nächsten eigenen Umzug endlich genung Geld auf dem Konto hat, um den Umzug machen zu lassen und selber während der Zeit in den Urlaub zu fahren. Aber irgendwie klappt es dann doch nicht und man steht inmitten der Kartons und fragt sich, woher eigentlich der ganze Krempel kommt,den man einpackt und mit umzieht, man selber kann das doch eigentlich gar nicht alles gekauft und besessen haben und wo kommen die Sachen überhaupt her? Und das schlimmste kommt dann beim Auspacken, wo trotz aller Sorgfalt am Ende wieder die Hälfte des Besitzes fehlt oder unauffindbar ist. Aber was soll´s, das Leben ist eben doch ein kleines Abenteuer und wir stecken mittendrin, meistens!

Montag, 30. März 2009

Stadtgesichter

Wir sitzen bei McDonalds, am Nachbartisch genießt eine Obdachlose einen ein Euro Kaffee und wärmt sich erfreut die kalten Hände am warmen Becher, ein verträumtes Lächeln im Gesicht. Ein weiterer Obdachloser betritt das Restaurant und durchstöbert am Nachbartisch die Essensreste, findet einen halben Cheeseburger, den er begeistert hinunterschlingt. Die obdachlose Kaffeetrinkerin pöbelt daraufhin verächtlich: "Man, man, man, ist der fertig, wenn der noch nicht Mal nen Euro für nen Burger übrig hat". Wir gucken uns an und jeder denkt sich seinen Teil und der obdachlose Essenssucher schaut die Kaffeetrinkerin irritiert an, zuckt mit den Schultern und verlässt zufrieden kauend den McDonalds.

Donnerstag, 19. März 2009

Gute Gründe, nach Rio zu fahren

Es gibt hunderte wunderbarer Urlaubsziele und jeder wird es woanders am schönsten finden, das ist klar, aber hier meine ganz persönlichen guten Gründe, warum Rio de Janeiro für mich ein wunderbares Urlaubsziel ist!

1. Das LICHT: Sofort, wenn man aus dem Flieger klettert merkt man es, Rio ist heller, heller als Deutschland, egal, ob im Sommer oder Winter, alles strahlt und jegliche Müdigkeit verschwindet fast wie von selber, daher aber auch die Sonnebrille nicht vergessen!

2. Die SONNE: Wenn man sich auf etwas in Rio verlassen kann, dann die Sonne. Auch wenn es mal einen Schauer oder das eine oder andere Gewitter gibt, die Sonne läßt sich nicht unterkriegen sonder scheint tapfer dagegen an. Daher ratsam, ein guter Sonnenschutz, als blasser Europäer ist da 60+ zu empfehlen und keine Sorge, man wird trotzdem braun!

3. Das MEER: Das Meer ist von sanft bis stürmisch alles, je nach Tagesform, aber vorallem wirkt es immer wudnerschön, wie es sich im Sonnelicht türkis bis blau funkelnd bricht und mit aller Kraft an den Strand schlägt. Außerdem sind die Wellen als Geräuschkulisse wohl das schönste Schlaflied, was einem geboten werden kann.

4. Das ESSEN: Wer hier nicht satt wird, der ist wirklich selber schuld. Egal ob köstliches reifes Obst, leckeres Pizza oder feines Sushi, zartes gegrilltes Fleisch oder frischer Fisch, hier gibt es wirklich etwas für jeden und das gleich noch in Hülle und Fülle. Zu empfehlen ist es, mutig zu sein und alles angebotene zu probieren, schmeckt nicht gibt es eignetlich nicht.

5. Das TRINKEN: Nein, das Leben hier besteht nicht nur aus Caipirinha, auch wenn es diese hier in allen nur erdenklichen Sorten und mit diversen Alkoholica im Angebot gibt und man sie natürlich umbedingt probieren sollte, sondern es gibt auch aromatischen Kaffee, gutes kühles Bier, leckere Guaraná, Fanta Traube und erfrischenden Mate Tee in diversen Sorten. Nur eines sollte man nicht umbedingt trinken, das Leitungswasser, da ist zu viel Chlor drin!

6. Die MENSCHEN: Rio ist kunterbunt, wenn es um die Bevölkerung geht und trotzdem stechen wir Touristen immer hervor, egal, wie braungebrannt und gut getarnt wir durch die Straßen wandeln. Macht aber nichts, man wird trotzdem immer freundlich behandelt, wenn man selber freundlich ist und Sprachschwierigkeiten werden mit einem Lächeln und ein paar erklärenden Gesten einfach hinweggezaubert.

7. Die NATUR: Egal ob im Parque de Tijuca oder direkt vor der Haustür, Rio lebt und hat sich immens viel Natur in der Stadt bewahrt. Morgens begrüßt einen der Kolibri, der sein Bad im bereitgestellten Schüsselchen nimmt, die Schmetterlinge kreuze den Weg und in den Straßen spenden riesige tropische Bäume willkommenen Schatten. Es ist wirklich erstaunlich, wie grün diese Stadt ist.

8. Der VERKEHR: Wer bisher dachte, das morgendliche Chaos in Berlin oder alltägliche Wahnsinn auf den pariser Straßen wäre heftig, der sollte einmal in seinem Leben versuchen, in Rio de Janeiro Auto zu fahren und dabei ruhig zu bleiben. Geht nicht, von daher lieber fahren lassen und sich entspannt zuurücklehgnen, während es um einen herum hupt! Erstaunlich ist, wie wenig Unfälle passieren.

9. Die VERWALTUNG: Die brasilianische Verwaltung ist eine Katastrophe und trotzdem liebenswert, da sie einen lehrt, wie schön einfach und simpel man es zu hause mit der heimischen Verwaltung hat. Hier wird man von A über M nach Z geschickt nur um dann zu erfahren, das doch A der richtige Ansprechpartner ist, der nur dieses beim letzten Mal nicht nicht wußte. Fragen? Besser nicht!

10. Die FAMILIE: Komme was wolle, auf eines kann man sich in Rio immer und überall verlassen, so man eine hat, auf die Familie. Sie ist immer für einen da, paßt auf einen auf und zeigt einem die wunderbare Stadt aus Perspektiven, die einen einfach nur sprachlos vor Erstaunen machen. Auch nicht zu vergessen sind all die anderen Menschen, die man hier kennen lernt, und die einen mit offenen Armen empfangen!

Und wem diese Gründe immer noch nicht für einen Besuch dieser wunderbaren Stadt reichen, der muss einfach selber einen Flug buchen und schauen, was ihn am meisten davon überzeugt, vor Ort, live und in Farbe!!!!

Mittwoch, 11. März 2009

Masochisten würden Air France fliegen

Heute morgen sind wir in Rio, der wunderbaren cidade maravilhosa, angekommen und der erste Gedanke beim Verlassen des Flugzeuges war nur "Wo ist der nächste Chiropraktiker in Ipanema?". Ich bin bis auf Hola Airlines noch nie in meinem Leben mit so klapprigen Maschinen geflogen. Bereits das Flugzeug, das uns von Hamburg nach Paris flog machte Geräusche, als würde es gerne nicht mehr fliegen wollen und auch der Pariser Airport konnte uns mit seinen völlig überteuerten Preisen sowie der zugigen Wartehalle nicht wirklich überzeugen. Alles zwar schick, aber irgendwie auch ganz schön unpraktisch, ähnlich wie die Mode der in der Wartehalle vertretenen Designer. Die richtige Ernüchterung traf uns dann aber beim Betreten der Boeing 747, die uns nach Rio fliegen sollte. Nur kurz blieb die Freude, mal mit diesem zwei geschossigen Relikt zu fliegen, ganz genau bis zu dem Moment, als wir uns setzen mußten. Die sitzen war unglaublich, eng, klein und vorallem unbequem!!! Außerdem, keine Spur von Entertainment am Platz, sondern nur im Mittelgang verteilte kleine und nicht gut einsehbar Monitore. Schade, nix mit schönen Filmen gucken wie geplant. Essen war okay, aber das unbequeme Sitzen in Kombination mit der lauten Geräuschkulisse des Flugzeuges war sehr anstregend, aber nach 2 Rotweinen schäft man dann doch angetrunken ein. Das Personal war nett und freundlich, was einen nach ein paar Stunden Flug aber auch nicht mehr über die Schmerzen in den Beinen und Armen hinwegtröstet. Wie schön war es, als wir in Rio gelandet sind und wir endlich die Foltersitzplätze verlassen konnten! Im Hinausgehen viel uns dann ein neuer Slogan für Air France ein: Masochisten würden Air France fliegen!

Sonntag, 8. März 2009

Fundstück der Woche

In Berlin ist ja Geiz häufig geil, aber was mir jetzt in Wilmersdorf auf der Parkplatzsuche begegnet ist, das schießt für mich den Vogel ab, sozusagen. Alles muss schön billig sein, wenn man den Medien glaubt, denn billig ist toll und will ich, na, ja, ich jetzt nicht gerade, aber die meisten anderen schon, irgendwie.
Von daher ist der folgender Anbieter vermutlich nur dem Trend gefolgt, aber als ich das gelbe Plakat des Geschäftes sah, fand ich es doch verdammt geschmacklos. Auf einem gelben Plakat stand schlicht in schwarzen Lettern über dem Ladengeschäft "www.der-billigbestatter.de". Billigbestatter? Jetzt muss sogar noch das Ende geizig geil sein, wenn schon der Rest des Lebens nur billig war? In diesem Moment traf mich die Finanzkrise, die ich vorher noch erfolgreich verdrängt habe, wie ein Schlag. Sie ist da, in der Stadt und vor allem holt sie einen nun auch noch ganz am Ende ein!

Samstag, 7. März 2009

Haare machen

Letztens besuchte ich Machts Hair nahe dem Ostbahnhof, da ich es einfach nicht zu meinem Lieblings Cutman in Schöneberg geschafft hatte. Vorweg hatte ich sowohl sehr Gutes als auch durchaus Bedenkliches gehört. Drei Tage vorher ließ ich mir einen Termin für nachmittags geben, was problemlos von sich ging. Als ich zu meinem Termin erschien wurde ich freundlich begrüßt und bekam, da ich noch einen kleinen Moment warten musste, sofort ein kaltes oder warmes Getränk angeboten, was hier inklusive ist. Der servierte Cappuccino entstammte einem Vollautomaten und war durchaus trinkbar. Nach kurzer Wartezeit ging es zum Shampoonieren, dabei wurde mir herrlich die Kopfhaut massiert und ich konnte mich wunderbar entspannen. Direkt vom Waschtisch ging es dann vor den Spiegel zu meiner Friseuse, bei der ich den Termin hatte. Sie beriet mich sehr gut und schaffte es, meine langen Haare gekonnt zu händeln. Der Schnitt saß und ebenso professionell wurde gefönt. Nach einer Stunde war ich fertig und zahlte für Waschen, Schneiden und Fönen bei langen Haaren 32 Euro, was ich als angemessen empfand. Für mich eine sehr gute Alternative zu Cutman, da ich auch sehr gut beraten wurde. Es war sicherlich nicht mein letzter Versuch bei diesem Machts Hair!

Montag, 2. März 2009

Brunchen im Freischwimmer

Vor Jahren war ich schon mal nach einem Konzert in der Arena im Freischwimmer essen, es war nett und lecker, aber ich habe es seitdem nicht wieder dahin geschafft. Von daher war es interessant, als Freunde vorschlugen, dort doch mal an einem Sonntag Brunchen zu gehen. So viel vorweg, es war wieder nett und lecker!

Das Freischwimmer befindet sich direkt auf dem Wasser in einem kleinen Kanal unweit der Spree und gegenüber dem Club der Visionäre, zwischen Arena und Schlesischem Tor, direkt neben einer Tankstelle. Der Eingang liegt vielleicht etwas versteckt, wenn man aber vor der Tankstelle steht, muss man einfach nur recht daran vorbeigehen und schon ist man so gut wie drinnen.
Parkplätze standen an einem Sonntag Mittag reichlich vorhanden, werden aber gegen Abend meist knapp, vor allem, wenn Konzerte in der Arena sind. Daher ist es häufig einfacher, mit der BVG via U1 Schlesisches Tor anzureisen, Eine Bushaltestelle ist auch in der Nähe.

Das ganze Restaurant samt Bar, Küche und Toilette befindet sich lang gestreckt auf einem Ponton, der direkt auf dem Kanal liegt. Gleich neben der Tür ist die kleine Bar, rechts daneben ist eine Art Lounge gefolgt von einer Terrasse und links geht es weiter unter Dach bis zu einer weiteren Terrasse. Alles wirkt gemütlich und ist mit Holzmöbeln und Terrassenmobiliar ausgestattet. Wir hatten für sechs Leute einen großen Tisch direkt gegenüber der Eingangstür, wo man gut und bequem saß. Schön ist der Wasserblick, die Lage ist ebene einfach toll!

Der Service war an diesem Sonntag schnell und aufmerksam. Kaum das wir saßen gab es die Karten und sehr schnell nach der Bestellung auch schon die Getränke. Auch beim Brunchbuffet wurde regelmäßig nach gelegt, so dass immer reichlich von allem vorhanden war. Im weiteren verlauf den Aufenthaltes wurden wir immer wieder nett gefragt, ob wir noch etwas wünschen würden.

Das Publikum außer uns sechs Leuten Anfang 30 war um 11 Uhr noch eher Älter und mit Kindern und wurde gegen Nachmittag immer jünger, internationaler und trendiger. Alle waren aber sehr freundlich zueinander, was ich besonders bei einem angebotenen Buffet als sehr angenehm empfinde. Die Gespräche aller waren so, dass wir uns an unserem Tisch sehr gut unterhalten konnten.

Das Brunchbuffet war gut. Die angebotenen Speisen waren frisch, abwechslungsreich und lecker. Es gab kalte und warme Gerichte, Obst, Salate, Müsli, Brot, Wurst, Käse, Nachspeisen, Fisch und vieles andere mehr. Toll war, das die Salate wirklich super knackig waren und das der Speck knusprig gebraten und nicht weich und wabbelig war. Alles war reichlich da und zu keinem Zeitpunkt herrschte Knappheit am Buffet. Toll waren auch die Nachspeisen, die sogar noch hübsch verziert waren.

Das Buffet kostet pro Person knapp über 9 Euro, was ich eigentlich als ein wenig zu teuer bezeichnen würde. Da gibt es genug andere Restaurants in Berlin wo man die gleiche Qualität erheblich günstiger bekommt, allerdings sitzt man da nicht so lauschig direkt am Wasser. Die Getränke liegen mitten im Berliner Standard, weder billig noch teuer, der Kaffee war aber z.B. wirklich gut!

Wenn man gerne einmal am Wasser Brunchen möchte, ist das Freischwimmer definitiv zu empfehlen, auch die Qualität und Quantität der Speisen überzeugte ebenso wie die Auswahl und der freundliche und aufmerksame Service. Jeden Sonntag muss ich da nicht hin aber so ab und an kann man da schon gut einmal Brunchen gehen!

Donnerstag, 26. Februar 2009

Das Wunder in der U-Bahn

Gestern saß ich müde und verträumt in der U-Bahn, lauschte der Musik in meinen Ohren und entschwebte gerade über Ferry Corsten dem Rumpeln des Zuges als beim Halt rigendwo in Mitte ein Mann mit Gitarre und eine Frau mit Ukulele einsteigen. Genervt verdrehte ich die Augen, denn ich ahnte schon, was jetzt kommen würde. Beide nahmen ihre Instrumente in Anschlag und legten los, so laut, da hatte der iPod keine Chance dageggen. Zuerst hätte ich die beiden am liebsten aus dem Zug geschubst, dann aber schafften sie ein kleines Wunder. Zwar war das Lied an sich ein kleine Grausamkeit, die an Körperverletzung grenzte, aber die beiden strahlten so einen Spaß kombiniert mit Begeisterung für die Sache aus, das man auf halber Strecke durch das Geklimpere einfach anfangen mußte zu lächeln, erst ein wenig und gegen Ende ganz breit. Klar, am Ende auch mit Erleichterung darüber, das es voprbei war, aber die Stimmung bei mir wie auch im restlichen Wagen war nach dem kleinen Aufttritt viel freundlicher als noch davor. Es gibt sie also doch, die kleinen Wunder des Alltags, die zu einem besseren Tag führen, auch wenn man es zu Anfang nicht glauben würde!

Dienstag, 24. Februar 2009

Schneeglöckchen

Heute bin ich genauso müde und grau wie das Wetter und die Natur draußen vor den Fenstern. Jetzt, wo der Schnee immer weniger wird, sieht alles wieder genauso trostlos wie vor dem Schnee aus, aber es gibt einen Lichtbick, die ersten Schneeglöckchen. Ich konnte es kaum glauben, aber sie kämpfen sich tapfer durch den Matsch und ihr grün macht Mut. Mut, dass der Winter bald vorbei sein wird und dann wieder Farbe das trübe grau ablösen wird.

Montag, 23. Februar 2009

Schlaglöcher zählen

Wie jedes Jahr, der Schnee geht, die Schlaglöcher kommen und werden auch wie jedes Jahr wieder bleiben, denn die Stadt ist ja Pleite. Wer als Neuberliner Auto in dieser Stadt fährt wundert sich zunächst über den immer etwas eirigen Fahrstil der anderen hier ansässigen Bewohner. Das hat aber nichts mit der omnipotenten Feierlaune der Berliner zu tun, nein, diese Lösung wäre zwar sicherlich möglich aber dann doch viel zu einfach. Es liegt an den sich jeden Winter wie von Wunderhand ganz alleine vermehrenden Schlaglöchern, die man verteilt über die gesamte Stadt antreffen kann. Und wer hier wohnt, der weiß eben auch, wo sie sich befinden und schlängelt sich auf der Straße um sie herum, sieht komisch aus, macht aber bei der tiefe mancher dieser Schwarzen Löcher durchaus Sinn, denn kaputte Stoßdämpfer sind teuer! Also, viel Spaß beim Mitschlängeln!

Freitag, 20. Februar 2009

Schneedepressionen

Als ich klein war, damals, da war Schnee etwas Tolles, endlich Rodeln gehen, Schneeballschlachten feiern und Schnee-Engel machen. Jetzt nervt es mich einfach nur. Mich nervt es, früher los zu müssen, um in dem Chaos pünktlich zur Arbeit zu kommen, mich nervt das allmorgendliche Auto freilegen, die Nässe an den Füßen, die kalten eisigen Finger, das Rutschen, wenn man aus der Haustür tritt und auf der Straße an den Ampeln, das Knirschen des Schnees unter meinen Füßen und überhaupt, das eintönige grau-weiß, das über Berlin und Brandenburg hängt wie eine Wolke aus Farbblende. Außerdem, was soll Berlin mit dem Schnee? Seine graue Blässe überdecken? Den Hundekot verstecken? Mh, klappt beides nicht wirklich gut, von daher brauchen wir auch keinen Schnee!

Sonntag, 15. Februar 2009

Isch kann auch mit Gefühl

Ahnungslos sitze ich beim Mittagessen, das Handy klingelt, unbekannter Teilnehmer. Ich drücke die grüne Taste und bereue es im gleichen Moment, auf mein unmotiviertes Ja erfolgt eine Worttirade aus der ich Dinge wie Telekom Kundenservice verstehen kann. Mist, denke ich mir, muss das gerade jetzt sein und blicke auf mein derzeit noch warmes Essen, bin aber dennoch zu freundlich, um einfach aufzulegen. Kaum dass der Mann am anderen Ende der Leitung merkt, das ich dran bin, liest er absolut grausamst betont, desinteressiert und gelangweilt seinen Text vom Monitor oder Zettel ab. Nach etwa zwei Minuten halte ich es nicht mehr aus und breche in schallendes Gelächter aus, weil ich mir vorstelle, wie dieser Mensch gerade derart schlecht versucht, mich von irgendetwas zu überzeugen, was mich eh nicht interessiert. Ich will es beenden und sage, wir können hier abbrechen, es interessiert mich nicht. Darauf rappelt er mit leicht fremden Akzent los, warum eine junge hübsche Frau sich nicht für ein gutes Angebot interessiert. Ich muss derart lachen, das ich kaum antworten kann. Zwischen den Lachsalven versuche ich ihm freundlich zu vermitteln, das ich noch nie in meinem ganzen Leben einen Telefonkerl in der Leitung hatte, der derart schlecht Telefonmarketing gemacht hat. Schließlich habe ich das ja auch 10 Jahre gemacht. Daraufhin haucht er in den Hörer: Isch kann auch mit Gefühl woraufhin ich beim Auflegen in den Hörer hauche, Danke,darauf würde ich lieber verzichten.

Montag, 9. Februar 2009

Ferienende

Hilfe, die Ferien sind zu Ende! So oder so ähnlich waren heute früh auf meinem Arbeitsweg meine Gedanken als ich bei leichtem Schneefall auf den Berliner Straßen unterwegs war. Plötzlich war es wieder voll und vor allem, plötzlich fuhren wieder viele ängstliche Fahrer, die bis gestern in den Skigebieten unterwegs waren, nicht mehr selbstsicher mit Skiern herum sondern samt Sommerreifen in ihren Autos durch die Stadt. Und jedes Mal wieder Frage ich mich, warum um alles in der Welt fahren diese Leute nicht einfach mit der BVG? Dabei könnte es doch für sie und mich alles soooo einfach sein, ich finde ja, die BVG sollte eine Art Winterabo anbieten, das solche Angsthasen berechtigt, nach einer einmaligen Zahlung den ganzen Winter über bei Schneefall mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, das wäre doch die Idee!

Sonntag, 1. Februar 2009

Schwarz zu Blau

Es ist schon komisch, ganz manchmal hört man in irgendeiner Situation ein Lied und denkt sich, wow, das könnte tatsächlich der Soundtrack zu meinem Leben gerade sein, woher wusste der/die das?
So geht mir das gerade mit dem wunderbaren Lied Schwarz zu Blau von Peter Fox, das irgendwie zu meiner Beziehung zu Berlin passt. Nicht immer schön, aber dann doch unverzichtbar, nicht immer angenehm aber trotzdem besser als alles andere.

Am Ende des Liedes heißt es so treffend:

Guten Morgen Berlin
du kannst so häßlich sein
so dreckig und grau
Du kannst so schön schrecklich sein
deine Nächte fressen mich auf
es wird für mich wohl das Beste sein
ich geh nach Hause und schlaf mich aus
Und während ich durch die Straßen laufe
Wird's langsam... Schwarz zu Blau

Ich bin kaputt
Und reib mir aus meinen Augen deinen Staub
Du bist nicht schön
Und das weißt du auch
Dein Panorama versaut
Siehst nicht mal schön von weitem aus
Doch die Sonne geht gerade auf
Und ich weiß, ob ich will oder nicht
dass ich dich zum Atmen brauch.

Und wer jetzt neugierig geworden ist, zu sehen und hören gibt es das Video bei You Tube und soviel sei gesagt, auch das Video ist ganz anders, als man denken würde und gerade das ist gut!

Und mit der Meinung bin ich nicht alleine...Peter Fox hat den Bundesvision Song Contest gewonnen!

Freitag, 30. Januar 2009

Ende mit Schrecken

Getreu dem Motto des Blogs hatte ich heute ein Erlebnis der dritten Art. Hatte heute meinen letzten Arbeitstag in meinem alten Job, bin zwar krank geschrieben, musste aber zur Übergabe hin. Habe also meinen Schrank leer geräumt alles eingesammelt, die Schlüsselübergabe erledigt und mich dann von meiner Chefin, für die ich die letzten 8 Monate gearbeitet habe, verabschiedet. Auf die Frage, was denn mit einem Arbeitszeugnis sei, sagte diese dann zu mir: „Wie, sie wollen für den einen Monat, den sie da waren, ein Arbeitszeugnis?“ Ich meinte dann trocken „8 Monate“ woraufhin sie nur verdattert guckte und hektisch sagte „Wie die Zeit vergeht…hahaha!“ und ich mir nur dachte, dass das doch alles da nicht war sein kann….manchmal ist es wirklich getreu dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende….

Dienstag, 27. Januar 2009

Autoaufschriften

Eine neue Methode der Personifizierung scheint das Bekleben von Autos mit super individuellen Botschaften zu sein, die man als Außenstehender mal mehr und mal weniger als lustig empfindet. Manches, wie "Schluck, Du Luder" ist aber auch schon peinlich-lustig. Jeden Tag bin ich wieder auf ein Neues gespannt, was mir wieder für sinnige oder unsinnige Texte auf irgendwelchen Heckklappen oder Heckfenstern entgegenprangen werden.
Heute gab es mal ein unterhaltsames Beispiel dazu, ein Golf eins Cabriolet mit geschlossenes Verdeck auf dem Hinten "heute geschlossen" stand, endlich mal eine feinsinnige Art und Weise, einen Spruch anzubringen. Ganz anders dazu stand auf einem Opel "Politiker sind Lumpenpack", dieses Auto wurde dabei eindeutig von jemandem gefahren, dessen Hintern samt dem Auto, in dem er saß, vermutlich von der Allgemeinheit bezahlt und unterhalten wird, weshalb ich mich fragte, warum er mit der Politik unzufrieden ist. Vielleicht trauert er immer noch dem ALG II hinterher? Ebenso schön die Aufschrift "Kinderschänder sind Verbrecher", okay, nicht unwahr, aber warum um Himmels Willen klebe ich mir diese allgemein gültige Aussage auf meinen Kofferraum? Weil ich BZ-Redakteur und gerade an eine heißen Story dran bin? Oder weil ich das schon immer mal sagen wollte, mir aber nie jemand zugehört hat? Dann würde das ja einen ganz neuen Markt eröffnen, verschaffe Dir endlich Gehör für alles, was Du schon immer mal sagen wolltest, demnächst gibt es bestimmt so Spruchklebesets aus einzelnen Buchstaben, damit man mit der Parole des Tages durch die Gegend fahren kann, cool! Glaube, ich würde dann als erstes einfach nur "..." kleben, damit sich jeder seine eigene Tagesmessage dazu denken könnte, als kleine Denkpause und bis es soweit ist, lese ich weiter fasziniert, was andere Straßenverkehrsteilnehmer meinen, uns anderen mitteilen zu müssen.
Der Aufkleber dagegen passt super, vor allem wenn die Mama mit ihren drei Töchtern unterwegs ist :) Danke an M. K. für das Bildsponsoring!