Sonntag, 23. November 2008

Das graue Gesicht

Es ist wieder soweit, Berlin zeigt wieder einmal sein zweites Gesicht, das graue, das winterliche, das griesgrämige. Es beginnt immer kurz nach der Zeitumstellung, wenn es wieder morgens und abends dunkel ist, kurz nachdem die Temperaturen das erste Mal unter Null gefallen sind. Sobald die Blätter von den Bäumen gefallen und die Reifen der Autos gewechselt sind. Man trägt grau, dies gilt für die Stadt und genauso für ihre Bewohner, Touristen erkennt man an den Farben, die sie tragen, rot, blau und gelb, sowas trägt im Winter kein Berliner! Man paßt sich seiner Stadt an, auch in der Laune. Zu Weihnachten gibt sich jeder noch etwas Mühe aber spätestens ab dem 1. Januar fällt jeder Berliner in einer Winterdpression der schlechten Laune die sich erst wieder langsam lüftet, wenn es warm genung ist, um seinen Kaffee auf der Straße in der Sonne zu trinken. Aber wenn man hier lebt ist das alles gar nicht so schlimm, wie es sich vielleicht anhört, ein bisschen Gegrummel kann durchaus befreiend wirken und grau gibt es ja zum Glück und dank H & M in viele kaufbaren Schattierungen. In diesem Sinne, grau und gut!

Kommentare:

Schneeweisschen hat gesagt…

Vielleicht gehe ich ja mit einer rosaroten Brille durch Berlin, aber irgendwie kann ich das mit dem Grau und der Laune nicht nachvollziehen. Ich habe es bis jetzt immer für ein Vorurteil gehalten.

Saphena hat gesagt…

Du bist doch auch ne echte Berlinerin oder? :))