Samstag, 30. August 2008

An einem Samstag in Berlin

Herrlich, ausschlafen, die Sonne kitzelt, egal, weiterschlafen, geniessen, frei haben nochmal schnell umdrehen, die Katze kraueln und doch noch weiterschlafen, herrlich, ein Samstag, der Einsteig in ein freies Wochenende, erst der Anfang, nicht das Ende, wie der Sonntag, alles steht offen, es beginnt. Aufstehen, alles in Ruhe machen und mit Freunden in Kreuzberg Kaffee trinken, das schöne Endsommerwetter geniessen, die Seele baumeln lassen und anderen bei der gleichen Freizeitbeschäftigung zusehen, ideal, herrlich. Endlich einmal entspannt einkaufen, über hektische Leute lächelnd hinwegblicken und sich denken, egal, heute nicht, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Abends noch einen Wein trinken gehen, heute einmal kein Bier, heute ist Entspannen angesagt, da gibt es mal was anderes, Prost, auf diesen wunderbaren Samstag in Berlin!

Dienstag, 26. August 2008

Motivation und andere Hindernisse

Es gibt so Tage...Tage, an denen alles schlecht ist und nichts klappt...an diesen Tagen sehnt man sich nach etwas, was einen motivieren könnte, zum Weitermachen bringen könnte, einen Sinn geben würde. Man wartet und wartet, doch meist vergebens, denn Motivation ist etwas seltenes, erst recht, wenn es einem verloren gegangen zu sein scheint. Dann wird Motivation nicht zu etwas Positivem sondern eher schon zu einem fast unüberbrückbaren Hindernis, eine nahezu unüberwindliche Mauer, die einen umzingelt und am fröhlichen Weitermachen hindert. Berlin als Stadt kann dann gut tun oder einen im Winter erst recht hinunterziehen und demotivieren, je nachdem, wie warm oder kalt es ist und ob die Sonne scheint oder alles noch grauer wirkt, als man eh schon selber in Gedanken ist. Wenn aber so wie derzeit noch die Sonne an einem strahlend blauen Himmer steht, dann kann es ihr tatsächlich gelingen, die Mauer zu überschreiten und Licht in die Dunkelheit zu bringen, damit die Motivation wieder zu einem zurück findet. Erst spührt man das Licht, dann die Wärme und schlußendlich blickt man lächelnd auf den zurückbleibenden Trümmerhaufen und sagt sich, na, ja, es wird schon...und wenn nicht heute...dann vielleicht wenigstens wieder morgen!

Donnerstag, 21. August 2008

Siegelse

Mittelpunkt

Mitesser....

Es wird Herbst...warum ich das weiß? Ganz einfach, es liegen bzw. fliegen wieder jede Menge Mitesser in der Luft. Keine kleinen schwarzen Punkte, sondern summende gelb-schwarze Subjekte, die besonders scharf auf Zucker und Eiweiß sind. Egal wo man steht und geht, es brummt und summt und wenn man nicht aufpaßt, dann piekst es gerne auch mal schmerzhaft. Blöde Bister! In Ruhe draußen Essen oder Trinken...Fehlanzeige. Sobald etwas Leckeres auf dem Tisch steht wird man angeflogen und umschwirrt...brrrrrr. Klar, auch Wespen wissen, was gut ist, das Gemeine ist nur, sie wollen einfach nicht mit uns teilen und knabbern energisch an allem, was ihnen vor die Mundwerkzeuge kommt. In diesem Sinne, guten Appetit, auch an unsere beflügelten Mitberliner!

Sonntag, 3. August 2008

Die Stadt des Bieres

Einmal im Jahr wird Berlin anders, anders als sonst. Sonst wird hier auch gerne Bier getrunken, aber besonders gern das Bier aus Berlin, zwar auch mal gerne aus Köln oder Bayern, aber doch auch vor allem und überhaupt aus Berlin.
Im Sommer ist aber vieles anders und so verwandelt sich die Karl-Marx-Allee einmal im Jahr zum Traum oder auch Alptraum für jeden Biertrinker und Kenner. Der Bereich zwischen Straußberger Platz und Frankfurter Tor wird zum Berliner Bierfestival, sprich zur Budenmeile mit Schwerpunkt Essen vor Trinken. Touris und Einheimische schieben sich zwischen den Wagen der kleinen und großen Bierbrauereien entlang und experimentieren sich durch Biersorten, die die Welt vielleicht nicht immer braucht, die nun aber mal auf dem Markt sind. Und man merke, nur weil Bier drauf steht, ist nicht immer auch wirklich Bier drin, trotzdem, probieren macht einfach Spaß und Bier trinken ja sowieso, wer braucht schon das Deutsche Reinheitsgebot, wenn er Mangobier in der Sonne trinken kann. Dazu gibt es Bühnen, auf denen vorzugsweise Alt-68er so tun, als wären sie Bob Dylan und versuchen, ein wenig Spirit in eine kommerzielle Veranstaltung zu bekommen, klappt nicht immer, kann aber durchaus unterhaltsam sein. Und schließlich geht es ja um Bier, nicht um Musik. Das Publikum ist bunt gemischt, auffällig ist aber, wie viele Männer in Gruppen auftreten und extra T-Shirts für Trinkgelage mit ihren Gruppen und Namen haben. Sei es, um nicht zu vergessen, mit wem sie weitergehen müssen oder um später auch von der Polizei wieder richtig abgeliefert zu werden. Kann praktisch sein, sieht aber doch irgendwie peinlich aus, Ballermann eben, vermutlich. Wer sich aber von alledem nicht abschrecken lässt, der kann das durchaus Spaß haben, Bierchen aussuchen, hinsetzen und beim Leute gucken, Sonne genießen. Was will man mehr!