Mittwoch, 23. Juli 2008

Das räuspernde Trio

Besuch beim Nachbarn, beim Nachbarn von Berlin, also Brandenburg. Vorhang auf, Kleinstadt, Sparkasse. Kundin betritt den Raum, drei Damen bemühen sich verzweifelt, was auch immer sie im Mund haben, herunterzuschlucken. Eine steht und hat den schwarzen Peter, sie muss noch schneller Kauen und Schlucken als die anderne beiden, da ihr Weg an den Bedienthresen der kürzeste ist. Es gelingt ihr schließlich zwischen dem Mundinhalt ein als "Guten Tag" verständliches Wortgemisch zwischen den Lippen hervorzupressen. Die Kundin trägt ihr Anliegen vor und unter verzweifelten Schluckakten und Räuspergeräuschen wird sie von der stehenden Dame bedient. Die anderen beiden Damen schieben sich schnell noch einen Happen in den Mund, es ist schließlich Frühstückszeit, doch betreten auch schon weitere Kunden den Dienstraum und es beginnt ein wahres Räusperkonzert. Der Vorgang bei der ersten Kundin ist erledigt, die Kundin packt ihre Sachen und schaut Richtung Schreibtisch, dort befinden sich die Übeltäter, bzw. was davon noch übrig ist, drei kleine Stückchen Apfel. Herrlich zu sehen, wie ein bisschen Apfel aus souveränen Bänkerinnen ein unseriöses räusperndes Trio gemacht hat.
Und die Moral von der Geschicht, vor Kunden iß´ Dein Äpfelchen nicht...oder Schluck es dann wenigstens anständig herunter!

Montag, 21. Juli 2008

Die kriegen was gebacken - Feinbäckerei

Schwäbisch Küche, geliebt und gehaßt, wer sucht, der findet, in der Feinbeckerei in Berlin Schöneberg. Früher wurde hier wirklich gebacken, heute ist der Gastraum nicht schön aber gemütlich und einladend. Der Service ist freundlich und bedient auch bei großem Andrang auf der wunderbaren Bürgersteigterrasse souverän und flink. Sehr zu empfehlen sind die Schupfnudeln mit Kraut und Bratwürstchen, aber auch die Käsespätzle sind nicht zu verachten und die Küche ist insgesamt grundsolide und lecker. Hier läuft entspannt das Bier, während man die hektischen Leute auf der Hauptstraße beobachtet. Schwäbische Lebensart, schmackhaft präsentiert.

Ergänzung Herbst 2012:

Gleiche Besitzer aber etwas andere Speisekarte, dafür gleich um die Ecke auf der Roten Insel in Schöneberg: Wirtshaus Heuberger!
Großer Biergarten, charmanter Gastraum, flotter Service und eine klasse Küche!

Dienstag, 15. Juli 2008

Schlemmerei in der Libauer Straße

Ab und an passieren Dinge, die man nicht umbedingt für möglich gehalten hatte...der Bus wartet auf einen, man hat schönes Wetter in Hamburg oder...man findet in Berlin einen richtig guten Italiener. So geschehen am Sonntag Abend, wo wir dank einer Verabredung mit Freunden in der Trattoria Libau im Friedrichshain essen waren.
Nach kurzer Wartezeit vor dem Lokal ergattert wir einen der wenigen Außensitzplätze und harrten gespannt der Dinge, da da kommen könnten. Italiener sind in Berlin ein Phänomen und reichen von arabaisch-türkisch angehauchter italienischer Küche bis hin zu vorzüglichen Gerichten, was würde es hier sein?
Ein echter freundlicher Italiener (jawohl!) nahm unsere Bestellung auf, 3x Pizza, einmal Pasta und nach kurzer Zeit gab es Getränke und Brot und wie im Flug verging die Zeit, bis uns die im Steinofen gebackene riesige knusprige Pizza gebracht wurde. Der Teig war perfekt, schmackhaft und auf den Punkt fertig. Und auch mit dem Belag wird hier nicht gespart. Am Ende gab es noch Tiramisu, was zwar sehr lecker war, dessen Kekse aber gerne noch etwas länger im Kaffeelikör gelegen hätten, aber es kann nicht alles perfekt sein.
Aber auch der Rest des Service (ebenfalls zum Teil echte Italiener) war freundlich und flott und wir verbrachten einen kulinarisch höchst erfolgreichen leckeren Abend.
Es gibt sie also doch, die kleinen Wunder in der Stadt!

Samstag, 12. Juli 2008

Die alte Stadt

Eigentlich ist Berlin doch eine junge Stadt, arm aber sexy, cool und immer in Bewegung, zumindest möchte die Stadt einen das denken lassen. Ganz andere Gedanken bekommt aber, wer am Samstag mal gegen Mittag einkaufen geht, dann ist es eine alte Stadt, denn in den Supermärkten im Kiez wechselt dann das Regiment und die Alten haben das Sagen. Das Jungvolk schläft noch und dann schlägt die Stunde der Renter, sie erobern die Supermärkte, am Stock, im Rollstuhl und mit ihren Rollatoren, gefährlich, wer sich dann in die Gänge wagt. Ein kleiner Schwenk mit dem fahrbaren Untersatz, da ein kleiner Rempler mit dem Stock, die Jungen werden geschickt und behende in ihre Grenzen verwiesen, wenn sie es doch wagen, schnell noch etwas kaufen zu wollen, denn schnell ist nicht drin, sogar verboten. Geschickt werden Einkaufswagen so platziert, dass einfach kein Durchkommen ist und wer dann doch mal vorsichtigt fragt, ob er durch könne wird mit einem knappen "gfrpgrgfpdofasfdj, das sehen sie doch!" abgespeist und muss warten oder wenden und sein Glück im nächsten Gang versuchen, vielleicht hat er Glück und die nächste Barrikade erlaubt noch ein Durchzwängen unter bösen Blicken. Aber nur vielleicht. Froh ist, wer zum einen lange genung Schlafen kann, alles im Haus hat und nicht gegen Mittag einkaufen gehen muss oder, wer gemeinsam mit Oma oder Opa einkaufen geht, denn dann kann einem auch nichts passieren. Für alle anderen gilt, vorsicht, auch Berlin ist eine alte gefährliche Stadt, man muss nur wissen,wo und wann!

Mittwoch, 9. Juli 2008

Carsharing statt Carbesitzing


Netter Weise darf ich gerade etwas Neues ausprobieren...nichts Kosmetisches und auch nix zu Essen, sondern eine echte Alternative für Leute, die in Berlin wohnen und kein Auto haben. Dank trnd kann ich gerade das Prinzip des Sixti Clubs testen, ein Carsharinmodel von Sixt, so ein bisschen auf jung und dynamisch getrimmt dank der zum Sharing angebotenen Autos wie Smart, Mini, 1 er BMW und Mercedes B-Klasse. Die Idee ist einfach, man braucht ein Auto, schnell und kein Freund hat gerade eines zur Verfügung, kein Problem, man meldet sich einmalig in einer Filiale an, zahlt eines Jahresgebühr von 59 bis 79 Euro und schon kann man sich per Internet oder Telefon ein Auto für die gewünschte Zeit am gewünschten Ort reservieren. Standorte sind bisher überwigend stadtzentral, wie z.B. Hauptbahnhof, Europacenter, Ostbahnhof etc, es sollen aber noch mehr Stationen dazu kommen. Als Kosten fallen eine stündliche Gebühr und Kilometerkosten an, bleibt aber alles noch im Rahmen und ich kann bestätigen, von der Anmeldung in der Sixt-Filiale, über die Buchungim Internet bis zum Auto holen und zurückbringen ist alles herrlich einfach und unkompliziert, selber ausprobiert und für praktisch befunden!
Und Mini fahren macht einfach gute Laune, also genau das Richtige, wenn der Regen gerade wieder einmal den Sommer vertreibt!

Dienstag, 1. Juli 2008

Frauen sammeln...bei Fresh Line im Alexa

Wie muss ein idealer Laden für Frauen aussehen? Wer sich diese Frage schon Mal gestellt hat, der könnte bei Fresh Line im Alexa in Berlin fündig werden. Sobald man den Laden betritt werden wenigstens zwei Sinne bedient, die Ästhetik der Einrichtung erfreut das Auge und die angebotenen Kosmtika mit ihrem Duft begeistern die Nase, wow! Die Marke samt ihrer Artikel kommt aus Griechenland und erinnert doch sehr an Lush; Seifen werden von Torten und anderen massiven Dingen am Stück abgeschnitten angeboten, es gibt jede Menge Badebomen, Duschgele, Bodylotions, frische Gesichtsmasken aus der Kühltheke und anderes mehr, allerdings wirkt der Laden reifer und durchdachter als die Lush-Stores in Berlin, angbelich sind auch alle Kosmetika hochwertiger, wobei man sich dazu sicherlich selber eine Meinung bilden muss um das zu entscheiden Also vorbeigehen, angucken, reichen, geniessen und ausprobieren. Die Verkäuferinnen sind leider allerdings nicht so nett und lustig wie bei Lush, man versucht halt als exklusiver rüberzukommen, das Wissen zu den Produkten kann aber durchaus weiter helfen und man wird gut beraten.
Fresh Line, ein kleines Paradies für Frauen und ideal zum Sammeln! Test the Taste ;)