Samstag, 28. Juni 2008

Nix ist mehr, wie es einmal war

Dass die Oranienburger Straße heutzutage mehr ein Ort der Touristenabzocke als des Coolseins ist, war klar, auch schon vor gestern abend, aber wie verkommen diese ehemals wunderbare Weggehmeile wirklich ist, hat erschreckt. Flatratesaufen und F****n scheinen dort zu dominieren, wo man einst gepflegt Essen und Trinken konnte, eilige Geschäftleute und schäbig wirkende Touristen suchen die schnelle Nummer und peinlichstes Jungvolk rennt im Suff prollig pöbelnd den Gehweg entlang.
Und vermutlich steht immer noch in jedem Reiseführer über Berlin auf der ganzen Welt, dass die Oranienburger Straße ein "Geheimtipp zum Weggehen" ist. Dieses eine Mal sollte man den Geheimtipp dann wortwörtlich nehmen und weg gehen, weg von der Oranienburger Straße in Berlins Mitte, weg, soweit man kann!

Freitag, 27. Juni 2008

Was wäre...

Was wäre...
... wenn man wirklich immer allen sagt, was man sagen will?
... wenn man ab heute nur noch ehrlich ist?
... keine Lügen mehr erlaubt wären?
Wäre die Welt dann wirklich ein besserer Ort? Wären wir dann glücklicher, zufriedener, froher?
Kann ich ja nicht glauben...kann das jemand? Will das jemand? Wird das jemand?
Zweifel.

Samstag, 21. Juni 2008

Modern Living

Kreuzberg war ja schon immer moderner als Rest der Stadt...und die Hotelzimmer erst...

Donnerstag, 19. Juni 2008

Nachtschicht

Nachts kommen komische Dinge ans Licht, trotz der Dunkelheit, das merkt man schon an den Anrufen. Tagsüber würde nie jemand so anrufen. Komisch. Nachts heißt es plötzlich "...ich hätte da mal eine Frage...aber ich habe mich schon im Internet schlau gemacht...und ich komme jetzt bestimmt nicht so weit raus"...wogegen es tagsüber meist nur heißt "...haben das und das Problem...wann können wir kommen?". Natürlich unterscheidet sich auch der Ton, Ersteres wird immer trotzig-patzig vorgetragen, so als müssen man doch selber schön blöd sein, wenn man ans Telefon geht wogegen das Zweite stets freundlich-höflich angefragt wird. Dabei ist es doch eigentlich genau anders, also völlig verdreht. Nachts gibt es nur wenige Anlaufpunkte, da sollte man freundlich sein und tagsüber kann man sich aus hunderten Angeboten etwas aussuchen. Aber das interessiert nicht, warum auch, ein Blöder wird schon immer die Gabel heben, tut er/sie/es ja auch. Also bloß nicht nett sein, schließlich ist es nacht und da hat keiner Zeit, ist schließlich dunkel dann. Meint man. Denkt man. Glaubt man.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Frankreich vs. Italien

Ok, es soll ja immer der bessere gewinnen...schauen wir also mal näher hin.
Italien ist ein wunderschönes Land...Frankreich auch.
Italien hat tolles Essen...Frankreich auch.
Italiens Weine sind herrlich...Frankreichs auch.
Italiener sind Vollblutmänner....Franzosen auch.
Italien hat Strände ohne Ende...Frankreich auch.
Italien hat hohe Berge....Frankreich auch.
Italien hat einen große Radsportveranstaltung...Frankreich auch.
Italien spielt Fußball...Frankreich auch.
Italien ist eine Runde weiter....Frankreich nicht.
Schade. Irgendwie. Sah für Frankreich im direkten Vergleich doch gar nicht so schlecht aus. Im Allgemeinen.

Dienstag, 17. Juni 2008

Ein freier Tag

Freiheit kann auch sein, an einem freien Tag bei McD Mittag zu essen statt in der heimischen Küche zu stehen, nicht lecker, aber praktisch, nicht nahrhaft, aber sättigend. Nebenbei kann man wunderbar bösen Gedanken nachgehen...wie z.B. wie man mit Chicken McNuggets die Weltbevölkerung dezimieren kann. Böse, böse, tut aber gut, so böse Gedanken, nicht immer, aber manchmal schon.Und man kann auch herrlich Leute beobachten, wer kommt wer geht, wer was isst und wer wie ist, kurweilig kommt da keine Langeweile auf, schon gar nicht am Bahnhof, wo immer Menschen kommen und gehen. Reisen wäre jetzt auch schön, geht aber gerade nicht, schade, würde gut tun, so alles einmal hinter sich zu lassen, wenn auch nur kurz, wäre egal. Hauptsache weg. Is aber nich, also bloß nicht zu lange darüber nachdenken, sonst wird man wehmütig, wäre nicht gut, täte nicht gut. Also geht es weiter im Tag, immer weiter im Takt, bis zum Abend, bis morgen. Wir werden sehen, was das bringt.