Montag, 29. Dezember 2008

Zum Schluß

Das Jahresende naht, anstatt mir aber gute Vorsätze vorzunehmen will ich lieber mit dem alten Jahr aufräumen und mir vornehmen, gemachte Fehler nicht zu wiederholen! Denke, das macht viel mehr Sinn, als sich wieder und wieder die gleichen Dinge vorzunehmen, die man aber spätestens ab dem 2. Januar des neuen Jahres eh nicht umsetzen wird, okay, oder zumindest die meisten der guten Vorsätze verschwinden irgendwo im schlechten-Gewissen-Nirwana eines jeden Kopfes.
Also ich werde....
...mich beim Arbeiten nicht mehr ärgern lassen.
...weniger mit meinem Freund meckern.
...nicht mehr immer und zu jedem freundlich sein, sondern auch mal zurückschimpfen.
...meiner Putzfrau sagen, was nicht gut ist und nicht immer nur zufrieden tun.
...mich weniger beim Autofahren aufregen.
...Geld sparen, wenigstens ein bisschen.
...weniger Schuhe und Handtaschen kaufen.
und...und...und...mal gucken, was ich davon schaffe!

Sonntag, 28. Dezember 2008

Be Berlin


Gestern Abend im Madonna, zwischen Whiskey und Bier, der Weg zur Toilette, davor einer dieser Flyer- und Gutscheinständer, inmitten des Chaos ein Zettel der städtischen Be Berlin Kampagne, aber keiner mit Vorgabe, nein, einer zum selber ausfüllen. Dies verführte im leicht angeheiterten Zustand zu lustigen Kombinationen, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Be cool, Be Neukölln, Be Berlin

Be Hundekot, Be dreckiger Park, Be Berlin

Be Schienenersatzverkehr, Be verspäteter BVG Service, Be Berlin

Be schlecht gelaunt, Be unfreundlich, Be Berlin

und so weiter, jeder wie er mag, will und Be Berlin ist!
Viel Spass beim Phantasieren!

Dienstag, 23. Dezember 2008

Zu Gedenken an...

den zwar noch lebenden aber heute seinen 90. Geburtstag feiernden Helmut Schmidt, der Hamburger Jung von nebenan. Mein persönlicher Lieblingsspruch von Schmidt-Schnauze:

"Wenn sie Visionen haben, dann gehen sie doch zum Arzt"

Realität kurz und knackig gut verpackt, danke Helmut für diese Ehrlichkeit eines Politikers!

Unterwegs

Unterwegs zur Arbeit auf der Landsberger Allee. Autos um Autos, einige überholen mich, einige überhole ich. Plötzlich brummt ein blauer alter Astra an mir vorbei, aufgemotzt mit Doppelauspuff, heißt das auch Doppeldoof? Dazu auf der schlecht nachgetönten Heckscheibe die altdeutschen Wörter "Schluck Du Luder". Was will mir dieser Fahrer sagen, entweder, das er eine spritfressende Schrottkarre fährt und er stolz darauf ist? Oder, das sein Auto genauso viel schlucken kann wie sein Luder...ähm, entschuldigung, seine Lady? Aber was schluckt seine Freundin dann? Dreck? Benzin? Oder Dinge, über die ich gar nicht näher nachdenken möchte? Zum Glück muss ich abbiegen und werde dank eines roten Stoppschildes jäh aus meinen Gedanken gerissen, trotzdem würde mich ja schon mal interessieren, was er genau damit meint...oder besser nicht, weil die Antwort zu langweilig und enttäuschend wäre? Man weiß es nicht und manchmal kann nicht zu wissen auch eindeutig ein Vorteil sein!

Montag, 8. Dezember 2008

Fundstücke zum Schenken


Für Berliner:
Ein Stadtkind-Abo, nettes kleines Stadtblatt mit erstaunlich guten Interviews und Ansichten, nur überflüssig: Die TV-Übersicht, aber irgendwie muss man ja seine Seiten voll bekommen, ansonsten lesenwert, wenn man Berliner ist oder hier wohnt. Wobei ... warum eigentlich ein Abo verschenken, die Website selber ist auch schon lesenwert genung, schick und übersichtlich.

Samstag, 6. Dezember 2008

Warten und Drängeln

Heute habe ich etwas sehr peinliches getan. Um nicht im vorweihnachtlichen Gedränge

unterzugehen bin ich früh aufgestanden und auch schon früh in die Stadt gefahren.
So früh, das ich mich mit diversen anderen Menschen vor dem KaDeWe herumtreiben musste,
bis dieses endlich seine Tore für die Besucher öffnete. Mit mir warteten eigentlich
nur Rentner und Touristen, weil vermutlich kein anderer Berliner mittleren Alters
diesen Fehler begeht. Kaum wurden die Türen aufgeschlossen, ergoss sich die wild
drängelnde Menschenmasse ins Kaufhaus.
Ich stand erstmal baff vor der Tür, war es mir doch rätselhaft warum Menschen drängeln,
um in ein leeres Kaufhaus zu kommen, in dem es auch definitiv nichts umsonst gibt.
Kopfschüttelnd betrat ich 5 Minuten nach dem Mob das KaDeWe, von den Dränglern war
zu diesem Zeitpunkt schon nichts mehr zu sehen, sie waren im weihnachtlichen Zauberwald
verschwunden. Einen Vorteil hatte das früh da sein aber doch, ich konnte in Ruhe in
die Feinschmeckeretage fahren und meine Geschenke kaufen und wurde von noch gut
gelaunten Verkäuferinnen bedient, vermutlich war denen der drängelnde Mob noch nicht
begegnet, weil dieser im Fahrstuhl stecken geblieben ist.

Donnerstag, 27. November 2008

Pizza am Ballermann


Inspiriert durch meinen Reiseführer zu Mallorca besuchten wir die gastronomischen Empfehlungen in der Nähe unseres Urlaubshotels an der Playa de Palma. Dazu gehörte auch das Restaurant Plaza.

ERREICHBARKEIT

Das Plaza befindet sich direkt in einer Ecke des RIU-Centers, unweit des Strandes, der Schinkenstraße und eigentlich mitten am Ballermann. In der Nebensaison, wo wir dort waren, geht es dort aber sehr ruhig und angenehm zu, da die meisten Billigbierkneipen zu haben und überwiegend ältere Ehepaare dort überwintern. Parkplätze sind einige wenige um die Ecke vorhanden und eine Bushaltestelle ist fast direkt vor der Haustür, die die Playa direkt mit Palma verbindet. Für uns war der besuch aber nur mit 15 Minuten Fußmarsch entlang der wunderschönen Strandpromenade verbunden, also ein stressfreier Katzensprung.

ATMOSPHÄRE

Die Atmosphäre ist klar aber trotzdem gemütlich. Der Gastraum wirkt relativ groß, ist aber so geschickt bestuhlt und eingerichtet, das man überall kleinere Ecken zum Sitzen hat und kein Bahnhofshallenambiente aufkommt. Bei schönem Wetter kann man auf sehr bequemen Stühlen auf der großen Außenterrasse sitzen, dafür war es abends allerdings zu kühl, so das wir am großen Fenster platz nahmen, auch ohne Reservierung scheint dies in der Nebensaison kein Problem zu sein. Wir konnten gleichzeitig auf die gut ausgestatte Bar sowie auf den großen Pizzaholzofen schauen, hatten also das ganze Geschehen im Blick.

PUBLIKUM

Das Publikum bestand überwiegend aus älteren Paaren und Gruppen, viele Touristen aber auch genauso viele Spanier, diese dann aber eher jüngeren Alters, so Mitte zwanzig bis Mitte dreißig. Alle eher etwas schicker, in ruhige Gespräche vertieft und sehr angenehm als Mitesser im gleichen Restaurant.

KÜCHE

Spezialität des Hauses ist die frisch im Steinofen gebackene Pizza, dazu gibt es diverse Pasta-, Fleisch- und Fischgerichte ergänzt durch Vorspeisen, Salate und Nachttische. Wir verzichteten auf eine Vorspeise und entschieden und beide für eine Pizza, problemlos konnte mein Freund seine noch um eine weitere Zutat erweitern. Beide Pizzen verfügten über einen sehr knusprigen leckeren Boden und waren reichlich belegt. Die Beläge waren sehr schmackhaft und sehr gut aufeinander abgestimmt, nichts war zu wenig oder zu viel, genauso muss frische Pizza sein! Toll war bei meiner Pizza, dass die Parmesanraspel riesig waren, nicht nur ein paar Brocken, sondern so viel, dass es zusammen mit dem frischen Rucola ein wunderbares Geschmackserlebnis war.

Als Nachttisch ließen wir uns hausgemachten Flan schmecken, der hier mit etwas Gries und Zimt verfeinert wurde, eine wahrlich köstliche Kombination. Hinterher waren wir mehr als satt, wir schafften noch nicht einmal mehr einen Espresso.

Getrunken haben wir zum essen einen roten Hauswein der Marke Faustino, er war klar und schnörkellos trocken, schmeckte gut und war sehr bekömmlich. Preislich lag er um 13 Euro für die Flasche, was absolut okay war.

Zusammen mit der Rechnung bekam man einen kleinen Zitronendaiquiri, der eigentlich Lust auf mehr gemacht hätte, wenn wir noch nicht so völlig satt gewesen wären.

SERVICE

Der Service war jung, dynamisch, schnell freundlich und all das ohne aufdringlich zu wirken. Kurz nachdem wir Platz genommen hatten, wurden uns die Karten samt Tagesempfehlung gereicht, schnell kamen die Getränke und ebenso die bestellten Speisen. Regelmäßig wurde sich erkundigt, ob wir noch Wünsche hätten.

Wir bestellten zwar auf Spanisch, aber für Touristen ist die Karte auch auf Englisch und Deutsch geschrieben, so dass man weiß, was man bestellt.

BUDGET-FREUNDLICHKEIT

Das Plaza ist kein Billigrestaurant, auch wenn es mitten am Ballermann liegt. Dies ist aber auch absolut in Ordnung, da die gebotene Qualität ihren Preis haben darf, dabei ist es aber nicht zu teuer. Die Pizzen lagen alle ungefähr zwischen 8 und 12 Euro, was wir als passend empfanden und auch die Getränkepreise passten dazu.

MUSS MAN

Einen Besuch dieser Pizzeria kann ich jedem Mallorca-Besucher oder Einwohner nur wärmstens ans Herz legen. Die Atmosphäre ist ebenso nett wie der Service und die Pizzen sprechen einfach für sich selber, so gut sind sie. Wenn wir mal wieder auf der Insel weilen, werden wir den Weg dorthin nicht scheuen, denn es war wirklich sehr, sehr lecker!

Sonntag, 23. November 2008

Das graue Gesicht

Es ist wieder soweit, Berlin zeigt wieder einmal sein zweites Gesicht, das graue, das winterliche, das griesgrämige. Es beginnt immer kurz nach der Zeitumstellung, wenn es wieder morgens und abends dunkel ist, kurz nachdem die Temperaturen das erste Mal unter Null gefallen sind. Sobald die Blätter von den Bäumen gefallen und die Reifen der Autos gewechselt sind. Man trägt grau, dies gilt für die Stadt und genauso für ihre Bewohner, Touristen erkennt man an den Farben, die sie tragen, rot, blau und gelb, sowas trägt im Winter kein Berliner! Man paßt sich seiner Stadt an, auch in der Laune. Zu Weihnachten gibt sich jeder noch etwas Mühe aber spätestens ab dem 1. Januar fällt jeder Berliner in einer Winterdpression der schlechten Laune die sich erst wieder langsam lüftet, wenn es warm genung ist, um seinen Kaffee auf der Straße in der Sonne zu trinken. Aber wenn man hier lebt ist das alles gar nicht so schlimm, wie es sich vielleicht anhört, ein bisschen Gegrummel kann durchaus befreiend wirken und grau gibt es ja zum Glück und dank H & M in viele kaufbaren Schattierungen. In diesem Sinne, grau und gut!

Mittwoch, 19. November 2008

Haus am See

Music made in Berlin und ich wüßte sogar jemandem, dem ich dieses Lied widmen würde :)
Danke Peter Fox!

Montag, 17. November 2008

Shopping á la Kitsch

Die Site zum Bestellen von Kleinigkeiten aus Stoff:

Wäscheliese

Gott, das es so etwas gibt und vorallem, anscheinend kann man damit Geld verdienen...also, wer auf Kitsch steht, schnell hinklicken und shoppen ;)

XII Apostoles - lecker Pizza


Wenn man in Berlin lebt und gerne Pizza ist, trifft man früher oder später auf die Filialen der 12 Apostel. Netter Weise gibt es auch einen Ableger der Kette auf Mallorca, direkt in Playa de Palma, eine Möglichkeit, besser zu essen, als in den in der Nebensaison offenen kleinen Bars und Imbissen in der Gegend, wo es sonst doch eher Fast Food lastiges Essen gibt.

ERREICHBARKEIT
Das Restaurant 12 Apostel befindet sich rechts neben dem Riu Center, also sehr zentral an der Playa de Palma, ca. 200 m von der Strandpromenade entfernt und unweit einer Bushaltestelle (u. a. die Linie 15, die Palma mit der Playa verbindet und fast alle 5 Minuten fährt).
Mit Parken ist in dieser Gegend sogar in der Nebensaison etwas schwierig und meist kostenpflichtig, daher waren wir froh, dass wir nur einen 15 minütigen Fußmarsch zurücklegen mussten, um das Restaurant zu erreichen. Wirklich verfehlen kann man es nicht, vor allem auch dank des großen Schildes an der Straße, so dass man weiß, wo man abbiegen muss.

ATMOSPHÄRE
Die Atmosphäre ist, wie auch bei allen anderen Restaurants der Kette schön. Wir waren im Dunkeln dort und alles war gedämpft und vor allem durch Kerzen erleuchtet, weshalb es sehr einladend und heimelig erschien. Die Tische sind recht eng gestellt, aber die Möbel vermitteln trotzdem kein Gedränge. Neben dem Gastraum gibt es auch eine große Terrasse, für die es bei unserem besuch am Abend aber leider schon zu kalt war, Mutige können sich da aber mit Wolldecken bewaffnet unter Heizpilzen niederlassen.
Beim Betreten befindet sich linker hand die Bar, geradeaus die Küche und dazwischen das Tischgewirr. Schnell wurden wir von einem Kellner trotz fehlender Reservierung an unseren Platz im Nichtraucherbereich rechter Hand geführt.
Die Geräuschkulisse passt zum Ambiente und man fühlt sich eigentlich vom ersten Betreten an wohl. Die Toiletten befinden sich rechts vorne.

PUBLIKUM
Außer uns befanden sich ein recht bunt gemischtes Publikum im Restaurant, da es aber der Sankt Martins Abend war und es Martinsgans gab, waren doch überwiegend deutschsprachige Gäste anwesend, nur wenige Spanier waren zu finden. Altersmäßig ging es von Jugendlichen bis zu Rentnerehepaaren, Pärchen im mittleren Alter waren aber in der Überzahl, zum Teil auch als Gruppen oder als Familie mit Kindern. Von der Kleidung her eher etwas gehoben und durchaus angenehm.

KÜCHE
Die Karte bietet die typischen 12 Apostel Standards, die man auch in Deutschland findet wie die Pizzen, alle benannt nach den 12 Aposteln, Pasta, Salate, Fleisch und Fischgerichte, Vorspeisen und Desserts. Dazu ein breites Getränkeangebot unter anderem mit Cocktails und diversen Weinen.
Wir waren am Sankt Martins Tag dort und erlagen durch den köstlichen Gerucht dem Tagesangebot, der Martinsgans für 19,90 pro Person. Dies umfasste etwa ein Viertel Ganz, entweder das Brust oder das Keulenstück, zwei Kartoffelknödel mit gebräunter Semmelbutter und eine große Portion Rotkohl, die beiden Beilagen gab es satt, man hätte also beliebig nachnehmen können. Das Stück Ganz war mehr als reell, sehr lecker uns knusprig gebacken, gut gewürzt und mehr als ausreichend. Die Knödel waren gut auf den Punkt gekocht und zusammen mit der Semmelbröselbutter wohlschmeckend, ebenso wie der auf den Punkt zubereitete Rotkohl, der angenehm leicht fruchtig schmeckte. Die Bratensoße hätte etwas mehr sein können und schmeckte gut gewürzt.
Vorweg waren uns Brot und Grissini mit Aioli gereicht worden, das Brot schön frisch und die Aioli angenehm cermig-würzig.

Bei den Getränken hatten wir uns für ein regionales schön spritzig frisches Wasser entschieden und dazu den roten Hauswein bestellt, der trocken und vollmundig schmeckte und für den angebotenen Preis durchaus mehr als akzeptabel war. Er war auch gut bekömmlich und sorgte nicht für Kopfschmerzen.

SERVICE
Der Service war sehr gut. Die beiden Kellner sowie die Kellnerin bedienten flott, freundlich und professionell, es gab keine unnötigen Wartezeiten und man wurde sehr nett betreut. Regelmäßig aber nicht aufdringlich wurde nachgefragt, ob noch etwas gewünscht würde.
Alle drei schienen Deutsche bzw. deutschsprachig zu sein, so das man dort sprachlich keine Probleme zu erwarten hat. Auch die Karte war auf Deutsch und Spanisch und sehr gut verständlich.

BUDGET-FREUNDLICHKEIT
Die 12 Apostel Restaurants sind alle etwas teurer als der Durchschnitt, so auch bei dieser Niederlassung. Die Pizzen liegen alle so um 10, 12 Euro, meiner Meinung nach sind sie dies aber auf Grund der gebotenen Qualität wert. Auch die Gans war mit 19,90 zwar nicht günstig, für das Gebotene war der Preis aber durchaus gerechtfertigt.
Die Getränke sind auch alle nicht so günstig wie in der Umgebung, aber wenn man schön in gediegener Atmosphäre essen möchte, ist man durchaus bereit auch dies in Kauf zu nehmen.
Bezahlen kann man in bar, per EC oder auch mit gängigen Kreditkarten wie z.B. Visa, Eurocard etc.

MUSS MAN
Wenn man den sonst in der Gegend angebotenen Fast-Food-lastigen Einheitsbrei leid ist, greift man gerne tiefer in die Tasche und kehrt im 12 Apostoles ein, um Essen von frischer guter Qualität zu genießen und sich dazu leckeren bekömmlichen Wein schmecken zu lassen.
Uns hat es sehr gut geschmeckt und gefallen und wir würden jederzeit wieder dort vorbeischauen, vielleicht dann zu einem günstigen Mittagstisch oder wieder zum Abend und zur guten alten Steinofenpizza. Für jeden zu empfehlen, der an der Playa de Palma Urlaub macht und leckere Pizza mag!

Sonntag, 16. November 2008

Malle im November - Ein Rückblick


So, nun liegt sie hinter uns, eine Woche Mallorca in der Nebensaison, gebucht per Lastminute bei L´Tur, gut und schlecht, warm und kalt, naß und trocken. Das Hotel HM Gran Fiesta, ein bisschen wie Jeckyl und Hyde, das erste Zimmer katastrophal, dreckig und kalt, nach einer Nacht upgrade ins Superiorzimmer, klares schlichtes Design, neu und modern, traumhafter Meerblick. Essen im Hotel und in der Umgebung gut bis mäßig, solide und sättigend aber nichts besonderes. Das Personal im Hotel unmotiviert, gleichgültig und nicht am Gast interessiert.
Die Insel selber schön, reizvoll, mit entdeckbaren Ecken, pitoresken Buchten, freundlichen Menschen und einer verwinkelten Hauptstadt.
AirBerlin beim Hinflug wie immer mit einer Stunde Verspätung und beim Rückflug unglaublicher Weise mit einer 10 Minuten zu frühen Landung in Tegel. Sixt überzeugte durch freundlichen und unkomplizierten Service und ein nettes Upgrade.
Platja de Paloma überzeugte nicht wirklich, zwar ein traumhafter Strand mit herrlichem Wasser und einer tollen Promenade, dafür aber auch ein deutsches Ghetto mit Rentern, die dort überwintern, echten deutschen Asozialen und jeder Menge grottenhäßlichen Hotelbauten, nicht schön, sozusagen.
Aber trotzdem war es schön, bei 22 Grad mit Meerblick auf dem Balkon in der Sonne zu lesen, der Brandung beim Einschlafen zu lauschen und sich Treiben zu lassen, Urlaub eben!
Heute dann der erste Tag wieder in der Hauptstadt, kalt und windig, gegen Abend passend novembergrau, danke, wir sind wieder zurück und mir ist jetzt schon kalt!

Mittwoch, 12. November 2008

Ein Lichtblick


Gestern erlebten wir einen Lichtblick, einen kulinarischen Höhepunkt sozusagen. In der näheren Umgebung usneres Hotels gibt es das für das deutsche Ghetto passende Essen in seiner schlechtesten Form, fettig, kalorienhaltig und sättigend, Gelantinequader eben.
Gestern fuhren wir an der Westküste entlang und stolperten ganz aus Versehen in ein Feinschmeckerrestaurant, das Colon in Puertocolom und genossen fast schon unartig köstliche Tapasvariationen und einen beängstigend freundlichen Service, natürlich aus Österreich.
Abends wurde es dann traditionell..eigentlich wollten wir uns im Malle-Ableger vom 12 Apostel eine leckere Pizza schmecken lassen, doch dann wurden wir Opfer der Sankt Martins Aktion und verspeisten jeder eine Viertel Sankt Martins Gans, die wirklich vorzüglich schmeckte, man könnte auch sagen, wir entdeckten unsere traditionelle Seite ganz neu...auf Mallorca, ebenso wie viele Deutsche, die hier leben. Fernab der Heimat scheint man sich auf die guten alten Werte neu zu besinnen...und wenn es nur in Form von Gans, Rotkohl und Knödeln zu Tage tritt.

Dienstag, 11. November 2008

Willkommen im deutschen Ghetto


Wer wissen möchte, wie man sich als Türke in Neukölln fühlen würde, dem empfehle ich einen Kurzurlaub an der Platja de Palma auf Mallorca. Hier urlaubt man gepflegt deutsch mit einer gehörigen Portion Ignoranz gegenüber den Spaniern und auch umgedreht. Deutsche Geschäfte, deutsche Urlauber, man spricht deutsch, warum Integration? Wichtig für Cafes die Aufschrift : Deutscher Kaffee. Genau, weil ja spanischer Kaffee auch eine Zumutung wäre...ähm ja...hat man gehört, denn selber probieren brauchte man ja bisher noch nie.
Schönstes Zitat aus einer Tankstelle: "Oh, Entschuldigung, ich dachte, sie wären Deutsche." (wir waren Wasser kaufen, hatten uns am Regal auf Deutsch unterhalten und gingen dann an die Kasse, wo wir mit dem Verkäufer Spanisch sprachen....anscheinend recht überzeugend....)

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Durchschnittlich Griechisch

Wenn es um griechisches Essen geht, sind wir dank unseres Stammgriechen in Schöneberg wirklich sehr verwöhnt, da man aber ja nicht immer Lust hat, mit dem Auto zu fahren schauten wir uns nach Griechen in der zu Fuß Umgebung um. Fündig wurden wir in der Karl-Marx-Allee und statteten dem Kos House kurzerhand einen Besuch zum Abendessen ab.

Das Restaurant ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, befindet es sich doch zwischen zwei Stationen der U5 (Weberwiese und Frankfurter Tor), auch diverse Trams halten in der Nähe. Parkplätze gibt es auch einige, abends, wenn die Anwohner diese besetzen, könnte es aber mit Sicherheit knapp werden.
Das Restaurant ist mit seiner breiten Front und dem großen Lichtschriftzug gut zu finden und eigentlich nicht zu übersehen.

Die Atmosphäre ist okay, wenn auch vielleicht dank zahlreicher Accessoires ein wenig griechisch-bäuerlich überladen, etwas weniger Folklore wäre angenehmer. Gesessen wird auf bequemen Bänken und Stühlen an Holztischen, eingedeckt mit rustikalen karierten Tischdecken.

Der Service arbeite flott und freundlich, man wird nett begrüßt, bekommt fast sofort die Karte samt Weinkarte und erfährt, was es zusätzlich für Tagesangebote gibt. Ehe man sich versieht stehen schon die Getränke auf dem Tisch, gefolgt von den Vorspeisen. Kaum hat man diese verzehrt, bekommt man die Hauptgerichte serviert. Regelmäßig wird nachgefragt, ob man noch etwas wünscht, aber ohne aufdringlich zu sein. Auf Kosten des Hauses gibt es vor und nach dem Essen einen Ouzo, eiskalt.

Das Essen, nun wird es schwierig, setzen wir doch recht hohe Maßstäbe, denen bisher nur das Nemesis in der Hauptstraße in Schöneberg gerecht werden konnte. Und leider wurden wir auch in diesem Fall nicht ganz überzeugt. Das Knoblauchbrot mit Feta und Tomaten vorweg überzeugte, war schön knusprig, gut gewürzt und sehr lecker. Allerdings bereits der gemischte Salat war nicht wirklich gut, Salatblätter wurden unter Krautsalat begraben, abgedeckt mit einer undefinierbar schmeckenden Soße, leider alles andere als knackig und wirklich gemischt wurde es durch eine Olive, ein Stück Tomate und eine Scheibe Gurke auch nicht, schade.
Wir hofften auf das Hauptgericht. Einmal gab es Gyros, grundsolide gewürzt und zubereitet aber dermaßen unter Zwiebeln erstickt, das es sich nicht wirklich geschmacklich durchsetzen konnte. Außerdem war es nur lauwarm, recht fettig und hätte durchaus mehr Würzung vertragen. Die dazugereichten Pommes waren dagegen schön heiß und knusprig und der Tzaziki war okay, aber schmeckte eher nach Großpackung als selbst gemacht. Das zweite Hauptgericht war ein Kefalos-Teller mit etwas Gyros, auch hier zwiebelbegraben und lauwarm-fettig, ein heißes und gut angebratenes Bifteki, nichts besonderes aber durchaus essbar und einem wirklich guten Schweinefiletspieß, der durch zartes, gut gewürztes Fleisch zu überzeugen wusste. Als Beilage waren hier Kroketten gewählt, die heiß und knusprig daherkamen und mit dem Tzaziki zusammen sehr lecker schmeckten.

Preislich empfanden wir es als etwas zu teuer für die gebotene Qualität, aber die Preise sind durchaus noch akzeptabel. Das Gyros kostet 10,50 Euro und der Grillteller war für 12 Euro zu haben. In Ordnung waren auch die Preise für die Getränke, für 0,5 l Warsteiner werden 3,10 Euro fällig.

Alles in allem würde ich das Kos House als grundsolides durchschnittliches griechisches Restaurant bezeichnen, von denen man in Berlin so einige findet. Die Deko ist etwas zu viel Folklore, das Essen etwas zu fettig und qualitativ nicht ganz überzeugend. Beides wird aber durch das freundliche und schnelle Personal abgemildert. Allerdings wissen wir noch nicht, ob wir das Restaurant ein zweites Mal besuchen werden, wir werden sehen!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Wie in der Badewanne - nur größer

Es wird kälter, ein guter Grund, in eine Therme zu fahren und es sich gut gehen lassen. Gut von Berlin aus zu erreichen und sich für einen kurzen Besuch einfach anbietend ist die Therme in Bad Saarow.
Aus der City in gut einer Stunde ins warme Salzwasser. Einfach auf die Stadtautobahn Richtung Frankfurt Oder und dann die Abfahrt Bad Saarow nehmen, von dort der Schilderung Richtung Therme Saarow folgen und schwupps ist man nach einem kurzen Spaziergang vom Parkhaus in der Therme. Wer mag kann auch bequem mit der Deutschen Bahn anreisen und hat dann etwa 15 Minuten Fußweg vor sich.

Die Therme befindet sich am Scharmützelsee in einer Parkverbotszone, daher unbedingt im Parkhaus parken, ist mit 1 Euro für 2 Stunden auch nicht teuer und der Weg zur Therme ist gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen.

Von außen wie innen besticht die Therme durch ihr schlichtes Design, Holz, Stahl und Glas und im Becken kleine schimmernde türkisfarbene Kacheln, die das Wasser zum Funkeln bringen, angenehm für den Körper, schön für das Auge. Der Eingang ist recht klein, aber am Tresen erwarten einen freundliche Damen, denen man mitteilt, ob man nur die Therme oder auch den Saunabereich benutzen möchte, je nachdem gibt es dann ein rotes oder blaues Armband mit Chip, den man für den Eingang wie Ausgang sowie die Schränke braucht. Jedes Armband hat eine Nummer, die dann auch dem passenden Schrank entspricht, den man mit dem Chip verriegelt oder öffnet.
Über zwei Treppen gelangten wir zur Umkleide, die angenehm gestaltet und sehr sauber ist. Ausreichende kostenlose Föne stehen hier nebst großen Spiegeln und Hockern zur Verfügung. Dahinter warten die Schränke und über einen Gang gelangt man in die Duschen, die über sehr warmes Wasser verfügen, dessen Temperatur man nicht selber regeln kann. Über Treppen betritt man dann den richtigen Thermenbereich, zahlreiche Liegen, Stühle und Pflanzen umgeben den Thermenbereich und laden zum entspannen ein. Wer mag, kann auch ganz hinten in einen abgetrennten Ruhebereich gehen, dessen Nachteil aber der Zugang zum Klo ist, der ständig benutzt wird.

Das Wasserbecken selber verfügt über einen großen Außen- wie Innenbereich, beides ist geschickt unterteilt und umfasst diverse Besonderheiten wie drei Whirlpools, Duschen, Sprudelbereich, einen Wildwasserkanal samt Wasserfallpilz und ein separates Whirlpool, durch einen kleinen Bereich kann man von innen nach außen schwimmen und umgekehrt. Das Wasser ist sehr salzig und mit 34 bis 36 Grad fast schon badewannenwarm, man treibt genüsslich vor sich hin, wirklich schwimmen tut hier niemand, dafür ist der Auftrieb viel zu stark, ich hatte Mühe, im Whirlpool nicht davon zu schwimmen. Durch das warme Wasser ist man schnell müde, aber das ist eine angenehme schwere Müdigkeit, die sich gut zu einem Schläfchen auf den Liegen nutzen lässt, so man eine abbekommt. Wenn man ein paar Mal rein und raus ist, hat man genug und fühlt sich fast schon tiefenentspannt. Die Haut wird im Wasser zwar wellig wie in der Wanne, wirkt aber nach dem Abtrocknen nicht trocken, sondern gepflegt und geschmeidig, das Salz scheint tatsächlich gut zu tun, auch wenn es scheußlich schmeckt und kräftig in den Augen brennt.
Danach noch eine schöne heiße Dusche und dann ab entspannt nach Hause. Am Ausgang gibt man die Armbänder mit den Chips ab und erfährt dann, wie viel man bezahlen muss. Für die ersten 2 Stunden bezahlt man 10 Euro und wir befanden uns in diesem Zeitrahmen, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für den Saunabereich und die Wellnessbehandlungen werden Extrakosten fällig, darüber kann man sich sehr gut auf der Homepage informieren. Außer einem großen Saunabereich gibt es einen Hammam und die Möglichkeit zu diversen Wellness- und Beautyanwendungen sowie zu Fitnesskursen.

Die Atmosphäre in dem Bad ist sehr angenehm, alles sind entspannt und freundlich und es geht recht ruhig und beschaulich zu, wunderbar zum Erholen und Relaxen.

Uns hat es auf jeden Fall super in der Therme von Bad Saarow gefallen und wir werden diesen Winter bestimmt noch häufiger das warme Salzwasser besuchen gehen, um es uns mal so richtig gut gehen zu lassen.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Pizza, Basta!

Gute Pizza, dieser Begriff hat manchmal in Berlin etwas fast utopisches, zumindest, wenn man einfach nicht weiß, wo man diese bekommen kann. Die Stadt ist einfach zu groß und zu viele Seelenverkäufer locken mit billiger und schlechter Pizza, da kann man schon Mal den Überblick verlieren.

Aber ein Ort des Findens und der leckeren Pizza ist das Il Ritrovo mitten in Friedrichshain. Wer hier essen und genießen möchte, sollte allerdings nicht unbedingt wert auf Äußerlichkeiten legen, denn das Innere kann man durchaus mit dem Charme einer Bahnhofshalle vergleichen, hell, laut und hektisch, andererseits wird hier aber ja auch Cucina Casalinga Polpolare gekocht, also Volksküche. Und die ist eben nicht schick, leise und besinnlich, wer so was sucht, der ist und isst hier falsch. Macht aber nichts, auch so ist es voll genug!

Zu uns war die Bedienung bisher freundlich und alles wurde flink serviert, von der Karte über die Getränke, die Pizza und die Rechnung. Alles wirkt zwar chaotisch, ist aber irgendwie doch koordiniert, weil alle alles bekommen, was sie wollen, früher oder später, italienisch eben.

Alles ist eng mit Tischen Stühlen voll gestellt, kaum ein durchkommen, so dass es fast schon bewundernswert ist, wie sich die Kellner dazwischen voll gepackt und zielsicher bewegen, ohne das etwas herunter fällt. Der Weg zum Klo kann als Gast aber schon mal zu einem Abenteuer werden, klappt aber doch irgendwie.

Und das wichtigste, die Pizza…die ist wirklich gut, knuspriger dünner Boden, leckerer Belag und einfach wunderbar lecker, genauso, wie Pizza sein soll. Dabei ist die Karte voller guter Pizzaideen, so dass die Entscheidung nicht leicht fällt, zu viel ist einfach zu lecker. Dazu gibt es Tagesgerichte wie Salat, Pasta und Dessert an Tafeln verteilt im Gastraum verteilt, alles auf Italienisch, aber trotzdem irgendwie gutverständlich.

Das Publikum ist kunterbunt, von alt bis jung, Familien und Touristengruppen, Pärchen und Freunde, gemischt und vielfältig, denen allen gemein ist, dass sie gute Pizza zu schätzen wissen, Basta!

Montag, 20. Oktober 2008

Französisch für Anfänger

Eigentlich wollten wir ein spätes Frühstück zu uns nehmen, als wir aber das Duckwitz betraten, da schlug uns ein einfach nur köstlicher Geruch entgegen. Diesem duftigen Lufthauch konnte man einfach nicht verstehen. Zwar studierten wir zuerst ausgiebig die Karte auf den Tafeln im Gastraum, fragten aber dann am Tresen ganz schnell, woher der Wohlgeruch käme. Die freundliche Antwort war: „Das ist der Mittagstisch“. Okay, nun mussten wir uns nur noch zwischen dem Zitronenhuhn oder dem Gemüseauflauf entscheiden, wir beiden nahmen das Gemüse und eine Apfelschorle, die mit inbegriffen war. Schwupps waren die Getränke da und nur wenig später auch schon das Essen. Köstlich duftender Auflauf mit Zucchini, Tomaten, jeder Menge Kräutern und mit Mozzarella überbacken. Das ganze sah zuerst recht klein aus, entpuppte sich beim Verzehren aber als absoluter köstlicher Sattmacher. Am Nachbartisch gab es das Zitronenhuhn, was auch sehr lecker aussah und roch.
Der Laden selber ist sehr gemütlich, wirkt wie ein kleines französisches Gartenrestaurant, in dem man auch an kalten Tagen das Gefühl hat, draußen zu sitzen, zeitloses Ambiente. Außer der Gastronomie bietet der Laden auch französische Lebensmittel und Spezialitäten wie Gewürze, Limonaden, Honig und Marmeladen. Alles ist irgendwie schön angerichtet und bleibt der Atmosphäre und Einrichtung treu.
Das Publikum ist bunt gemischt, von Müttern mit Kindern, über Geschäftsleute bis hin zu Dir und mir, alle genießen das gute Essen in einem schönen Ambiente.
Der Service ist überaus offen und freundlich, arbeite dazu schnell und effizient und gibt jedem Gast das Gefühl, willkommen zu sein.
Einziger Nachteil ist die Größe des Duckwitz, hier bekommt man nicht immer einen Platz, aber wenn es größer wäre, würde es auch viel von seinem ganz besonderen Charme verlieren, daher gut so, dass es klein und kuschelig statt groß und ungemütlich ist!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Dunkle Welten - Berliner Unterwelten

Das Wetter wird schlechter und vor allem kälter, also sucht man sich Möglichkeiten zur Freizeitverbringung, die nicht mehr unbedingt im Freien stattfinden müssen. Eine gute Möglichkeit bietet einem dabei der Verein Berliner Unterwelten e.V. mit ihren z. T. unterirdisch abgehaltenen Führungen.

Wir nahmen am letzten Sonntag an der Tour 1 teil, die auch die Zusatzbezeichnung „Dunkle Welten“ trägt. Dabei geht es im Rahmen einer zeitgeschichtlichen Führung durch den Bunker in der Bahnanlage Gesundbrunnen, in dem sich heute das Berliner Unterwelten Museum befindet.

Der Kartenvorverkauf findet im südlichen Ausgang des U-Bahnhofes Gesundbrunnen statt und ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Die Karte für die von uns gewählte Führung kostet pro Person 9 Euro, für die üblichen Personen gibt es aber auch vergünstigte Tickets. Die Führung ist nicht für gehbehinderte Menschen oder Rollstuhlfahrer geeignet.

Vor dem Kartenvorverkauf ist auch der Sammelpunkt für die Führung und direkt daneben geht es eine Treppe hinunter in den Bunker, in dem die Tour 1 stattfindet. Dabei gehören zu jeder Gruppe mit Führer maximal 35 Leute, kaufen mehr Leute Karten wie bei uns, dann wird die Gruppe gesplittet.

Die Treppe hinunter betritt man durch eine recht unauffällige Tür direkt den Bunker und steht mitten in der ehemaligen Gasschleuse, wo einem erst einmal Allgemeines zum Verein Berliner Unterwelten sowie auch zum Bunker und seiner Geschichte erklärt werden. So sind z.B. alle Wandaufschriften in der Anlage noch original erhalten, wogegen das Inventar direkt nach dem Krieg herausgeräumt und der Bunker mit Kriegsschutt aufgefüllt wurde. Der verein hat den Bunker dann wieder entdeckt und begehbar gemacht, so dass heute die Führungen statt finden können. Im Rahmen der Führung wandert man von Raum zu Raum, in denen zum Teil wieder altes oder Ähnliches Inventar von früher zu finden ist und die beklemmende und beengende Atmosphäre wieder spiegelt. In Vitrinen findet man Exponate zu dem thematisch nach Schwerpunkten befüllten Räumen und z. T: Originaltafeln erklären z. B: die im 2. Weltkrieg verwendeten chemischen Kampfstoffe oder Fliegerbomben. Treppauf und treppab erkundet man unter der Führung die Räume, bekommt die Besonderheiten anschaulich und sehr gut verständlich erklärt und ist im geheimen froh, nicht als Zeitzeuge geboren worden zu sein. Die Bunkerräume sind klein und an den Wänden kann man jeweils lesen, wie viele Leute vormals pro Raum aufgenommen werden sollten, natürlich waren es aber immer viel mehr Menschen, die dann bei den Fliegerangriffen dort auf schmalen Holzbänken gekauert und gebangt haben, in stickiger Luft und ohne Lüftung. Erschreckend auch zu wissen, dass der Bunker mehr als Splitterschutz gedient hat, denn die Wanddicke hätte nie einen Volltreffer ausgehalten, es wären dann alle Schutzsuchenden auf einen Schlag ausgelöscht worden. Denn der Bunker war ursprünglich nur Betriebsgelände der BVG; die dort Betriebsräume in bequemer U-Bahnnähe untergebracht hatten. Erst als es zu wenig zivile Schutzeinrichtungen gab, wurden die Räume zum Bunker umfunktioniert. Gegen Ende des Rundganges ging es dann mehr um die Berliner Unterwelt im Allgemeinen, so widmete sich ein Raum der alten Rohrpost und im letzten Raum ging es um die Erbauung der Berliner U-Bahn.

Die Führung dauert rund 90 Minuten und ist wirklich interessant gestaltet. Unsere Führerin hatte wirklich Spaß an ihrer Arbeit und erklärte alles mit kleinen Anekdoten und Geschichten gespickt so gut, das man gar nicht anders konnte als ihr gebannt zu lauschen.

Ein guter Einstieg in die Geschichte der Berliner Unterwelt, der neugierig auf die anderen Führungen macht und es war sicherlich nicht die einzige Führung, an der wir teilgenommen haben!

Toll, was ein privater Verein mit ehrenamtlichen Mitgliedern auf die Bühne gestellt hat. Ich kann die Berliner Unterwelten nur jedem Berlinbewohner oder –besucher empfehlen!

Eine genaue Übersicht über die täglich angebotenen Touren bekommt man auf der Homepage des Vereins.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Dekadent und trotzdem gut

Es gibt Dinge, die sind schlicht und eifnach dekadent und trotzdem gut, so dekadent, das man sie keinem erzählen will, aber dann doch so wunderbar, das man eifnach andere Leute einweihen muss.
Etwas, was für mich zu diesen Dingen gehört ist Kuchen essen im KaDeWe. Eignetlich würde man jetzt vermuten, das machen nur Omas und keine Frauen Anfang 30, aber weit gefehlt, am Kuchenthresen tummelt sch alles, jung und alt, deutsch und touristisch, normal und besonders, denn alle teilen eine Leidenschaft, sie wissen einen frischen Kaffee und ein Stück köstlichsten Kuchen zu schätzen. Die Auswahl ist riesig und das schwierigste dabei sind immer zwei Dinge. Zum einen muss man sich zwischen den unzähligen lecker aussehenden Teilen entscheiden und dann noch einen der wenigen Sitzplätze ergattern. In diesem Sinne gilt, wer sich rar macht ist begehrt und es artet zum Teil fast schon zu kleinen Schlachten aus, wie Leute auf Hocker und Stühle zurennen. Der Service ist dabei perfekt West-Berlin, wenn einen adrette Damen in KaDeWe Einheitslook bedienen, denen das Lächeln ins Gesicht gestanzt wurde und die einfach nur nett sind, egal zu wem oder was. Außerdem sind sie verdammt flink. Aber alles ist in dem Moment egal, wo man Kaffee und Kuchen vor sichs tehen hat und nach dem ersten Schluck das erste Stück Kuchen auf der Zunge zergehen läßt. In diesem Moment kommt man dem Paradies der Kuchenfreunde schon seeeeeehhhhhr nah und der Genuß übernimmt das Kommenado.
Und man fühlt sich dekadent und trotzdem hochzufrieden und genau dieses seelige Gesicht dazu, das entdeckt man auch bei allen anderen, die sich mit einem am Tresen drängeln, fast schon entrückt. So tut Dekadenz gut und streichelt die Seele, auch wenn man dafür von manchen Freunden komisch angeguckt wird, egal, die schnappen einem dann wenigstens keinen Platz und keinen Kuchen im KaDeWe weg!
Empfehlung der Bloggerin: Zitronentarte ..... und das ganz ohne Sahne!

Montag, 6. Oktober 2008

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Die Welt zu Füßen


Letztes Wochenende nutzen wir das schöne Wetter und genossen den Ausblick über Berlin vom Fernsehturm auf dem Alexanderplatz aus. Dank des Sonnenscheins konnte man himmlisch weit gucken und hatte das Gefühl, Berlin würde einem zu Füßen liegen!

Der Fernsehturm befindet sich absolut zentral mitten auf dem Alexanderplatz und kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus) genauso gut erreicht werden, wie mit dem Auto (Parkhäuser sind reichlich vorhanden). Wer mag kann auch mit einer Pferdedroschke oder dem Bike-Taxi anreisen. Und übersehen kann man den Turm auch nicht, ist er doch so hoch, dass er schon von weitem aus sichtbar wird.
Der Eingang zum Fahrstuhl befindet sich auf der dem Bahnhof zugewanden Seite und ist eigentlich nicht zu übersehen.

Im Erdgeschoß der Halle befinden sich ein Souvenirshop, in dem auch vorbestellte Karten abgeholt werden können sowie die Treppe, die nach oben zur Kasse führt. Wir hatten Glück, vor der Kasse befand sich nur eine kurze Schlange und nach gut 5 Minuten hielten wir unsere Eintrittskarten in der Hand. Hat man diese, kann man auf einem Fernseher einsehen, wann man Einlass hat. Auf den karten sind Nummern aufgedruckt und das System zeigt an, wann welche Nummer Zugang zum Fahrstuhl hat. Unsere 30 Minuten Wartezeit versüßten wir uns mit einem Kaffee von Starbucks, welches sich direkt neben dem Eingang befindet.

Die Fahrkarte kostet für Erwachsene 9,50 Euro pro Person, dank unserer Get 2 Card mussten wir den preis aber nur für eine Person bezahlen und bekamen eine 2. Karte umsonst dazu.

Kurz bevor unsere Nummern Zugang hatten, stellen wir uns in die Schlange zum Fahrstuhl und 10 Minuten später hielten wie unsere Karten vor den Scanner am Durchgang, wo prompt das Grüne Licht für möglichen Durchgang erschien. Kurz hinter dem Eingang gibt es noch eine Sicherheitskontrolle, die wir aber ohne Probleme passierten. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass man nicht mit Essen und Trinken hoch darf, all das muss unten an der Kontrolle abgegeben werden.
Ein paar Schritte weiter im dämmrigen licht und schon steht man vor den beiden Fahrstühlen, wo man an einer Platte sehen kann, ob diese sich gerade hoch oder runter begeben. Nach ca. einer Minute öffneten sich die Türen des rechten Fahrstuhls und wir sausten mit hoher Geschwindigkeit hoch auf 203 Meter, wo sich die Aussichtsplattform befindet. Darüber, auf 207 Metern, findet man noch das so genannte Telecafe.

Auf der Aussichtplattform hat man, sicher hinter dicken Scheiben, je nach Wetter, eine Rundumsicht auf Berlin und das Brandenburger Umland. Am Sonntag schien die Sonne und man konnte wirklich bis zum Horizont schauen. Fotos und Beschreibungen erleichtern dabei vor allem Ortsfremden die Orientierung, wobei man die Highlights der Stadt eigentlich kinderleicht identifizieren kann. Von oben fällt einem auch erst auf, wie Grün Berlin eigentlich ist und wie monumental Straßen erscheinen können. Auf der Aussichtblattform befindet sich auch eine kleine Snackbar, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgt.
Wir wollten allerdings im Telecafe essen und stellen uns in die kurze Schlange am Ende der Treppe, um auf einen freien Tisch zu warten. Nach etwa 15 Minuten wurde ein Tisch für uns frei und wir erklommen die Treppe. Das Besondere am Telecafe ist, dass es sich um die Achse des Turmes dreht, zwei mal pro Stunde. Man kann also ganz bequem beim Essen den Rundum Blick auf die Stadt genießen.
Das Essen ist dabei preislich wie auch qualitativ absolut okay und der Service war nett und zuvorkommend. Die Einrichtung versetzt einen dabei in eine andere Zeit, alles wirkt wie original aus den späten 70ern, frühen 80ern, kult!

Danach ging es wieder die Treppe hinunter und zur Warteschlangen für die Abfahrt mit dem Fahrstuhl, hier muss man in der Regel aber nicht so lange warten und kurze Zeit später sausten wir die 200 Meter wieder hinunter und standen wieder auf dem Boden des Alexanderplatzes.

Für uns war es ein toller Sonntagsausflug, vor allem dank des schönen Wetters, was einen traumhaften Ausblick beschert hat. Auch den Besuch des Telecafes würde ich jedem empfehlen, einfach um ganz in Ruhe den Ausblick genießen zu können! Die Tische kann man auch reservieren und muss dann in der Regel auch nicht so lange warten!

Samstag, 27. September 2008

Berlin zu mögen…

…ist nicht einfach oder dann am Ende doch viel einfacher als man dachte. Hört sich komisch an? Ist aber so! Berlin ist spezial, und damit ist jetzt nicht das Besondere gemeint, sondern in Berlin ist vor allem das ganz Alltägliche besonders. Wie das geht? Ganz einfach. Man nehme eine runtergekommene ehemalige Metropole, die plötzlich durch ein Großereignis, wir nennen es einfach mal „Wiedervereinigung“, plötzlich von einer minderbemittelten und bezuschussten Randlage in eine noch mehr bezuschusste dafür aber eher zentralere Lage unter dem Titel rutscht und schwups hat man sie, eine neue alte Hauptstadt. Alle finden das aufregend, nur nicht die Bewohner selber, schließlich waren sie eh schon immer etwas Besonderes und wurden dadurch nur in ihrem Selbstwertgefühl bestätigt. Plötzlich wird alles bunt, wo früher das sozialistische Einheitsgrau regiert hat, Leute ziehen in die Stadt, die früher mehr in Süd- und Mitteldeutschland gewohnt haben und plötzlich werden Bezirke in, in denen früher nur die gewohnt haben, die nicht anders konnten. Eine Umwandlung, fast schon Parthogenese, eine Stadt zeugt sich neu, ganz von alleine, arm aber sexy, be Berlin! Das Ergebnis sagt nach wie vor „Wa!“ und „icke“, hat sich aber fein gemacht und gibt sich ganz international und offen, auch wenn die Bewohner nach wie vor selber ihren Kiez nur für den jährlichen Urlaub verlassen. Wer nicht hier lebt, findet das seltsam, für alle Einheimischen ist es aber ganz normal und nichts Besonderes, alltäglich eben. Gegessen wird im Laufen und dank der neuen Coffee Shops gibt es jetzt auch endlich genug Coffee to go, um die Meute zu verköstigen, bloß nicht stehen bleiben, immer in Bewegung bleiben. Die BVG ist dabei zu spät, wie immer, und der Bus auch wieder viel zu voll, in den Straßen stauen sich die Autos und wer nicht aufpasst wird von einem Radfahrer über den Haufen gefahren, ganz schnell mit den Worten: „Was stehst Du auch im Weg!“. Hart, aber ehrlich, so wie die Stadt selber. Berlin kann glücklich machen, im Sonnenschein im Café oder Park oder verbittern bei Eiseskälte und sibirischen Ostwind. Dabei kann man die gefühlte Temperatur stets im Gesicht der Bewohner ablesen. Und irgendwann wacht man plötzlich auf und fühlt den Puls der Stadt und will bleiben oder will nur noch weg, Berlin, lieben oder verlassen, für immer oder nie wieder, ein "Vielleicht" gibt es hier nicht.

Montag, 15. September 2008

Back to Gemütlichkeit - Hubertuslounge

Beim ersten Betreten der Huburtuslounge breitete sich ein wohliges Gefühl in mir aus und dank des liebevollen und individuellen Interieurs fühlte ich mich fast wieder in meine Kindheit versetzt. Warum? Ich bin ein Kind der späten 70er Anfang der 80 Jahre, damals hatten die Hosen noch Schlag, die Tapeten furchtbare psychedelische Muster und die Möbel waren zwar nicht schön, aber himmlisch bequem und nicht von Ikea.
Die Bar befindet sich mitten im Wrangelkiez in Berlin Kreuzberg, direkt gegenüber der Markthalle und unweit der U-Bahnstation Görlitzer Bahnhof, die von der U1 angefahren wird. Parkplätze gibt es auch, aber diese sind außer an einem Sonntagnachmittag meist schwierig zu ergattern, also lieber mit den Öffentlichen oder gleich mit dm Kiezpony, also dem rad anreisen.
Sitzplätze gibt es außen und Innen und gesessen wird auf farblich zum Teil gewöhnungsbedürftigen aber umso bequemeren Sesseln und Sofas. Alles alt und charmant leicht schäbig und mit der gehörigen Portion Wohnzimmergefühl, genau richtig, um sich zu verquatschen und die Zeit vor Gemütlichkeit zu vergessen. Dazu die passenden Tische, mal mit Marmorsteinplatte, mal als Cocktailtischchen umgeben von den passenden Accessoires wie alten Radios, Platten, Bildern und liebevollen Details, die man immer wieder aufs neue Entdecken kann. Auch die Karte ist so ein wunderbares Detail, befindet sich diese doch eingeheftet in alten Fotoalben, in denen sich auch noch die Bilder der Vorbesitzer befinden, klasse Idee!
Die Tapete hat ein typisches 70er Jahre Muster und an der Decke findet man neben den stilistisch entsprechenden Lampen auch eine sich langsam drehende Diskokugel, die auch am Tag ihre Runden zieht.
Im Angebot gibt es auch mal was anderes als in den meisten Berliner Bars und Cafes. Klar die Standards wie Kaffee und Bier sind vorhanden, aber es gibt z.B. mal kein Becks und auch keine Coca-Cola, dafür diverse Ökobrausen, andere Limos wie Orangina und diverse Biersorten, verdursten muss hier also niemand. Am Tresen gibt dazu Kuchen, Donuts und anderes Gebäck, alles zu fairen Preisen, lecker und frisch.
Der Service ist stets nett und charmant, bedient schnell und souverän und wirkt trotzdem nie gestresst, passend zum Ambiente eben. Auch zum Service gehören echte Kuscheltiere, sprich Hunde, die ihren eigenen Sessel im Gastraum haben. Den kann man aber gut erkennen, oder setzt man sich mit Absicht auf eine Hundedecke?
Im Hellen ist die Hubertuslounge so etwas wie ein ausgelagertes Wohnzimmer zum Lesen, Reden, Entspannen und einfach nur Rumsitzen, im Dunkeln wird es eine Wohnzimmerbar, die immer gut gefüllt ist mit dem typischen Kreuzberger Publikum, Szene ohne Hippness, sehr angenehm, wie ich finde.
Dazu finden regelmäßig Sonderveranstaltungen wie Musikabende oder Ausstellungen statt. So hat die Hubertuslounge z.B. auch an der Fete de la Musique teilgenommen. Und wer mag, kann auch den Partykeller mieten, den man durch einen Schrank betreten kann, ebenfalls eine nette Idee!
Für mich ist die Hubertuslounge einfach ein Ort wo man unverkrampfte Gemütlichkeit genießen kann, einfach ganz entspannt etwas trinken kann, bequem sitzt, immer wieder neue liebevolle Details entdeckt, freundlich bedient wird und die Zeit vergessen kann, besonders gut an grauen Sonntagnachmittagen.

Dienstag, 9. September 2008

Lecker arabisches Frühstück!


Dank einer Freundin kamen wir am Sonntag in den Genuß eines leckeren arabischen Frühstücks, Tatort war diesmal die Alarabi Shisha Bar in der Krossener Straße, gleich um die Ecke vom Boxhagener Platz.
Zunächst saßen wir etwas unbeachtet an unseren Plätzen, doch sobald wir vollzählig waren gab es über die Servicedame nichts mehr zu meckern. Schwupps hatten wir die Karte und kurze Zeit danach auch schon unsere Getränkebestellung. Toll der frische Minztee mit Rosenwasser und Honig, zwar quietschesüß aber herrlich aromatisch. Zu den getränken wurde arabisches Brot gereicht, was man in einen grünlichen wohlschmeckenden Dipp mit Sesam stecken und genießen konnte, nette Idee um die kurze Wartezeit bis zum Servieren der Frühstücksteller zu überbrücken. Empfehlenswert das Kairoer Frühstück bestehend aus knusprig frittierten Kichererbsenbällchen, herzhaft in Tomatensoße mit Zwiebeln eingelegte arabische Bohnen, Auberginenmuß, Hallumi und knackigem Salat. Die Portion sieht auf den ersten Blick nicht gerade groß aus, erweist sich aber als unglaublich sättigend und schmackhaft. Um es kurz zu machen, das genossene Frühstück macht Lust auf mehr, vorallem, wenn man sich die Karte weiter anguckt und sieht, was noch für Spezialitäten auf der Karte stehen. Klar das auch Sishas im Angebot ebenso wenig fehlen dürfen wie Cocktails, aber alleine das Essen hat für uns als absolute Empfehlung gereicht!

Sonntag, 7. September 2008

Paul Van Dyk im Tresor oder seriös Tanzen gehen

Freitag, nachts, 23:30 Uhr, Menschen stehen artig Schlange und das für nur einen Mann, Eintritt nur über Gewinn, also geschlossene Gesellschaft. Tatort Tresor, Batterieraum, laute wummernde Bässe, Lichter bunt und schnell, eine wabernde Masse, tanzt, jubelt, freut sich. Vandit Night mit Paul van Dyk im Rahmen der Vonyc Sessions World Tour, seriöses Tanzen für Anfänger und Fortgeschrittene. Alter...egal, von 18 bis 50, Kleidung....egal, von sexy bis zum Toten Hosen T-Shirt, Geschlecht...egal, von weiblich über männlich zu nicht zu ermitteln, Tanzstil...egal, hauptsache Spass an der Bewegung! Location serh gelungen, weder zu groß noch zu klein, mit netter Chillarea, gutem Dancefloor, perfekter Bühne und flottem Barpersonal und einem liebenswerten Klomann, der Frau auch in Notsituationen zur Seite steht. Einziges Manko, die schlechtgelaunte Gardrobiere, aber wenn man den Job in Berlin als Frau macht muss man einfach schlecht gelaunt sein, das gehört zum Job dazu. Sonst ein perfekter Abend mit einem extrem gut gelaunten DJ. Danke, Paul!

Dienstag, 2. September 2008

Kleine Helfer


Wenn man an den baldigen Herbst denkt, kann auch sowas helfen...Blick auf die Copacabana

Samstag, 30. August 2008

An einem Samstag in Berlin

Herrlich, ausschlafen, die Sonne kitzelt, egal, weiterschlafen, geniessen, frei haben nochmal schnell umdrehen, die Katze kraueln und doch noch weiterschlafen, herrlich, ein Samstag, der Einsteig in ein freies Wochenende, erst der Anfang, nicht das Ende, wie der Sonntag, alles steht offen, es beginnt. Aufstehen, alles in Ruhe machen und mit Freunden in Kreuzberg Kaffee trinken, das schöne Endsommerwetter geniessen, die Seele baumeln lassen und anderen bei der gleichen Freizeitbeschäftigung zusehen, ideal, herrlich. Endlich einmal entspannt einkaufen, über hektische Leute lächelnd hinwegblicken und sich denken, egal, heute nicht, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Abends noch einen Wein trinken gehen, heute einmal kein Bier, heute ist Entspannen angesagt, da gibt es mal was anderes, Prost, auf diesen wunderbaren Samstag in Berlin!

Dienstag, 26. August 2008

Motivation und andere Hindernisse

Es gibt so Tage...Tage, an denen alles schlecht ist und nichts klappt...an diesen Tagen sehnt man sich nach etwas, was einen motivieren könnte, zum Weitermachen bringen könnte, einen Sinn geben würde. Man wartet und wartet, doch meist vergebens, denn Motivation ist etwas seltenes, erst recht, wenn es einem verloren gegangen zu sein scheint. Dann wird Motivation nicht zu etwas Positivem sondern eher schon zu einem fast unüberbrückbaren Hindernis, eine nahezu unüberwindliche Mauer, die einen umzingelt und am fröhlichen Weitermachen hindert. Berlin als Stadt kann dann gut tun oder einen im Winter erst recht hinunterziehen und demotivieren, je nachdem, wie warm oder kalt es ist und ob die Sonne scheint oder alles noch grauer wirkt, als man eh schon selber in Gedanken ist. Wenn aber so wie derzeit noch die Sonne an einem strahlend blauen Himmer steht, dann kann es ihr tatsächlich gelingen, die Mauer zu überschreiten und Licht in die Dunkelheit zu bringen, damit die Motivation wieder zu einem zurück findet. Erst spührt man das Licht, dann die Wärme und schlußendlich blickt man lächelnd auf den zurückbleibenden Trümmerhaufen und sagt sich, na, ja, es wird schon...und wenn nicht heute...dann vielleicht wenigstens wieder morgen!

Donnerstag, 21. August 2008

Siegelse

Mittelpunkt

Mitesser....

Es wird Herbst...warum ich das weiß? Ganz einfach, es liegen bzw. fliegen wieder jede Menge Mitesser in der Luft. Keine kleinen schwarzen Punkte, sondern summende gelb-schwarze Subjekte, die besonders scharf auf Zucker und Eiweiß sind. Egal wo man steht und geht, es brummt und summt und wenn man nicht aufpaßt, dann piekst es gerne auch mal schmerzhaft. Blöde Bister! In Ruhe draußen Essen oder Trinken...Fehlanzeige. Sobald etwas Leckeres auf dem Tisch steht wird man angeflogen und umschwirrt...brrrrrr. Klar, auch Wespen wissen, was gut ist, das Gemeine ist nur, sie wollen einfach nicht mit uns teilen und knabbern energisch an allem, was ihnen vor die Mundwerkzeuge kommt. In diesem Sinne, guten Appetit, auch an unsere beflügelten Mitberliner!

Sonntag, 3. August 2008

Die Stadt des Bieres

Einmal im Jahr wird Berlin anders, anders als sonst. Sonst wird hier auch gerne Bier getrunken, aber besonders gern das Bier aus Berlin, zwar auch mal gerne aus Köln oder Bayern, aber doch auch vor allem und überhaupt aus Berlin.
Im Sommer ist aber vieles anders und so verwandelt sich die Karl-Marx-Allee einmal im Jahr zum Traum oder auch Alptraum für jeden Biertrinker und Kenner. Der Bereich zwischen Straußberger Platz und Frankfurter Tor wird zum Berliner Bierfestival, sprich zur Budenmeile mit Schwerpunkt Essen vor Trinken. Touris und Einheimische schieben sich zwischen den Wagen der kleinen und großen Bierbrauereien entlang und experimentieren sich durch Biersorten, die die Welt vielleicht nicht immer braucht, die nun aber mal auf dem Markt sind. Und man merke, nur weil Bier drauf steht, ist nicht immer auch wirklich Bier drin, trotzdem, probieren macht einfach Spaß und Bier trinken ja sowieso, wer braucht schon das Deutsche Reinheitsgebot, wenn er Mangobier in der Sonne trinken kann. Dazu gibt es Bühnen, auf denen vorzugsweise Alt-68er so tun, als wären sie Bob Dylan und versuchen, ein wenig Spirit in eine kommerzielle Veranstaltung zu bekommen, klappt nicht immer, kann aber durchaus unterhaltsam sein. Und schließlich geht es ja um Bier, nicht um Musik. Das Publikum ist bunt gemischt, auffällig ist aber, wie viele Männer in Gruppen auftreten und extra T-Shirts für Trinkgelage mit ihren Gruppen und Namen haben. Sei es, um nicht zu vergessen, mit wem sie weitergehen müssen oder um später auch von der Polizei wieder richtig abgeliefert zu werden. Kann praktisch sein, sieht aber doch irgendwie peinlich aus, Ballermann eben, vermutlich. Wer sich aber von alledem nicht abschrecken lässt, der kann das durchaus Spaß haben, Bierchen aussuchen, hinsetzen und beim Leute gucken, Sonne genießen. Was will man mehr!

Mittwoch, 23. Juli 2008

Das räuspernde Trio

Besuch beim Nachbarn, beim Nachbarn von Berlin, also Brandenburg. Vorhang auf, Kleinstadt, Sparkasse. Kundin betritt den Raum, drei Damen bemühen sich verzweifelt, was auch immer sie im Mund haben, herunterzuschlucken. Eine steht und hat den schwarzen Peter, sie muss noch schneller Kauen und Schlucken als die anderne beiden, da ihr Weg an den Bedienthresen der kürzeste ist. Es gelingt ihr schließlich zwischen dem Mundinhalt ein als "Guten Tag" verständliches Wortgemisch zwischen den Lippen hervorzupressen. Die Kundin trägt ihr Anliegen vor und unter verzweifelten Schluckakten und Räuspergeräuschen wird sie von der stehenden Dame bedient. Die anderen beiden Damen schieben sich schnell noch einen Happen in den Mund, es ist schließlich Frühstückszeit, doch betreten auch schon weitere Kunden den Dienstraum und es beginnt ein wahres Räusperkonzert. Der Vorgang bei der ersten Kundin ist erledigt, die Kundin packt ihre Sachen und schaut Richtung Schreibtisch, dort befinden sich die Übeltäter, bzw. was davon noch übrig ist, drei kleine Stückchen Apfel. Herrlich zu sehen, wie ein bisschen Apfel aus souveränen Bänkerinnen ein unseriöses räusperndes Trio gemacht hat.
Und die Moral von der Geschicht, vor Kunden iß´ Dein Äpfelchen nicht...oder Schluck es dann wenigstens anständig herunter!

Montag, 21. Juli 2008

Die kriegen was gebacken - Feinbäckerei

Schwäbisch Küche, geliebt und gehaßt, wer sucht, der findet, in der Feinbeckerei in Berlin Schöneberg. Früher wurde hier wirklich gebacken, heute ist der Gastraum nicht schön aber gemütlich und einladend. Der Service ist freundlich und bedient auch bei großem Andrang auf der wunderbaren Bürgersteigterrasse souverän und flink. Sehr zu empfehlen sind die Schupfnudeln mit Kraut und Bratwürstchen, aber auch die Käsespätzle sind nicht zu verachten und die Küche ist insgesamt grundsolide und lecker. Hier läuft entspannt das Bier, während man die hektischen Leute auf der Hauptstraße beobachtet. Schwäbische Lebensart, schmackhaft präsentiert.

Ergänzung Herbst 2012:

Gleiche Besitzer aber etwas andere Speisekarte, dafür gleich um die Ecke auf der Roten Insel in Schöneberg: Wirtshaus Heuberger!
Großer Biergarten, charmanter Gastraum, flotter Service und eine klasse Küche!

Dienstag, 15. Juli 2008

Schlemmerei in der Libauer Straße

Ab und an passieren Dinge, die man nicht umbedingt für möglich gehalten hatte...der Bus wartet auf einen, man hat schönes Wetter in Hamburg oder...man findet in Berlin einen richtig guten Italiener. So geschehen am Sonntag Abend, wo wir dank einer Verabredung mit Freunden in der Trattoria Libau im Friedrichshain essen waren.
Nach kurzer Wartezeit vor dem Lokal ergattert wir einen der wenigen Außensitzplätze und harrten gespannt der Dinge, da da kommen könnten. Italiener sind in Berlin ein Phänomen und reichen von arabaisch-türkisch angehauchter italienischer Küche bis hin zu vorzüglichen Gerichten, was würde es hier sein?
Ein echter freundlicher Italiener (jawohl!) nahm unsere Bestellung auf, 3x Pizza, einmal Pasta und nach kurzer Zeit gab es Getränke und Brot und wie im Flug verging die Zeit, bis uns die im Steinofen gebackene riesige knusprige Pizza gebracht wurde. Der Teig war perfekt, schmackhaft und auf den Punkt fertig. Und auch mit dem Belag wird hier nicht gespart. Am Ende gab es noch Tiramisu, was zwar sehr lecker war, dessen Kekse aber gerne noch etwas länger im Kaffeelikör gelegen hätten, aber es kann nicht alles perfekt sein.
Aber auch der Rest des Service (ebenfalls zum Teil echte Italiener) war freundlich und flott und wir verbrachten einen kulinarisch höchst erfolgreichen leckeren Abend.
Es gibt sie also doch, die kleinen Wunder in der Stadt!

Samstag, 12. Juli 2008

Die alte Stadt

Eigentlich ist Berlin doch eine junge Stadt, arm aber sexy, cool und immer in Bewegung, zumindest möchte die Stadt einen das denken lassen. Ganz andere Gedanken bekommt aber, wer am Samstag mal gegen Mittag einkaufen geht, dann ist es eine alte Stadt, denn in den Supermärkten im Kiez wechselt dann das Regiment und die Alten haben das Sagen. Das Jungvolk schläft noch und dann schlägt die Stunde der Renter, sie erobern die Supermärkte, am Stock, im Rollstuhl und mit ihren Rollatoren, gefährlich, wer sich dann in die Gänge wagt. Ein kleiner Schwenk mit dem fahrbaren Untersatz, da ein kleiner Rempler mit dem Stock, die Jungen werden geschickt und behende in ihre Grenzen verwiesen, wenn sie es doch wagen, schnell noch etwas kaufen zu wollen, denn schnell ist nicht drin, sogar verboten. Geschickt werden Einkaufswagen so platziert, dass einfach kein Durchkommen ist und wer dann doch mal vorsichtigt fragt, ob er durch könne wird mit einem knappen "gfrpgrgfpdofasfdj, das sehen sie doch!" abgespeist und muss warten oder wenden und sein Glück im nächsten Gang versuchen, vielleicht hat er Glück und die nächste Barrikade erlaubt noch ein Durchzwängen unter bösen Blicken. Aber nur vielleicht. Froh ist, wer zum einen lange genung Schlafen kann, alles im Haus hat und nicht gegen Mittag einkaufen gehen muss oder, wer gemeinsam mit Oma oder Opa einkaufen geht, denn dann kann einem auch nichts passieren. Für alle anderen gilt, vorsicht, auch Berlin ist eine alte gefährliche Stadt, man muss nur wissen,wo und wann!

Mittwoch, 9. Juli 2008

Carsharing statt Carbesitzing


Netter Weise darf ich gerade etwas Neues ausprobieren...nichts Kosmetisches und auch nix zu Essen, sondern eine echte Alternative für Leute, die in Berlin wohnen und kein Auto haben. Dank trnd kann ich gerade das Prinzip des Sixti Clubs testen, ein Carsharinmodel von Sixt, so ein bisschen auf jung und dynamisch getrimmt dank der zum Sharing angebotenen Autos wie Smart, Mini, 1 er BMW und Mercedes B-Klasse. Die Idee ist einfach, man braucht ein Auto, schnell und kein Freund hat gerade eines zur Verfügung, kein Problem, man meldet sich einmalig in einer Filiale an, zahlt eines Jahresgebühr von 59 bis 79 Euro und schon kann man sich per Internet oder Telefon ein Auto für die gewünschte Zeit am gewünschten Ort reservieren. Standorte sind bisher überwigend stadtzentral, wie z.B. Hauptbahnhof, Europacenter, Ostbahnhof etc, es sollen aber noch mehr Stationen dazu kommen. Als Kosten fallen eine stündliche Gebühr und Kilometerkosten an, bleibt aber alles noch im Rahmen und ich kann bestätigen, von der Anmeldung in der Sixt-Filiale, über die Buchungim Internet bis zum Auto holen und zurückbringen ist alles herrlich einfach und unkompliziert, selber ausprobiert und für praktisch befunden!
Und Mini fahren macht einfach gute Laune, also genau das Richtige, wenn der Regen gerade wieder einmal den Sommer vertreibt!

Dienstag, 1. Juli 2008

Frauen sammeln...bei Fresh Line im Alexa

Wie muss ein idealer Laden für Frauen aussehen? Wer sich diese Frage schon Mal gestellt hat, der könnte bei Fresh Line im Alexa in Berlin fündig werden. Sobald man den Laden betritt werden wenigstens zwei Sinne bedient, die Ästhetik der Einrichtung erfreut das Auge und die angebotenen Kosmtika mit ihrem Duft begeistern die Nase, wow! Die Marke samt ihrer Artikel kommt aus Griechenland und erinnert doch sehr an Lush; Seifen werden von Torten und anderen massiven Dingen am Stück abgeschnitten angeboten, es gibt jede Menge Badebomen, Duschgele, Bodylotions, frische Gesichtsmasken aus der Kühltheke und anderes mehr, allerdings wirkt der Laden reifer und durchdachter als die Lush-Stores in Berlin, angbelich sind auch alle Kosmetika hochwertiger, wobei man sich dazu sicherlich selber eine Meinung bilden muss um das zu entscheiden Also vorbeigehen, angucken, reichen, geniessen und ausprobieren. Die Verkäuferinnen sind leider allerdings nicht so nett und lustig wie bei Lush, man versucht halt als exklusiver rüberzukommen, das Wissen zu den Produkten kann aber durchaus weiter helfen und man wird gut beraten.
Fresh Line, ein kleines Paradies für Frauen und ideal zum Sammeln! Test the Taste ;)

Samstag, 28. Juni 2008

Nix ist mehr, wie es einmal war

Dass die Oranienburger Straße heutzutage mehr ein Ort der Touristenabzocke als des Coolseins ist, war klar, auch schon vor gestern abend, aber wie verkommen diese ehemals wunderbare Weggehmeile wirklich ist, hat erschreckt. Flatratesaufen und F****n scheinen dort zu dominieren, wo man einst gepflegt Essen und Trinken konnte, eilige Geschäftleute und schäbig wirkende Touristen suchen die schnelle Nummer und peinlichstes Jungvolk rennt im Suff prollig pöbelnd den Gehweg entlang.
Und vermutlich steht immer noch in jedem Reiseführer über Berlin auf der ganzen Welt, dass die Oranienburger Straße ein "Geheimtipp zum Weggehen" ist. Dieses eine Mal sollte man den Geheimtipp dann wortwörtlich nehmen und weg gehen, weg von der Oranienburger Straße in Berlins Mitte, weg, soweit man kann!

Freitag, 27. Juni 2008

Was wäre...

Was wäre...
... wenn man wirklich immer allen sagt, was man sagen will?
... wenn man ab heute nur noch ehrlich ist?
... keine Lügen mehr erlaubt wären?
Wäre die Welt dann wirklich ein besserer Ort? Wären wir dann glücklicher, zufriedener, froher?
Kann ich ja nicht glauben...kann das jemand? Will das jemand? Wird das jemand?
Zweifel.

Samstag, 21. Juni 2008

Modern Living

Kreuzberg war ja schon immer moderner als Rest der Stadt...und die Hotelzimmer erst...

Donnerstag, 19. Juni 2008

Nachtschicht

Nachts kommen komische Dinge ans Licht, trotz der Dunkelheit, das merkt man schon an den Anrufen. Tagsüber würde nie jemand so anrufen. Komisch. Nachts heißt es plötzlich "...ich hätte da mal eine Frage...aber ich habe mich schon im Internet schlau gemacht...und ich komme jetzt bestimmt nicht so weit raus"...wogegen es tagsüber meist nur heißt "...haben das und das Problem...wann können wir kommen?". Natürlich unterscheidet sich auch der Ton, Ersteres wird immer trotzig-patzig vorgetragen, so als müssen man doch selber schön blöd sein, wenn man ans Telefon geht wogegen das Zweite stets freundlich-höflich angefragt wird. Dabei ist es doch eigentlich genau anders, also völlig verdreht. Nachts gibt es nur wenige Anlaufpunkte, da sollte man freundlich sein und tagsüber kann man sich aus hunderten Angeboten etwas aussuchen. Aber das interessiert nicht, warum auch, ein Blöder wird schon immer die Gabel heben, tut er/sie/es ja auch. Also bloß nicht nett sein, schließlich ist es nacht und da hat keiner Zeit, ist schließlich dunkel dann. Meint man. Denkt man. Glaubt man.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Frankreich vs. Italien

Ok, es soll ja immer der bessere gewinnen...schauen wir also mal näher hin.
Italien ist ein wunderschönes Land...Frankreich auch.
Italien hat tolles Essen...Frankreich auch.
Italiens Weine sind herrlich...Frankreichs auch.
Italiener sind Vollblutmänner....Franzosen auch.
Italien hat Strände ohne Ende...Frankreich auch.
Italien hat hohe Berge....Frankreich auch.
Italien hat einen große Radsportveranstaltung...Frankreich auch.
Italien spielt Fußball...Frankreich auch.
Italien ist eine Runde weiter....Frankreich nicht.
Schade. Irgendwie. Sah für Frankreich im direkten Vergleich doch gar nicht so schlecht aus. Im Allgemeinen.

Dienstag, 17. Juni 2008

Ein freier Tag

Freiheit kann auch sein, an einem freien Tag bei McD Mittag zu essen statt in der heimischen Küche zu stehen, nicht lecker, aber praktisch, nicht nahrhaft, aber sättigend. Nebenbei kann man wunderbar bösen Gedanken nachgehen...wie z.B. wie man mit Chicken McNuggets die Weltbevölkerung dezimieren kann. Böse, böse, tut aber gut, so böse Gedanken, nicht immer, aber manchmal schon.Und man kann auch herrlich Leute beobachten, wer kommt wer geht, wer was isst und wer wie ist, kurweilig kommt da keine Langeweile auf, schon gar nicht am Bahnhof, wo immer Menschen kommen und gehen. Reisen wäre jetzt auch schön, geht aber gerade nicht, schade, würde gut tun, so alles einmal hinter sich zu lassen, wenn auch nur kurz, wäre egal. Hauptsache weg. Is aber nich, also bloß nicht zu lange darüber nachdenken, sonst wird man wehmütig, wäre nicht gut, täte nicht gut. Also geht es weiter im Tag, immer weiter im Takt, bis zum Abend, bis morgen. Wir werden sehen, was das bringt.